Neustart einer Kampagne für demokratische Entwicklung des Bezirks: Bunter Wind für Lichtenberg

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

„Bunter Wind für Lichtenberg“ heißt eine Kampagne, die am Donnerstag, 11. April,  mit einer Aktion auf dem Vorplatz des Bahnhofs Lichtenberg gestartet wurde. Sie steht für Solidarität und Menschenrechte im Bezirk. Damit wollen engagierte Lichtenberger ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierungen setzen.

121 Erstunterzeichner

„Bunter Wind für Lichtenberg“ hieß es erstmals 2014. Die Aktion wurde damals vom Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz im Rahmen der Proteste gegen einen damaligen extrem rechten Treffpunkt in der Lückstrasse ins Leben gerufen. Daran erinnerte auch Bürgermeister Michael Grunst (Linke). „Der Kiez weiß inzwischen, wie man mit der Szene umgehen muss“, sagte Grunst. Er betonte, dass das Bündnis eine breite Basis habe, die demokratischen Parteien aus der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung sind mit dabei, ebenfalls die Kirchen. So wie vor fünf Jahren wollen die Organisatoren deutlich machen, dass rechtsextreme und rechtspopulistische Anschauungen im Bezirk keine Chancen haben. Der Aufruf für ein buntes und tolerantes Lichtenberg wurde bis zum offiziellen Start am Donnerstag von 121 Unterstützern aus der Zivilgesellschaft sowie aus Initiativen, Vereinen und Politik unterzeichnet.

Weiterlesen

Neurechte verdrängen braune Dumpfbacken

Das „Neue Neutschland“ berichtet:

Register Lichtenberg: Neonazi-Szene im Bezirk ist ruhiger geworden – aktiv ist sie aber immer noch

Es ist schwerer geworden für Neonazis. Lange war zum Beispiel der Weitling-Kiez in Lichtenberg einschlägig bekannt für ihre Aktivitäten. Noch im vorigen Jahr hatten die rechten Veranstalter des sogenannten Hess-Marsches ihre »Trauerveranstaltung« für den NS-Kriegsverbrecher Rudolf Hess von Spandau nach Lichtenberg verlegt, weil sich in Spandau starker zivilgesellschaftlicher Protest formiert hatte. Da waren die Neonazis spontan in den Ostbezirk ausgewichen.

Weiterlesen

Ines Geipel: Woher kommt der Hass im Osten?

Via „rbb Inforadio“:

Viele Ostdeutsche fühlen sich als Bürger zweiter Klasse. Mancher fremdelt mit der Zustimmung, die die AfD im Osten erfährt. Ines Geipel, Schriftstellerin und Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch fragt, woher der Hass und die Fremdenfeindlichkeit im Osten kommen. Ulrike Bieritz hat mit Ines Geipel über ihr neues Buch „Umkämpfte Zone – Mein Bruder, der Osten und der Hass“ gesprochen.

Weiterlesen

Kundgebung und Veranstaltungsreihe anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung Marzahns

Am Abend des 21. April 1945 begann die letzte Etappe auf dem Wege der Befreiung Berlins von der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus. Die ersten sowjetischen Einheiten der 5. Stoßarmee unter dem Befehl von Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin überschritten in der Nacht zum 22. April 1945 bei Marzahn die Stadtgrenze. Die Rote Armee kämpfte sich von allen Seiten ins Zentrum vor bis am 2. Mai 1945 Berlin endgültig kapitulierte. Mit der Befreiung der Hauptstadt war das Ende der Nazi-Diktatur nur noch eine Frage von Tagen.

Am 8. Mai 1945 kapitulierten nach sechs Jahren Krieg alle Teile der Armee des nationalsozialistischen Deutschen Reiches vor den Alliierten. Der zweite Weltkrieg und die institutionelle Herrschaft der NS-Eliten waren damit beendet.

Das Haus in der Landsberger Allee 563 ist seit vielen Jahrzehnten ein Ort des Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft und zugleich Danksagung an die Anti-Hitler-Koalition und im Besonderen an die Rote Armee.

Wir möchten an diesem Tag an die Verbrechen der Nazis erinnern und den Befreier*innen danken. Wir möchten der Opfer der 12-jährigen NS-Herrschaft gedenken und uns gemeinsam gegen jede Form von neu aufkommenden Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus wenden.

Wir sagen ausdrücklich Danke an alle, die die Befreiung ermöglicht haben.

(Quelle: Antifaschistische Nachrichten Marzahn-Hellersdorf)

Zum FB-Event hier.

„Im April und Mai 2019 wird der 74. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus gefeiert. Diesen Jahrestag wollen wir mit unseren Freund*innen aus Lichtenberg begehen. Dazu finden verschiedene Aktionen rund um das Thema Befreiung statt. Eine Übersicht aller Veranstaltungen findet ihr auf dem Blog des Bündnisses „Kein Vergessen“.“

Idil Baydar: „Ich fühle mich unzureichend geschützt als Mensch mit Rassismus-Erfahrung in Deutschland“

Die „Beltower News“ schreiben:

Was tun, wenn sich rassistischer Hass in das eigene Leben drängt? Die Comedienne Idil Baydar hat sich entschieden, SMS mit Mordfantasien öffentlich zu machen, die sie bekommen hat – damit die Öffentlichkeit wahrnimmt, was passiert, wenn eine Frau mit Migrationsgeschichte in Deutschland der Gesellschaft lustig den Spiegel vorhält.

Weiterlesen

Aufruf zur Beteiligung an Fotoprojekt zum Thema 40 Jahre Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf

Im Rahmen der Vorbereitungen zum diesjährigen bezirklichen Demokratiefest „Schöner Leben ohne Nazis“ am 7.9.2019 auf dem Alice-Salomon-Platz, hat die Arbeitsgruppe des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf die Idee entwickelt zum 40. Geburtstag unseres Bezirkes und des 30. Jahrestages der „Wende“, eine Ausstellung zum Thema Demokratieentwicklung zu machen.

Wir möchten alle Bürger*innen in Marzahn-Hellersdorf dazu aufrufen in ihren privaten Archiven und/oder Unterlagen nach Bildmaterial, Zeitungsartikeln, Flyern, Plakaten oder ähnlichem zum Thema Demokratie(entwicklung) in Marzahn-Hellersdorf zu suchen und uns gegebenenfalls das entsprechende Material zur Umsetzung unserer Ausstellungsidee zur Verfügung zu stellen.

Ihre Impressionen bzw. Materialen können einen tollen Beitrag dazu leisten, ein vielseitiges Bild der Demokratieentwicklung in unserem Bezirk widerzuspiegeln. Egal ob politische Jugend- und Subkulturen noch zu DDR-Zeiten in den 80ern oder auch in der Nachwendezeit, verschiedene Protestformate (Anti-Hartz-IV-Proteste über Antinaziproteste bis hin zu Mieter*innenprotesten u.a.) oder selbstorganisierte Beteiligungsmodelle in den einzelnen Stadtteilen – all das soll abgebildet werden, um die Diversität der Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf aufzuzeigen. Natürlich können hierzu auch die Schattenseiten zählen (z.B. militante Naziszene oder Hooligans).

Wir werden mit Ihrer Hilfe versuchen die ganze Bandbreite der Demokratieentwicklung in den vergangenen 40 Jahren abzubilden. Um ein möglichst vollständiges und diverses Bild vermitteln zu können, sind wir allerdings auf Ihre aktive Zuarbeit angewiesen!

Bitte senden Sie Ihr Material (inklusive einer Einverständniserklärung zur Veröffentlichung – siehe: https://www.mahe40.berlin/upload.php) via E-Mail an Martin Kleinfelder vom Roten Baum: demokratie@roter-baum.berlin

Mit solidarischen Grüßen & vielen Dank für Ihr Engagement

Arbeitsgemeinschaft „Schöner Leben ohne Nazis“

Das Festkomitee verlost dann am 7.9.2019 unter den Teilnehmer*innen mehrere kleine Preise!

Angst in Neukölln nach rechtsextremen Morddrohungen

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Betroffene werden in Parolen mit vollem Namen genannt. Experten sehen möglichen Zusammenhang mit weiteren Taten.

Sie kamen in der Nacht, blieben vermutlich nur wenige Sekunden – und was sie zurückließen, war Angst. Und einen Schriftzug: „9mm für“. Die Abkürzung bezeichnet das Kaliber einer Pistole. Dann folgen der Vor- und Nachname eines Bewohners des Hauses, in dessen Innenflur die Parole gesprüht wurde.

Weiterlesen

Nachgefragt #6 erschienen!

Die neueste Ausgabe der spannenden Interviewreihe ist erschienen. Im Gespräch mit Silke Radosh-Hinder (u.a. Kreisjugendpfarrerin in Berlin Stadttmitte) und Christian Staffa (u.a. Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche/ Bildung an der Evangelischen Akademie zu Berlin) gehen wir der Frage nach, wie sich seitens der Kirche mit einem von rechtspopulistischen Akteur_innen propagierten christlich-abendländischen Weltbild auseinandergesetzt wird.

Wie kann sich Kirche deutlich gegen Theorien der Ungleichwertigkeit positionieren und eine demokratische Streitkultur fördern?

Das ausgesprochen spannende Interview kann hier nachgelesen werden.

Ostdeutschland: Kommunen und Ökonomen warnen vor Erstarken der AfD

„Zeit Online“ berichtet:

Der Städte- und Gemeindebund sieht die Gefahr einer Radikalisierung in Ostdeutschland. Die Zukunftschancen der Einwohner würden immer schlechter, beklagen Ökonomen.

Der Städte- und Gemeindebund hat die etablierten Parteien für das Erstarken der AfD im Osten Deutschlands verantwortlich gemacht. „Überall dort, wo die Menschen sich nicht verstanden fühlen und die etablierten Parteien keine Antworten liefern, steigt die Bereitschaft, sich populistischen oder politisch radikaleren Kräften zuzuwenden“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt. „Populismus und Radikalisierung sind Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland in einer europäischen Wirtschaftsunion.“

Weiterlesen

Erster Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf ist erschienen!

Liebe Leser*innen,
 
herzlich willkommen zum ersten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2019.
 
Ab sofort möchten wir Euch alle 2 Monate in einer Übersicht darüber informieren, was in unserem großen Bezirk im Bereich der Zivilgesellschaft und demokratischen Teilhabe so alles los ist.
 
Der Newsletter soll in Zukunft vielfältige Aktivitäten in unserem Bezirk spiegeln. Um ein möglichst vollständiges Bild aufzuzeigen, sind wir auch eure Beteiligung angewiesen.
Wenn Ihr interessante Informationen, Ankündigungen und/oder Termine für uns haben solltet, sendet diese bis spätesten 15.4.2019 an unsere Mailadresse: ponte@pad-berlin.de
 
Wir hoffen, dass wir mit unserem Newsletter einen Teil dazu beitragen können, dass der Informationsaustausch und die gegenseitige Vernetzung im Bezirk zukünftig noch besser wird! Wir freuen uns auf eine erfolgreiche & solidarische Zusammenarbeit und wünschen Euch viel Spaß beim lesen!
Zum Newsletter geht es hier.