Die Platte kommt zurück

Via „Neues Deutschland“:

Verbände wollen Wohnungsmangel mit seriellem Bauen bekämpfen

Mit einer am Dienstag in Berlin unterzeichneten Rahmenvereinbarung zwischen den Spitzenverbänden der Bau- und Wohnungswirtschaft und dem Bundesbauministerium soll der Einsatz serieller und modularer Bauweisen für den Wohnungsbau flächendeckend etabliert werden. Dabei bedeutet serielles Bauen, dass Häuser am Ort nicht Stein für Stein errichtet werden, sondern dass – ähnlich wie bei der Plattenbauweise – fertige Komponenten verwendet werden.

Grundlage der Vereinbarung ist eine europaweite Ausschreibung für Musterbauten auf Grundlage vorgefertigter Bauteile, deren Ergebnisse ebenfalls am Dienstag präsentiert wurden. Neun der rund 50 von Unternehmen und Bietergemeinschaften eingesandten Entwürfe erhielten den Zuschlag. Nach der Erteilung der Typenbaugenehmigungen können Wohnungsunternehmen in ganz Deutschland die in dem Katalog enthaltenen Bautypen zu Festpreisen bestellen und ohne weitere Ausschreibung realisieren.

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Wohnungskrise: Was kostet die Hauptstadt?

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Makler freuen sich, Mieter fürchten steigende Wohnkosten und Verdrängung: Immobilien in Berlin locken Anleger aus dem In- und Ausland an. Weil diese jedoch fast jeden Preis zahlen, werden günstige Wohnungen knapp. Tausende Mieter wollen am Sonnabend dagegen demonstrieren.

Die Berliner Zeitung hat den Stadtsoziologen und Ex-Staatssekretär Andrej Holm sowie Vertreter der Immobilienwirtschaft zur Lage auf dem Wohnungsmarkt befragt: Weiter können die Lösungsvorschläge für die Wohnungskrise nicht auseinanderliegen. Die einen fordern schärfere Gesetze und ein Eingreifen des Staates, die anderen lehnen beides kategorisch ab.

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7.000 neue Wohnungen in Planung

Via LichtenbergMarzahn+:

Marzahn-Hellersdorf. Noch ist die amtliche Statistik des Jahres 2017 nicht offiziell, doch Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) verkündete am Donnerstag, 8. Februar, zur Jahrespressekonferenz bereits einmal zwei Zahlen: Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Einwohnerzahl um etwas über 4.000 Personen, insgesamt lebten damit bis Ende des Vorjahres deutlich mehr als 265.000 Einwohner im Bezirk. Wohnungen, vor allem solche mit günstigen Mieten, sind inzwischen knapp geworden, bei etlichen Wohnungsunternehmen herrscht derzeit Vollvermietung. Noch vor einem Jahrzehnt sah das anders aus, da waren wegen großen Leerstands mehr als 7.000 Plattenbauwohnungen abgerissen worden, dazu Schulen, Kitas und andere Einrichtung.

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Kommt jetzt die Antragswelle für Wohnberechtigungsscheine?

Via „Tagesspiegel“:

Sozialwohnungen sollen auch Berlinern mit mittleren Einkommen zur Verfügung stehen. Aber dafür gibt es zu wenig Sachbearbeiter – und zu wenige Wohnungen.

Künftig können auch Berliner mit einem mittleren Einkommen einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Das sieht eine entsprechende Vorlage vor, die der rot-rot-grüne Senat beschlossen hat. So sollen künftig etwa auch Busfahrer, Polizisten und Krankenpfleger die Möglichkeit haben, vergünstigten Wohnraum zu bekommen. Schwierig könnte das aus zwei Gründen werden: Es fehlt an Wohnungen. Und den Bezirken fehlt Personal, um die zusätzliche Anträge zu bearbeiten.

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HOWOGE mit erstem Marzahner Neubauprojekt

Erfreuliches aus Marzahn-Nord! Neue bezahlbare Wohnungen entstehen in der Flämingstraße:

Gemeinsam mit dem Staatssekretär für Wohnen Sebastian Scheel, Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle sowie dem Projektentwickler Treucon Gruppe Berlin und dem Bauunternehmen Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH hat die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH Mitte August den Grundstein für ein Neubauprojekt in der Flämingstraße 70 gelegt.

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Berlin: Genossenschaften halten zwölf Prozent der Mietwohnungen

„Haufe“ schreibt:
Rund zwölf Prozent der Mietwohnungen in Berlin werden von Genossenschaften gehalten, wie Zahlen des BBU Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen zeigen. Im Ostteil der Hauptstadt sind es sogar bis zu rund 26 Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil genossenschaftlicher Wohnungen im gesamtdeutschen Durchschnitt liegt bei 9,2 Prozent. Insgesamt gibt es in Berlin laut BBU rund 200.000 Genossenschaftswohnungen.
Besonders hoch ist der Anteil genossenschaftlicher Wohnungen am Mietwohnungsbestand in Marzahn-Hellersdorf mit 26,1 Prozent, gefolgt von Lichtenberg (24,7 Prozent) und Treptow-Köpenick (22,8 Prozent). In den westlichen Bezirken ist der Anteil in Reinickendorf mit 10,8 Prozent am höchsten und in den Stadtteilen Charlottenburg-Wilmersdorf (fünf Prozent) sowie Friedrichshain-Kreuzberg (3,2 Prozent) am niedrigsten.
 

Geheime „Fallstudie Kreuzmitte“: Deutsche Wohnen erwartet Mietanstieg um 100 Prozent

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Die Einkommen sind niedrig, die Arbeitslosigkeit ist hoch – die Otto-Suhr-Siedlung in Kreuzberg liegt in einem der ärmsten Gebiete Berlins. Noch zahlen die Bewohner im Schnitt eine Miete von rund 6 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das könnte sich ändern. Erwartet werde dort mittelfristig eine Marktmiete von 11 bis 12 Euro je Quadratmeter, heißt es in einer nicht-öffentlichen Präsentation der Deutsche Wohnen, des größten Vermieters der Siedlung.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt verstärkt sich weiter: Mieten sind erneut gestiegen

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Noch sind die Wohnungsmieten in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf nicht so hoch wie jene in gefragten innerstädtischen Lagen. Aber nach den Erhebungen zum aktuellen Berliner Mietspiegel sind sie in beiden Bezirken seit 2015 ebenfalls erheblich gestiegen, obwohl die meisten Wohnlagen als „mittel“ oder „einfach“ eingestuft werden. In Lichtenberg gelten nur drei Gebiete von Karlshorst als „überwiegend gute Wohnlage“, außerdem das Gebiet um Ober- und Orankesee. In Marzahn-Hellersdorf ist lediglich Kaulsdorf beiderseits der Linie der S 5 bis zur Bundesstraße Alt-Kaulsdorf B1/5 als „überwiegend gute Wohnlage“ charakterisiert. Selbst Gegenden wie die Rummelsburger Bucht, die Victoriastadt und Biesdorf/Mahlsdorf werden als mittlere Wohnlage betrachtet – ebenso wie die meisten Plattenbaugebiete. Von diesen sind lediglich einige als „überwiegend einfache Wohnlage“ im Mietspiegel 2017 eingestuft wie beispielsweise Teile von Wartenberg (Großsiedlung) und Viertel im Marzahner und Hellersdorfer Norden. Je besser die Einstufung, desto höher meist auch der Standard – und damit auch die Durchschnittsmieten.

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Architektur für Flüchtlinge: Es müssen nicht immer Container sein

Peter Cachola Schmal hat sich Flüchtlingsunterkünfte in ganz Deutschland angeschaut. Was er dabei gelernt hat:

Gebäude können integrieren, sagt der Direktor des Deutschen Architekturmuseums. Sein Atlas über Flüchtlingsunterkünfte zeigt, wie sie beim Zusammenleben helfen – etwa, indem genug Platz für Schuhe eingeplant wird.

SPIEGEL ONLINE: Herr Schmal, wie baut man Heimat?

Schmal: Kommunen sollten sich als Ankunftsstadt begreifen. Mit Wohngebäuden in einem bestehenden Gefüge, mit Schulen, Kindergärten, Supermärkten in der Nähe. Sie sollten Flüchtlingsbauten nicht hinter der entlegensten Abfalldeponie verstecken, nach dem Motto: Wir bauen das am Stadtrand, da sieht es keiner und es macht keinen Ärger. Das kann nicht funktionieren.