Kurzes Gedenken für rechtes Mordopfer

Das „Neue Deutschland“ schreibt:

Eine Granitplatte mit Inschrift für Nguyen Van Tu in Marzahn ist wenige Wochen nach Anbringung verschwunden

Es ist ein schmaler Grünstreifen, drei Bäume darauf, eingerahmt von einem Parkplatz, dahinter ein Supermarkt. Hier wurde vor 26 Jahren Nguyen Van Tu erstochen. Seit Mitte April, eine Woche vor dem Todestag am 24. April, wies eine Gedenktafel auf den rassistischen Mord hin. Jetzt ist sie verschwunden.

Verlegt hatte die Gedenktafel nicht der Bezirk Marzahn-Hellersdorf, sondern eine antifaschistische Gruppe. »Es gibt hier im Bezirk kein aktives Gedenken an Nguyen Van Tu«, sagte die Aktivistin Mutjara Teng dem »nd«. Nach dem 25-jährigen Todestag im vergangenen Jahr hätten einige Aktivisten versucht, mit Politikern über einen möglichen Gedenkort ins Gespräch zu kommen. Das sei aber gescheitert. Deshalb habe die Gruppe selbst eine Gedenkplatte erstellen lassen und verlegt. Fotos zeigen die etwa 50×70 Zentimeter große Granitplatte in einem metallenen Rahmen.

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Todesfall in Hellersdorf gilt nun als rechte Gewalttat

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Die Berliner Polizei ändert ihren Blick auf politisch motivierte Gewalt. Sechs Tötungsdelikte mit sieben Todesopfern stuft sie neuerdings als rechtsextreme Kriminalität ein, eines davon in Hellersdorf. Das ist das Ergebnis einer gründlichen Untersuchung von zwölf Fällen der Jahre 1990 bis 2008 durch ein Forschungsteam der Technischen Universität. Den Anlass dafür gaben langjährige Tagesspiegel-Recherchen, die maßgeblich mein Kollege Frank Jansen vorangetrieben hat. Nach offizieller Zählung starben damit seit der Wiedervereinigung nun neun Menschen in Berlin durch Gewalt von Neonazis.

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Todesfall in Hellersdorf gilt nun als rechte Gewalttat

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Die Berliner Polizei ändert ihren Blick auf politisch motivierte Gewalt. Sechs Tötungsdelikte mit sieben Todesopfern stuft sie neuerdings als rechtsextreme Kriminalität ein, eines davon in Hellersdorf. Das ist das Ergebnis einer gründlichen Untersuchung von zwölf Fällen der Jahre 1990 bis 2008 durch ein Forschungsteam der Technischen Universität. Den Anlass dafür gaben langjährige Tagesspiegel-Recherchen, die maßgeblich mein Kollege Frank Jansen vorangetrieben hat. Nach offizieller Zählung starben damit seit der Wiedervereinigung nun neun Menschen in Berlin durch Gewalt von Neonazis.

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Dritte Ausgabe der „Dunkelziffer unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf“ erschienen!

Mittlerweile ist die dritte Ausgabe der „Dunkelziffer unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf“ erschienen! Herausgeber sind der AK Rechte Gewalt, AStA und Antirassistische Registerstelle der ASH Berlin. Ihr könnt Euch die Broschüre direkt an der ASH holen oder per Mail bestellen: arreg@ash-berlin.eu

Anmeldeformulare für Schöner Leben ohne Nazis und die Bunte Tour Hellersdorf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch in diesem Jahr wollen wir zeigen, wie bunt Hellersdorf ist. Wir setzen ein Zeichen Toleranz und Vielfalt. Die Tour findet wie in den vergangenen Jahren im Rahmen des Bezirksfestes „Schöner leben ohne Nazis“ (SLON) und dem Auftakt der Interkulturellen Tage statt. Dabei sein könnt Ihr mit allem, was Ihr zur Verfügung habt (Bollerwagen, Kinderwagen, Roller und Anderes). Es darf auch ordentlich Krach gemacht werden. Wer Musikinstrumente hat, kann diese gern mitbringen. Auf dem Theaterplatz kann ab 10.00 Uhr gebastelt werden. Mit bunten Hüten, Bändern, Luftballons und hübsch geschminkt geht es dann gegen 12.30 los.

Die Tour wird in diesem Jahr vom Theaterplatz/Louis-Lewin-Straße über die Albert Kunz Straße, Lichtenhainer Straße, Kastanienboulevard zum Alice Salomon Platz führen. Das ist nur eine grobe Richtung, wir werden an verschiedenen Einrichtungen halten und kleine Programmpunkte aufführen.

Wer macht mit? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Füllt den Anmeldebogen aus und schickt ihn bis zum 27.07.2018 an mich zurück. Noch ein Hinweis auf, wer ein Angebot bei dem Bezirksfest SLON am 01.09.2018 auf dem Alice Salomon Platz machen will, kann sich auch noch anmelden.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung. Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung.

Viele Grüße

Gabriele Kokel

Koordinatorin Förderung und Gestaltung

Formulare zum herunterladen:

anmeldeformular bunte tour

Standanmeldung 18

 

Ärger mit Jugendlichen im Eastgate

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Einen erstaunlichen Verlauf nahm am Donnerstag eine Diskussion in der BVV über aggressive Jugendliche. Angestoßen wurde sie von der AfD-Verordneten Maria Arlt, durchaus keine Lautsprecherin in ihrer Fraktion. Sie brachte einen Antrag mit dem Titel „Konflikte lösen zwischen Jugendlichen und Betreibern von gastronomischen Einrichtungen im Eastgate“ ein. Darin war von „Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ die Rede. In ihrer mündlichen Begründung sagte Arlt jedoch ausdrücklich: „Wie gehen wir mit Jugendlichen um, unabhängig von der Herkunft, die sich im öffentlichen Raum nicht so benehmen wie erwünscht – sondern dass Leute sich bedroht fühlen?“ Sie selbst habe das bei einem Rundgang durchs Eastgate zwar nicht erlebt. Allerdings habe eine Servicekraft über Raufereien und das Hantieren mit Messern berichtet.

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Schöner leben ohne Nazis am 1.9.2018 – Aufruf zur Standanmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun ist es bald wieder soweit. Das Fest „Schöner leben ohne Nazis“ findet wieder, bereits zum zehnten Mal, auf dem Alice Salomon Platz statt. Wir freuen uns auf rege Beteiligung und spannende Beiträge.

In diesem Jahr übernimmt der Rote Baum wieder die Koordination der Anmeldungen.

Das Fest findet am 1.09.2018 von 14 bis 19 Uhr statt. Wie immer freuen wir uns über eine rege Beteiligung, insbesondere mit Angeboten, die die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen einladen.

Ein weiterer Höhepunkt sind die Bunten Touren Hellersdorf und Marzahn. Zu den Touren gibt es noch eine gesonderte Einladung zum Mitmachen.

Damit es ein buntes bezirksübergreifendes Fest wird, bitte ich Euch/Sie, die Mail an potentielle Teilnehmer/innen weiter zu leiten.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kleinfelder

Roter Baum Berlin

Stendaler Straße 43, 12627 Berlin

Fon: +49 30 99281840 Fax: +49 30 99281842

www.roter-baum-berlin.de

info@roter-baum-berlin.de

Anmeldeformular zum ausdrucken: Formular zur Standanmeldung

„Sprüche, Parolen und Vorurteile“ – Elternarbeit zwischen Wertschätzung und Positionierung

Fachkräfte in Kindertagesstätten und in der Jugendhilfe nehmen in ihrem beruflichen Alltag Eltern wahr, die sich abwertend und diskriminierend über bestimmte Gruppen von Menschen äußern. Aktuell richten sich Ressentiments vor allem gegen Geflüchtete. Einige Eltern fallen durch rechtsextreme Symbolik/Kleidung auf. Es ist anzunehmen, dass auch Kinder die Vorurteile der Erwachsenen übernehmen und in die Einrichtung tragen.  Wie kann eine Kooperation mit Eltern gelingen, die Fachkräfte gleichzeitig mit nicht tolerierbaren Äußerungen konfrontieren? Was bedeutet im unmittelbaren Kontakt mit Eltern? Was tun, wenn Kinder Kinder diskriminieren?

Themen:

  • Reflexion der eigenen Haltung
  • Charakterisierung und Einschätzung der Eltern
  • Kinderrechte und Elternrechte – im Konflikt?

Handlungs- und Argumentationsstrategien:

  • Was tun bei diskriminierenden Äußerungen von Kindern?
  • Präventive Ansätze in der Arbeit mit Eltern

Das Projekt ElternStärken bietet in Kooperation mit „Ponte –  Interkulturelle Orientierungs- und Nachbarschaftsvermittlung“ zu diesen Fragen Fortbildungen, Fachgespräche und Beratungen für Fachkräfte an, die mit Eltern arbeiten. Das Angebot ist kostenlos und kann auch innerhalb des Trägers für die Mitarbeitenden und Teams durchgeführt werden.

Flyer zum ausdrucken als pdf-Dokument gibt es hier: Flyer Angebot Ponte und Eltern Stärken

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Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie in Hellersdorf 2018

Liebe Leute, alle Bürgerinnen und Bürger Hellersdorfs können bis zum 15. Mai Projektideen beim Aktionsfonds Hellersdorf einreichen! Mit bis zu 600 Euro kann DEIN Projekt für Toleranz, Solidarität und Demokratie gefördert werden. Der Fonds wird von der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Übrigens: Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann auch ab und an der Webseite der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf einen Besuch abstatten.

Marzahn-NordWest: Auch unser Stadtteil beteiligte sich am weltweiten Aktionstag …

Der Kiezberichterstatter Rolf A. Götte schreibt:

… gegen Rassismus und Diskriminierung am 21. März 2018. Dr. Sufian Weise (AWO Spree-Wuhle e.V.) und Moritz Marc (Projekt Ponte/pad. gGmbH) hatten in das Kiez-Treff West, Ahrensfelder Chaussee 148, 12689 Berlin, eingeladen und zwei Filme der ARD und des MDR vorbereitet.

Die „Multi-Kulti-Macher“ der ARD zeigte verschiedene Strategien, die Multi-Kulti im belgischen Mechelen und im schwäbischen Stuttgart zum Erfolg geführt haben. Es gab interessante Ansätze für eine gelungene Integrationsarbeit zu entdecken, die eventuell auch auf Marzahn-Hellersdorf anwendbar sind. Nach dem 28-minütigen Film der ARD unter dem Titel „Plan b“ kam es zu einer längeren Diskussion. Aus Zeitmangel und Terminproblemen verschiedener Anwesender war es dann nicht mehr möglich, den zweiten Film …

… des MDR „Schuld ohne Sühne – Warum rassistische Täter in der DDR davonkamen“ anzuschauen und sich auch darüber auszutauschen. Die Anwesenden kamen überein, daß dieser Film in der Mediathek des MDR angesehen werden kann.

Danke an die Organisatoren um Dr. Sufian Weise und Moritz Marc, an Bärbel Kramer als Gastgeberin und an die Gäste.

Quelle