Sexuelle Gewalt in Berliner Heimen: Geflüchtet – und immer noch nicht sicher

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

In Deutschland angekommen dachten sie: Jetzt wird alles besser. Doch für viele Frauen beginnt in den Unterkünften ein neuer Leidensweg. Sie berichten von Übergriffen – durch Personal und eigene Partner.

Wenn Sally Abazeed Angst hat, dann kann sie sich nicht wehren. Wenn Sally traurig ist, dann kann sie sich nicht bewegen, nichts sagen.

Das wissen die Männer um sie herum. Die in den Uniformen der Sicherheitsfirma und die in den Betten nebenan. Die Männer kommen dann und tun so, als ob sie ihr helfen wollten. Umarmen sie. Fassen sie an. Aber das ist keine Hilfe, das ist etwas anderes.

Als Sally besonders traurig ist, will sie raus. Raus aus der Notunterkunft mit den hunderten Menschen, raus aus dem Geruch und der Enge. Doch an der Pforte sagen ihr die Mitarbeiter, dass sie die Unterkunft nicht alleine verlassen soll. Da ein Kollege des Sicherheitsdiensts sich aber gerade einen Döner holen will, bietet er an, Sally mitzunehmen.

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