Modulare Unterkünfte: Senat will Flüchtlinge und Studenten gemeinsam unterbringen

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Berlin wechselt den Kurs bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Die Unterkünfte sollen künftig allen Gruppen offenstehen.

Der Streit über die Standorte der dauerhaften Wohnhäuser für Flüchtlinge beschäftigt Senat und Bezirke schon seit etlichen Monaten. Doch nun hat die rot-rot-grüne Koalition ihre bisherige Position verändert. Statt nur für Asylsuchende sollen die geplanten „Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge“ (MUFs) auch für andere Bevölkerungsgruppen geöffnet werden, um Integration zu ermöglichen und die Neiddebatte zu verhindern, dass Flüchtlinge gegenüber anderen Wohnungslosen bevorzugt würden.

Außerdem wollen einige Bezirke lieber mehrere kleinere Standorte für die Flüchtlingsunterkünfte schaffen anstatt nur zwei große Gebäude mit jeweils bis zu 500 Menschen. „Es gibt einen Kurswechsel“, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) der Berliner Morgenpost. Die neuen MUFs würden wie Wohnungen gebaut und sollten, wenn möglich, „offen sein für alle anderen wohnungslosen Menschen“. Schon jetzt würden Bezirksämter auch andere bedürftige Menschen in bestehenden Flüchtlingsheimen unterbringen.

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Verein fordert Anti-Gewalt-Konzepte für Flüchtlingsheime

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Berlin. Der Berliner Verein Demokratielotsen hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) in einem offenen Brief um mehr Gewaltprävention in Flüchtlingsunterkünften gebeten. „Mehr als die Hälfte der Geflüchteten löst Probleme nach unserer Erfahrung mit Gewalt“, sagte Vereinsmitglied Sami Alkomi. Vor allem in Notunterkünften gebe es Brutalität unter Geflüchteten. „Es gibt generell zu wenig Anti-Gewalt-Konzepte für Flüchtlingsunterkünfte“, kritisierte auch Nina Coenen für den Verein.

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Werkstatt Vielfalt – Projekte für eine lebendige Nachbarschaft

Via Newsletter „Lichtblitze„:
Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird. Die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate). Noch bis zum 15. September können Projektgelder bis zu 7000 € beantragt werden. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.mitarbeit.de/foerderung_projekte/werkstatt_vielfalt/programmuebersicht/

Geschafft? Flüchtlinge auf dem Berliner Arbeitsmarkt

Der „rbb“ berichtet:

„Wir schaffen das!“ – sagte Kanzlerin Angela Merkel vor genau drei Jahren angesichts der vielen Geflüchteten, die nach Deutschland kamen. Die Menschen in Jobs zu bringen, klappt in Berlin schon ganz gut, wie die aktuellen Zahlen belegen. Inforadio-Reporterin Nina Amin hat sich angeschaut, wie Betriebe in Berlin Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integrieren und wo es noch Probleme gibt.

In der großen Werkhalle der Berliner Wasserbetriebe läuft eine einzelne Fräsmaschine. Noch ist es ruhig in der Lichtenberger Ausbildungswerkstatt. Es ist Urlaubszeit. Aber spätestens zum Start des neuen Ausbildungsjahrs im September füllen sich die Hallen und Büros mit Azubis.

Einer von ihnen ist Jwan Mattini. Der junge Syrer hat seine ersten Erfahrungen an der Fräsmaschine schon hinter sich. Er hat ein mehrmonatiges Qualifizierungsprogramm für Geflüchtete im Betrieb durchlaufen: Löten, Schweißen, Feilen – das alles lernen angehende Auszubildende in dieser Zeit kennen. Mattini weiß jetzt, was ihn interessiert: „Ich wollte eigentlich eine Ausbildung als IT-Fachinformatiker machen. Aber nachdem ich die ganzen Berufe hier kennen gelernt habe, dachte ich: Technik ist doch nicht mein Ding, und ich habe mich für Industriekaufmann entschieden.“

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Köpenicker Verein hilft Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Köpenicker Verein „Türöffner“, der mit seiner Geschäftsstelle unter dem Dach von Union Berlin sitzt, hilft Geflüchteten bei der Suche nach Arbeitsplätzen und Praktika.

„Ausbildung und Arbeit sind für die Flüchtlinge, die bleiben dürfen, der beste Weg in unsere Gesellschaft“, ist auf dem Internetseite der Bundesregierung zu lesen. Für Geflüchtete aber ist es alles andere als einfach, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Die Hürden zu überwinden, hat sich der Verein „Türöffner“ aus Köpenick vorgenommen. Seit der Gründung des Vereins konnten schon 92 Praktika und 42 Festanstellungen an Geflüchtete in Berlin vermittelt werden.

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Feste, Gedenk- und Feiertage 2019 – der Interkulturelle Kalender schafft Übersicht

Pressemitteilung vom 23.08.2018

Religiöse und weltliche Festtage strukturieren unseren Jahresablauf. In einer modernen Einwanderungsgesellschaft ist es schon lange nicht mehr allein das christliche Kirchenjahr, das das Leben ordnet, mit Feiertagen den Alltag unterbricht oder mit Gedenktagen zur Einkehr aufruft.
Wann aber feiern und gedenken Nachbarn, Freunde, Mitschülerinnen oder Kollegen, die andere religiöse Überzeugungen haben oder religiös gar nicht gebunden sind?
Seit vielen Jahren gibt der Interkulturelle Kalender Auskunft. Zusammengestellt wird er seit 1996 von Gertrud Wagemann, die jetzt auch den Interkulturellen Kalender 2019 erstellt hat. Herausgeber ist der Integrationsbeauftragte des Berliner Senats, Andreas Germershausen.

Der Kalender bietet damit nicht Exotik sondern praktische Orientierungshilfe in unserem interkulturellen Alltag, betont Andreas Germershausen: „Dieser interkulturelle Alltag wird zwar immer selbstverständlicher, er kann aber auch sehr unübersichtlich sein und er verlangt jedem einzelnen immer mehr Kenntnisse ab, wie jede und jeder von uns respektvoll mit unterschiedlichen Traditionen und religiösen Befindlichkeiten umgehen kann, die das Jahr quer durch die Nationalitäten und Kulturen unserer Umgebung bestimmen. Hier leistet der Interkulturelle Kalender eine gute Hilfestellung.“

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Willkommen-in-Arbeit-Büros: Gemeinsam Schritt für Schritt

Seit fast eineinhalb Jahren gibt es mitten in der Altstadt von Spandau das Willkommen-in-Arbeit-Büro (WiA-Büro). Geflüchtete Frauen und Männer können sich hier kostenfrei über Bildungs- und Jobangebote informieren. Dabei werden sie unterstützt von einem engagierten Team aus Beraterinnen und Beratern sowie Dolmetscherinnen und Dolmetschern externer Einrichtungen. Im Auftrag und finanziert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales setzt die Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ e.V.) das WiA-Büro um. Die Büros arbeiten auf der Grundlage eines Fachkonzeptes, das für alle aus der Abteilung Arbeit und Berufliche Bildung geförderten Projekte ein gemeinsames Verständnis und fachliche Standards sicherstellt. Die Finanzierung der Beratungsangebote kommt aus Mitteln des Landes für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter.

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Aktionstage „Gemeinsame Sache“: Blumenzwiebeln gegen das Fremdsein

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion wollen Geflüchtete den Garten ihrer Unterkunft in Hohenschönhausen verschönern – und Kontakte zu Nachbarn knüpfen.

Ein hoher Zaun trennt das Haus der Neu-Berliner von den übrigen Häusern. Neu-Berliner, der Begriff ist wichtig. Denn die Flüchtlinge wollen hier bleiben. Viele von ihnen haben mittlerweile Jobs gefunden, sagen die Mitarbeiter der Unterkunft am Hagenower Ring. Ihre Kinder gehen auf die Schulen im Bezirk. Viele von ihnen suchen nach eigenen Wohnungen im Berliner Stadtgebiet, denn sie wollen nicht nur unter sich bleiben, sondern dazugehören.

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Flüchtlinge sorgen für Zuwachs bei Ausbildungsverträge

Der „rbb“ berichtet:

Zum ersten Mal seit Jahren haben in Deutschland im vergangenen Jahr wieder mehr junge Menschen eine Ausbildung angefangen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Der Zuwachs liegt vor allem an vielen jungen Männern, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Die Ausbildung wird wieder attraktiver für junge Menschen in Deutschland. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im vergangenen Jahr insgesamt gut eine halbe Millionen Ausbildungsverträge unterschrieben. Und das liegt vor allem an jungen Männern, die als Flüchtlinge gekommen sind. Bei ihnen ist die Zahl der Ausbildungsverträge bundesweit um über 36 Prozent gestiegen. Auch in Berlin haben vor allem die Handwerksberufe kräftig Zulauf bekommen, freut sich Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. Die großen Bemühungen der Handwerkskammer würden nun Früchte tragen.

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Tempohomes heizen sich in der Sonne extrem auf

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Kaum Isolierung, keine Vorhänge: Für Menschen, die in Containern leben, ist die Hitze besonders dramatisch. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, sagt das LFA.

Wirklich kühl ist es derzeit wohl in keiner Wohnung, aber eingeschössige Metallbauten ohne Isolierung sind der Sonne besonders schutzlos ausgeliefert: Die Container der 14 Berliner Unterkünfte für Geflüchtete heizen sich derzeit mächtig auf – und immer noch leben darin insgesamt etwa 4000 Menschen.

Georg Classen vom Berliner Flüchtlingsrat hat in den vergangenen Tagen auf dem Tempelhofer Feld in den Tempohomes, wie die Containerwohnungen offiziell heißen, 36 bis 38 Grad gemessen. Einzelne Bewohner berichten zudem von Messwerten von mehr als 40 Grad.

„Es ist sehr heiß in den Tempohomes“, bestätigt Stephanie Reisinger, Sprecherin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Sie ist sich aber sicher, dass in den Unterkünften „relativ schnell reagiert wurde“ auf die Hitzewelle.

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