Antisemitische Attacke in Berlin

Der „Tagesspiegel“ u.a. berichten:

Am Dienstagabend startet Adam Armush eine Art Experiment. Er geht mit einer Kippa durch Prenzlauer Berg – und wird deshalb verprügelt. Tags darauf schildert er die Attacke.

Adam Armush startet am Dienstagabend eine Art Experiment. Er läuft mit einem Freund die Raumerstraße in Prenzlauer Berg entlang. Circa 50 Männer und Frauen, so wird Armush es später zumindest auch der Polizei erzählen, sitzen in den nahen Cafés, flanieren zum Helmholtzplatz, schlendern den Gehweg entlang. Armush und sein Freund tragen Kippa – um zu prüfen, wie die Lage für Juden in Deutschland dieser Tage sei. Das sagt Armush am Tag danach laut dpa der Deutschen Welle: „Ich bin nicht jüdisch, ich bin Israeli, ich bin in Israel in einer arabischen Familie aufgewachsen.“ Die Kippa habe er getragen, nachdem ein Freund ihn gewarnt habe, dass man in Deutschland damit nicht sicher sei.

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Siehe auch: Nach antisemitischem Angriff: Wo sind die Lichterketten?

Flüchtlingsunterbringung in Berlin: Klasse statt Masse

Die „taz“ berichtet:

Die Bezirke wollen lieber kleinere Flüchtlingsunterkünfte. Die Berliner Sozialsenatorin zeigt sich gesprächsbereit.

Im Streit über die neuen Standorte für „Modulare Flüchtlingsunterkünfte“ (MUF) geht der Senat auf die Bezirke zu. Die bisherige Liste aktuell geplanter Standorte sei „nicht in Stein gemeißelt“, sagte Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) der taz. Da sei sie sich mit Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) einig. „Wir brauchen pro Bezirk rund 1.000 Plätze, aber ob die auf zwei oder sieben Grundstücken stehen, ist uns schnuppe“, so die Senatorin. Eine Einschränkung gebe es aber: Es müsse „schnell und wirtschaftlich“ gebaut werden.

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Integration von Geflüchteten und das Geld: Astrid Knabe schafft das

Die „taz“ berichtet:

Die Lehrerin bringt Flüchtlingen Deutschland nahe. Die Wertschätzung, die sie von ihren Kursteilnehmern erhält, hätte sie gerne auch von ihrem Land.

„Bundeskanzleramt.“ Das Wort steht im Raum wie eine Kiste ohne Griffe. Wie soll man das bloß anpacken? Die deutsche Sprache hält wahrlich schönere Wörter bereit. Augenschmaus etwa. Oder kunterbunt. Aber Bundeskanzleramt? „Bun-des-kanzl“ – versucht es die junge Frau aus dem Irak.

Fünf sperrige Silben, die ihr nicht gehorchen wollen. Sie kommt ins Straucheln, Astrid Knabe fängt sie auf. „Bundeskanzleramt“, sagt sie aufmunternd und deutet auf das Foto mit der Front aus Glas und Beton. „Da sitzt Frau Merkel“, sagt sie. Und verbessert sich sofort: „Da regiert Frau Merkel!“ Sprache sollte möglichst präzise sein und keine falschen Bilder erzeugen. Eine Regierungschefin, die im Sessel sitzt statt zu regieren, gehört wohl dazu.

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3. Ausbildungsmesse für Geflüchtete: Refugees – Willkommen in der Ausbildung

Kommt vorbei! Am 3. und 4. Mai 2018 bieten vielzählige Berliner Unternehmen über 300 Ausbildungsplätze für Geflüchtete an. Im Gespräch könnt ihr die Betriebe kennenlernen und unsere Informationsveranstaltung zum Thema „Duale Berufsausbildung“ besuchen.

Ort: BiZ der Bundesagentur für Arbeit Berlin Mitte (Friedrichstraße 39)

On 3 and 4 May 2018, more than 300 training places will be presented by a large number of companies. Get in touch with your new job! #refugeeswelcome #fair4refugees

https://www.kausa-servicestelle-berlin.de/ausbildungsmesse/

Fast jedes dritte Kind in Berlin lebt von Hartz IV

Der „rbb“ berichtet:

Die Zahl der Minderjährigen, die in Deutschland von Hartz IV leben, ist seit 2013 deutlich gestiegen. Stark betroffen sind vor allem Kinder aus Flüchtlingsfamilien. In Berlin lebt inzwischen fast jedes dritte Kind von staatlicher Grundsicherung.

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland sind auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus neuesten Zahlen hervor, die die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg vorgelegt hat.

Demnach lebten im Juni 2017 rund 2,05 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Familien, die wegen längerer Arbeitslosigkeit oder zu geringer Einkünfte auf Hartz IV angewiesen waren. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Juni 2016 und fast acht Prozent mehr als im Juni 2013.

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Streit um Flüchtlingsunterkünfte in Reinickendorf

Das „Berliner Abendblatt“ berichtet:

Am Waidmannsluster Damm 12 sowie in der Rue Momtesquieu 32 und 33 soll je eine Modulare Unterkunft (MUF) für Flüchtlinge entstehen. Berlinweit werden es 25 sein. Das hat der Senat jetzt verbindlich festgelegt. Auf jeden Bezirk entfallen demnach zwei MUFs, einzig in Neukölln werden es drei sein. Jede Unterkunft soll bis zu 500 Geflüchtete aufnehmen können. Weiterlesen

 

Protest gegen geplante Flüchtlingsunterkunft – aus Sorge um die Natur

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

In Berlin-Lichterfelde haben Bewohner wegen einer geplanten Modularen Flüchtlingsunterkunft eine Initiative gegründet. Sie wollen ihren Wald schützen und fürchten auch, dass der soziale Friede kippt.

Lennart isst knapp überm Fußboden. Da hat er sich in seinem Sitz entspannt zurückgelehnt, seine Arme hängen lässig da, er braucht sie nicht, er wird ja auch so bestens mit Nahrung versorgt. Macht doch alles seine Mutter, das ist einer der Vorteile, wenn man erst acht Monate alt ist.

Lennart ist es auch egal, dass zwei Meter entfernt sein Vater mit drei Männern am Wohnzimmertisch sitzt und dass die Runde ein ziemlich großes Problem bespricht. Die Mappe mit 700 Unterschriften, die auf dem Tisch liegt, die hängt mit diesem Problem zusammen. 700 Menschen protestieren mit ihrer Unterschrift gegen den Bau einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) am Dahlemer Weg in Lichterfelde. „Es gibt zwei Kategorien des Protests“, sagt Jörg Schäfer, ein Polizist mit vollem Gesicht und Hornbrille, einer der Männer am Tisch.

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Wo Geflüchtete Arbeit gefunden haben

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Etliche Unternehmen in Berlin und Brandenburg beschäftigen Menschen mit Fluchthintergrund. Wir haben sie besucht und gefragt, was gut läuft – und was falsch.

Unternehmen fühlen sich bei der Beschäftigung von Geflüchteten selbstsicherer als vor drei Jahren. Sie kennen sich mit Rechtsfragen besser aus, agieren professioneller, haben einen Plan entwickelt. Der Azubi aus Syrien sei nichts allzu Besonderes mehr, sondern normal. Zumindest erzählen das Betriebe unterschiedlicher Branchen in Berlin und Brandenburg so, die wir besucht haben und deren Erfahrungen wir hier schildern.

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Warum unser Frauenprojekt scheiterte

Viele ehrenamtliche Projekte mit Flüchtlingen scheitern. Eine Leserin des Tagesspiegels hat selber eines geleitet und gelernt: Am Wichtigsten ist der direkte Kontakt zu den Frauen:

„Der gute Wille reicht oft nicht für erfolgreiche Integration“, schrieb Andrea Dernbach vor einem Jahr im Tagesspiegel über das Scheitern von ehrenamtlichen Projekten für weibliche Flüchtlinge. Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung fand heraus, dass unter anderem die Rolle der Ehrenamtlichen ein Faktor dafür ist. Ich habe 2016 und 2017 acht Monate lang selber ein solches Projekt geleitet. Weshalb es gut lief und weshalb es scheiterte, möchte ich nun erläutern.

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Das sind die 25 neuen MUF-Standorte

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Berliner Senat hat am Dienstag bekanntgegeben, wo weitere Flüchtlingsunterkünfte entstehen sollen. Aus den ersten Bezirken kommt gleich deutliche Kritik.

Berlin bekommt 25 neue Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF). Am Dienstagmittag hat der Senat die weitgehend endgültige Liste der Standorte vorgelegt. In jedem Bezirk sind zwei geplant, nur in Neukölln wird es drei zusätzliche Unterkünfte geben. Mitte Februar hatte die Landesregierung bereits eine Vorschlagsliste veröffentlicht. Die Bezirke hatten danach einen Monat Zeit, Einwände vorzutragen und andere Flächen vorzuschlagen. Am Verfahren und an Grundstücken gab es einige Kritik.

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Siehe auch: Standorte für neue Flüchtlingsunterkünfte stehen fest – mehr nicht

Berliner Senat beschließt 25 Standorte für neue MUFs

Neue Unterkünfte für Geflüchtete: Das gibt noch Ärger

Platz für 12.000 Menschen

Bezirke kündigen Widerstand an

Senat beschließt Standorte für modulare Flüchtlingsunterkünfte MUF 2.0 (Offizielle PM des Senats mit Liste der geplanten Unterkünfte)

Senat legt Standorte modularer Unterkünfte für Geflüchtete fest: Die Bezirke sind irritiert (Bericht von Lichtenberg-Marzahn+)

MUF 2.0, die Zweite (Netzwerk „Berlin hilft!“)

Zwei Flüchtlingsheime pro Bezirk (Berliner Morgenpost)

Senat legt zwei Standorte für Errichtung Modularer Unterkünfte im Bezirk fest (Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf)

Bezirke protestieren gegen neue Standorte für Flüchtlingsunterkünfte (Tagesspiegel vom 28.3.2018)

Wohnraum für Geflüchtete: Bezirke wollen es eine Nummer kleiner (taz vom 28.3.2018)

Unterkünfte für Flüchtlinge: Senat betreibt Stadtentwicklung von oben (Tagesspiegel vom 29.3.2018)