Rassismus, Sexismus, Antisemitismus Diskriminierung ist in Berliner Schulen Alltag

Via „Bereliner Zeitung“:

An Berliner Schulen werden Schüler immer wieder wegen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Behinderungen diskriminiert. Das geht aus der Antwort der Bildungsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Sebastian Walter hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach zählte die Antidiskriminierungsbeauftragte der Bildungsverwaltung im Schuljahr 2016/2017 – aktuellere Angaben liegen nicht vor – 183 Beschwerden. In 147 Fällen bestätigte sich der Vorwurf einer Diskriminierung, 23 Fälle wurden bislang trotz des schon etwas länger zurückliegenden Zeitraums noch nicht geprüft.

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Heimbetreiber klagen gegen Flüchtlingsamt

Via „Tagesspiegel“:

Berlin schuldet Betreibern von Flüchtlingsunterkünften eine Menge Geld. Doch wie viel genau? Darüber wird gestritten.

17 Heimbetreiber haben offene Rechnungen beim Land Berlin in Höhe von 10,4 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Bettina Jarasch und Sebastian Walter hervor. Vor Gericht sind 56 Klagen von Heimbetreibern anhängig. Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) sprach am Dienstag von „strittigen Forderungen“ der Heimbetreiber, die 40 Flüchtlingsunterkünfte zu Zeiten der Flüchtlingskrise 2015 betrieben hatten. Man habe diese gebeten, entweder reale Kosten nachzuweisen oder sich an einem Mittelwert eines Referenzmodells zu orientieren. Bis Ende des Jahres habe die Verwaltung die alten Rechnungen prüfen wollen. Nun hätten die Betreiber um Fristverlängerung gebeten, so Breitenbach. Auch das Land wolle Rechtssicherheit. Die Grünen kritisierten, dass die offenen Forderungen zum Dauerbrenner würden. Träger könnten existenziell bedroht werden.

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CDU fordert Baustopp für geplante Unterkünfte

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Bestehende Unterkünfte sollen schon genug Kapazitäten bieten. Linken-Sozialsenatorin Breitenbach widerspricht und nennt den Antrag „unglaublich dummes Zeug“.

Wie viele neue Flüchtlingsunterkünfte braucht Berlin? Geht es nach der CDU-Fraktion, lautet die Antwort „überhaupt keine“. Ihre Abgeordneten setzen auf eine grundsätzliche Debatte über den Bau neuer Gemeinschaftsunterkünfte in der Stadt und beschlossen am Dienstag einen entsprechenden Antrag.

In dem Papier, das dem Tagesspiegel vorliegt, fordern die Christdemokraten einen sofortigen Stopp von Bau und Planung sogenannter Modularer Unterkünfte für Flüchtlinge, sofern nicht schon mit dem Bau begonnen wurde. Zudem sollen bestehende Leerstände besser genutzt und das Belegungsmanagement durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) verbessert werden.

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#unteilbar – Zusammenhalt ist wichtig

Die „Zitty“ schreibt:

Die Großdemo „#unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung“ am 13. Oktober hat gezeigt, dass vielen gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger ist, als nach rechts schielende Politiker glauben.  Ein Gespräch mit der Mit-Organisatorin Anna Spangenberg.

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Künftig 1200 Flüchtlinge auf Gelände in Wittenau

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Die CDU kritisiert das Ankunftszentrum auf dem KaBoN-Gelände. Der Zuständige Stadtrat war über die Pläne nicht informiert.

Die Gemüter kochen in den Reinickendorfer Gruppen auf Facebook hoch. Der Grund: Die neuen Pläne des Senats, ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge auf dem ehemaligen Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (KaBoN-Gelände) in Wittenau zu errichten. Vielfach wird gemutmaßt, dass nun nicht mehr, wie ursprünglich geplant, mietpreisgünstiger Wohnungsbau auf dem Areal geschaffen wird. Auch der Fraktionssprecher für Integrationspolitik und Sozialraumorientierung der Reinickendorfer CDU-Fraktion, Björn Wohlert, kritisiert die Pläne des rot-rot-grünen Senats zur weiteren Entwicklung des Geländes: „Besonders verheerend mit Blick auf den sozialen Frieden und die Akzeptanz der Bevölkerung ist, dass der Senat nun den angedachten Bau von bezahlbaren Wohnungen auf dem KaBoN-Gelände in Frage stellt. Um die Mietpreise perspektivisch zu stabilisieren und zu senken, dürfen Potenziale für maßvolle Wohnbebauung in Wittenau nicht einfach liegen gelassen werden“, sagt er.

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Neues Ankunftszentrum für Geflüchtete wird gebaut

Via Berliner Senat:

Aus der Sitzung des Senats am 30. Oktober 2018:

In Berlin wird ein neues Ankunftszentrum für Geflüchtete errichtet. Der Senat hat dazu heute eine gemeinsame Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, und des Senators für Finanzen, Dr. Matthias Kollatz, beschlossen.

Der Neubau des Ankunftszentrums wird als Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in der Oranienburger Str. 285 entstehen. Die Unterkunft wird eine Kapazität von 389 Plätzen haben. Der Standort ist als MUF-Standort seit Mitte 2016 mit dem Bezirk Reinickendorf konsentiert.

Die Modulare Unterkunft wird aufgrund der Flächen- und Raumanforderungen als eine MUF der ersten Generation (MUF 1.0) mit dem Standard einer Gemeinschaftsunterkunft durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen errichtet. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, dass geringfügige, aber erforderliche Baumfällarbeiten bis zum 28. Februar 2019 abgeschlossen werden können.

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Geflüchtete und Mieten: Wenn die Miete höher als der Lohn ist

Zur neuen Regelung ab 01.01. für die Unterkunftskosten bei Hinzuverdienst berichtet die TAZ. Leider gilt dies erst. Einmal nur für Unterkünfte vom LAF:

Arbeitende Flüchtlinge, die noch in Heimen leben, müssen bislang die oft hohen Wohnkosten selbst tragen. Das soll sich ab Januar ändern.

Der eklatante Mangel an bezahlbarem Wohnraum hat manchmal Auswirkungen an ganz unerwarteten Stellen. Für Geflüchtete zum Beispiel kann die Unmöglichkeit, eine Wohnung zu finden, bisweilen auch dazu führen, dass eine angebotene Arbeit nicht angenommen wird.

Sie fragen sich, wie das sein kann? Die logische Kette ging bislang so: Ein Flüchtling findet keine Wohnung, bleibt über Jahre im Wohnheim hocken, eventuell sogar mit Frau und Kindern. Dann findet er endlich eine Arbeit. Doch von seinem Lohn werden ihm dann die Kosten für die Unterkunft abgezogen. Das macht pro Person je nach Unterkunft 600 bis 850 Euro monatlich. So kommen bei einer vierköpfigen Familie schnell 2.500 Euro Wohnkosten zusammen – eine hohe Miete für jemanden, der gerade ins Berufsleben einsteigt.

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Flüchtlingshelfer beklagen „Horror-Sammelabschiebung“

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Polizisten haben eine Abschiebung von Berlin nach Madrid mit viel Härte durchgesetzt. Die Behörden sehen kein Fehlverhalten. Doch die Koalition ist alarmiert.

Der Berliner Flüchtlingsrat spricht von einer „Horror-Sammelabschiebung“. Es gebe „schockierende Berichte von Betroffenen“. Ein geistig behinderter Flüchtling sei zwangsweise sediert, ein anderer gefesselt worden, eine ältere Frau habe sich entkleiden müssen, Familien seien getrennt und Asylsuchende von Polizisten geschlagen worden. Unter den Abgeschobenen soll auch eine Frau gewesen sein, deren Handgelenke nach einem Suizidversuch nur notdürftig verbunden waren.

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„Unteilbar“: »Natürlich wird da was folgen«

Das „Neue Deutschland“ schreibt:

»Wir sind jetzt erst mal am Durchatmen«, sagt Anna Spangenberg, die Sprecherin des Unteilbar-Bündnisses. Das Bedürfnis nach Reflexionszeit kann man der Aktivistin nicht verübeln. Eine Viertelmillion Menschen sind vergangenes Wochenende in Berlin für eine offene und solidarische Gesellschaft auf die Straße gegangen. Es war einer der größten Proteste der vergangenen Jahre in Deutschland. Und auch der Kulminationspunkt einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Bewegungen, die seit dem Frühsommer in verschiedenen Städten für ihre Anliegen gekämpft haben. Am 13. Oktober kamen diese Menschen und noch viele weitere auf einer Strecke von fünf Kilometern zusammen. Mit Hilfe von 50 Lautsprecherwagen sendeten sie ein deutliches »Stopp«-Signal: für ein Ende der sozialen Kälte, für ein Ende von Rassismus und Rechtsruck. Das Hintergrundrauschen des Hasses, das sich längst eingenistet hat, konnte an diesem Samstag übertönt werden. Die Abwärtsspirale des öffentlichen Diskurses stoppte kurzzeitig, die unermüdlichen, aber stillen Engagierten wurden sichtbar. Doch was folgt?

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Projekt ‚ReStart & Empower – Psychosoziale Unterstützung psychisch kranker Geflüchteter‘

Die Caritas hat das wichtige neue Projekt ‚ReStart & Empower – Psychosoziale Unterstützung psychisch kranker Geflüchteter‘ gestartet:

Wir bieten psychisch kranken/instabilen geflüchteten Menschen eine kostenlose Kurzintervention (ca. 6 Sitzungen) an, die insbesondere für traumatisierte, depressive Personen geeignet ist. Je nach individueller Ausgangslage, kann die Intervention dazu dienen eine lange Wartezeit bis zu einer ambulanten Psychotherapie zu überbrücken, Chronifizierungen zu verhindern, ein Verständnis für die eigene Erkrankung und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, zu stabilisieren, zu aktivieren oder einfach Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Interventionen sind leitliniengerecht aufgebaut. Aufgrund der Kürze können wir jedoch leider keine Traumakonfrontation bei PTBS-Patienten anbieten und würden hier entsprechend vermitteln.

Aktuell haben wir noch Kapazitäten in den Bereichen:

– Interventionsprogramm für psychisch kranke/ instabile Geflüchtete (v.a. Stabilisierung, Ressourcenaktivierung, Aktivitätenaufbau).
o Einzeln
o In Gruppen (Workshops)
o In Wohnunterkünften/GUs oder in unseren Beratungsräumen in Berlin Mitte
– Beratungen für Angehörige psychisch kranker/ instabiler Geflüchteter
o Einzeln
o In Gruppen
o In Wohnunterkünften oder in unseren Beratungsräumen in Berlin Mitte

Klienten und Angehörige können uns direkt oder über Sozialarbeiter/ Betreuer etc. kontaktieren
Kontaktdaten: restart-empower@caritas-berlin.de, Tel. 030-66633460″

Angebot als pdf-Dokument zum Herunterladen: Angebot_ReStart_Empower_Okt_2018 (2)