Antisemitismus-Beauftragter: „Jeder Fall ist einer zuviel“

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Der Antisemitismus-Beauftragte der Regierung lobt Campino für den Einsatz gegen Judenhass. Der Künstler solle ausgezeichnet werden.

Vielleicht gehört das neue Büro des gerade ernannten Antisemitismus-Beauftragten zu einem der schönsten von ganz Berlin. Durch die Panoramafenster im Innenministerium blickt Felix Klein auf den Park des Bundeskanzleramtes. Er kann sehen und vor allem hören, wenn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dort mit dem Hubschrauber landet. Schaut er nach rechts, sieht er die Siegessäule und die Gedächtniskirche, nach links den Fernsehturm. Genau über ihm, im sechsten Stock, führt CSU-Chef Horst Seehofer die Geschäfte als Innenminister.

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Rund 1300 Menschen demonstrieren gegen Zuwanderung

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Cottbus. In der Cottbusser Innenstadt haben am Samstag erneut Hunderte gegen Zuwanderung protestiert. Laut Augenzeugen nahmen rund 1300 Menschen an der Veranstaltung vor der Stadthalle teil. Bei der vorangegangenen Demonstration vor rund einem Monat waren es Beobachtern zufolge rund 2000 Teilnehmer.

Wie die Polizei berichtete, lief die vom Verein „Zukunft Heimat“ angemeldete Demonstration störungsfrei ab. Teilnehmer hielten Plakate hoch, auf denen „Unser Land, unsere Regeln“ oder „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ geschrieben stand. Vor allem ältere Menschen um die 50 nahmen an der Demo teil.

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Antisemitismus unter Geflüchteten: „Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

Der „Mediendienst Integration“ berichtet:

Geflüchtete aus mehrheitlich muslimischen Ländern geraten in Debatten um Antisemitismus immer wieder in den Fokus. Durch sie würde der Antisemitismus in Deutschland zunehmen, heißt es oft. Die Forscherinnen Sina Arnold und Jana König haben Geflüchtete zu ihren Einstellungen über Juden befragt. In einem Gastbeitrag für den MEDIENDIENST erklären sie: Viele Vorstellungen von Flüchtlingen sind von Widersprüchen geprägt.

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Kommentar zu Ankerzentren: Die CSU will die AfD offenbar rechts überholen

Die „Berliner Zeitung“ kommentiert:

Man kann dem neuen Innenminister nicht vorwerfen, unnötig Zeit verstreichen zu lassen. Kaum im Amt, lässt Horst Seehofer keine Gelegenheit aus, um sich zu profilieren. Einmal mehr hat der CSU-Politiker die Kanzlerin verärgert mit der Äußerung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Und Seehofer hat bereits den ersten Krach mit der SPD riskiert.

Es geht um den Familiennachzug für subsidiär geschützte Flüchtlinge, der schon seit Monaten herhalten muss als Symbolthema für die gesamte Flüchtlings- und Asylpolitik. Die neue große Koalition hat sich hier ebenfalls auf eine Art Obergrenze geeinigt, der recht kleinliche Kompromiss sieht vor, dass diese Flüchtlinge künftig insgesamt 1.000 enge Angehörige pro Monat ins Land holen dürfen. Seehofer will auch daran noch herumschrauben. Das ist reine Symbolpolitik und zutiefst inhuman.

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Deutscher? Scheißegal! Merkel ist schuld!

Das „Netwerk Berlin hilft!“ schreibt:

Das perfide Spiel der Rechtsextremen

Nicht ein Deutscher bringt Menschen sinnlos um, sondern der Islamismus, Flüchtlinge und Merkel. Das ist die Botschaft, die von hochstehenden Mitgliedern der AfD und einschlägigen Kommentartoren und Magazinen aus der rechten Ecke verbreitet wird.

Nach dem gestrigen Anschlag oder vielleicht auch „nur“ erweiterten Suizid in Münster mit unschuldigen Toten überschlagen sich nach wenigen Minuten bereits die Propaganda-Tweets und wissen sofort Bescheid, was passierte und wer dahintersteckte.

Es kann natürlich nur ein islamistischer Anschlag sein, man wartet nur noch auf die naheliegende Bestätigung und beschimpft ie Polizei, dass sie ja nicht 20 Minuten nach der Tat sofort alle Informationen bereitstellt, sondern vermutlich noch „zurechtbiegt“.

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Der Wahnsinn der Einwanderungspolitik

Via „Berliner Zeitung“:

Albert Einstein sagte einmal, die Definition von Wahnsinn sei, immer wieder das Gleiche zu tun, jedoch andere Ergebnisse zu erwarten. In Bezug auf die Einwanderungspolitik der Bundesrepublik hat sich dieser Spruch auf bittere Weise bewahrheitet.

Seitdem ich diese Politik aufmerksam beobachte, seit der Wendezeit also, beruhte sie auf einigen, kaum variierten Grundsätzen. Einwanderung gibt es nicht – das ist der erste. Wer doch kommt, tut es gegen das Interesse der Gesellschaft, so der zweite. Kommt jemand auf dem „Ticket“ Asyl, das ist der dritte, sind die Gründe immer unlauter. Deshalb, der vierte, muss man es für die Ankommenden so schlecht wie möglich machen, damit nicht noch mehr kommen, egal ob Asyl oder ein anderer Grund vorliegt. Also sind alle suspekt, die nach Deutschland kommen. Dabei ist es egal, ob sie Muslime sind oder nicht. Bei Muslimen kann man noch die Terrorangst in Anschlag bringen und manches mehr, das ist der fünfte.

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Studie „So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch. Bedingungen für die nachhaltige Projektarbeit mit Geflüchteten. Eine Bilanz“

Studie „So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch. Bedingungen für die nachhaltige Projektarbeit mit Geflüchteten. Eine Bilanz“ von Prof. Werner Schiffauer (u.a.) im Nachgang der Studie „So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch. 90 wegweisende Projekte mit Geflüchteten“ (open source, Download hier). Dazu eine  Pressemitteilung des Rats für Migration, mehr Informationen und Bestellung beim transkript Verlag.

Forschungsbericht: Wie steht es um die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten?

Sprachkurse und ein Abbau rechtlicher Hürden bei der Jobsuche erleichtern es Geflüchteten, in Deutschland Arbeit zu finden. Die komplizierte Anerkennung ausländischer Abschlüsse stellt jedoch ein Hindernis dar. Das sind Erkenntnisse des Forschungsberichts zur Metastudie „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Potenziale, Perspektiven und Herausforderungen“, die ein Autorenteam vom „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ (BIM) und vom „Institut für Soziologie und Sozialpsychologie“ (ISS) an der Universität Köln im Auftrag des Projekts „Flucht: Forschung und Transfer“ durchgeführt hat. Die Autoren kritisieren darüber hinaus Wohnsitzauflagen und weitere Regelungen, die die Mobilität von Flüchtlingen einschränken. Diese seien hinderlich bei der Arbeitssuche.
 
Zum Forschungsbericht geht es hier.

So haben Deutschtürken und Russlanddeutsche gewählt

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Eine Studie zur Bundestagswahl 2017 zeigt politische Präferenzen und politisches Engagement von Deutschtürken und Russlanddeutschen.

Die Volksparteien CDU/CSU und SPD, die bisher bei Menschen mit Migrationshintergrund dominant waren, haben auch bei diesen an Zustimmung verloren. Das geht aus einer Forschungsarbeit der Universitäten Köln und Duisburg-Essen (UDE) hervor, die das Wahlverhalten zur Bundestagswahl 2017 von Russlanddeutschen und Deutschtürken vergleicht. Politikwissenschaftler. Für die „Immigrant German Election Study“ wurden jeweils knapp 500 zufällig ausgewählte Deutsche befragt, die selbst oder deren Eltern aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten oder aus der Türkei eingewandert sind.

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Abstiegsängste treiben Wähler zur AfD

Das „Migazin“ schreibt:

Wieso war die AfD bei der Bundestagswahl im September vergangenen Jahres so erfolgreich? Dieser Frage gingen Forscher in einer Studie nach. Ergebnis: Knapp die Hälfte der Befragten befürchtet, seinen Lebensstandard nicht halten zu können.

Abstiegsängste sind in Deutschland laut einer aktuellen Studie bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Menschen mit geringem Einkommen und Arbeitsplatzsorgen, aber auch Top-Verdiener seien davon betroffen, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Freitag in Düsseldorf mit.

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