Marzahner starten Spendenaktion für DJ Tobias Hippler

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Eigentlich ist Tobias Hippler kaum aus der Ruhe zu bringen. Die letzten Tage aber haben ihn ziemlich mitgenommen. Der 19-Jährige ist Discjockey bei dem Marzahner Verein Spielplatzinitiative. Vor knapp zwei Wochen wurde der Container aufgebrochen, in dem sein gesamtes Equipment stand. Mischpult, Lautsprecher, sogar Kabel und Werkzeug, Geräte im Wert von 10.000 Euro – alles weg. Darunter: selbst gemixte CDs und die Zauberkiste, die Hippler von seinem Großvater geerbt hat. Für Hippler ein harter Schlag: „Das tut weh“, sagt er.

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Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle: „Marzahn-Hellersdorf ist ein sehr dynamischer Bezirk“

Via „rbb“:

Marzahn-Hellersdorf wächst seit einigen Jahren – das birgt Konflikte. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) sagt im Interview, warum der Bezirk altert, warum es dort viele Hartz-IV-Empfänger gibt – und über welche Klischees sie sich aufregt.

rbb: Frau Pohle, wir haben mal rumgefragt bei den Menschen, die in Ihrem Bezirk leben – und die haben oft gesagt: Was uns stört, ist die schlechte Verkehrsanbindung. Die S-Bahn fährt nicht häufig genug. Kann man daran noch ein bisschen was drehen?

Dagmar Pohle: Ja, wir sind dazu mit der BVG und der Bahn im Gespräch, weil wir merken, dass Straßenbahnen, Busse und S-Bahnen voll sind. Als Außenbezirk sind wir darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen mit den Öffentlichen fahren. Dazu kommt, dass auch viele aus Brandenburg hier bei uns ihr Auto abstellen, manchmal auch an Stellen, wo es uns nicht so recht ist, und dann öffentlich weiterfahren. Deshalb brauchen wir einfach einen dichteren öffentlichen Personennahverkehr.

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Entwicklung in Marzahn-Hellersdorf bringt auch zahlreiche Probleme mit sich

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Der Bezirk hat in den zurückliegenden 40 Jahren eine Reihe von Entwicklungsphasen durchgemacht. Die aktuelle Phase ist von Wachstum in alle Richtungen gekennzeichnet. Die hiermit verbundenen Probleme sind gravierend.

Nach eine Delle Ende der 90er-, Anfang der 2000er-Jahre nimmt die Bevölkerung des Bezirks wieder zu. Zur Zeit der Wende hatte der Bezirk, damals Marzahn und Hellersdorf getrennt, insgesamt über 300 000 Einwohner. Rund zehn Jahre später war die Einwohnerzahl bedingt durch Wegzüge auf rund 230 000 gesunken.

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Reaktion auf die Wahlerfolge der AfD im Bezirk?

Berlin, den 29.5.2019

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Reaktion auf die Wahlerfolge der AfD im Bezirk?

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf ist besorgt über die erneuten Wahlerfolge der rechtsradikalen AfD. Die AfD (19 Prozent) erzielte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ihr berlinweit bestes Ergebnis – sie blieb lediglich zwei Prozentpunkte hinter der Linken (21 Prozent).

Insbesondere in den Plattenbaugebieten in Marzahn-NordWest und Hellersdorf-Nord befinden sich einige AfD-Hochburgen. Die AfD konnte hier Ergebnisse von über 20 % bis hin zu 33% im Stimmbezirk 10304 in Hellersdorf im Umfeld der Tangermünder Straße erreichen (hier kommen noch 1,9 % der neonazistischen NPD hinzu). Im benachbarten Wahllokal 10303 waren es 31,7 Prozent für die AfD. Aufgrund der hohen Wahlergebnisse lässt sich festhalten, dass die AfD ihre bisherigen Hochburgen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf auf hohem Niveau halten konnte. (https://www.wahlen-berlin.de/wahlen/EU2019/AFSPRAES/ergebnisse_bezirk_10.html)

Insgesamt fällt ein Nord-Süd-Gefälle im Bezirk auf, wenn man die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke betrachtet: die AfD schnitt besonders in den Plattenbaugebieten von Marzahn-Hellersdorf überdurchschnittlich gut ab. „In den besser situierten Siedlungsgebieten, wo viele mit höherem Bildungstand wohnen, wurde im Bezirksvergleich überdurchschnittlich Grün und auch CDU gewählt. Die SPD verlor nahezu überall Prozentpunkte. Die Linke bekam viele Stimmen vor allem in jenen Plattenbaugebieten, wo es noch viele Erstbezieher der Wohnungen gibt.“ (https://www.lichtenbergmarzahnplus.de/europawahl-2019-gruene-im-hoehenflug/) Weiterlesen …

AWO lädt zum 6. Roma-Kulturtag ein

Pressemitteilung von Dr. Sufian Weise:

Seit 2014 führen wir jährlich einen Roma-Kulturtag durch. Im Jahr 2019 möchten wir diese Tradition weiterführen und den 6. Roma-Kulturtag als Nachbarschaftsfest mit interessierten Bewohner*innen und mit neu zugewanderten Einwohner*innen im Rahmen der 40 Jahre Marzahn-Hellersdorf am 7. Juni 2019 von 15 bis 18 Uhr in der Jugend- und Freizeit Einrichtung „Villa-Pelikan“ Hellersdorfer Straße 27, 12621 Berlin organisieren und veranstalten.

Der 6. Roma-Kulturtag hat das Ziel, Vielfalt im Stadtteil als Bereicherung für alle Bewohner*innen aus verschiedenen Kulturkreisen erlebbar zu machen. Damit wird ein Beitrag für eine gute Nachbarschaft und die Integration/Akzeptanz von Neuankömmlingen im Stadtteil geleistet. Wir wollen insbesondere die Teilnehmer*innen aus der Roma-Community und die russischsprachigen Teilnehmer*innen unserer Sprach- und Integrationsangebote in die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung mit einbeziehen. Als bereits längere Zeit in Deutschland ansässige Mitbürger*innen werden sie gemeinsam mit den deutschen Einwohner*innen auch Gastgeber für die Neuankömmlinge/Geflüchtete sein. Wir wollen Einwohner*innen, vor allem neuzugewanderte Einwohner*innen sowie Kinder mit Migrationshintergrund, die Grundschulen und Flüchtlinge, insbesondere aus nahegelegenen Flüchtlingsheimen, einladen.

Es soll ein interkulturelles Fest mit vielfältigen Angeboten für Kinder und Erwachsene (z.B. Musik und Tanz, Pony-Reiten, Malen, Schminken, Zaubern und kreative Beschäftigung) sein. Der Tag klingt mit einem gemütlichen Beisammensein am abendlichen Lagerfeuer mit Musik und anregenden Gesprächen aus. Das Fest wird dazu beigetragen, bestehende Vorurteile abzubauen, neue Kontakte zu knüpfen, Willkommenskultur zu praktizieren und den Gedankenaustausch zwischen den Kulturen zu fördern. Es leistet damit einen Beitrag zum besseren Verständnis der im Stadtteil lebenden Kulturen und ein besseres Miteinander. Wir wollen die Bewohner*innen, insbesondere die Roma-Familien, aktivieren und ihnen eine zusätzliche Aufgabe in unserem Kulturkreis anbieten. Durch professionelle Darstellung der Roma-Community sowie kulturelle Beiträge wird die Vielfalt der Kultur sowie der Lebensweise der Roma lebendig.

Sie haben die ersten bis fünften Roma-Kulturtage miterlebt und wollen auch den 6. nicht verpassen?

Sie waren noch nicht dabei und sind gespannt auf eine interessante sowie unterhaltsame Veranstaltung im Grünen?

Sie wollen bei der Vorbereitung oder Durchführung helfen?

Wir heißen Sie am 7. Juni ganz herzlich willkommen. Freier-Eintritt.

Kontakt:

Dr. Sufian Weise Projektleiter

Pressemitteilung als pdf-Dokument: 19-05-28_Pressemitteilung zum 6. Roma-Kulturtag

Perspektiven für Berlins: Baupolitik Zurück zur Platte?

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Über die Risiken und Chancen des modularen Bauens für die Berliner Stadtentwicklung diskutierten am Montagabend Experten aus Senat und Bauwesen in der Urania.

Einen Erfolg konnte Berlins Senatsbaudirektorin und bekennender Union-Fan Regula Lüscher an diesem Abend verbuchen: den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Gut vorbereitet war sie jedenfalls, pünktlich um halb neun zog sie den Fanschal auf dem Podium in der Urania aus ihrer Handtasche.

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Vorbildlicher Plattenbau: Andreas Fritsche gefällt Marzahn und Hellersdorf ausgezeichnet

Via „Neues Deutschland“:

Marzahn ist schön, Hellersdorf nicht minder. Immer noch gibt es im Westen Berlins und im Westen Deutschlands Vorurteile gegen die angeblich tristen Plattenbaugebiete. Das ist ungerecht. Denn mit einer in Skandinavien erdachten und in der DDR vervollkommneten Plattenbauweise ist es einstmals gelungen, sehr zügig moderne und bezahlbare Quartiere zu errichten und damit das Wohnungsproblem als soziale Frage zu lösen, wie es ganz richtig hieß. Viele ältere Bewohner erinnern sich, wie herrlich es war, aus feuchten Altbauwohnungen mit Ofenheizung und Toilette auf halber Treppe oder sogar auf dem Hof in eine Neubauwohnung mit Bad und Zentralheizung umzuziehen.

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Bürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf Dagmar Pohle: Wenn es knirscht, muss man reden

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Das Rathaus von Marzahn-Hellersdorf befindet sich in Helle Mitte, an einem zugigen, weitläufigen Platz mit Büros, Geschäften und vielen Gesundheitseinrichtungen. Von ihrem Büro aus kann Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) auf die Alice-Salomon-Hochschule gegenüber sehen, auf den Eingang zum U-Bahnhof Hellersdorf und auf den Platz vor dem Haus. Dort unten versammelt sich gerade eine Hochzeitsgesellschaft. Drinnen, im Rathaus, eine Etage über dem Büro der Bürgermeisterin, ist das Standesamt.

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Ganz unten

Der „Freitag“ schreibt:

Armut Christiane Tramitz schaut in ihrem Roman nach ganz unten – und blickt dennoch nicht von oben herab

Marzahn-Nord, 2017. In Platte 13, elfter Stock wartet Fabian Krüger, 58, auf das, was es in diesem Stadtteil nicht gibt: die Zukunft. Als ehemaliger Maschinenbauer aus der DDR lebt er von vierhundertvier Euro Hartz IV-Leistungen.

„Wenn du ganz unten ankommst, wartet nur noch der Tod auf dich“, ist ein zentraler Satz dieses Buches, welches nicht auf Alarmismus baut, sondern auf der realen Dramatik abgehängter Stadtteile. Und diese bestehen aus Menschen. Vielen Menschen. Hier ist das soziale Unten, die Menschen, die völlig den Anschluss verloren haben. Scheinbar gesichert durch Hartz IV und doch am Ende dessen, was dem Leben Sinn gibt: Integration in die Gesellschaft, ganz gleich, welcher Herkunft.

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