Rechte jagen Menschen in Chemnitz

„Zeit Online“ berichtet:

Rechtsradikale haben auf offener Straße Menschen angegriffen – angeblich als Racheakt für eine Messerstecherei. Die Polizei war von einem Spontanaufmarsch überfordert.

Tumultszenen in der Innenstadt von Chemnitz: Hunderte Rechte sind am Sonntagnachmittag durch die Straßen der sächsischen Großstadt gezogen und haben Menschen angegriffen, von denen sie offenbar annahmen, dass diese keine Deutschen sind. Zu Beginn war der rechtsextreme Mob der Polizei überlegen.

Den Ereignissen ging eine Messerstecherei in der Nacht zu Sonntag voraus, bei der ein 35-Jähriger zu Tode gekommen war. Auf rechten Facebook-Seiten war im Anschluss berichtet worden, die Messerstecher seien „Südländer“, das Opfer angeblich ein Russlanddeutscher. Die Polizei bestätigte die Herkunft der Beteiligten nicht. In einer Mitteilung, die die Polizei Sachsen über Twitter publik machte, schrieb sie lediglich, dass es zu „einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten gekommen“ sei.

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Köpenicker Verein hilft Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Köpenicker Verein „Türöffner“, der mit seiner Geschäftsstelle unter dem Dach von Union Berlin sitzt, hilft Geflüchteten bei der Suche nach Arbeitsplätzen und Praktika.

„Ausbildung und Arbeit sind für die Flüchtlinge, die bleiben dürfen, der beste Weg in unsere Gesellschaft“, ist auf dem Internetseite der Bundesregierung zu lesen. Für Geflüchtete aber ist es alles andere als einfach, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Die Hürden zu überwinden, hat sich der Verein „Türöffner“ aus Köpenick vorgenommen. Seit der Gründung des Vereins konnten schon 92 Praktika und 42 Festanstellungen an Geflüchtete in Berlin vermittelt werden.

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Gutachten fordert Stopp des Sozialen Wohnungsbaus

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Berater des Wirtschaftsministeriums fordern, den Sozialen Wohnungsbau zurückzufahren. Die Mietpreisbremse würden sie ersatzlos streichen.

Wohnungsnot? Welche Wohnungsnot? Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum Sozialen Wohnungsbau empört die Opposition. Denn das Heftchen von knapp 40 Seiten zur Zukunft der wichtigen Reserve an günstigen Wohnungen für Haushalte mit geringen Einkünften zieht das Fazit: „Der Soziale Wohnungsbau sollte nicht wiederbelebt werden“, sondern „im Gegenteil zurückgefahren werden“. Dazu noch sollte „die Mietpreisbremse ersatzlos gestrichen werden“.

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Feste, Gedenk- und Feiertage 2019 – der Interkulturelle Kalender schafft Übersicht

Pressemitteilung vom 23.08.2018

Religiöse und weltliche Festtage strukturieren unseren Jahresablauf. In einer modernen Einwanderungsgesellschaft ist es schon lange nicht mehr allein das christliche Kirchenjahr, das das Leben ordnet, mit Feiertagen den Alltag unterbricht oder mit Gedenktagen zur Einkehr aufruft.
Wann aber feiern und gedenken Nachbarn, Freunde, Mitschülerinnen oder Kollegen, die andere religiöse Überzeugungen haben oder religiös gar nicht gebunden sind?
Seit vielen Jahren gibt der Interkulturelle Kalender Auskunft. Zusammengestellt wird er seit 1996 von Gertrud Wagemann, die jetzt auch den Interkulturellen Kalender 2019 erstellt hat. Herausgeber ist der Integrationsbeauftragte des Berliner Senats, Andreas Germershausen.

Der Kalender bietet damit nicht Exotik sondern praktische Orientierungshilfe in unserem interkulturellen Alltag, betont Andreas Germershausen: „Dieser interkulturelle Alltag wird zwar immer selbstverständlicher, er kann aber auch sehr unübersichtlich sein und er verlangt jedem einzelnen immer mehr Kenntnisse ab, wie jede und jeder von uns respektvoll mit unterschiedlichen Traditionen und religiösen Befindlichkeiten umgehen kann, die das Jahr quer durch die Nationalitäten und Kulturen unserer Umgebung bestimmen. Hier leistet der Interkulturelle Kalender eine gute Hilfestellung.“

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BENN Marzahn-NordWest: Der Selbstbehauptungs- und Antimobbing-Kurs

Via „Kiezbericht„:

„BLEIB COOL“ im Kinderkeller wurde mit dem Training am 20. August 2018 beendet. Etwa zwei Dutzend Kinder und Jugendliche (hauptsächlich aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße) haben sich daran beteiligt. Unter der Leitung von Mike Päpke und seiner Kollegin Mailin Rieck von VESQ WINGT SUN haben die jungen Teilnehmer durch aufmerksames Zuhören, fleißiges Diskutieren, reges Mitmachen und intensives Üben gelernt, schwierige Gegebenheiten im täglichen Leben relativ unbeschadet zu überstehen. Die gestellten Situationen reichten von gewaltlosem Aneinandervorbeigehen über abwehrende Reaktionen bis zum – falls unumgänglich erforderlich – geschickten und erfolgreichen Verteidigen der eigenen Person. Dabei wurde den Kids und Jugendlichen Tricks und Kniffe beigebracht, die selbst bei körperlich weit Unterlegenen zum Ziel, nämlich der gelungenen Abwehr eines Angriffs, führt. Interessant zu beobachten war, mit welchem Fleiß sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Übungen beteiligten. Vermutlich lag es an der sehr moderaten und dennoch klaren Ansage des Kursleiters Mike Päpke. Übrigens ließ er das in den letzten Wochen Gelernte an seiner eigenen Person testen; wobei sein Urteil in den meisten Fällen positiv ausfiel. Nur selten mußte er noch ein Stück weit nachhelfen. Einem 11-jährigen Mädchen und einem 10 Jahre alten Jungen (beide aus der GU) wurde ein laustarkes Geburtstagsständchen geboten. Nach Aushändigung der Urkunden über die Teilnahme wurde kräftig von den gesunden Leckereien genascht. Der Kiezredakteur kann nun nur noch sagen: Bleibt cool !

Willkommen-in-Arbeit-Büros: Gemeinsam Schritt für Schritt

Seit fast eineinhalb Jahren gibt es mitten in der Altstadt von Spandau das Willkommen-in-Arbeit-Büro (WiA-Büro). Geflüchtete Frauen und Männer können sich hier kostenfrei über Bildungs- und Jobangebote informieren. Dabei werden sie unterstützt von einem engagierten Team aus Beraterinnen und Beratern sowie Dolmetscherinnen und Dolmetschern externer Einrichtungen. Im Auftrag und finanziert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales setzt die Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ e.V.) das WiA-Büro um. Die Büros arbeiten auf der Grundlage eines Fachkonzeptes, das für alle aus der Abteilung Arbeit und Berufliche Bildung geförderten Projekte ein gemeinsames Verständnis und fachliche Standards sicherstellt. Die Finanzierung der Beratungsangebote kommt aus Mitteln des Landes für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter.

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Studie: Zahl der Hartz-IV-Bezieher wird nicht kleiner

Das „Migazin“ berichtet:

Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher verharrt auf hohem Niveau: Sechs Millionen Menschen beziehen die Hilfsleistung. Darunter sind auch Asylbewerber, weil sie dem Arbeitsmarkt noch nicht zur Verfügung stehen.

Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher ist laut einer Studie trotz des Arbeitsmarktbooms seit 2011 nicht zurückgegangen. Sie liegt relativ konstant nahe der Sechs-Millionen-Marke, wie aus einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht. Die Zahl der unter Armut leidenden Kinder ist dem Deutschen Kinderschutzbund zufolge deutlich höher als bisher bekannt.

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Endspurt des Projekts Ponte – Letzte Projektfördergelder zu vergeben!

Beim Projekt Ponte könnt Ihr zur Umsetzung Eurer Ideen noch Fördermittel beantragen! Nutzt die Chance zur Schaffung interkultureller Begegnungen in Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord!:

Da das Projekt Ponte zum 31.12.2018 ausläuft und wir noch Geld für das laufende Jahr zur Verfügung stehen haben, rufen wir Euch somit ein letztes Mal dazu auf, Euch bei uns zu melden, falls Ihr Interesse haben solltet noch weitere Projekte in den kommenden 2 Monaten umzusetzen (bis zu 1000 Euro Förderung ist pro Projekt möglich – die Abrechnung muss bis Ende Oktober erfolgen).

Wir können alle Ideen (vom Fußballturnier bis hin zum Kinoabend) fördern, welche Ihr zur Ermöglichung der interkulturellen Begegnung und zur Stärkung lebendiger Nachbarschaften in den Sozialräumen rund um die Gemeinschaftsunterkünfte in Marzahn-Nord (MUF in der Wittenberger Straße 16) und Hellersdorf-Nord (Tempohome in der Zossener Straße) umsetzen wollt!

Meldet Euch einfach via Mail (ponte@pad-berlin.de), Telephon (0152/31771383) oder Facebook bei uns und wir beraten Euch beim weiteren Vorgehen! Wir übernehmen auch weiterhin Unterstützungsleistungen beim Verfassen von den im Jahr 2018 sehr vereinfachten Anträgen!

Kulturgeschichte eines Begriffs: Wie der Kiez erfunden wurde

Via „Tagesspiegel“:

Kiez klingt berlinerisch und historisch? Doch das stimmt gar nicht: Erst in den 1970ern deuteten West- und Ost-Berlin den Kiez zum urbanen Ort um..

Der Kiez ist heute überall. In den Straßen Berlins finden sich Kiez-Bäcker, Kiez-Buchhandlungen und Kiez-Pensionen. Hochglanzbroschüren werben für edle Wohnungen im Kiez, während auf den Berliner Fußballplätzen die nächsten Kiez-Helden gesucht werden. Kiez verspricht Zugehörigkeit und bietet Identifikation. Kein Wunder, dass die sanierten Berliner Altbauviertel als Bergmann-, Graefe-, Nord- oder Süd-Kiez bezeichnet werden. Das klingt gleichermaßen berlinerisch und historisch, so als ob es schon immer Kiez geheißen hätte. Dabei ist der Kiez im heutigen Sinne ein neuer Begriff, der erst seit den 1970er Jahren eine erstaunliche Verbreitung gefunden hat. Zuvor stand der Kietz (mit „tz“ geschrieben) jahrhundertelang für ärmliche Fischersiedlungen vor den Toren der Stadt. Die heutige Bedeutung des Begriffs, der nunmehr für Urbanität durch Gemeinschaft, Vielfalt und Dichte steht, ist kaum älter als vierzig Jahre.

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Jugendforum Marzahn 2018 – Konstituierende Sitzung

Via Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass nun der Termin für die erste Sitzung des Jugendforums Marzahn feststeht: das konstituierende Treffen findet am 4.9. um 17 Uhr im Treibhaus (Allee der Kosmonauten 170, 12685 Berlin)statt. Leiten Sie die Einladung gern auch an Personen (bzw. Einrichtungen) weiter, die für das Jugendforum (Altersgruppe: 13-27 Jahre) in Fragen kommen. Weitere Infos finden Sie im Flyer im Anhang.

Viele Grüße
Corinna Meukow & Hannes Obens
Stiftung SPI
Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung
Externe Koordinierungs- und Fachstelle der
Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf
Rathaus Marzahn-Hellersdorf
Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin

+49.0.30 99 27 50 98
+49.0.30-99 27 50 97 fax

pfd-mh@stiftung-spi.de
www.stiftung-spi.de/

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