#unteilbar – Zusammenhalt ist wichtig

Die „Zitty“ schreibt:

Die Großdemo „#unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung“ am 13. Oktober hat gezeigt, dass vielen gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger ist, als nach rechts schielende Politiker glauben.  Ein Gespräch mit der Mit-Organisatorin Anna Spangenberg.

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Künftig 1200 Flüchtlinge auf Gelände in Wittenau

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Die CDU kritisiert das Ankunftszentrum auf dem KaBoN-Gelände. Der Zuständige Stadtrat war über die Pläne nicht informiert.

Die Gemüter kochen in den Reinickendorfer Gruppen auf Facebook hoch. Der Grund: Die neuen Pläne des Senats, ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge auf dem ehemaligen Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (KaBoN-Gelände) in Wittenau zu errichten. Vielfach wird gemutmaßt, dass nun nicht mehr, wie ursprünglich geplant, mietpreisgünstiger Wohnungsbau auf dem Areal geschaffen wird. Auch der Fraktionssprecher für Integrationspolitik und Sozialraumorientierung der Reinickendorfer CDU-Fraktion, Björn Wohlert, kritisiert die Pläne des rot-rot-grünen Senats zur weiteren Entwicklung des Geländes: „Besonders verheerend mit Blick auf den sozialen Frieden und die Akzeptanz der Bevölkerung ist, dass der Senat nun den angedachten Bau von bezahlbaren Wohnungen auf dem KaBoN-Gelände in Frage stellt. Um die Mietpreise perspektivisch zu stabilisieren und zu senken, dürfen Potenziale für maßvolle Wohnbebauung in Wittenau nicht einfach liegen gelassen werden“, sagt er.

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Neues Ankunftszentrum für Geflüchtete wird gebaut

Via Berliner Senat:

Aus der Sitzung des Senats am 30. Oktober 2018:

In Berlin wird ein neues Ankunftszentrum für Geflüchtete errichtet. Der Senat hat dazu heute eine gemeinsame Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, und des Senators für Finanzen, Dr. Matthias Kollatz, beschlossen.

Der Neubau des Ankunftszentrums wird als Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in der Oranienburger Str. 285 entstehen. Die Unterkunft wird eine Kapazität von 389 Plätzen haben. Der Standort ist als MUF-Standort seit Mitte 2016 mit dem Bezirk Reinickendorf konsentiert.

Die Modulare Unterkunft wird aufgrund der Flächen- und Raumanforderungen als eine MUF der ersten Generation (MUF 1.0) mit dem Standard einer Gemeinschaftsunterkunft durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen errichtet. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, dass geringfügige, aber erforderliche Baumfällarbeiten bis zum 28. Februar 2019 abgeschlossen werden können.

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Geflüchtete und Mieten: Wenn die Miete höher als der Lohn ist

Zur neuen Regelung ab 01.01. für die Unterkunftskosten bei Hinzuverdienst berichtet die TAZ. Leider gilt dies erst. Einmal nur für Unterkünfte vom LAF:

Arbeitende Flüchtlinge, die noch in Heimen leben, müssen bislang die oft hohen Wohnkosten selbst tragen. Das soll sich ab Januar ändern.

Der eklatante Mangel an bezahlbarem Wohnraum hat manchmal Auswirkungen an ganz unerwarteten Stellen. Für Geflüchtete zum Beispiel kann die Unmöglichkeit, eine Wohnung zu finden, bisweilen auch dazu führen, dass eine angebotene Arbeit nicht angenommen wird.

Sie fragen sich, wie das sein kann? Die logische Kette ging bislang so: Ein Flüchtling findet keine Wohnung, bleibt über Jahre im Wohnheim hocken, eventuell sogar mit Frau und Kindern. Dann findet er endlich eine Arbeit. Doch von seinem Lohn werden ihm dann die Kosten für die Unterkunft abgezogen. Das macht pro Person je nach Unterkunft 600 bis 850 Euro monatlich. So kommen bei einer vierköpfigen Familie schnell 2.500 Euro Wohnkosten zusammen – eine hohe Miete für jemanden, der gerade ins Berufsleben einsteigt.

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Flüchtlingshelfer beklagen „Horror-Sammelabschiebung“

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Polizisten haben eine Abschiebung von Berlin nach Madrid mit viel Härte durchgesetzt. Die Behörden sehen kein Fehlverhalten. Doch die Koalition ist alarmiert.

Der Berliner Flüchtlingsrat spricht von einer „Horror-Sammelabschiebung“. Es gebe „schockierende Berichte von Betroffenen“. Ein geistig behinderter Flüchtling sei zwangsweise sediert, ein anderer gefesselt worden, eine ältere Frau habe sich entkleiden müssen, Familien seien getrennt und Asylsuchende von Polizisten geschlagen worden. Unter den Abgeschobenen soll auch eine Frau gewesen sein, deren Handgelenke nach einem Suizidversuch nur notdürftig verbunden waren.

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„Unteilbar“: »Natürlich wird da was folgen«

Das „Neue Deutschland“ schreibt:

»Wir sind jetzt erst mal am Durchatmen«, sagt Anna Spangenberg, die Sprecherin des Unteilbar-Bündnisses. Das Bedürfnis nach Reflexionszeit kann man der Aktivistin nicht verübeln. Eine Viertelmillion Menschen sind vergangenes Wochenende in Berlin für eine offene und solidarische Gesellschaft auf die Straße gegangen. Es war einer der größten Proteste der vergangenen Jahre in Deutschland. Und auch der Kulminationspunkt einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Bewegungen, die seit dem Frühsommer in verschiedenen Städten für ihre Anliegen gekämpft haben. Am 13. Oktober kamen diese Menschen und noch viele weitere auf einer Strecke von fünf Kilometern zusammen. Mit Hilfe von 50 Lautsprecherwagen sendeten sie ein deutliches »Stopp«-Signal: für ein Ende der sozialen Kälte, für ein Ende von Rassismus und Rechtsruck. Das Hintergrundrauschen des Hasses, das sich längst eingenistet hat, konnte an diesem Samstag übertönt werden. Die Abwärtsspirale des öffentlichen Diskurses stoppte kurzzeitig, die unermüdlichen, aber stillen Engagierten wurden sichtbar. Doch was folgt?

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Projekt ‚ReStart & Empower – Psychosoziale Unterstützung psychisch kranker Geflüchteter‘

Die Caritas hat das wichtige neue Projekt ‚ReStart & Empower – Psychosoziale Unterstützung psychisch kranker Geflüchteter‘ gestartet:

Wir bieten psychisch kranken/instabilen geflüchteten Menschen eine kostenlose Kurzintervention (ca. 6 Sitzungen) an, die insbesondere für traumatisierte, depressive Personen geeignet ist. Je nach individueller Ausgangslage, kann die Intervention dazu dienen eine lange Wartezeit bis zu einer ambulanten Psychotherapie zu überbrücken, Chronifizierungen zu verhindern, ein Verständnis für die eigene Erkrankung und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, zu stabilisieren, zu aktivieren oder einfach Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Interventionen sind leitliniengerecht aufgebaut. Aufgrund der Kürze können wir jedoch leider keine Traumakonfrontation bei PTBS-Patienten anbieten und würden hier entsprechend vermitteln.

Aktuell haben wir noch Kapazitäten in den Bereichen:

– Interventionsprogramm für psychisch kranke/ instabile Geflüchtete (v.a. Stabilisierung, Ressourcenaktivierung, Aktivitätenaufbau).
o Einzeln
o In Gruppen (Workshops)
o In Wohnunterkünften/GUs oder in unseren Beratungsräumen in Berlin Mitte
– Beratungen für Angehörige psychisch kranker/ instabiler Geflüchteter
o Einzeln
o In Gruppen
o In Wohnunterkünften oder in unseren Beratungsräumen in Berlin Mitte

Klienten und Angehörige können uns direkt oder über Sozialarbeiter/ Betreuer etc. kontaktieren
Kontaktdaten: restart-empower@caritas-berlin.de, Tel. 030-66633460″

Angebot als pdf-Dokument zum Herunterladen: Angebot_ReStart_Empower_Okt_2018 (2)

Flüchtlinge in Berlin immer noch ungleich verteilt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Drei Ost-Bezirke bringen die Hälfte aller Asylbewerber unter. Sie wünschen sich Hilfe vom Senat. Im Rat der Bürgermeister wollen die drei Bezirkschefs den Regierenden zur Unterstützung bewegen.

Der Berliner Senat wird sich wohl bald wieder intensiver mit den Bezirken auseinandersetzen müssen – und zwar mit Blick auf die Flüchtlingsunterkünfte in den Kiezen. Nach wie vor bringen wenige Bezirke viele Flüchtlinge unter. Und mit Abstand am meisten wird in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Pankow für die Unterkunft von Asylbewerbern getan – die drei Ostbezirke verfügen zusammen über fast 50 Prozent aller derzeit rund 22.000 Plätze in Berliner Gemeinschaftsunterkünften.

Dass in einigen Bezirken deutlich mehr Flüchtlinge versorgt werden als in anderen, hat gewissermaßen Tradition. Vor fünf Jahren, als im Herbst 2013 die Asylbewerberzahlen zügig zu steigen begannen, waren in Steglitz-Zehlendorf weniger als 200 Männer, Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Und schon damals beherbergte Lichtenberg fast 1200 Flüchtlinge – also sechsmal so viele. An diesen Verhältnissen hat sich wenig geändert. Heute sind es in Lichtenberg fast 3500, in Steglitz-Zehlendorf nicht ganz 1100 Menschen.

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Siehe auch: Flüchtlingsunterbringung: Benn kritisiert Ost-„Schwerpunkt“

Mit Geflüchteten leben – nicht gegen sie

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

In manchen Gegenden in Lichtenberg mangelt es an sozialer Infrastruktur. Das hat auch Bettina Jarasch, Grünen-Abgeordnete und Sprecherin für Integration und Flucht, bei einem Besuch festgestellt. In der Rheinpfalzallee soll eine Unterkunft für Geflüchtete gebaut werden (MUF). Jarasch und die Bezirksgrünen haben mit Anwohnenden diskutiert. Es sei alles sehr konstruktiv gewesen, heißt es. In Außenbezirken (z. B. Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Spandau) werden größere und mehr MUFs errichtet als in den Innenbezirken. Die Grünen würden es begrüßen, kleinere Unterkünfte zu bauen – besser in der Stadt verteilt und bestenfalls auch integriert in die Nachbarschaft.

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„Unteilbar“-Demo 240.000 Menschen protestieren gegen Rechtsruck

Das „Migazin“ schreibt:

Rund 240.000 Menschen sind nach Veranstalterangaben in Berlin gegen Rassismus auf die Straße gegangen. Das waren viel mehr Teilnehmer als erwartet. Die „Unteilbar“-Demonstration war eine der größten in diesem Jahr.

Vom Clubmusiker bis zum Kirchenvertreter: Rund 240.000 Menschen aus ganz Deutschland haben nach Veranstalterangaben in Berlin gegen einen Rechtsruck und für die Einhaltung der Menschenrechte in Deutschland demonstriert. Zahlreiche Parteien, Organisationen, Gewerkschaften, Initiativen, kirchliche Gruppen, Sozial- und Flüchtlingsverbände sowie Kulturschaffende unterstützten die Aktion am Samstag. Das Motto lautete „Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung“.

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