Berliner Bürger bauen Flüchtlingsheim

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Eine Berliner Initiative will die Unterkunft gemeinsam mit Geflüchteten bauen. Diese sollen in das selbst gebaute Haus ziehen.

Berliner tun sich zusammen, um ein Flüchtlingsheim zu bauen. Klingt eigenartig? Ist es aber nicht. Eine Gruppe von Fachleuten ist angetreten, die politisch Verantwortlichen von einem interessanten Plan zu überzeugen. Die Initiative hat eine Unterkunft konzipiert, die nicht nur die Bedürfnisse von Menschen aus anderen Kulturen berücksichtigt, sondern die sie als Integrationsprojekt auch gemeinsam mit Geflüchteten errichten möchten. Der Clou: Diese sollen dann in das Haus ziehen, das sie selbst gebaut haben.

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Runder Tisch „Alternativen zur öffentlichen Unterbringung geflüchteter Menschen“ startet

Via Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen:

Heute tagt der Runde Tisch „Alternativen zur öffentlichen Unterbringung geflüchteter Menschen“ zum ersten Mal.

Der vom Staatssekretär für Integration Daniel Tietze (Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales) und vom Staatssekretär für Wohnen Sebastian Scheel (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) einberufene Runde Tisch wird sich mit der Frage beschäftigen, welche strukturellen Maßnahmen geflüchteten Menschen den Übergang aus Unterkünften in Mietwohnungen erleichtern können.

In der ersten Sitzung wird Staatssekretärin Margit Gottstein die Position der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung zur Bedeutung einer diskriminierungsfreien Vermietungskultur vertreten. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter der städtischen Wohnungsbaugesellschaften, der privaten Wohnungswirtschaft, von Hilfs- und Freiwilligenorganisationen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden sowie der zuständigen Stellen auf Senats- und Bezirksebene Teilnehmende des Runden Tisches.
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Wenn Nazis Flüchtlingsheime bewachen

Das „Neue Deutschland“ schreibt:

Bundesregierung ignoriert Probleme mit rechten Wachschützern und spricht von Einzelfällen

Als der Bus mit neu angekommen Flüchtlingen vor dem Münchener Asylbewerberheim hält, gibt der diensthabende Wachschutzmitarbeiter per Funk durch: »Schicken wir die doch gleich zum Vergasen weiter nach Dachau«. Zwar kam es an diesem Tag zu keinem Übergriff, doch zeigt dieser Vorfall, über den die »Süddeutsche Zeitung« berichtete, dass manche Mitarbeiter im Wachschutz aus der rechten Ecke kommen. Insbesondere ostdeutsche Firmen werden hier immer wieder auffällig. Etwa in Cottbus, wo nach Recherchen des RBB »stadtbekannte Cottbuser Neonazis mit Verbindungen zur Kampfsport-Szene« mehrere Security-Firmen gegründet haben. Als Reporter der Berliner »BZ« im Januar 2018 vor der Bürotür einer solchen Firma standen, hing dort ein Schild mit der Aufschrift: »Bitte flüchten Sie weiter! Es gibt hier nichts zu wohnen! Refugees not welcome!«

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Flüchtlingsunterkünfte: Berlin hat Außenstände in Millionenhöhe

Via „Berliner Zeitung“:

Es könnte ein teures Jahr für Berlin werden. Das Land schuldet den Betreibern von Flüchtlingsunterkünften sehr viel Geld. Es geht um Millionenbeträge. Vollkommen ungeklärt ist zurzeit, ob es sich dabei um eine ein-, zwei-, oder sogar dreistellige Millionensumme handelt. Um das heraus zu finden, hat das Landesamt für Flüchtlinge (LAF) eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Bis zum Sommer sollen ehemalige und derzeitige Heimleiter ihre Ansprüche nachweisen. Bis Ende des Jahres will das Land abgerechnet haben.

Offene Rechnungen: Flüchtlingsheimbetreiber verklagen Senat

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Heimbetreiber in Berlin reichen Klagen ein, weil der Senat Rechnungen in Höhe von etlichen Millionen Euro nicht bezahlt hat.

Berlin.  Aus Zeiten der Flüchtlingskrise hat das Land Berlin aus den Jahren 2015 und 2016 noch zahlreiche Rechnungen offen bei den Wohlfahrtsverbänden und Heimbetreibern. Die Forderungen der Vertragspartner an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) belaufen sich mindestens auf hohe zweistellige Millionenbeträge, es könnten aber auch mehr als 100 Millionen sein. Erste Klagen sind bei den Gerichten bereits eingegangen.

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Füchtlingspolitik der Kommunen: Aus der Wohnung zurück ins Heim

Die „taz“ schreibt“:

Viele Sammelunterkünfte sind leer, kosten aber weiter Geld. Einige Kommunen zwingen Flüchtlinge daher wieder zum Umzug.

Manche Kommunen schaffen die dezentrale Unterbringung von Geflüchteten derzeit wieder ab und verfrachten sie in Gemeinschaftsunterkünfte. Dorthin, wo nach einhelliger Meinung von Experten Isolation, Abgrenzung und ethnische Grüppchenbildung lauern.

Erkennbar ist diese Entwicklung nur an Einzelfällen, wie denen, die bei Mirjam Kruppa aufschlagen. Die Thüringer Integrationsbeauftragte wurde in den vergangenen Monaten mehrfach kontaktiert, weil Asylsuchende und Geduldete, die bereits dezentral untergebracht waren, durch die zuständigen kommunalen Behörden verpflichtet worden seien, ihre Wohnung zu verlassen und in Gemeinschaftsunterkünfte zu ziehen. „Es betrifft verstärkt asylsuchende Einzelpersonen, aber auch Familien, die bereits in Einzelwohnungen untergebracht waren“, teilt Kruppa der taz mit.

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Flüchtlingsunterbringung in Berlin: Klasse statt Masse

Die „taz“ berichtet:

Die Bezirke wollen lieber kleinere Flüchtlingsunterkünfte. Die Berliner Sozialsenatorin zeigt sich gesprächsbereit.

Im Streit über die neuen Standorte für „Modulare Flüchtlingsunterkünfte“ (MUF) geht der Senat auf die Bezirke zu. Die bisherige Liste aktuell geplanter Standorte sei „nicht in Stein gemeißelt“, sagte Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) der taz. Da sei sie sich mit Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) einig. „Wir brauchen pro Bezirk rund 1.000 Plätze, aber ob die auf zwei oder sieben Grundstücken stehen, ist uns schnuppe“, so die Senatorin. Eine Einschränkung gebe es aber: Es müsse „schnell und wirtschaftlich“ gebaut werden.

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Der Palästinenser Saleh Eid (53) berät Flüchtlinge im „Bunten Haus“

Die „Berliner Woche“ schreibt:

Viele Menschen im Bezirk engagieren sich in der Flüchtlingsbetreuung. Einer von ihnen ist Saleh Eid. Der 53-Jährige Palästinenser hilft bei der Wohnungssuche.

Sie kommen meist aus Syrien oder dem Irak und sind in Unterkünften in ganz Berlin untergebracht, meist aber in Marzahn-Hellersdorf. Saleh Eid finden sie durch Mundpropaganda. Im Familientreff „Buntes Haus“ an der Hellersdorfer hat ihm der Verein „Roter Baum“ einen Raum für sein Ehrenamt zur Verfügung gestellt. Eid unterstützt Flüchtlinge nicht nur bei der Wohnungssuche. Er begleitet sie auch zur Ausländerbehörde, gibt Sprachkurse und Nachhilfeunterricht für Kinder.

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Protest gegen geplante Flüchtlingsunterkunft – aus Sorge um die Natur

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

In Berlin-Lichterfelde haben Bewohner wegen einer geplanten Modularen Flüchtlingsunterkunft eine Initiative gegründet. Sie wollen ihren Wald schützen und fürchten auch, dass der soziale Friede kippt.

Lennart isst knapp überm Fußboden. Da hat er sich in seinem Sitz entspannt zurückgelehnt, seine Arme hängen lässig da, er braucht sie nicht, er wird ja auch so bestens mit Nahrung versorgt. Macht doch alles seine Mutter, das ist einer der Vorteile, wenn man erst acht Monate alt ist.

Lennart ist es auch egal, dass zwei Meter entfernt sein Vater mit drei Männern am Wohnzimmertisch sitzt und dass die Runde ein ziemlich großes Problem bespricht. Die Mappe mit 700 Unterschriften, die auf dem Tisch liegt, die hängt mit diesem Problem zusammen. 700 Menschen protestieren mit ihrer Unterschrift gegen den Bau einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) am Dahlemer Weg in Lichterfelde. „Es gibt zwei Kategorien des Protests“, sagt Jörg Schäfer, ein Polizist mit vollem Gesicht und Hornbrille, einer der Männer am Tisch.

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Wo Geflüchtete Arbeit gefunden haben

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Etliche Unternehmen in Berlin und Brandenburg beschäftigen Menschen mit Fluchthintergrund. Wir haben sie besucht und gefragt, was gut läuft – und was falsch.

Unternehmen fühlen sich bei der Beschäftigung von Geflüchteten selbstsicherer als vor drei Jahren. Sie kennen sich mit Rechtsfragen besser aus, agieren professioneller, haben einen Plan entwickelt. Der Azubi aus Syrien sei nichts allzu Besonderes mehr, sondern normal. Zumindest erzählen das Betriebe unterschiedlicher Branchen in Berlin und Brandenburg so, die wir besucht haben und deren Erfahrungen wir hier schildern.

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