Der Roma-Kulturtag war sehr gut besucht

Als Projekt Ponte bedanken wir uns ebenfalls bei allen am 5.Romakulturtag Beteiligten! Es war wieder ein sehr gelungenes Fest auf dem Abenteuerspielplatz MarzahnWest:
Der AWO Berlin Spree-Wuhle e.V. lud ein und viele Besucherinnen und Besucher kamen an 18. Mai 2018 auf den Abenteuerspielplatz der Spielplatzinitiative Marzahn e.V. nach Marzahn West. Am 5. Roma-Kulturtag wurde geboten: Roma-Polska-Musik, Zauberkunst, Pony-Reiten, Kinderschminken, Lagerfeuer, Stockbrot, Grill-Leckereien, Zuckerwatte, Kuchen, Kaffee und andere Getränke. Bei Gesprächen kamen sich die Gäste trotz diverser Sprachprobleme näher. Es wurde getanzt und gelacht und das Wetter spielte auch mit.
 

Gefangen in Hartz IV

Als alleinerziehende Mutter gefangen in der Hartz-IV-Spirale. Im Gespräch erkundigte sich das Inforadio in der Arche in Berlin-Hellersdorf nach den Problemen mit dem vorhandenen System:

Die deutsche Wirtschaft brummt, überall werden Arbeitskräfte gesucht – von der Aushilfe bis zur Fachkraft. Und trotzdem gibt es 800.000 Langzeitarbeitslose. Welche Probleme haben diejenigen, die erst einmal in der Hartz-IV-Spirale stecken? Für den zweiten Teil ihrer Reportage hat Inforadio-Reporterin Sylvia Tiegs in Berlin und Potsdam nach Antworten gesucht.

Mittagszeit in der „Arche“ in Berlin-Hellersdorf. Die Kantine des christlichen Kinder- und Jugendhilfswerks ist gut besucht, heute gibt’s Kürbissuppe. Wie immer kostenlos. Die „Arche“ versteht sich als Anlaufstelle für Familien, die wenig haben. Nicole zählt sich dazu. Die 31-Jährige zieht alleine fünf Kinder groß: „Der Jüngste ist anderthalb, die Älteste ist zehn.“

Ihre beiden Kleinsten hat Nicole zum Mittagessen in die „Arche“ mitgebracht; die Jungs sitzen fröhlich in ihren Hochstühlen und manschen in der Suppe rum. Aus eigener Kraft kann ihre Mutter sie nicht ernähren, Nicole und ihre Kinder leben komplett vom Staat: „Momentan von Hartz IV, Kindergeld und Unterhaltsvorschuss für die Kinder.“

Mit dem Vater der Kinder wohnt Nicole nicht zusammen, er kümmere sich aber – sagt sie. Als Lagerarbeiter verdiene er zu wenig, um sie finanziell zu unterstützen. Deshalb der Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt. Hartz IV bezieht die junge fünffach-Mutter, obwohl sie gerne arbeiten gehen würde. Aber sie kann nicht: „Mein Hauptproblem ist: Kita-Gutscheine habe ich für alle Kinder – und finde einfach keine Plätze.“

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Kurzes Gedenken für rechtes Mordopfer

Das „Neue Deutschland“ schreibt:

Eine Granitplatte mit Inschrift für Nguyen Van Tu in Marzahn ist wenige Wochen nach Anbringung verschwunden

Es ist ein schmaler Grünstreifen, drei Bäume darauf, eingerahmt von einem Parkplatz, dahinter ein Supermarkt. Hier wurde vor 26 Jahren Nguyen Van Tu erstochen. Seit Mitte April, eine Woche vor dem Todestag am 24. April, wies eine Gedenktafel auf den rassistischen Mord hin. Jetzt ist sie verschwunden.

Verlegt hatte die Gedenktafel nicht der Bezirk Marzahn-Hellersdorf, sondern eine antifaschistische Gruppe. »Es gibt hier im Bezirk kein aktives Gedenken an Nguyen Van Tu«, sagte die Aktivistin Mutjara Teng dem »nd«. Nach dem 25-jährigen Todestag im vergangenen Jahr hätten einige Aktivisten versucht, mit Politikern über einen möglichen Gedenkort ins Gespräch zu kommen. Das sei aber gescheitert. Deshalb habe die Gruppe selbst eine Gedenkplatte erstellen lassen und verlegt. Fotos zeigen die etwa 50×70 Zentimeter große Granitplatte in einem metallenen Rahmen.

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Pressemitteilung: AWO lädt zum 5. Roma-Kulturtag am 18.5.2018 in Marzahn-NordWest ein

Seit 2014 führen wir jährlich einen Roma-Kulturtag durch. Im Jahr 2018 möchten wir diese Tradition weiterführen und den 5. Roma-Kulturtag als Nachbarschaftsfest mit interessierten Bewohner*innen und mit neu zugewanderten Einwohner*innen im Rahmen der Europa-Woche am 18. Mai 2018 um 15 Uhr auf dem Abenteuer Spielplatz Marzahn-Nordwest, Ahrensfelder Chaussee 26, 12689 Berlin
organisieren und veranstalten. Unterstützer*innen bzw. Mitorganisator*innen – neben der AWO – sind das Quartiersmanagement Marzahn-Nordwest, der Kieztreff West, Spielplatzinitiative Marzahn e.V., Vision e.V., und das Projekt Ponte.
Der 5. Roma-Kulturtag hat das Ziel, Vielfalt im Stadtteil als Bereicherung für alle Bewohner*innen aus verschiedenen Kulturkreisen erlebbar zu machen. Damit wird ein Beitrag für eine gute Nachbarschaft und die Integration/Akzeptanz von Neuankömmlingen im Stadtteil geleistet.
Wir wollen insbesondere die Teilnehmer*innen aus der Roma-Community und die russischsprachigen Teilnehmer*innen unserer Sprach- und Integrationsangebote in die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung mit einbeziehen. Als bereits längere Zeit in Deutschland ansässige Mitbürger*innen werden sie gemeinsam mit den deutschen Einwohner*innen auch Gastgeber für die Neuankömmlinge/Geflüchtete sein. Wir wollen Einwohner*innen aus dem Stadtteil Marzahn-Nord/West, vor allem neuzugewanderte Einwohner*innen sowie Kinder mit Migrationshintergrund, die Grundschulen in Marzahn-Nordwest und Flüchtlinge, insbesondere aus nahegelegenen Flüchtlingsheimen, einladen.

Es soll ein interkulturelles Fest mit vielfältigen Angeboten für Kinder und Erwachsene (z.B. Musik und Tanz, Pony-Reiten, Malen, Schminken, Zaubern und kreative Beschäftigung) sein. Der Tag klingt mit einem gemütlichen Beisammensein am abendlichen Lagerfeuer mit Musik und anregenden Gesprächen aus. Das Fest wird dazu beigetragen, bestehende Vorurteile abzubauen, neue Kontakte zu knüpfen, Willkommenskultur zu praktizieren und den Gedankenaustausch zwischen den Kulturen zu fördern. Es leistet damit einen Beitrag zum besseren Verständnis der im Quartier lebenden Kulturen und ein besseres Miteinander. Wir wollen die Bewohner*innen, insbesondere die Roma-Familien, aktivieren und ihnen eine zusätzliche Aufgabe in unserem Kulturkreis anbieten. Durch professionelle Darstellung der Roma-Community sowie kulturelle Beiträge wird die Vielfalt der Kultur sowie der Lebensweise der Roma lebendig.

Sie haben die ersten bis vierten Roma-Kulturtage miterlebt und wollen auch den 5. nicht verpassen?
Sie waren noch nicht dabei und sind gespannt auf eine interessante sowie unterhaltsame Veranstaltung im Grünen?
Sie wollen bei der Vorbereitung oder Durchführung helfen?
Wir heißen Sie am 18. Mai ganz herzlich willkommen.

Freier-Eintritt.

Flyer/Plakat zum ausdrucken: 5. Romakulturtag Plakat neu

Pressemitteilung als pdf-Dokument: Pressemitteilung 5. Romakulturtag 2018

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Neue Projekte für Demokratie

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Bürger können wieder Mittel für Projekte aus dem Aktionsfonds Partnerschaft für Demokratie beantragen. Mit den Projekten sollen Demokratie und Toleranz in Marzahn gefördert werden.

Personen, Initiativen und freie Träger können sich um Mittel bewerben. Mit den Projekten sollen deutliche Zeichen gegen Phänomene gruppenspezifischer Gewalt, ob gegen Ausländer oder Homosexuelle, Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung, gesetzt werden.

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Dritte Ausgabe der „Dunkelziffer unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf“ erschienen!

Mittlerweile ist die dritte Ausgabe der „Dunkelziffer unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf“ erschienen! Herausgeber sind der AK Rechte Gewalt, AStA und Antirassistische Registerstelle der ASH Berlin. Ihr könnt Euch die Broschüre direkt an der ASH holen oder per Mail bestellen: arreg@ash-berlin.eu

Anmeldeformulare für Schöner Leben ohne Nazis und die Bunte Tour Hellersdorf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch in diesem Jahr wollen wir zeigen, wie bunt Hellersdorf ist. Wir setzen ein Zeichen Toleranz und Vielfalt. Die Tour findet wie in den vergangenen Jahren im Rahmen des Bezirksfestes „Schöner leben ohne Nazis“ (SLON) und dem Auftakt der Interkulturellen Tage statt. Dabei sein könnt Ihr mit allem, was Ihr zur Verfügung habt (Bollerwagen, Kinderwagen, Roller und Anderes). Es darf auch ordentlich Krach gemacht werden. Wer Musikinstrumente hat, kann diese gern mitbringen. Auf dem Theaterplatz kann ab 10.00 Uhr gebastelt werden. Mit bunten Hüten, Bändern, Luftballons und hübsch geschminkt geht es dann gegen 12.30 los.

Die Tour wird in diesem Jahr vom Theaterplatz/Louis-Lewin-Straße über die Albert Kunz Straße, Lichtenhainer Straße, Kastanienboulevard zum Alice Salomon Platz führen. Das ist nur eine grobe Richtung, wir werden an verschiedenen Einrichtungen halten und kleine Programmpunkte aufführen.

Wer macht mit? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Füllt den Anmeldebogen aus und schickt ihn bis zum 27.07.2018 an mich zurück. Noch ein Hinweis auf, wer ein Angebot bei dem Bezirksfest SLON am 01.09.2018 auf dem Alice Salomon Platz machen will, kann sich auch noch anmelden.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung. Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung.

Viele Grüße

Gabriele Kokel

Koordinatorin Förderung und Gestaltung

Formulare zum herunterladen:

anmeldeformular bunte tour

Standanmeldung 18

 

Haus Babylon wird bei laufendem Betrieb saniert

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Der Verein Babel hat das Interkulturelle Zentrum „Haus Babylon“ zur Hälfte leergeräumt und die Außenstelle der Musikschule ist geschlossen. Die Sanierung der ehemaligen Kita kann beginnnen.

Jetzt fließen Fördermittel aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost in die Sanierung des Hauses. Sie kostet rund 3,8 Millionen Euro und soll 2020 abgeschlossen werden. Dabei wird auch das Haus zu einem Zentrum für Kulturelle Bildung ausgebaut.

„Endlich geht es los. Wir haben lange darauf gewartet“, sagt Mekonnen Shiferaw. Der Geschäftsführer des Vereins Babel freut sich über die Sanierung des Hauses Babylon, auf die er lange warten musste. Sein Verein ist Hauptnutzer des ehemaligen Kita-Grundstücks an der Stephan-Born-Straße 4.

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Projekt „Poelchau erinnern“ mit Preis der Stadt Oranienburg ausgezeichnet

Via Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf:

Am Sonntag, den 22. April 2018, dem 73. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen, wurde auf Vorschlag von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle die Arbeitsgruppe „Poelchau erinnern“ mit dem diesjährigen „Franz-Bobzien-Preis“ der Stadt Oranienburg sowie der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden jährlich Projekte aus Berlin und Brandenburg gewürdigt, die in besonderem Maße zur Stärkung der Demokratie und zur historisch-politischen Bildung beitragen.

Die Arbeitsgruppe setzte sich – mit Unterstützung des „Bündnisses für Demokratie Marzahn-Hellersdorf“ und des „Ökumenischen Forums Marzahn e.V.“ – über mehrere Jahre hinweg für die Errichtung einer Stele zum Gedenken an Dorothee und Harald Poelchau ein. Die Poelchaus hatten in der NS-Zeit verfolgten Menschen geholfen, indem sie ihnen Verstecke organisiert, politische Gefangene seelsorgerisch betreut und unter schwierigen Bedingungen Zivilcourage gezeigt.

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