Statistik zur Einwohnerzahl: So viele Menschen wohnen in Berlin

Der „rbb“ schreibt:

Mehr Frauen als Männer, fast 500.000 Europäer, Neukölln verliert Einwohner: Neue Zahlen des Statistikamtes zeichnen ein interessantes Bild von Berlin – welche Bezirke boomen und wohin kaum einer ziehen möchte.

Berlin hat derzeit exakt 3.754.418 Einwohner. Damit hat die Hauptstadt 6.270 Menschen seit Jahresanfang gewonnen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg [statistik-berlin-brandenburg.de als PDF) am Mittwoch mitteilte.

758.550 Menschen in Berlin haben eine ausländische Staatsbürgerschaft. Die meisten (481.320) stammen aus Europa, etwa ein Viertel davon aus der Türkei. Die zweitgrößte Gruppe machen Asiaten mit mehr als 165.000 Einwohnern aus.

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Einladung zum Fachgespräch: (K)ein Auge zudrücken?! Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen in JFEs und Schulsozialarbeit

Kinder- und Jugendsozialarbeit sind ein Spiegel unserer Gesellschaft: rechte Einstellungen in der Gesellschaft machen vor Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulsozialarbeit nicht Halt. Strömungen verschiedenster rechter Szenen und Veränderungen in der Gesellschaft sind hier im beruflichen Alltag sichtbar. Fachkräfte sind herausgefordert, sich auch mit rechtsaffinen Jugendlichen auseinanderzusetzen. Rechte Parolen werden aufgeschnappt und wiedergegeben, menschenverachtende Argumentationslinien aus der Familie oder dem Freundeskreis mitgebracht, teilweise stehen Sozialarbeiter*innen auch scheinbar bereits gefestigten rechten Welt- und Menschenbildern gegenüber. Diese Entwicklungen können überfordernd wirken und
Kopfzerbrechen hervorrufen.

Vor diesem Hintergrund laden wir zum Fachgespräch ein: am Mittwoch, 30.10.2019 von 10 bis 13 Uhr im Café Maggie, Frankfurter Allee 205 / 10365 Berlin

Wir möchten uns gemeinsam als Kolleg*innen in einem geschützten Rahmen austauschen und Erfahrungen im Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen teilen. Zur Unterstützung haben wir das Team von Cultures Interactive e.V. angefragt, die uns einen Input zu ihrem entwickelten Handlungskonzept für die Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit geben werden. Anschließend wollen wir gemeinsam Wünsche und Erwartungen bezüglich der weiteren Bearbeitung des Themas formulieren.

Für das Gespräch ist die Teilnehmer*innenzahl auf 30 Personen begrenzt.
Teilnahme nur nach Anmeldung bis zum 21.10.2019 unter: moskito@pfefferwerk.de
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„Wach auf, es ist Krieg“– antifaschistische Kundgebung zum 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen

Wir zitieren die Pressemitteilung der Berliner VVN-BdA:

„Wach auf, es ist Krieg“- antifaschistische Kundgebung zum 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen

Anlässlich des 80. Jahrestages des faschistischen Überfalls Nazi-Deutschlands auf Polen gedenken die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und  Antifaschisten (VVN-BdA) und die Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik (DPG BRD e. V.) am 1. September der Opfer des Faschismus.

Am 22.5.2019 teilte die deutsche Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke (BT-Drs. 19/10406) mit, dass sie keine Veranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls Deutschlands auf Polen plane. Die Bundesregierung fügte hinzu, dass sie es nicht für maßgeblich erachtet, durch eigene Gedenkveranstaltungen die Bedeutung des jeweiligen Erinnerungsanlasses zu unterstreichen.

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„Berlin ist Modell für eine starke Zivilgesellschaft“

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Hunderttausende Berliner arbeiten ehrenamtlich. Staatssekretärin Sawsan Chebli spricht im Interview über Vorbilder und Bürgerbeteiligung.

Frau Chebli, Hunderttausende engagieren sich in Berlin ehrenamtlich für ihre Stadt. Macht Sie das glücklich?

Als Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement kann mich das nur glücklich machen. Und es zeigt, dass das Ehrenamt angesichts der aktuellen Angriffe auf unsere Demokratie eine immer größere Bedeutung gewinnt. Engagement ist eine tragende Säule einer funktionierenden Demokratie.

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Jeder vierte Berliner hat gruppenbezogene Vorurteile

Das „Migazin“ berichtet:

Berlin wird einer Studie zufolge seinem Ruf als plurale Gesellschaft gerecht. Antisemitismus kommt dort vergleichsweise seltener vor. Es gibt aber auch Probleme: Flüchtlinge, Muslime sowie Sinti und Roma sind am häufigsten von Vorurteilen betroffen.

Berlin wird einer aktuellen Studie zufolge ihrem Ruf als plurale und multikulturelle Gesellschaft weitgehend gerecht. Doch es gibt auch Probleme: Flüchtlinge, Muslime sowie Sinti und Roma in Berlin sind am stärksten von Vorurteilen betroffen. Jeder vierte Berliner hat gruppenbezogene Vorurteile, heißt es in dem am Mittwoch präsentierten ersten „Berlin-Monitor 2019„.

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Präsident des 1. FC Union Dirk Zingler nennt AfD „eine Katastrophe“

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Club-Präsident Dirk Zingler vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin hat sich gegen Diskriminierung ausgesprochen und deutlich gegen die AfD positioniert. Ein Vereinsverbot für Partei-Mitglieder nach dem Vorbild von Eintracht Frankfurts Vereinschef Peter Fischer will der Unternehmer aber nicht aussprechen.

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Der Berlin-Monitor 2019

Vernetzte Solidarität – Fragmentierte Demokratie

Berlin ist eine Stadt der Vielfalt, aber auch eine Stadt, in welcher Ungleichheitsverhältnisse wirksam sind. Wie nehmen die Berliner*innen das Leben und Zusammenleben im Land Berlin war? Wie weit verbreitet sind Vorurteile und die Abwertung von Anderen? Und wer macht welche Erfahrungen von Diskriminierung, Ausgrenzung oder ‚Besonderung‘? Welche Gestaltungsräume werden wahrgenommen? Wer zieht sich zurück oder sieht keine Möglichkeit der Teilhabe? Und wie steht es um die demokratische politische Kultur Berlins?

Der Berlin-Monitor 2019 stellt erste Ergebnisse des Forschungsprojekts vor. Neben der Untersuchung politischer Einstellungen der Berliner Bevölkerung und deren Diskriminierungserfahrungen, liegt ein Schwerpunkt des Berichts auf der Verbreitung von antisemitischen Einstellungen und der Betroffenheit durch Antisemitismus. Dargestellt werden erste Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 2.005 Berliner*innen sowie der aktivierenden Befragung von Akteur*innen im Bereich Antisemitismus.

Pressemitteilung Universität Leipzig (Link)
Download: Berlin-Monitor 2019, Bericht (PDF)
Download: Berlin-Monitor 2019, Präsentation (PDF)

Siehe auch: Erster „Berlin-Monitor“ zur politischen Kultur und (anti)-demokratischen Einstellungen erschienen

Drei Viertel der Berliner sind mit Demokratie zufrieden

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Am Mittwoch wurden erste Ergebnisse des „Berlin-Monitors“ vorgestellt. Laut Antidiskriminierungssenator Behrendt zeigen die Ergebnisse „Licht und Schatten“.

Berliner sind toleranter als die Deutschen insgesamt. Sie sind Freunde der Demokratie, lehnen autoritäre Staatsformen weitgehend ab, halten Homosexualität für völlig normal, heißen Flüchtlinge willkommen und finden nicht, dass in Deutschland zu viele Muslime leben. Allerdings haben sie kein Vertrauen in Politiker: Nur sechs Prozent gaben an, „alles in allem“ könne man Politikern vertrauen. Dagegen stimmten 51 Prozent dieser Aussage nicht zu. Der Rest antwortete „teils/teils“.

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Interview mit Innensenator Geisel: „Wir werden nicht warten, dass aus Brandanschlägen Morde werden“

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Taten wie die rechtsextremen Anschläge in Neukölln wurden lange unterschätzt, sagt der Innensenator. Und erklärt, was die Serie mit dem Lübcke-Mord verbindet.

Herr Geisel, die Bilanz der Regierung über rechtsextreme Straftaten im ersten Halbjahr ist erschütternd. Neonazis verübten 8605 Straftaten, darunter 363 Gewaltdelikte. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 ist das eine Zunahme von mehr als 900 rechten Delikten. Woran liegt das Ihrer Meinung?

Das Klima hat sich verändert. Wir beobachten eine sogenannte Entgrenzung des Rechtsextremismus. Meinungen, die noch vor einigen Jahren tabuisiert waren und im öffentlichen Diskurs nicht vorkamen, rücken immer mehr und immer lauter in die Mitte der Gesellschaft. Es beginnt mit Worten und endet mit Taten.

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„Bündniss für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“: Hunderte auf Demos gegen Rechts in Berlin

Der „rbb“ berichtet:

Mehrere hundert Berliner gingen am Samstag auf die Straße, um gegen das Erinnern an den Todestag von Rudolf Heß zu protestieren. Mit Erfolg: In diesem Jahr gab es keine Mobilisierung rechtsextremer Gruppen. Stattdessen setzten die Gegendemos ein Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus.

Zum Videobeitrag hier.