Ausländischer Konzern betreibt erstmals Flüchtlingsheime

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Ein norwegisches Unternehmen gewinnt die Ausschreibung für zwei Unterkünfte in Berlin – vor allem wegen niedriger Tagessätze.

Berlin.  Das Geschäft mit der Unterbringung von Zehntausenden Flüchtlingen in Berlin lockt inzwischen auch Bieter aus anderen Staaten an. Mit dem norwegischen Konzern Hero Norge AS hat jetzt erstmals ein ausländischer Bewerber vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) den Zuschlag für den Betrieb von Flüchtlingsheimen in Berlin erhalten.

Die Norweger übernehmen die in einem neuen Modularbau eingerichtete Gemeinschaftsunterkunft an der Wittenberger Straße in Marzahn mit 450 Bewohnern. Dort war bisher der Wohlfahrtsverband Volkssolidarität tätig. Und sie sollen das Containerdorf an der Dingolfinger Straße, ebenfalls in Marzahn, managen. Das sogenannte „Tempohome“ soll nach Angaben der Sozialverwaltung in den nächsten Wochen für 280 Menschen eröffnet werden.

Hero Norge hat sich in der Interims-Ausschreibung beim LAF durchgesetzt. Dabei war wohl allein der Preis das ausschlaggebende Kriterium. Der Zuschlag gilt zunächst für sechs Monate vom 1. April an, kann aber um drei Monate verlängert werden.

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Siehe auch:

Norweger übernehmen Flüchtlingsheim in Marzahn

Flüchtlingsheime auf Norwegisch

Tempohomes Dingolfinger Straße: Heim wird frühestens im Mai fertig

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Die Inbetriebnahme des Containerdorfs für Flüchtlinge an der Dingolfinger Straße in Biesdorf (Marzahn-Hellersdorf) verzögert sich erheblich. Das geht aus der Antwort der Senatssozialverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Gräff hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Das Tempohome werde Ende April 2017 baulich fertiggestellt, erklärte Staatssekretär Alexander Fischer. Ursprünglich sollte die Fertigstellung bereits zum Ende vergangenen Jahres erfolgen. Für den Bau der Containersiedlungen ist die landeseigene Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) zuständig, die der Finanzverwaltung untersteht.

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Die Berliner Woche beantwortet die wichtigsten Fragen zum Flüchtlingszuzug

Die „Berliner Woche“ berichtet über die weiteren Umzugspläne bezüglich der Geflüchtetenunterkünfte in unserem Bezirk:
Marzahn-Hellersdorf. Der Umzug der Flüchtlinge von Notunterkünften in komfortablere Unterbringungsmöglichkeiten schreitet voran. Im Bezirk wird die Zahl der Flüchtlinge stark ansteigen.
Zu Beginn dieses Jahres hatten rund 2200 Flüchtlinge eine Unterkunft im Bezirk. Nach den bisherigen Planungen werden es nach Abschluss der geplanten Baumaßnahmen etwa 4400 Flüchtlinge sein. Die Modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF) und die sogenannten Tempohomes, die Containeranlagen, befinden sich fast alle in den Großsiedlungen. Sie sind bereits fertig oder im Bau.
Siehe auch weitere Presseberichte:
 

Geplante Unterkünfte in Marzahn-Hellersdorf

Hier mal die aktuelle Übersicht des Bezirksamtes über geplante bzw. im Bau befindliche Unterkünfte für Geflüchtete in Marzahn-Hellersdorf:

Im Zuge der steigenden Flüchtlingszahlen wurden 2015 in Berlin Sporthallen als provisorische Notunterkünfte hergerichtet, die 2016 durch die Neuerrichtung von sog. „modularen Unterkünften für Flüchtlinge“ (MUFs) und Wohncontainern (Tempohomes) allmählich wieder leergezogen werden sollen. Auf diese Weise werden relativ kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen, die an die jeweiligen Erfordernisse (d.h. Weiterentwicklung der Flüchtlingszahlen sowie ggf. anderweitige Nutzung als Studentenwohnheime o.ä.) angepasst werden können.
Berlinweit sollen an 60 Standorten MUFs entstehen; Tempohomes sind für insgesamt 30 Standorte für eine Betriebsdauer von bis zu drei Jahren vorgesehen. Davon wird auch Marzahn-Hellersdorf betroffen sein. Die Planung und Umsetzung erfolgt durch die Senatsverwaltung für Finanzen zusammen mit der Berliner Immobilienmanagement GmbH (Auswahl und Tausch von Standorten), die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (konkrete Bautätigkeiten) sowie die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (Auswahl von Heimbetreibern). Die Zuständigkeit liegt also beim Land Berlin. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ist bemüht, die ihm vorliegenden Informationen möglichst transparent zu machen.

Folgende Standorte sind gegenwärtig geplant:

a) Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUFs):

  • Albert-Kuntz-Straße (neben Nr. 41): Kapazität für 450-500 Personen
  • Märkische Allee/Martha-Arendsee-Straße (Flur: 228; Flurstücksnummer: 298): Bauarbeiten haben begonnen; Richtfest hat am 25.08.2016 stattgefunden; voraussichtliche Eröffnung im 1. Quartal 2017); Kapazität für 450 Personen
  • Rudolf-Leonhard-Straße 13: Bauarbeiten haben begonnen; geplante Fertigstellung im März 2017; Kapazität für 450 Personen
  • Wittenberger Straße 16: Bauarbeiten haben begonnen; Richtfest hat am 25.08.2016 stattgefunden; voraussichtliche Eröffnung im 1. Quartal 2017; Kapazität für 450 Personen

b) Container-Standorte (Tempohomes):

  • Dingolfinger Straße: Kapazität für 500 Personen
  • Zossener Straße 138: voraussichtliche Eröffnung im September/Oktober 2016; Kapazität für 500 Personen

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Berliner Senat macht weitere Turnhallen frei

Der Bezug der MUF in der Wittenbergerstraße steht laut Bericht der „Berliner Morgenpost“ kurz bevor:

Die Senatssozialverwaltung will Ende dieses Monats weitere vier Sporthallen freiziehen und die dort eingerichteten Flüchtlingsunterkünfte auflösen. Betroffen sind die Notunterkünfte an der Wedell-, Lessing- und Lauenburger Straße sowie am Hüttenweg, alle in Steglitz-Zehlendorf. Die dort noch untergebrachten rund 300 Menschen ziehen nach Marzahn, an die Wittenberger Straße. Diese Gemeinschaftsunterkunft wurde in Modulbauweise aus Fertigteilen (MUF) unter Regie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gebaut und ist das erste MUF, das bezogen werden kann. Die Schlüsselübergabe an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist in der kommenden Woche vorgesehen, dann wird die Unterkunft mit der Erstausstattung eingerichtet. Der Umzug ist für die Winterferienwoche geplant und soll am 30. Januar beginnen.

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