7.9.2019: Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 7. September 2019 findet nunmehr zum elften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 11 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Zur Gesamtübersicht des Programms und der Ständeangebote geht es hier.

Wir Herr Lindemann zum „Helden des Antifaschismus“ wurde

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Seltsame Reisen: Ein Berliner AfD-Abgeordneter ließ sich auf der Krim für seinen Kampf gegen den Faschismus auszeichnen.

Will sich ein AfD-Mann als Antifaschist feiern lassen, muss er verschlungene Wege gehen. Abflug in Berlin an einem Dienstagvormittag Ende Juli, über St. Petersburg nach Simferopol. Der internationale Flughafen auf der Krim ist seit der völkerrechtswidrigen Annexion von März 2014 nur noch von Russland aus zu erreichen. Jetzt warten noch knapp zwei Autostunden auf den Berliner Abgeordneten Gunnar Lindemann. Erst am nächsten Mittag postet er auf Facebook: Endlich in Sewastopol angekommen, zum „5. Internationalen Kongress der Antifaschisten“.

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Siehe auch: Krim-Reisen von Gunnar Lindemann haben ein Nachspiel

Marzahn: Vierergruppe greift Transmann und Begleiter an

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Mehrere Personen beleidigten den Transmann homophob. Einen seiner Begleiter schlugen sie zu Boden und traten ihm gegen den Kopf.

Eine Gruppe unbekannter Jugendlicher hat in Marzahn einen Transmann wiederholt beleidigt. Den 18 Jahre alten Begleiter des 21-Jährigen schlugen sie am Sonnabendnachmittag auf der Allee der Kosmonauten zu Boden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach sollen sie mehrfach auf den Kopf des 18-Jährigen eingetreten haben. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

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Plakate und Flyer für das Schöner Leben ohne Nazis 2019 sind da!

Die Flyer- und Plakatmotive für das Schöner Leben ohne Nazis 2019 sind da! Ihr könnt die Flyer und Plakate in den kommenden Tagen zum Verteilen im Büro der Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf im Rathaus Hellersdorf abholen!

Ansonsten könnt Ihr Euch das Motiv auch hier zum Ausdrucken herunterladen:

SLON_2019_Plakat_A3_FREIGABE_1

SLON2019_DIN A6_FREIGABE_1

FB-Event hier.

Mehr Infos zum Fest gibt es hier.

Angriffe auf LaLoKa – Solidaritätsadresse des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Eine Solidaritätsadresse des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf an die Macher*innen des LaLoKa:

LaLoKa, ein Zufluchtsort, ein Ort, an dem man seine Familie treffen kann, zumindest im Internet, ein Ort gemeinsamer Aktivitäten, ein Ort großen persönlichen Engagements, ein Ort der Bürgergesellschaft wird schon vor seiner Wiedereröffnung immer wieder von menschenfeindlichen und missgünstigen Menschen angegriffen.

Wir, das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, verurteilen diese Angriffe scharf. Wir sind solidarisch mit den dort Engagierten und (auch) insbesondee mit den Nutzer*innen des Internetcafés.

Für das Bündnis
Henny Engels und Beatrice Morgenthaler
Sprecherinnen

Hausdurchsuchungen in Berlin: Berliner Polizei geht gegen Hasspostings vor

„rbb-Online“ berichtet:

Bei einer bundesweiten Aktion gegen Hasspostings im Netz haben Ermittler in Berlin die Wohnungen von vier Verdächtigen durchsucht. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am
Donnerstag mitteilten, wurden in Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf Laptops, externe Festplatten, Tablets sowie Mobiltelefone sichergestellt.

Vier Verdächtige im Alter von 17 bis 68 Jahren

Ermittelt wird gegen vier Verdächtige im Alter von 17, 48, 52 und 68 Jahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten. Sie sollen über soziale Netzwerke strafbare Inhalte verbreitet haben. An dem Einsatz waren 37 Beamte des Landeskriminalamtes beteiligt. Die sichergestellten Beweismittel werden jetzt ausgewertet.

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Reaktion auf die Wahlerfolge der AfD im Bezirk?

Berlin, den 29.5.2019

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Reaktion auf die Wahlerfolge der AfD im Bezirk?

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf ist besorgt über die erneuten Wahlerfolge der rechtsradikalen AfD. Die AfD (19 Prozent) erzielte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ihr berlinweit bestes Ergebnis – sie blieb lediglich zwei Prozentpunkte hinter der Linken (21 Prozent).

Insbesondere in den Plattenbaugebieten in Marzahn-NordWest und Hellersdorf-Nord befinden sich einige AfD-Hochburgen. Die AfD konnte hier Ergebnisse von über 20 % bis hin zu 33% im Stimmbezirk 10304 in Hellersdorf im Umfeld der Tangermünder Straße erreichen (hier kommen noch 1,9 % der neonazistischen NPD hinzu). Im benachbarten Wahllokal 10303 waren es 31,7 Prozent für die AfD. Aufgrund der hohen Wahlergebnisse lässt sich festhalten, dass die AfD ihre bisherigen Hochburgen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf auf hohem Niveau halten konnte. (https://www.wahlen-berlin.de/wahlen/EU2019/AFSPRAES/ergebnisse_bezirk_10.html)

Insgesamt fällt ein Nord-Süd-Gefälle im Bezirk auf, wenn man die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke betrachtet: die AfD schnitt besonders in den Plattenbaugebieten von Marzahn-Hellersdorf überdurchschnittlich gut ab. „In den besser situierten Siedlungsgebieten, wo viele mit höherem Bildungstand wohnen, wurde im Bezirksvergleich überdurchschnittlich Grün und auch CDU gewählt. Die SPD verlor nahezu überall Prozentpunkte. Die Linke bekam viele Stimmen vor allem in jenen Plattenbaugebieten, wo es noch viele Erstbezieher der Wohnungen gibt.“ (https://www.lichtenbergmarzahnplus.de/europawahl-2019-gruene-im-hoehenflug/) Weiterlesen …

Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2018 ist erschienen!

Einen Tag nach der Europa- bzw. den Kommunalwahlen in verschiedenen Bundesländern und den damit einhergehenden hohen Wahlergebnissen für die extreme Rechte in den verschiedenen europäischen Ländern, sowie in Ostdeutschland als auch hier im Bezirk, erschien der Demokratiebericht für Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2018. „Im Bericht findet sich ein buntes Spektrum vielfältiger Aktivitäten von Akteurinnen und Akteuren, denen ein solidarisches und demokratisches Miteinander aller im Bezirk lebenden Menschen wichtig ist und die dafür vielfältige Aktionsformen entwickelt haben.“ (Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf)

Durch den Trägerwechsel bei der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf (bis Ende 2018 firmierte diese unter dem Zusatznamen „Polis*“) zum Jahreswechsel 2018/2019, erscheint der Demokratiebericht für das Jahr 2018 in Kooperation von der pad (präventive altersübergreifende Dienste) gGmbH als neuer Träger der Koordinierungsstelle und den Projekten „Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf“ sowie den beiden externen Koordinierungs- und Fachstellen der „Partnerschaft für Demokratie Marzahn“ und der „Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf“ in Trägerschaft der Stiftung SPI (Sozialpädagogisches Institut Berlin).

Im ersten Teil des Demokratieberichtes wird die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung ihre Arbeit vorstellen. Daran anschließend werden vom  Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf die aktuellen Fallzahlen für das Jahr 2018 im Bezirk vorgestellt, es wird eine vergleichende Auswertung vorgenommen und ein Fazit gezogen.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Demokratieberichtes im zweiten Teil soll allerdings weniger auf den Aktivitäten der extremen Rechten im Bezirk liegen, sondern vielmehr auf praktischen Beispielen aus dem Bereich der  Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf. Wir wollen sichtbar machen, wie vielfältig die Aktivitäten der Zivilgesellschaft sind und damit einen motivierenden und aktivierenden Beitrag für noch mehr Engagement im Bezirk leisten.

Im letzten Teil des Berichtes werden aus den bestehenden zivilgesellschaftlichen Strukturen Schlussfolgerungen für die weitere Demokratieentwicklung und damit einhergehend mögliche Handlungsideen entwickelt.

Wir wünschen Euch/Ihnen eine spannende Lektüre und die eine oder andere Anregung zur Weiterentwicklung der zivilgesellschaftlichen Strukturen in Marzahn-Hellersdorf! Für einen bunten, lebenswerten und solidarischen Bezirk!

Hier geht es zum Download des Demokratieberichtes: 19-05-27_Demokratiebericht2019-web_finale Version

Eine Druckversion wird Mitte Juni auf Anfrage zur Verfügung stehen!

Moritz Marc – Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung

Web:   vielfalt-mh.pad-berlin.de

Facebook:  www.facebook.com/koordinierungsstellemh

Twitter:   @demokratiemahe

E-Mail:   koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Telefon:   030 – 92257140  0152 – 31 77 13 83 (Signal/WhatsApp)

Verein Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf e.V. jetzt offiziell!

Seit Kurzem ist unser Verein Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf e.V. offiziell registriert. Somit könnt Ihr uns zukünftig auch Spenden zukommen lassen! Wir freuen uns natürlich über jede Form von finanzieller Unterstützung –  egal ob klein oder groß! Auf alle Fälle haben wir zivilgesellschaftlich noch einiges vor im Bezirk und wollen auch unsere Öffentlichkeitsarbeit u.a. in Form von Bündnis-Merchandise verstärken!

Im Folgenden nochmal unsere Bündnis-Grundsätze und die Kontoverbindung für Eure Spenden:

Marzahn-Hellersdorf ist ein Ort der Vielfalt – und muss es bleiben.

Der Bezirk bietet allen Menschen – unabhängig von ihrem Alter oder religiösen Bekenntnis, ihrer Herkunft, ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung oder ihrer sozialen Situation – Raum zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

Uns liegt daran, in Marzahn-Hellersdorf eine Atmosphäre zu erhalten und zu stabilisieren, die es Menschen ermöglicht, sich ohne Vorurteile zu begegnen, neugierig und unvoreingenommen aufeinander zuzugehen.

Wir sind Menschen, die hier zuhause sind und denen Marzahn-Hellersdorf am Herzen liegt als ein freundlicher, vielfältiger, einladender und weltoffener Berliner Bezirk.

Unsere Partner*innen sind Bürger*innen, demokratische Vereine, Träger, Einrichtungen in Marzahn-Hellersdorf.

Wir wollen zur Blickerweiterung beitragen, aufklären, Projekte und Bildungsangebote initiieren und durchführen, um ein demokratisches Miteinander ALLER in Marzahn-Hellersdorf zu stärken. Wir wenden uns damit gegen rassistische, menschenverachtende Einstellungen, Propaganda und Gewalt.

Kontakt: Vorsitzende Henny Engels – Tel. 0172 24 88 719

Spendenkonto:

IBAN: DE66 3706 0193 6010 1390 13

BIC: GENODED1PAX

Der Spendenflyer als pdf-Dokument zum Download: Bündnis für Demokratie und Toleranz Vereinsflyer

Mann beschimpft Frau rassistisch

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Eine 40-jährige Frau, die ein Kopftuch trug, fuhr am Mittwochabend mit einer Straßenbahn in Marzahn, als sie von einem Mann beleidigt wurde.

In einer Straßenbahn in Marzahn kam es am Mittwochabend zu einer Beleidigung mit rassistischem Hintergrund. Nach bisherigen Erkenntnissen der Berliner Polizei saß eine 40-Jährige, die ein Kopftuch trug, kurz nach 20 Uhr in der Tram der Linie M8, als sie von einem Mann, der in Richtung Tür ging, fremdenfeindlich beschimpft wurde.

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