Über Solidarität in neoliberalen Zeiten: Vorwärts und fast vergessen

Via „Jungle World“:

Auf der Suche nach dem verlorenen Wir: Der Soziologe Heinz Bude plädiert für eine neue Kultur der Solidarität.

Im Arsenal der politischen Begriffe ist Solidarität sicherlich einer der ganz großen. Solidarität kann individuelles Verhalten ebenso beschreiben wie massenhafte Aktion, sie kann spontane Praxis genauso meinen wie einen dauerhaften sozialen Zusammenhalt. Sie wird als anthro­pologische Konstante, als etwas allen Angeborenes ebenso begriffen wie als Kampfbegriff, dessen Verwirklichung stets angemahnt und ein­gefordert werden muss. Solidarität kann staatliche Umverteilungsmaßnahmen beschreiben, sie kann aber auch alltägliche, von Mitgefühl und Empathie getragene Handlungen ohne jeden institutionellen Rahmen meinen.

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