„Absolut inakzeptabel“: Mahlsdorfer wollen Schulkinder aus Hellersdorf nicht

Zur Demokratieentwicklung gehört es auch soziale Polarisierungen im Bezirk zu thematisieren und nach solidarischen Lösungen zu suchen, wie das aktuelle Beispiel um die Mozart-Schule zeigt:
 
Unsichtbare Grenzen durchziehen den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es geht um soziale Unterschiede, die nun am Beispiel zweier Schulstandorte offen zutage treten. Denn 350 Schüler der Mozart-Schule im Hellersdorfer Plattenbauquartier sollen wegen Bauarbeiten ausgelagert werden an eine derzeit neu entstehende Schule in Mahlsdorf, das von Eigenheimen geprägt ist.
Einige Mahlsdorfer sind darüber erzürnt, zumal die Mozart-Schule vor einigen Jahren wegen zahlreicher Gewaltvorfälle in die Schlagzeilen geraten war. „Geht’s noch?“, schrieb deshalb eine Facebook-Nutzerin auf dem Portal Mahlsdorf Live.
Siehe auch:

Kommentar NPD-Schulaktion: Schutzzone für braunen Mob

Die „taz“ kommentiert:

Vor einer Hellersdorfer Schule verteilte die NPD Flyer. Ein schnelle Reaktion der Schulverwaltung bleibt aus.

Überhaupt und gerade nach der rechten Gewalt in Chemnitz ist klar: Dem Mob, den viele partout nicht erkennen wollen, darf man keinen Meter Boden gönnen. Schon gar nicht vor Schulen und auch dann nicht, wenn er in Gestalt des besorgten (und deshalb besonders gefährlichen) Bürgers daherkommt.

Vergangene Woche stand frühmorgens vor Schulbeginn nun aber eine rechte „Bürgerwehr“ vor der Wolfgang-Amadeus-Mozart-Gemeinschaftsschule in Hellersdorf. Hinter der Aktion steckt die NPD, die bereits seit einigen Wochen für ihre bundesweite Kampagne „Schutzzone“ mobilisiert.

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