Weiterbildung zur*m Vielfaltsbauftragten – Neuer Durchlauf!

Weiterbildung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zur/ zum Vielfaltsbeauftragte_n im Bereich Familienhilfe/ Kita & Tagespflege/ Schulsozialarbeit und Familien- und Stadtteilzentrum

Für Fachkräfte ist die diversitätsorientierte Arbeit mit Eltern und Kindern eine große Herausforderung: Wie kann mit Eltern gearbeitet werden, die sich abwertend über Familien und Erzieher*innen aufgrund von Herkunft und Religion äußern? Wie lässt sich ein tragfähiges Arbeitsbündnis mit ihnen herstellen, ohne solch problematisches Verhalten zu verharmlosen? Was tun, wenn Kinder Kinder wegen ihres Aussehens oder ihrer Mehrsprachigkeit ausgrenzen? Wie lassen sich unsere pädagogischen Ziele kindgerecht thematisieren, wie sprechen wir mit den Eltern darüber? Wie gehe ich mit diskriminierenden Äußerungen von Kolleg_innen um?

Mit diesem Weiterbildungsangebot sollen Träger, Einrichtungen und Teams dabei unterstützt werden, mit Vorurteilen und Diskriminierungen von Eltern, Kindern und Kolleg_innen souverän und professionell umzugehen. Hierfür werden Fachkräfte als Multiplikator_innen zu Fragen einer vielfältigen und vorurteilsbewussten Einrichtungskultur qualifiziert. In Krisen- und Konfliktfällen können sie als Ansprechpersonen, Moderator_innen oder Berater_innen im Rahmen von Fallbesprechungen und Leitbildentwicklungen aktiv werden.

Wir unterstützen interessierte Fachkräfte bei der Implementierung in der Funktion als Vielfaltsbeauftragte*r in der jeweiligen Einrichtung und erstellen im Anschluss an die Weiterbildung ein ausführliches Zertifikat, um die Anerkennung im Träger zu erleichtern.

Ferner werden alle weitergebildeten Vielfaltsbeauftragten zu einer regelmäßig stattfindenden Reflexionsrunde eingeladen, um fallspezifisch und beratend weiter arbeiten zu können.

Termine & Themen der Weiterbildung

  1. 08. 19 Modul I: Berufsethische rechtliche Grundlagen Sozialer Arbeit, Elternrechte und Kinderrechte I Methoden zur Reflektion der eigenen Arbeitsorte/ Einrichtungen
  2. 09. 19 Modul II: Auseinandersetzung mit Ungleichwertigkeitsideologien und Diskriminierungen | Handlungssicherheiten in der pädagogischen Arbeit mit Eltern und Kindern und im Team erlangen
  3. 10.19 Modul III: Vielfalt respektieren – Ausgrenzung widerstehen, Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung I Reflexion und Entwicklung einer kulturellen Vielfalt in der Einrichtung
  4. 11. 19 Modul IV: Ansprechperson für Demokratiefragen – was sind meine ersten Schritte? Rollenverständnis, Konzeptentwicklung I Grenzen und Möglichkeiten gemeinsam einschätzen und erkennen

Die Fortbildungen beginnen jeweils um 9.30 und enden um 15.30 Uhr. Sie finden uns im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz, Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin.

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Ein Schüler sagte: „Israel gibt es doch gar nicht“

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

Die Zahl antisemitischer Vorfälle an Berliner Schulen steigt seit Jahren. Lehrkräfte lernen nun in Yad Vashem, wie man Schüler gegen Judenfeindlichkeit immunisiert.

Da stehen sie nun, in dem stockdunklen Raum mit den vielen Spiegeln. Irgendwo brennen Kerzen, aber man sieht sie nicht, nur leuchtende Punkte, die sich so oft spiegeln, dass man glaubt, mitten im Sternenhimmel zu sein. Alle paar Sekunden erscheint auf einer Leinwand das Gesicht eines Kindes, und eine Stimme sagt seinen Namen und sein Alter. Die Kinder wurden im Holocaust ermordet, nun erinnert diese Installation in der Gedenkstätte Yad Vashem an sie. Es lässt keinen unberührt, sich hier durchzutasten. Die Finsternis, die Namen, die Gesichter auf den Fotos, die etwas so Heutiges haben.

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Mit »Grips« zum Erfolg

Jetzt konzentriert sich der Bildungsträger auf Erwachsene, die sich beruflich umorientieren wollen. Hier bekommen sie die Chance für einen Neuanfang, können sie sich innerhalb von 24 Monaten zu Konditoren ausbilden lassen. »Bundesweit sind wir die einzigen, die überbetriebliche Konditorenumschulungen anbieten«, sagt Sebastian Schmidt, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit der ABU.
Zurzeit betreuen zwei Konditormeisterinnen und ein Sprachlehrer 13 Umschüler. Viele haben einen Migrationshintergrund, türkische, arabische oder osteuropäische Wurzeln. Die Pankowerin Diane Schulz gehört zu den Lernenden. Sie ist Mediendesignerin, war aber nicht glücklich mit ihrem Beruf. Seit Februar lässt sich die alleinerziehende 33-Jährige zur Konditorin umschulen und hat Freude daran. »Ich kann sehr kreativ sein«, sagt sie. Zu den besonderen Herausforderungen gehörten Hochzeitstorten. »Man hat Angst, etwas zu versauen, aber mit viel Übung bekommt man alles hin.«