Soziale Ungleichheit: „Solidarität war immer das Ergebnis von Kämpfen“

Sehr lesenswertes Interview in der „Süddeutschen Zeitung“:

Wie kann in Zeiten digitaler Filterblasen das Gefühl von Zusammengehörigkeit entstehen? Für Solidarität müssen die Menschen auf die Straße gehen, sagt Soziologe Oliver Nachtwey.

Interview von Thomas Jordan

Der Soziologe Oliver Nachtwey, 42, machte 2016 mit seinem Buch „Die Abstiegsgesellschaft“ Furore. Darin beschreibt er, dass es für weite Teile der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland sozial nicht mehr aufwärts geht, sondern im Vergleich zur Generation ihrer Eltern wieder bergab. Prekäre Arbeitsverhältnisse sind fest auf dem Arbeitsmarkt etabliert. Von der Politik wird als Ausgleich in einer „globalisierten, neoliberalen, turbodigitalne Welt“, wie es die neue SPD-Vorsitzende Andrea Nahles kürzlich formulierte, wieder verstärkt die Idee der Solidarität ins Spiel gebracht.

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Planbar: Die Ergebnisse der Diskussion von Initiativen und Zivilgesellschaft zum Gesamtkonzept

Via „Netzwerk Berlin hilft!“:

Vor einem Jahr haben sich in Berlin verschiedene flüchtlingspolitische Initiativen zusammengetan, um in einem offenen Brief an den neuen Senat aktuelle Missstände der Berliner Flüchtlingspolitik zu benennen und gemeinsam Forderungen zu stellen. Durch die enge  Zusammenarbeit ist eine Vernetzung der flüchtlingspolitischen Initiativen in Berlin entstanden, die als gemeinsames Projekt auch die „Planbar“ organisiert haben.

Nach den Richtlinien der neuen Regierungspolitik soll im Dialog mit der Stadtgesellschaft  ein neues „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation“ geflüchteter Menschen erarbeitet werden, um den „Masterplan für Integration und Sicherheit“ abzulösen. Im neuen Gesamtkonzept sollen konkrete Ziele zur Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Berlin definiert und in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Zudem werden die finanziellen Schwerpunkte für die nächsten Jahre festgelegt.

Hierzu tagten bis Februar 2018 zu verschiedenen Themen neun Facharbeitsgruppen (FAGs). Federführend waren die fachlich zuständigen Senatsverwaltungen. Aufgabe der Facharbeitsgruppen war eine Analyse der Lebensbedingungen Geflüchteter in Berlin und die Identifikation konkreter Ziele und Strategien zur Verbesserung der Situation. Dabei wurde der Anspruch formuliert, flüchtlingspolitische Teile der Zivilgesellschaft und NGOs sowie Geflüchtete selbst einzubeziehen.

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Dritte Ausgabe der „Dunkelziffer unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf“ erschienen!

Mittlerweile ist die dritte Ausgabe der „Dunkelziffer unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf“ erschienen! Herausgeber sind der AK Rechte Gewalt, AStA und Antirassistische Registerstelle der ASH Berlin. Ihr könnt Euch die Broschüre direkt an der ASH holen oder per Mail bestellen: arreg@ash-berlin.eu

Aufruf zum Aktionsfonds ViRaL: Vielfalt stärken, Rassismus bekämpfen, Lokal engagieren!

„Ihr wollt

– die Anerkennung von Vielfalt gewährleisten,
– Rassismus, Populismus und Ausgrenzung vor Ort entgegentreten,
– den Zusammenhalt verschiedener lokaler Gruppen voranbringen und Dialog schaffen
– die Wertschätzung in Eurer Umgebung für eine plurale und offene Gesellschaft etablieren und verteidigen.

Die Herausforderungen und Probleme vor Ort sind vielfältig. Deshalb braucht es eine Vielfalt von Menschen mit Ihren kreativen Projektideen und -zielen, Methoden und Erfahrungen.

Ihr seid eine Gruppe und wollt lokal etwas bewirken? Ihr wisst was es vor Ort jetzt braucht und welche Wirkung Ihr mit Eurer Idee entfalten wollt? Ihr seid schon aktiv, Euch fehlt jedoch noch Finanzierung oder Ihr habt eine Idee, wisst aber nicht so recht wo und wie Ihr konkret anfangen sollt?

Dann bewerbt euch beim Aktionsfonds ViRaL mit Eurer Projektidee für eine Finanzierung und Unterstützung

Bewerbungszeitraum: 21.April – 21.Juni 2018

Für Eure Projektidee könnt Ihr bis zu 5.000€ beantragen.

Neben einer finanziellen Förderung bietet Euch der Aktionsfonds eine Begleitung und Unterstützung bei der Projektkonzeption, Dokumentation und öffentlichen Verbreitung Eurer Projektergebnisse. Eure Projekte müssen bis Ende September 2019 durgeführt sein.

Der Aktionsfonds unterstützt Projekte in Deutschland, die in der vielfältigen, lokalen Bevölkerung verankert sind und durch Ihre öffentliche Sichtbarkeit eine Willkommen- und Anerkennungskultur voranbringen.

Die Förderung könnt Ihr als informelle Gruppe, gemeinnützige Organisation oder lokales Bündnis beantragen. Bewerbungen von denjenigen, die zum ersten Mal eine Förderung beantragen, sowie Projekte im ländlichen Raum und außerhalb der Großstädte sind dabei besonders willkommen.

Eine Rechtsform (z.B. Verein) musst Ihr nicht haben.“

Mehr Infos unter: http://aktionsfonds-viral.de

Pankow bleibt bunt

Die „taz“ schreibt:

Zu einem „Familienfest“ hatte die AfD in einem Pankower Park geladen. Unter Polizeischutz blieben die Veranstalter weitgehend unter sich.

Nur wenige AfD-Anhänger sind am Morgen des 1. Mai zur Kundgebung nach Pankow gekommen. Das Gelände am Bleichröderpark zwischen Breite Straße und Schulstraße war weiträumig mit Gittern von der Polizei abgeschirmt worden. Die AfD, die in Pankow einen Stadtrat stellt, hatte eine Hüpfburg und einen Kaffeestand aufgebaut.

Etwa zwei Dutzend Rechte standen an der Schulstraße mehr als hundert GegendemonstrantInnen gegenüber. Vor dem Frauenzentrum Paula Panke hing ein Transparent: „Feminismus ist die Antwort“. Paula-Panke-Chefin Astrid Landero sagte zur taz: „Dass ich das noch erleben muss.“ Gleichzeitig freute sie sich über die vielen Demonstranten.

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Rund 2000 Berliner tragen Kippa

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Als Zeichen gegen Antisemitismus sind viele Berliner auf die Straße gegangen. Am Hermannplatz in Neukölln gab es einen Zwischenfall.

– Unter dem Motto „Berlin trägt Kippa“ findet am Mittwoch eine Solidaritätskundgebung vor dem Jüdischen Gemeindehaus in Berlin in der Fasanenstraße statt.

– Nach Angaben der Polizei kamen rund 2000 Menschen

– Die Kundgebung wird von einem großen Polizeiaufgebot begleitet

– Vergangene Woche hatte in Berlin ein Arabisch rufender junger Mann einen Kippa tragenden Israeli mit einem Gürtel verprügelt.

In Berlin leben etwa 25.000 Juden, 10.000 sind Mitglieder der Jüdischen Gemeinde.

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Rund 1000 Teilnehmer bei Demonstration in Neukölln – Britz wehrt sich gegen rechte Einschüchterung

Der „rbb“ berichtet:

Drohanrufe, eingeschlagene Scheiben, Brandanschläge auf Autos – Neukölln hat ein Problem mit rechter Gewalt. Dagegen demonstrierten am Samstag rund 1000 Bürger. Auch die frühere Bürgermeisterin und jetzige Bundesfamilienministerin Franziska Giffey war dabei. Studiogast: Jürgen Schulte aus der Hufeisensiedlung.

Ein breites Bündnis von Parteien, Verbänden und Bürgerinitiativen hatte zu der Demonstration aufgerufen.

Brandanschläge auf Autos – wie zuletzt im Februar sind nur die sichtbarste Form rechter Gewalt im Britzer Kiez. Es geht auch um Graffitis an Wohnhäusern oder Stein- und Flaschenwürfe. Rund 50 Angriffe wurden seit 2016 gemeldet, die realen Zahlen dürften laut Organisatoren höher sein.

Zum Videobeitrag geht es hier.

Extrem rechter Flügel der AfD traf sich in Hohenschönhausen

PRESSEMITTEILUNG des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie & Toleranz zur AfD im Wartenberger Hof:

Lichtenberger Bündnis kritisiert Unterstützung durch Veranstaltungshaus „Wartenberger Hof“

Am 14.04.2018 traf sich der extrem rechte „Flügel“ der AfD im Rahmen eines sogenannten „Wartenberger Festes“ in Veranstaltungshaus „Wartenberger Hof“ in Berlin-Hohenschönhausen. „Der Flügel“ ist nach eigenen Angaben ein Berliner Ableger vom jährlichen Treffen völkisch-nationaler AfDler am Kyffhäuser. An der Veranstaltung nahmen circa 200 Personen teil.

Redner waren u.a. Thüringens Fraktions- und Landeschef Björn Höcke, für den das Holocaust-Mahnmal ein „Denkmal der Schande“ ist, Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz, der 2007 ein Pfingstlager der neonazistischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ besuchte und AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen. Letzterer war regelmäßiger Gast der Flügel-Treffen auf dem Kyffhäuser.

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Schöner leben ohne Nazis am 1.9.2018 – Aufruf zur Standanmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun ist es bald wieder soweit. Das Fest „Schöner leben ohne Nazis“ findet wieder, bereits zum zehnten Mal, auf dem Alice Salomon Platz statt. Wir freuen uns auf rege Beteiligung und spannende Beiträge.

In diesem Jahr übernimmt der Rote Baum wieder die Koordination der Anmeldungen.

Das Fest findet am 1.09.2018 von 14 bis 19 Uhr statt. Wie immer freuen wir uns über eine rege Beteiligung, insbesondere mit Angeboten, die die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen einladen.

Ein weiterer Höhepunkt sind die Bunten Touren Hellersdorf und Marzahn. Zu den Touren gibt es noch eine gesonderte Einladung zum Mitmachen.

Damit es ein buntes bezirksübergreifendes Fest wird, bitte ich Euch/Sie, die Mail an potentielle Teilnehmer/innen weiter zu leiten.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kleinfelder

Roter Baum Berlin

Stendaler Straße 43, 12627 Berlin

Fon: +49 30 99281840 Fax: +49 30 99281842

www.roter-baum-berlin.de

info@roter-baum-berlin.de

Anmeldeformular zum ausdrucken: Formular zur Standanmeldung