Integration nur mit eigener Wohnung möglich

Das „Migazin“ schreibt:

Ohne geeigneten Wohnraum ist Integration kaum möglich, ist Migrationsexpertin Julia Wellmann überzeugt. Flüchtlinge haben es bei der Wohnungssuche aber schwer. Die Expertin sieht Kommunen und Städte in der Pflicht. Von Lynn Osselmann

Flüchtlinge haben es nach Aussage der Migrationsexpertin Julia Wellmann bei der Wohnungssuche besonders schwer. Integration sei aber nur möglich, wenn ihnen geeigneter Wohnraum zur Verfügung gestellt werde, sagte die Koordinatorin des Kölner Projekts „Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit“ (samo.fa) dem „Evangelischen Pressedienst“. „Eigener Wohnraum ist die Voraussetzung dafür, anzukommen und sich zu Hause zu fühlen.“

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Füchtlingspolitik der Kommunen: Aus der Wohnung zurück ins Heim

Die „taz“ schreibt“:

Viele Sammelunterkünfte sind leer, kosten aber weiter Geld. Einige Kommunen zwingen Flüchtlinge daher wieder zum Umzug.

Manche Kommunen schaffen die dezentrale Unterbringung von Geflüchteten derzeit wieder ab und verfrachten sie in Gemeinschaftsunterkünfte. Dorthin, wo nach einhelliger Meinung von Experten Isolation, Abgrenzung und ethnische Grüppchenbildung lauern.

Erkennbar ist diese Entwicklung nur an Einzelfällen, wie denen, die bei Mirjam Kruppa aufschlagen. Die Thüringer Integrationsbeauftragte wurde in den vergangenen Monaten mehrfach kontaktiert, weil Asylsuchende und Geduldete, die bereits dezentral untergebracht waren, durch die zuständigen kommunalen Behörden verpflichtet worden seien, ihre Wohnung zu verlassen und in Gemeinschaftsunterkünfte zu ziehen. „Es betrifft verstärkt asylsuchende Einzelpersonen, aber auch Familien, die bereits in Einzelwohnungen untergebracht waren“, teilt Kruppa der taz mit.

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Hellersdorf-Nord: Projekt „Wohnung finden und mehr“

Das Projekt Ponte unterstützt ab sofort finanziell das Angebot des wichtigen Projektes „Wohnung finden und mehr“ welches im „Bunten Haus“ in Hellersdorf-Nord angeboten wird! Wir bedanken uns an dieser Stelle schon bei der Leiterin des „Bunten Hauses“ Frau Katrin Rother für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit!

Wir freuen uns als Projekt Ponte auch weiterhin über Veranstaltungen, Workshops, Feste und andere Ideen mit interkulturellem Bezug in den Stadtteilen Hellersdorf-Nord und Marzahn-NordWest, welche noch finanzielle oder/und organisatorische Unterstützung benötigen! Wir haben für 2018 noch genügend Mittel zur Verfügung stehen, um Eure Ideen mit bis zu 1.000 Euro zu unterstützen. Meldet Euch einfach telefonisch (0152/31771383), via Mail (ponte@pad-berlin.de) oder über Facebook (www.facebook.com/ProjektPonte)!

Hier findet Ihr Informationen zum Projekt „Wohnung finden und mehr“:

Unser Projekt findet im Mehrgenerationenhaus „Buntes Haus“, einer gemeinnützigen und öffentlich geförderten Einrichtung in der Hellersdorfer Promenade 14 in Hellersdorf statt. Der Offene Treff für alle Generationen ist unser zentrales Angebot. Hinzu kommen niedrigschwellige Bildungs- und Freizeitangebote, wie z.B. Kochen/Backen, Spielen, Sport, Kartenspiele für Seniorinnen, Kreativangebote, Cafe, Hausaufgabenhilfe, Sprach- und Leseförderung, Kleiderstube, Ausflüge und eben auch die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchthintergrund in allen Lebenslagen.

Unsere Besucher*innen/Nutzer*innen und ehrenamtlich Aktive sind zu 95% Menschen, die in Armut leben und auf Transferleistungen (ALG II, Sozialgeld, Asylbewerberleistungen) angewiesen sind und überwiegend aus dem direkten Umfeld des Hauses stammen. Alle Angebote sind KOSTENLOS.

Ein seit letztes Jahr neues Angebot ist die Nachfrage von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund bezüglich der Unterstützung und Begleitung in allen Lebenslagen als Teil der Beratungs- und Unterstützungsangebote für alle Menschen extrem angestiegen.

Für die Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung sind insbesondere unsere Kleiderstube, der Spielraum, die Sprachförderung und die Beratung und Begleitung zu allen Themen ihres neuen Lebens die wichtigsten Angebote, die sie wahrnehmen.

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„Wir wollen Arbeit finanzieren statt Arbeitslosigkeit“

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Interview mit Arbeits- und Sozialsenatorin Elke Breitenbach zu Flüchtlingen, geförderten Jobs und den Mangel an Ausbildungsplätzen.
Elke Breitenbach (56) ist seit Dezember vergangenen Jahres Senatorin für Inte­gration, Arbeit und Soziales. Zuvor saß sie fast 14 Jahre lang im Abgeordnetenhaus, war zuletzt Sprecherin der Linke-Fraktion für die Bereiche, die sie nun in der Landesregierung verantwortet. Ein Gespräch über Resultate und Herausforderungen in ihrem Amtsbereich.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt verstärkt sich weiter: Mieten sind erneut gestiegen

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Noch sind die Wohnungsmieten in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf nicht so hoch wie jene in gefragten innerstädtischen Lagen. Aber nach den Erhebungen zum aktuellen Berliner Mietspiegel sind sie in beiden Bezirken seit 2015 ebenfalls erheblich gestiegen, obwohl die meisten Wohnlagen als „mittel“ oder „einfach“ eingestuft werden. In Lichtenberg gelten nur drei Gebiete von Karlshorst als „überwiegend gute Wohnlage“, außerdem das Gebiet um Ober- und Orankesee. In Marzahn-Hellersdorf ist lediglich Kaulsdorf beiderseits der Linie der S 5 bis zur Bundesstraße Alt-Kaulsdorf B1/5 als „überwiegend gute Wohnlage“ charakterisiert. Selbst Gegenden wie die Rummelsburger Bucht, die Victoriastadt und Biesdorf/Mahlsdorf werden als mittlere Wohnlage betrachtet – ebenso wie die meisten Plattenbaugebiete. Von diesen sind lediglich einige als „überwiegend einfache Wohnlage“ im Mietspiegel 2017 eingestuft wie beispielsweise Teile von Wartenberg (Großsiedlung) und Viertel im Marzahner und Hellersdorfer Norden. Je besser die Einstufung, desto höher meist auch der Standard – und damit auch die Durchschnittsmieten.

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Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Während der Wohnungssuche müssen jedoch einige Menschen die Erfahrung machen, dass sie im Einzelfall oder wiederholt benachteiligt werden, weil sie z.B. aufgrund ihrer Herkunft von der Vermieter*in abgelehnt werden. Das Land Berlin eröffnet diesen Sommer – angesiedelt bei der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) – eine Fach- und Koordinierungsstelle, an die man sich im Fall von erlebter/beobachteter Diskriminierung bei der Wohnungssuche wenden kann.
 
Mehr Infos hier.

Geflüchtete haben es schwer bei der Wohnungssuche

Alan Cheikho, Arabischlehrer aus Syrien, sucht schon seit Monaten erfolglos eine Wohnung. Er ist kein Einzelfall, wie eine Studie belegt. Neben allgemeinem Wohnungsmangel und bürokratischen Hürden gibt es Diskriminierung.
Alan Cheikho, Arabischlehrer aus dem syrischen Qamishli, öffnet die Tür seiner neuen Bleibe: ein Wohncontainer in Berlin-Hohenschönhausen. Von einem winzigen Flur mit Spüle, Toilette und Bad gehen zwei etwa zehn Quadratmeter große Zimmer ab, in jedem stehen zwei Betten. Der Boden ist kalt, die Wände kahl. „Einige Leute finden das hier okay“, sagt der 30-Jährige: „Aber ich fühle mich wie im Gefängnis, in diesem engen Plastikzimmer.“ Deswegen sucht er schon seit Monaten nach einem Zimmer in einer Wohngemeinschaft – gefunden hat er bisher allerdings nichts. Auf 60 oder 70 Anfragen bei Internetportalen erhalte er ein bis zwei Antworten, sagt er, und das seien meist Absagen.
 

Wohnleitfaden für Geflüchtete

Wohnleitfaden für Geflüchtete. Das richtige Heizen und Lüften, Müllentsorgung und andere Gepflogenheiten erklärt eine neue Broschüre des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen auf Deutsch, Arabisch, Englisch, Urdu, Farsi, Tigriny und Somali:

Marzahn-Hellersdorf/ Lichtenberg/ Berlin. Rund 44.400 Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten haben in Berlin Zuflucht gesucht. Knapp die Hälfte von ihnen erhält aufgrund ihrer Situation einen Aufenthaltsstatus und kann sich damit eine Wohnung suchen. Um den neuen Mieterinnen und Mietern das Ankommen in ihrer Nachbarschaft zu erleichtern und mögliche Probleme in der neuen Umgebung gar nicht erst aufkommen zu lassen, hat der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) einen Wohnleitfaden erarbeitet. Er ist nun auf Deutsch, Arabisch, Englisch sowie auf Urdu, Farsi, Tigriny und Somali erschienen. Der Leitfaden erklärt verständlich in Wort und Piktogrammen, was zu beachten ist beispielsweise bei der „richtigen Nutzung der Wohnung“, beim „Heizen und Lüften“, der „Müllentsorgung“ und beim „Gemeinschaftlichen Umgang“.

Quelle

UN report lays bare the waste of treating homes as commodities

WOHNEN DARF KEINE WARE SEIN! Ein UN-Report bestätigt die verheerenden gesellschaftlichen Auswirkungen der Behandlung von Wohnraum als Ware, wie sie durch die massiven Kapitalverschiebungen Richtung Immobilien weltweit passiert. Obdachlosigkeit, Leerstandsverwahrlosung von Nachbarschaften, Verdrängung, Abwanderung von jungen Menschen … #housingisahumanright

Zum englischsprachigen Artikel geht es hier.

Flüchtlinge warten Wochen, bis das Amt die Miete zahlt

Via „Berlin Journal“:

Für Migranten in der Hauptstadt ist es noch immer schwer, eine eigene Wohnung zu finden. Denn laut Flüchtlingsrat Berlin müssen sie derzeit sieben Wochen warten, bis das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten endlich die Kaution und die erste Miete überweist.

Noch immer leben in Berlin über 33.000 Flüchtlinge in Asylheimen. Für die Migranten ist es nicht so leicht, an eine eigene Wohnung zu kommen. Denn für Vermieter sind sie ein Risiko, vor allem wenn das Asylverfahren noch nicht beendet und ihre Aufenthaltsdauer unklar ist.

Doch oftmals scheitert der Traum der Migranten von einer eigenen Wohnung auch einfach daran, dass das zuständige Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) bei die Bearbeitung von Anträgen zu lange braucht, zitiert die taz den Flüchtlingsrat Berlin.

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