Das Projekt Ponte verabschiedet sich und geht doch weiter…

An dieser Stelle verabschiedet sich das Projekt Ponte nach zweieinhalb Jahren theoretischer und praktischer Arbeit in seiner bisherigen Form aus Marzahn-Hellersdorf.  Zum Abschluss des Projekts Ponte hat der Projektleiter Moritz Marc zusammen mit der Diplom-Sozialwissenschaftlerin Kerstin Palloks (Siehe: http://www.beratungskiste.de/kerstin.html) eine Abschlussdokumentation erstellt.

Die Dokumentation schildert Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts „Ponte –  interkulturelle Orientierung und Nachbarschaftsvermittlung“. Ponte startete seine Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf im Sommer des  Jahres  2016  und  endete  im  Dezember 2018. Das  Projekt  wurde  im  Rahmen  des  von  der EU  geförderten Programms Zukunftsinitiative Stadtteil II – Teilprogramm „Soziale Stadt“ gefördert, Träger des Projekts war die pad gGmbH.

In den zweieinhalb Jahren seiner Tätigkeit in den beiden Sozialräumen Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord konnte das Projekt Ponte eine Reihe wichtiger Erfahrungen in Bezug auf die Realisierungschancen seiner verschiedenen Gemeinwesen bezogenen Aufträge dokumentieren. Im Rahmen der begleitenden Evaluation des Projekts konnten zu verschiedenen Zeitpunkten auch die Perspektiven von Kooperationspartner/innen bzw. Zielgruppen  der  Projektarbeit  erhoben werden, die  ebenfalls  in  diese  Dokumentation  eingeflossen sind.

Wir möchten die gewonnenen Erkenntnisse aus der (gemeinsamen) Projektpraxis einem weiteren Leser/innen-Kreis zugänglich machen und mit dieser Dokumentation Anregungen für die Arbeit unter dem Themenschwerpunkt „Interkulturelle Nachbarschaftsvermittlung“ zur Verfügung stellen. Wir würden uns freuen, wenn unsere Erfahrungen und Überlegungen aus dem Ponte-Projekt als interessante Einblicke in die Projektpraxis zur Kenntnis genommen und vielleicht als Impulse für die weitere Arbeit in diesen oder auch anderen Sozialräumen dienen können.

Gedankt sei allen Kolleg*innen aus den verschiedenen Projekten und Initiativen, der Verwaltung und dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf für ihre große Unterstützung dieses Projekts und ihr stetiges Engagement für ein gutes Miteinander im Bezirk.

Um das Engagement für interkulturelle Themen der vielen Aktiven in den Sozialräumen öffentlich zu würdigen, hat das Projekt Ponte zudem im Frühjahr 2018 die Broschüre „Interkulturelles Engagement in Marzahn-Hellersdorf“ veröffentlicht, die unter Mitarbeit vieler engagierter Kolleg*innen aus  den unterschiedlichsten Bereichen entstanden ist.

Download der Abschlussdokumentation „Interkulturelle Nachbarschaftsvermittung im Sozialraum“ (Dezember 2018) hier: Abschlussdokumentation_Ponte_Palloks_2018

Download der Broschüre „Interkulturelles Engagement in Marzahn-Hellersdorf“ (Frühjahr 2018) hier: 18-03-16_Ponte_Brosch_vorläufige finale Version

Bevor sich das Projekt Ponte an dieser Stelle verabschiedet, können wir Euch/Ihnen an dieser Stelle erfreulicherweise mitteilen, dass der bisherige Projektleiter Moritz Marc im Bezirk Marzahn-Hellersdorf bleibt und ab den 1.1.2019 Polis* – die bezirkliche Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung am Ort der Vielfalt – für seinen Träger pad gGmbH fortführen wird.

Wir freuen uns an dieser Stelle auch im kommenden Jahr auf eine gute Zusammenarbeit mit den zahlreichen Akteur*innen im Bezirk – egal ob Zivilgesellschaft, Migrant*innen(selbst)organisationen, sozialen Trägern, Stadtteilzentren, Parteien, Bezirksamt, Alice Salomon Hochschule u.v.a.! Für einen demokratischen, vielfältigen und solidarischen Bezirk!

Die bezirkliche Fach- und Netzwerkstelle wird dann ab 1.1.2019 zunächst unter der alten Ponte-E-Mail-Adresse zu erreichen sein: ponte@pad-berlin.de und auch der Handykontakt bleibt bestehen: 0152/31771383

Zudem wird die alte Facebook-Seite des Projekts Ponte weiterhin als Informationsplattform unter neuen Namen bestehen bleiben. Diese findet Ihr weiterhin unter dieser Adresse: www.facebook.com/ProjektPonte/

7.12.2018 Alice Salomon Hochschule: „Fascism, Left, and Right“ – Vortrag mit Spyros Marchetos

Ein Veranstaltungshinweis für den kommenden Freitag an der Alice Salomon Hochschule in Hellersdorf-Nord:
 
„Fascism, Left, and Right“ – Vortrag mit Spyros Marchetos
Wo: Alice-Salomon-Hochschule, Audimax
Wann: 14-16 Uhr am 7. Dezember 2018
In Griechenland hat die Partei „Goldene Morgenröte“ – insbesondere seit der Finanzkrise und den Austeritätsprogrammen – viel Zulauf, obwohl ihr Präsident wegen verschiedener Anklagen derzeit in Untersuchungshaft sitzt. Die „Goldene Morgenröte“ orientiert sich am deutschen Nationalsozialismus und ruft offen zu Gewalt gegen all jene auf, die bereits im Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden. In Thessaloniki wurde 1943 unter deutscher Besatzung fast die gesamte jüdische Bevölkerung der Stadt, ca. 50.000 Menschen – die größte sephardische Gemeinschaft Europas – deportiert und ermordet. In dem Vortrag von Spyros Marchetos wird es auch um die aktuellen Versuche von der „Goldenen Morgenröte“ gehen, wieder ein Klima der Angst und Gewalt zu schaffen und welche Rolle ihre mediale Repräsentation dabei spielt.
–apabiz e.V.
antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.
lausitzer str. 10 | 10999 berlin
fon 030. 611 62 49 | mail@apabiz.de

Yakuza: „Das verkauft sich eben“

Die „Zeit“ schreibt:

Die Mode-Marke Yakuza macht Millionenumsätze, weil sie zum Outfit des Anti-Establishments geworden ist. Pegida-Demonstranten, Fußball-Ultras und Bodybuilder tragen die Kleidung. Aber auch Neonazis. Wollte Yakuza werden, was es ist?

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Gedenken an die Novemberpogrome vor 80 Jahren in Marzahn-Hellersdorf

Bericht des Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf zu den bezirklichen Aktivitäten im Rahmen der Gedenkwoche zum 80.Jahrestag der Reichspogromnacht:
 
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf hatte aus diesem Anlass eine Gedenkwoche organisiert, die am 5.11.2018 mit einer Auftaktveranstaltung in der Ernst-Haeckel-Oberschule in Hellersdorf, einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, begann.
Eingeladen war dazu, Dotschy Reinhardt, eine Künstlerin und Vertreterin der Sinti und Roma in Deutschland, die mit ihren Liedtexten und klaren Worten noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse von damals und was sie für heute bedeuten, legte.  Der Abend wurde mit Musik und Gesprächsrunden gestaltet. In Interviews, die von Mitgliedern des Bündnisses mit Schüler*nnen und Lehrer*innen geführt wurden, berichteten sie voller Enthusiasmus dem Publikum von ihren phantasie- und ideenreichen Projekten, mit denen sie sich  schon seit vielen Jahren für einen freundlichen, toleranten, weltoffenen Bezirk engagieren. Im Interview zollte auch der anwesende BVV-Vorsteher Klaus-Jürgen Dahler den engagierten Lehrer*innen und Schüler*innen seinen Respekt und brachte die Erwartung an die Zivilgesellschaft zum Ausdruck, sich weiterhin dafür einzusetzen.
 

Ein Schüler sagte: „Israel gibt es doch gar nicht“

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

Die Zahl antisemitischer Vorfälle an Berliner Schulen steigt seit Jahren. Lehrkräfte lernen nun in Yad Vashem, wie man Schüler gegen Judenfeindlichkeit immunisiert.

Da stehen sie nun, in dem stockdunklen Raum mit den vielen Spiegeln. Irgendwo brennen Kerzen, aber man sieht sie nicht, nur leuchtende Punkte, die sich so oft spiegeln, dass man glaubt, mitten im Sternenhimmel zu sein. Alle paar Sekunden erscheint auf einer Leinwand das Gesicht eines Kindes, und eine Stimme sagt seinen Namen und sein Alter. Die Kinder wurden im Holocaust ermordet, nun erinnert diese Installation in der Gedenkstätte Yad Vashem an sie. Es lässt keinen unberührt, sich hier durchzutasten. Die Finsternis, die Namen, die Gesichter auf den Fotos, die etwas so Heutiges haben.

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Kein Vergessen

Via „Quartiersmanagement Mehrower Allee“:

m Rahmen der Gedenkwoche zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht, die im Bezirk vom Bündnis für Demokratie und Toleranz initiiert wurde, fand auch im Quartier Mehrower Allee eine Veranstaltung statt.  250 Schülerinnen und Schüler des Tagore-Gymnasiums sahen sich gemeinsam den Film „Hanna Ahrend“ an. Anschließend wurde in fünf Gruppen mit Bewohnerinnen und Bewohnern diskutiert. Moderiert wurden die Gesprächsrunden von Mitgliedern des Bündnisses. Das war wichtig, denn für manche Schülerinnen und Schüler war der Film etwas verwirrend und nicht ganz verständlich. Da in der Schule erst die Zeit bis zum Versailler Vertrag 1919 behandelt wurde, war es notwendig, den Zeitbezug von da an bis zum Prozess von Adolf Eichmann 1961, einschließlich der Zeit des Hitlerfaschismus, herzustellen.

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Biesdorf: Betrunkener Mann beleidigt Taxifahrer rassistisch

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Der 56 Jahre alte Fahrgast war in der Nacht mit dem Taxifahrer in einen Zahlungsstreit geraten. Dann kam es zu den Beleidigungen.

Ein betrunkener Mann hat in Biesdorf einen Taxifahrer rassistisch beleidigt. Der 56 Jahre alte Fahrgast war in der Nacht mit dem Taxifahrer in einen Zahlungsstreit geraten, wie die Polizei am Montag mitteilte.

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„Wir für Deutschland“ auf dem Rückzug?

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Eine rechtsorientierte Provokation zum 9. November floppte in Berlin. Mangelnde Resonanz sorgt für Frust bei den Organisatoren, die fortan keine Aufmärsche mehr durchführen wollen.

Die kalkulierte Provokation der extrem rechten Gruppe „Wir für Deutschland“ (WfD) ging nur teilweise auf. Zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht wollte der Zusammenschluss um Kay Hönicke und den ehemaligen „pro-Deutschland“-Funktionär Enrico Stubbe einen so genannten „Trauermarsch für die Toten von Politik“ in der Hauptstadt durchführen. Im Vorfeld sorgte die Ankündigung nicht nur für Empörung, sondern zeitweilig auch für ein Verbot des Aufmarschs und dementsprechende Medienöffentlichkeit. Soviel Aufmerksamkeit wurde den Veranstaltungen von WfD selten zuteil. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) begründete das Verbot damit, dass die „Vorstellung, dass Rechtsextremisten am 80. Jahrestag der Reichspogromnacht – womöglich noch in der Dunkelheit mit brennenden Kerzen – durch das Regierungsviertel marschieren“ unerträglich sei.

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Jérôme Boateng über Rassismus: „Es gibt Orte, an die ich meine Töchter auf keinen Fall lassen würde“

Der „Spiegel“ berichtet:

Jérôme Boateng hat in einem Interview über seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland gesprochen. Kritisch sieht er den Umgang des Nationalteams mit Mesut Özil.

Er wurde in seiner Karriere rassistisch beschimpft, beleidigt und bespuckt. Als Kind, aber auch heute hat er noch darunter zu leiden. Das erzählt der deutsche Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng in dem nach ihm benannten Magazin „Boa“, das am Samstag zum ersten Mal erscheint.

„Wenn ich mich am Rand des Spielfelds warm mache, höre ich öfter, wie Zuschauer Affenlaute von der Tribüne brüllen, obwohl ich für Deutschland so viele Spiele bestritten habe“, sagt Boateng in dem Doppelinterview, in dem der 30-Jährige gemeinsam mit Herbert Grönemeyer vor allem Fragen zur gesellschaftlichen Stimmung in Deutschland beantwortet.
Siehe auch:
„No-Go-Areas“ in Berlin: Bezirkspolitiker kontern Boatengs Rassismus-Warnung (Tagesspiegel vom 12.11.2018)