Kommentar NPD-Schulaktion: Schutzzone für braunen Mob

Die „taz“ kommentiert:

Vor einer Hellersdorfer Schule verteilte die NPD Flyer. Ein schnelle Reaktion der Schulverwaltung bleibt aus.

Überhaupt und gerade nach der rechten Gewalt in Chemnitz ist klar: Dem Mob, den viele partout nicht erkennen wollen, darf man keinen Meter Boden gönnen. Schon gar nicht vor Schulen und auch dann nicht, wenn er in Gestalt des besorgten (und deshalb besonders gefährlichen) Bürgers daherkommt.

Vergangene Woche stand frühmorgens vor Schulbeginn nun aber eine rechte „Bürgerwehr“ vor der Wolfgang-Amadeus-Mozart-Gemeinschaftsschule in Hellersdorf. Hinter der Aktion steckt die NPD, die bereits seit einigen Wochen für ihre bundesweite Kampagne „Schutzzone“ mobilisiert.

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Sachbericht zum Projekt „Bunt und Gesund- Promenadenbuffet 2018“

An dieser Stelle dokumentiert das Projekt Ponte den Sachbericht von Frau Rother vom Mehrgenerationenhaus „Buntes Haus“ (Träger „Roter Baum“) zur gemeinsamen Kooperation bezüglich des diesjährigen „Promenadenbuffets“. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal für die sehr gute Zusammenarbeit!:

Am 14. August 2018 haben wir zusammen mit vielen Akteur*innen, Bewohner*innen und mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher/Freiwilliger das Promenadenbuffet in der Hellersdorfer Promenade durchgeführt.

Im Zentrum stand das bunte Buffet mit allerlei selbst gemachten Speisen und Getränken, die in diesem Jahr unter dem Motto „Alles Käse- oder was?!“ standen. Viele Bewohner*innen und viele Einrichtungen aus dem Kiez, deren Zielgruppen unterschiedlich sind, haben dieses Buffet mit Speisen und Getränken aus aller Welt reichhaltig gefüllt. Selbst gemachte Limonaden und ein Grill sowie ein Lagerfeuer mit Stockbrot rundeten dieses Angebot ab.

Auch in diesem Jahr durfte der Kuchenwettbewerb nicht fehlen. Die 3 besten Käsekuchen, die von einer Jury gekürt worden sind, haben einen kleinen Preis zur weiteren Backanregung erhalten.

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Coaching für Newcomer in Marzahn-Hellersdorf an der VHS

Via Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf:

Am Montag, dem 3. September 2018, startet das Projekt “Coaching für Newcomer in Marzahn-Hellersdorf“ an der VHS. Das Projekt richtet sich an Newcomer mit Fluchterfahrungen und unterschiedlich ausgeprägten Deutschkenntnissen, die eine Orientierung hinsichtlich Arbeitsmarkt, Studium, Aus- oder Weiterbildung benötigen.

Neben praxisorientierten Konversationskursen in Deutsch an der VHS wird es ein vielseitiges Programm an Coaching im Arbeitsmarktbereich, Computerkursen und Empowerment-Workshops geben. Eine Kombination aus formellen und informellen Lern- und Bildungsmethoden fördert individuelle Kompetenzen und die Chancen einer erfolgreichen Integration für Newcomer. Neben Gruppen-Coaching wird es deshalb auch die Möglichkeit geben, individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Das Coaching bietet zudem die Möglichkeit, am eigenen Bewerbungsschreiben zu arbeiten, einen Lebenslauf zu erstellen, sowie sich auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten.Ziel ist es, die Newcomer kompetent und bedarfsorientiert auf ihrem Berufsweg zu unterstützen.

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Stolperstein für Alexander Scheucher in der Hönower Straße

Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf:

Am* Montag, dem 3. September 2018, gegen 14:30 Uhr,* verlegte Gunter Demnig vor dem Haus Hönower Straße 213 in Mahlsdorf einen Stolperstein für Alexander Scheucher. Der Rabbiner Dr. Walter Rothschild nahm an der Verlegung teil und sprach im Rahmen der Verlegung das Kaddisch beziehungsweise das „El male rachamim“ („Gott voller Erbarmen“) für Alexander Scheucher.

Alexander Scheucher wohnte mit seiner Frau Agnes und seinem Sohn Ludwig mindestens seit 1926 in Mahlsdorf in der Hönower Straße 60, die ab 1938 zur Nummer 213 wurde. Er betrieb als Kaufmann mit seiner Frau bis 1933 einen Wäsche- und Trikotagen-Handel (Woll- und Kurzwaren) in der Blumenstraße 1 in Friedrichshain. Ab 1933 musste das Geschäft an den Wohnort verlegt werden und wurde dort bis zum Zwangsverkauf des Hauses 1940 geführt.

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Das Quartiersmanagement Marzahn NordWest endet 2020

Der Stadtteil Marzahn-NordWest ist nur noch bis Ende 2020 Quartiersmanagementgebiet. Das Quartiersmanagement trifft für die Zeit danach Vorbereitungen:

Der Stadtteil Marzahn-NordWest ist nur noch bis Ende 2020 Quartiersmanagementgebiet. Das Quartiersmanagement trifft für die Zeit danach Vorbereitungen.

Im Rahmen einer Umfrage unter Bewohnern von Marzahn-NordWest im Juni und Juli wurden rund 200 Bewohner nach ihrer Zufriedenheit und auch den Problemen im Stadtteil befragt. Auf einer Stadtteilversammlung Ende August in der Marcana-Schule wurden die Ergebnisse vorgestellt und es gab Gelegenheit mit Vertretern der Bezirksverwaltung und der Wohnungsgesellschaften zu sprechen. Hauptziel war, Bewohner für ein ehrenamtliches Engagement im Kiez zu gewinnen.

Marzahn-NordWest ist seit 1999 Quartiersmanagementgebiet. Es gibt in dem Gebiet überdurchschnittlich viele Langzeitarbeitslose und Migranten, Alleinerziehende und arme Familien. Das war damals so und daran hat sich kaum etwas verändert.

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Auswertung Bürgerbefragung 2018.pdf

Impasse – Was Rom-Corviale und Marzahn-Nordwest verbindet

Sozialer #Wohnungsbau in #Rom und #Berlin: Was verbindet den #Corviale, das längste Haus der Welt, mit #Marzahn#NordWest? Mehr als man annimmt. Das zeigen die Bilder des italienischen Fotografen Pasquale #Liguori, die jetzt im Rathaus Marzahn zu sehen sind…

Marzahn. Der Blick aus einer zerborstenen Fensterscheibe der Brücke am S-Bahnhof Ahrensfelde zeigt eine ungewohnte Perspektive auf die Märkische Allee. Aufgenommen hat das Foto der in Neapel geborene und seit 20 Jahren in Rom lebende italienische Fotograf Pasquale Liguori. Elf Mal war er in diesem Jahr auf eigene Kosten nach Marzahn gereist, um den Stadtteil abzulichten. In seiner „Impasse“ genannten Ausstellung, was man etwa mit „Sackgasse“ oder „Stillstand“ übersetzen kann, setzt er die Bilder aus Marzahn in Beziehung zu Aufnahmen von Rom-Corviale. „Stadtrand am Scheideweg“ lautet der Untertitel der Exposition im alten Rathaus Marzahn, die von den Abgeordneten Dr. Manuela Schmidt (Linke) und Iris Spranger ( SPD) unterstützt wurde, ebenso vom Quartiersmanagement Marzahn-NordWest und zahlreichen Akteuren im Gebiet wie Matthias Bielor von der Spielplatzinitiative Marzahn und Marina Bikadi vom Kulturhochhaus.

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BENN-Marzahn-NordWest: Selbstverteidigungskurs für Frauen

Nach dem erfolgreichen Abschluß des Antimobbing- und Selbstverteidigungskurses für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil führt BENN (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) jetzt einen Selbstverteidigungskurs für Frauen durch. Der Kurs erstreckt sich über 10 x jeweils 2 Stunden und ist für alle Frauen aus dem Stadtteil – selbstverständlich auch aus der Gemeinschaftsunterkunft – geeignet. Der erste Termin ist am Freitag, dem 07. September 2018 im Kinderkeller, Wittenberger Straße 85, 12689 Berlin.

Weitere Infos und Anmeldung unter Telefon 030 / 93 77 20 52 (Marina Bikádi) oder unter dem Anhang.

1.9.2018: Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Alle Informationen auf einen Blick sind hier zusammengestellt:

Am 1. September 2018 findet nunmehr zum zehnten Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde es vor 10 Jahren, initiiert von  verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

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Wie eine Familie damit ringt, in Deutschland anzukommen

Der „rbb“ berichtet:

Omar S. und Fadila A. stammen aus der Stadt Homs im Westen Syriens. Seit zwei Jahren leben sie mit ihren beiden kleinen Töchtern in Marzahn-Hellersdorf. Wirklich angekommen ist die Familie nicht – aus vielerlei Gründen.

Die Türen im Treppenhaus sind gelb, alle im selben Ton. Ich steige in den fünften Stock. Hier lebt die syrische Familie S.. An der Wohnung gegenüber ist ein rotweißes Polizei-Absperrband befestigt – was mag dahinter passiert sein?

Ich klingele bei den S.. In der Tür stehen Omar, seine Frau Fadila A., beide studierte Agraringenieure aus der syrischen Stadt Homs, die fünfjährige Nour und ihre zweijährige Schwester Hala [alle Namen von der Redaktion geändert]. Omar ist aus der syrischen Armee desertiert und 2015 nach Deutschland geflüchtet. Seine Frau folgte ihm ein Jahr später. Seit 2016 leben sie hier in Marzahn-Hellersdorf.

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