Streit um Flüchtlingsunterkünfte in Reinickendorf

Das „Berliner Abendblatt“ berichtet:

Am Waidmannsluster Damm 12 sowie in der Rue Momtesquieu 32 und 33 soll je eine Modulare Unterkunft (MUF) für Flüchtlinge entstehen. Berlinweit werden es 25 sein. Das hat der Senat jetzt verbindlich festgelegt. Auf jeden Bezirk entfallen demnach zwei MUFs, einzig in Neukölln werden es drei sein. Jede Unterkunft soll bis zu 500 Geflüchtete aufnehmen können. Weiterlesen

 

Berliner Jugendclubs in Gefahr: Jugend ohne Club

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Nach der Schule geht es in den Jugendclub. Dahin, wo Eltern nicht nerven und auch kein Lehrer; wo der Streit mit den Geschwistern weit weg ist; wo es etwas zu tun gibt. Zocken am PC, Kickern, vielleicht erste eigene Musik im Tonstudio aufnehmen.

400 öffentlich geförderte Jugendclubs gibt es in Berlin. Sie erreichen rund 60 000 Jugendliche und junge Erwachsene, die meisten von ihnen sind zwischen 14 und 27 Jahre alt. Manche Clubs gibt es erst seit zehn Jahren, wie das Sunshine Inn in der Weißen Siedlung in Neukölln. Andere haben eine Tradition als besetztes Haus aus der Nachwendezeit, wie das Unabhängige Jugendzentrum im Pankower Florakiez. Es sind Orte, die nicht nur wichtig sind für ihre Besucher, sondern auch für die Stadt und ihre Gesellschaft. Im Idealfall lernen die Jugendlichen hier, Verantwortung zu übernehmen – für ihre eigene Zukunft und für andere. Für viele ist der Club mit seinen Erziehern und Sozialpädagoginnen eine zweite Familie geworden, ein paar von ihnen erzählen auf diesen Seiten davon.

Hussein und Rosa, Kira, Tabea und Fabrizio haben in Jugendclubs Freunde gefunden – und eine Idee von dem, was sie irgendwann einmal beruflich machen möchten. Aus ihren Leben sind diese Orte nicht wegzudenken. Und doch sind sie in Gefahr. Denn die Einrichtungen sind personell unterbesetzt und chronisch unterfinanziert. Viele Sozialarbeiter arbeiten mehr als ihre regulär vergütete Arbeitszeit: Wenn die Jugendlichen Probleme haben, sind sie auch mitten in der Nacht erreichbar. „Die meisten Kinder- und Jugendzentren arbeiten unter furchtbar prekären Bedingungen“, sagt die SPD-Politikerin Mirjam Blumenthal, Vorsitzende des Jugendhilfe-Ausschusses in Neukölln. Die von den Bezirken organisierten Kinder- und Jugendreisen gibt es kaum noch. Jugendverbände als politisches Sprachrohr, aber auch als demokratische Spielwiese, haben es besonders schwer. Dabei lernen die jungen Erwachsenen gerade hier praktische demokratische Teilhabe und Selbstorganisation.

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Fit für die Zukunft – Berufsorientierung im Quartier – Innovative und individuelle Berufsorientierung für Jugendliche in Hellersdorf

Ein weiteres tolles Projekt in Hellersdorf, welches durch das Programm Soziale Stadt finanziert wird – das Berufsorientierungsangebot richtet sich gleichermaßen an einheimische und geflüchtete Jugendliche sowie Migrant*innen:
 
Innovative und individuelle Berufsorientierung für Jugendliche in Hellersdorf
„Fit für die Zukunft – Berufsorientierung im Quartier“ ist ein aus dem Programm Soziale Stadt gefördertes Projekt mit dem Ziel der beruflichen Orientierung Jugendlicher und junger Erwachsener in den Quartieren Hellersdorfer Promenade und Boulevard Kastanienallee. In Kooperation mit dem Quartiersmanagement beider „Kieze“ wird das Projekt von SchulePLUS realisiert. Durch innovative und individuelle Angebote der Berufsorientierung wird die Zielgruppe an Möglichkeiten der Ausbildung und infrage kommende Arbeitsstellen herangeführt. Die Maßnahmen des Projektes zielen auf den Auf- und Ausbau der Berufswahlkompetenz ab, wobei die individuellen Stärken, Interessen und Neigungen der Teilnehmenden als Grundlage dienen. Bei Interesse an der Teilnahme am Projekt, kann man sich gerne an Mareike Weiss (mareike.weiss@schule-plus.de oder (030) 789546006) wenden. Wir freuen uns, von euch zu hören!
Quelle: https://www.schule-plus.de/berufsorientierung/

Expert*innen-Talk-Veranstaltung am 21.03.2018 in Berlin mit Geflüchteten

Einladung der Koordinierungsgruppe Flüchtlingsmanagement der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales  zur Expert*innen-Talk-Veranstaltung am 21.03.2018:Einladungen als Download in verschiedenen Sprachen:

18-03-21_Aushang Expert_innen Talk groß_final

18-03-21_Einladung Expert_innen-Talk März 2018

18-03-21_Einladung Expert_innen-Talk März 2018_ arabisch

18-03-21_Einladung Expert_innen-Talk März 2018_ farsi

 

Handreichung des Berliner Senats: „Was tun bei Gewalt gegen geflüchtete Frauen und LSBTI in Unterkünften?“

Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung:

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung und die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung haben eine Handreichung entwickelt, die Leitungspersonal, Mitarbeitende und ehrenamtlich Engagierte in Unterkünften dabei unterstützen soll, bei Gewalt gegen Frauen und LSBTI-Geflüchtete angemessen und professionell zu reagieren.

Senator Dr. Dirk Behrendt: „LSBTI Personen sind weltweit Zielscheibe und Betroffene von homo- und transfeindlicher Gewalt und Diskriminierung. Sie sind wegen der Ablehnung, gar Ächtung ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität komplexen Schwierigkeiten und Gefahren ausgesetzt. Viele haben vor und während der Flucht massive, oftmals sexualisierte Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen machen müssen. Umso wichtiger ist es, sie nach ihrer Ankunft in Berlin vor weiterer Gewalt zu schützen.“

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Jugendliche für Integrationsprojekt „Berlin und wir!“ (ZDF/KiKA) gesucht!

Zur Kenntnis leiten wir folgende Anfrage/Einladung weiter. Vielleicht sind ein paar Interessentinnen bzw. Interessenten in Ihren Projekten bzw. Einrichtungen zu finden (am Ende des Aufrufs befinden sich die Projektbeschreibung und der Castingaufruf in arabischer, deutscher und englischer Sprache sowie auf farsi):

Bereits im dritten Jahr in Folge produzieren wir für das ZDF Kinder- und Jugendfernsehen eine Doku-Serie über die Integration von geflüchteten Jugendlichen in Deutschland. Für die neue Staffel suchen wir nun wieder nach interessierten und aufgeweckten Jugendlichen (sowohl Deutsche als auch Geflüchtete) im Alter zwischen 14 und 15 Jahren, die sich an unserem Projekt beteiligen möchten.

In der dritten Staffel von „Berlin und wir!“ werden wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Chancen und (berufliche) Möglichkeiten ein Leben in Deutschland für deutsche und geflüchtete Jugendliche bieten kann. Die Aufgabe: Die Jugendlichen werden zu Gastgebern und sollen ein Jugend-Hostel betreiben. Damit sie dafür gut gewappnet sind, sammeln sie vorher Erfahrungen in den besten Hotels der Stadt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie uns in diesem Jahr bei der Suche nach Protagonisten unterstützen würden. Eine ausführliche Projektbeschreibung sowie einen Flyer mit allen Infos zum Aushängen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi) finden Sie im Anhang und dürfen Sie gerne weiterreichen.

WICHTIG:
Für die Teilnahme werden die Schüler nicht aus dem Unterricht genommen, da die Dreharbeiten am Wochenende und in der Freizeit an einzelnen und vorher vereinbarten Tagen stattfinden. Weiterhin wird auch nicht in der Schule gedreht, sollten dahingehend Bedenken bestehen. Bewerbungsschluss: 15.03.2018
Bei Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Last but not least: Alle 16 Episoden aus Staffel 1 und 2 sowie weitere Informationen unter https://www.zdf.de/kinder/berlin-und-wir

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Dokumentation des 7. Fachtags Vietnamesisches Berlin zum Thema Angekommen?

Chancen und Herausforderungen für Integration und Partizipation der Zugewanderten aus Vietnam und ihrer Familien von VIA Berlin/Brandenburg zum Download hier.
Aus dem Vorwort:
Der Fachtag „Vietnamesisches Berlin“ ging in diesem Jahr neue Wege. Er verließ das erste Mal die traditionellen Standorte Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf und fand an einer Hochschule, der Humboldt-

Universität in Berlin-Mitte mit rund 100 Teilnehmenden statt. Der Standort wurde gewählt, um junge vietnamstämmige und -interessierte Menschen zu einem Generationsdialog einzuladen. Vor allem mit der so genannten 1,5. Generation (diejenigen, die im Rahmen der Familienzusammenführung zu den Eltern in Deutschland nachzogen) sollten Fragen, wie die folgenden diskutiert werden: wie sie ihre Rolle in der Gesellschaft und in Bezug auf diepolitische Teilhabe sehen? Welchen Beitrag (wollen) sie für die Integration ihrer Landsleute leisten? Welche Ressourcen haben sie von ihren Eltern/von der 1. Generation „geerbt“ und welche Bedeutung besitzen Migrant*innenorganisationen für sie? Der fragende Titel „Angekommen?“ des diesjährigen Fachtages steht symbolisch für diese Generation, die sich trotz ihrer Sozialisation hierzulande weitgehend noch nicht angekommen fühlt. Zugleich impliziert er die Aufforderung an die Heranwachsenden, sich im politischen und gesellschaftlichen Kontext sichtbar zu machen und Stellung zu beziehen.

 

Der große Streit um Berlins neue Flüchtlingsunterkünfte

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:
25 neue Unterkünfte sollen in den kommenden Jahren in Berlin entstehen. In den Bezirken gibt es Widerstand gegen die Standorte.
Berlin will bis zum Jahr 2021 an 25 Standorten weitere Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) bauen lassen. Die wichtigsten Bauherren sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie die sechs städtische Wohnungsgesellschaften. Gegen die Pläne regt sich zum Teil massiver Widerstand. Kritik gibt es vor allem an der Kommunikation mit dem Senat.
Sozialsenatorin Elke Breitenbach und Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (beide Linke) hatten Mitte Februar mit Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) die Liste mit den geplanten Standorten vorgestellt. Nach angeblicher Abstimmung mit den zwölf Bezirken. Das weisen die Bezirksbürgermeister zurück. Die Frist, in der sie ihre Vorschläge einbringen können, wurde nun bis zu diesem Wochenende verlängert. Am 27. März soll die Standortliste vom Senat verabschiedet werden.
 

Breitenbach: „Man kann sich seine Nachbarn nicht aussuchen“

Die „Berliner Morfgenpost“ schreibt:

Sozialsenatorin Elke Breitenbach zeigt sich in der Diskussion um die künftigen Standorte für die neuen Flüchtlingsunterkünfte offen.

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach zeigt sich in der Diskussion um die künftigen Standorte für die neuen Flüchtlingsunterkünfte offen. Sie wolle weitere Vorschläge der Bezirke gerne prüfen, kündigte die Linke-Politikerin im Interview mit der Berliner Morgenpost an.

Frau Breitenbach, in allen Bezirken sollen neue modulare Flüchtlingsunterkünfte gebaut werden. Es hieß, die Vorschläge seien mit den Bezirken abgestimmt. Dort gibt es aber zum Teil massive Widerstände. Wie kommt das?

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Breitenbach: Pläne für Flüchtlingsunterbringung „inhuman“

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:
Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hält die Berliner Praxis zur Unterbringung geflüchteter Menschen für geeigneter als es Vereinbarungen im geplanten Koalitionsvertrag auf Bundesebene vorsehen. Sogenannte Ankerzentren, die CDU und SPD im Vertrag für eine mögliche große Koalition festgeschrieben hätten, verbauten geflüchteten Menschen jegliche Chance auf Integration, sagte Breitenbach in einem Interview mit der Berliner Zeitung (Freitag).