Soziologin zur Wohnungspolitik: Die Lage ist mittlerweile „demokratiegefährdend“

„Deutschlandfunk Kultur“ berichtet:

Die staatliche Wohnungspolitik sei über Jahrzehnte vernachlässigt worden, sagt Christine Hannemann. Beim Wohnen gehe es aber um die Existenz, so die Soziologin. Die Menschen hätten das Gefühl, dass ihre grundlegenden Lebenszusammenhänge nicht gestaltet werden.

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben das Thema Wohnen seit den 90er-Jahren sträflich vernachlässigt. Das sagt Christine Hannemann, die derzeit an der Universität Stuttgart die einzige deutsche Professur in Architektur- und Wohnsoziologie innehat.

Bereis vor zwei Jahrzenten – in den 90er-Jahren – sei die Entscheidung gefallen, den kommunalen Wohnungsbestand zu privatisieren. Seitdem gebe es „keine staatliche Wohnungspolitik mehr in Deutschland beziehungsweise eine Wohnungspolitik, die viel zu gering ist“, so Hannemann.

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