Was aus Cottbus wurde und warum

Via „Neues Deutschland“:

Ein Opferberater und ein Wissenschaftler haben den Rechtsruck in der Stadt analysiert

Hamid und Mustafa sind gerade erwachsen geworden. Als Jugendliche sind sie vor dem Bürgerkrieg aus Syrien nach Cottbus geflüchtet. Dort leben sie inzwischen auch nicht mehr gefahrlos. Die Abneigung der Einheimischen beschränkt sich nicht auf böse Blicke. Ständig bekommen Hamid und Mustafa zu hören: »Das ist nicht euer Land, geht nach Hause.« Sie werden beleidigt. Darauf reagieren sie wie andere Flüchtlinge in der Stadt mit der Strategie: Lächeln, grüßen und so tun, als hätten sie nichts verstanden. »Vor zwei Jahren etwa war es noch okay«, erinnert sich Hamid. »Vielleicht ein Drittel der Menschen mochte uns nicht. Jetzt habe ich das Gefühl, 80 Prozent der Menschen sind gegen uns.«

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