Modulare Unterkünfte: Senat will Flüchtlinge und Studenten gemeinsam unterbringen

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Berlin wechselt den Kurs bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Die Unterkünfte sollen künftig allen Gruppen offenstehen.

Der Streit über die Standorte der dauerhaften Wohnhäuser für Flüchtlinge beschäftigt Senat und Bezirke schon seit etlichen Monaten. Doch nun hat die rot-rot-grüne Koalition ihre bisherige Position verändert. Statt nur für Asylsuchende sollen die geplanten „Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge“ (MUFs) auch für andere Bevölkerungsgruppen geöffnet werden, um Integration zu ermöglichen und die Neiddebatte zu verhindern, dass Flüchtlinge gegenüber anderen Wohnungslosen bevorzugt würden.

Außerdem wollen einige Bezirke lieber mehrere kleinere Standorte für die Flüchtlingsunterkünfte schaffen anstatt nur zwei große Gebäude mit jeweils bis zu 500 Menschen. „Es gibt einen Kurswechsel“, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) der Berliner Morgenpost. Die neuen MUFs würden wie Wohnungen gebaut und sollten, wenn möglich, „offen sein für alle anderen wohnungslosen Menschen“. Schon jetzt würden Bezirksämter auch andere bedürftige Menschen in bestehenden Flüchtlingsheimen unterbringen.

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180 Berliner Träger kritisieren Anfragen der AfD

Die „Berliner Woche“ berichtet:

180 soziale Träger haben eine Erklärung unterschrieben, in der sie sich kritisch mit Anfragen der AfD zu Initiativen auseinandersetzen. Was will die Partei eigentlich damit bezwecken, fragen sie sich.

Im Mai stellte der AfD-Abgeordnete Marc Vallendar in einer kleinen Anfrage dem Senat Fragen zum Pestalozzi-Fröbel-Haus. Die Stiftung hatte den Organisatoren der Demonstration „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ mit Räumen für Vorbereitungstreffen geholfen. Unter den an der Demonstration beteiligten Organisationen waren neben dem DGB und dem Berliner Mieterverein die Antifa Westberlin und die Interventionistische Linke.

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Wohnungsbau: Die Platte hat wieder Zukunft

Die „taz“ berichtet:

Der Streit um Bäume scheint beigelegt – für neue Wohnungen will der rot-rot-grüne Senat nun dadurch sorgen, dass er Plattenbauten aufstocken lässt.

Kein Streit mehr, dafür große Pläne, Plattenbauten aufzustocken: Mit dieser Botschaft sind Linkspartei und Grüne am Dienstag aus der Senatssitzung gekommen. Im Fokus sind dabei vorerst die Flachdächer der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge: Hier soll es ab 2019 ein Pilotprojekt geben, möglichst zwei Stockwerke auf Häuser mit fünf oder sechs Etagen, aber auch auf die zehn- und elfstöckigen Hochhäuser aufzusatteln. Die CDU-Fraktion lehnt das ab: Großsiedlungen aufzustocken und damit die Bebauung in schwierigen sozialen Kiezen zu verdichten, „halten wir für den falschen Weg“.

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Werkstatt Vielfalt – Projekte für eine lebendige Nachbarschaft

Via Newsletter „Lichtblitze„:
Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird. Die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate). Noch bis zum 15. September können Projektgelder bis zu 7000 € beantragt werden. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.mitarbeit.de/foerderung_projekte/werkstatt_vielfalt/programmuebersicht/

Köpenicker Verein hilft Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Köpenicker Verein „Türöffner“, der mit seiner Geschäftsstelle unter dem Dach von Union Berlin sitzt, hilft Geflüchteten bei der Suche nach Arbeitsplätzen und Praktika.

„Ausbildung und Arbeit sind für die Flüchtlinge, die bleiben dürfen, der beste Weg in unsere Gesellschaft“, ist auf dem Internetseite der Bundesregierung zu lesen. Für Geflüchtete aber ist es alles andere als einfach, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Die Hürden zu überwinden, hat sich der Verein „Türöffner“ aus Köpenick vorgenommen. Seit der Gründung des Vereins konnten schon 92 Praktika und 42 Festanstellungen an Geflüchtete in Berlin vermittelt werden.

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Willkommen-in-Arbeit-Büros: Gemeinsam Schritt für Schritt

Seit fast eineinhalb Jahren gibt es mitten in der Altstadt von Spandau das Willkommen-in-Arbeit-Büro (WiA-Büro). Geflüchtete Frauen und Männer können sich hier kostenfrei über Bildungs- und Jobangebote informieren. Dabei werden sie unterstützt von einem engagierten Team aus Beraterinnen und Beratern sowie Dolmetscherinnen und Dolmetschern externer Einrichtungen. Im Auftrag und finanziert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales setzt die Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ e.V.) das WiA-Büro um. Die Büros arbeiten auf der Grundlage eines Fachkonzeptes, das für alle aus der Abteilung Arbeit und Berufliche Bildung geförderten Projekte ein gemeinsames Verständnis und fachliche Standards sicherstellt. Die Finanzierung der Beratungsangebote kommt aus Mitteln des Landes für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter.

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Kulturgeschichte eines Begriffs: Wie der Kiez erfunden wurde

Via „Tagesspiegel“:

Kiez klingt berlinerisch und historisch? Doch das stimmt gar nicht: Erst in den 1970ern deuteten West- und Ost-Berlin den Kiez zum urbanen Ort um..

Der Kiez ist heute überall. In den Straßen Berlins finden sich Kiez-Bäcker, Kiez-Buchhandlungen und Kiez-Pensionen. Hochglanzbroschüren werben für edle Wohnungen im Kiez, während auf den Berliner Fußballplätzen die nächsten Kiez-Helden gesucht werden. Kiez verspricht Zugehörigkeit und bietet Identifikation. Kein Wunder, dass die sanierten Berliner Altbauviertel als Bergmann-, Graefe-, Nord- oder Süd-Kiez bezeichnet werden. Das klingt gleichermaßen berlinerisch und historisch, so als ob es schon immer Kiez geheißen hätte. Dabei ist der Kiez im heutigen Sinne ein neuer Begriff, der erst seit den 1970er Jahren eine erstaunliche Verbreitung gefunden hat. Zuvor stand der Kietz (mit „tz“ geschrieben) jahrhundertelang für ärmliche Fischersiedlungen vor den Toren der Stadt. Die heutige Bedeutung des Begriffs, der nunmehr für Urbanität durch Gemeinschaft, Vielfalt und Dichte steht, ist kaum älter als vierzig Jahre.

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Aktionstage „Gemeinsame Sache“: Blumenzwiebeln gegen das Fremdsein

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion wollen Geflüchtete den Garten ihrer Unterkunft in Hohenschönhausen verschönern – und Kontakte zu Nachbarn knüpfen.

Ein hoher Zaun trennt das Haus der Neu-Berliner von den übrigen Häusern. Neu-Berliner, der Begriff ist wichtig. Denn die Flüchtlinge wollen hier bleiben. Viele von ihnen haben mittlerweile Jobs gefunden, sagen die Mitarbeiter der Unterkunft am Hagenower Ring. Ihre Kinder gehen auf die Schulen im Bezirk. Viele von ihnen suchen nach eigenen Wohnungen im Berliner Stadtgebiet, denn sie wollen nicht nur unter sich bleiben, sondern dazugehören.

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Flüchtlinge sorgen für Zuwachs bei Ausbildungsverträge

Der „rbb“ berichtet:

Zum ersten Mal seit Jahren haben in Deutschland im vergangenen Jahr wieder mehr junge Menschen eine Ausbildung angefangen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Der Zuwachs liegt vor allem an vielen jungen Männern, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Die Ausbildung wird wieder attraktiver für junge Menschen in Deutschland. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im vergangenen Jahr insgesamt gut eine halbe Millionen Ausbildungsverträge unterschrieben. Und das liegt vor allem an jungen Männern, die als Flüchtlinge gekommen sind. Bei ihnen ist die Zahl der Ausbildungsverträge bundesweit um über 36 Prozent gestiegen. Auch in Berlin haben vor allem die Handwerksberufe kräftig Zulauf bekommen, freut sich Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. Die großen Bemühungen der Handwerkskammer würden nun Früchte tragen.

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Gewerkschaft Verdi ruft Sozialarbeiter zum Protest auf

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Mitarbeiter der Regionalen Sozialen Dienste fordern mehr Personal und bessere Bezahlung. Verdi will jeden Donnerstag demonstrieren.

Berlin. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen demonstrieren die Mitarbeiter der Regionalen Sozialen Dienste (RSD). Für den Donnerstag rief die Gewerkschaft Verdi die Sozialarbeiter aus Marzahn-Hellersdorf zum Protest auf dem Alice-Salomon-Platz auf. Zwischen 10 und 12 Uhr werden knapp 100 Teilnehmer erwartet.

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