Mobile Musikarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Ein weiteres interessantes Angebot für Refugees – dieses Mal im Musikbereich – auch für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf:

Sehr geehrte Heimleitungen und Sozial-Teams,
liebe Kolleg*innen,

ich möchte Sie auf die Möglichkeit aufmerksam machen, dass Berliner Rock- oder Hip Hop Mobil zu sich in die Unterkunft, in die Willkommensklasse, die Jugendfreizeiteinrichtung, etc. einzuladen.

Die wetek Berlin gGmbH bietet Workshops für geflüchtete Kinder und Jugendliche an. Die Finanzierung ist bereits durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gedeckt. D.h. die Workshops sind für Sie kostenfrei. Unter: www.musikstadt-berlin.de können Sie sich weitergehend informieren. Ansprechpartner für die mobile Musikarbeit mit Geflüchteten ist: Francis Cinna, cinna@wetek.de, 030 / 28 52 92 35.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudine Urban
Koordination Integration im
Jugendamt Tempelhof-Schöneberg“

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Lehrer gegen Geflüchtete in Marzahn-Hellersdorf

Der „Tagesspiegel“ berichtet:
Wir sind eine Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung. Im Januar meldete sich eine Sozialarbeiterin aus einer Notunterkunft bei uns. Eine Gruppe geflüchteter syrischer Kinder hatte sich an sie gewandt. Sie berichteten, dass sie immer wieder von der Lehrerin ihrer Willkommensklasse abfällig behandelt und beleidigt wurden.
Sie sagte, dass sie nur wegen des Geldes nach Deutschland gekommen seien, dass alle Muslime schlecht über Deutschland redeten, hier das Geld nähmen und sich dann dem Islamischen Staat anschließen würden. Sie machte den Schülern auch dadurch Angst, dass sie ihnen immer wieder vermittelte, dass sie nach drei Jahren wieder in ihre Heimat zurückmüssten.
Diese Haltung erzeugte zwischen den Schülern der Willkommensklasse eine Hierarchisierung zwischen den verschiedenen Gruppen – je nach Aufenthaltsstatus. Einige Schüler übernahmen die diskriminierenden Äußerungen der Lehrerin gegenüber den geflüchteten Schülern und mobbten sie mit ähnlichen Sprüchen. Die syrischen Schüler fühlten sich in der Schule nicht mehr sicher und wollten die Schule wechseln.
Auch ein Gespräch mit der Schulleitung brachte keine Besserung: Die Lehrerin stellte es so dar, dass die Schüler wegen mangelnder Sprachkenntnisse alles missverstanden hätten. Die Bitte um einen Schulwechsel wurde nicht erfüllt.

Haus Bolle (Marzahn): Integrationsprojekt für geflüchtete Kinder

An dieser Stelle verweisen wir auf ein tolles Integrationsprojekt des Haus Bolle in Marzahn – es geht um die Unterstützung von Kindern, Teenies und Jugendlichen aus geflüchteten Familien beim Ankommen im Sozialraum Marzahn durch
 
a) enge Zusammenarbeit mit den Offenen Bereichen des Kinder- und Jugendhauses Bolle (Ansprechpartner bei Bolle, Begleitung, integrative Aktionen und Projekte etc.)
 
b) Kontakt mit verschiedenen Unterkünften für Geflüchtete im Bezirk (Austausch, Aktionen vor Ort, Abholdienste, Elternkontakte etc.)
 
c) regelmäßige Projekte mit Willkommensklassen
 
Mehr Infos dazu bekommt Ihr hier:

Wie erfolgreich sind die Willkommensklassen?

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Rund 12 000 Schüler lernen noch immer in Willkommensklassen. Erst ging es nur um die Verteilung. Jetzt geht es um die Zukunft.

Es ist eine große Herausforderung, die Berlins Schulen zu bewältigen haben: Wie integriert man die seit 2015 sprunghaft angestiegene Zahl von Kindern und Jugendlichen ohne Deutschkenntnisse, so dass sie möglichst schnell am normalen Unterricht teilnehmen können? Rund 12 000 Schüler lernen derzeit in Willkommensklassen, darunter viele Kinder aus syrischen Flüchtlingsfamilien, die 2015 nach Berlin gekommen sind, aber auch andere Flüchtlinge – etwa aus dem Irak oder Afghanistan. Generell sind die Willkommensklassen für alle ohne Deutschkenntnisse da – für Schüler, deren Eltern aus beruflichen oder sonstigen Gründen hergezogen sind ebenso wie für Zugezogene aus Südosteuropa.

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