Jugendämter in Berlin schlagen Alarm

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Die Jugendämter suchen dringend nach Fachkräften und haben mit steigenden Fallzahlen zu kämpfen. Ein Überblick über die Herausforderungen.

Darum haben Jugendämter in Berlin mehr zu tun

Jede Gesellschaft baut auf die nachfolgende Generation. In einer Großstadt wie Berlin mit hoher Scheidungsrate, prekären Wohnverhältnissen und vielen Eltern mit seelischen Problemen brauchen aber viele Menschen Hilfe vom Staat. Hier greifen vor allem die Jugendämter. „Wir haben eine kontinuierlich steigende Belastung“, sagt etwa Falko Liecke, (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Jugend und Gesundheit in Neukölln.

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Berliner Behörden-Chaos: Viele Alleinerziehende sorgen sich um ihren Unterhalt

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:
Nach Bürgerämtern und Kfz-Zulassungsstellen müssen Bürger jetzt auch in einer anderen Behörde deutlich länger warten als geplant. Dieses Mal trifft es Berliner, die besonders dringend Hilfe brauchen: Alleinerziehende, deren Ex-Partner keinen Unterhalt für die gemeinsamen Kinder zahlt.
27.000 Kinder waren bisher in Berlin betroffen, nach einer Gesetzesänderung sind es nun schon 44.000 Minderjährige und genau das verursacht gerade massive Probleme. Allein in Marzahn-Hellersdorf müssen 9000 Anträge bearbeitet werden. Normalerweise erhalten diese Kinder den staatlichen Unterhaltsvorschuss. Doch die bezirklichen Unterhaltsstellen sind derzeit wegen der stark gestiegenen Anzahl von Anträgen überfordert.

Unterhaltsvorschuss: Jugendamt zahlt später

Neuigkeiten aus dem Bereich der Sozialpolitik in MaHe:
 
Marzahn-Hellersdorf. Seit 1. Juli haben mehr Kinder alleinerziehender Eltern einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss und auch die Dauer hat sich verlängert. Doch seither gestellt Anträge werden vom Jugendamt nicht bearbeitet.
In der ersten Juliwoche sind im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf rund 300 neue Anträge eingegangen. Dies teilte Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD) auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung mit. Allerdings hat die Regierung das Gesetz noch nicht bis Mitte Juli im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Solange das Gesetz aber noch nicht unterschrieben, veröffentlicht und in Kraft getreten ist, sind Jugendämtern die Hände gebunden. Die Änderungen dürfen noch nicht bei Bescheiden und Zahlungen berücksichtigt werden. Bereits gestellte Anträge auf Unterhaltsvorschuss hat das Jugendamt daher noch nicht bearbeitet. Hintergrund der Verzögerung ist ein erst kürzlich beigelegter Streit zwischen Bund und Ländern um die Kostenanteile.
 
 

Unterhaltsvorschuss gibt’s jetzt auch für 12- bis 18-Jährige

Hoffentlich eine Entlastung, welche bei den vielen Alleinerziehenden in Marzahn-Hellersdorf dann auch wirklich ankommt:

Bislang war der Unterhaltszuschuss Kindern alleinerziehender Eltern bis zwölf Jahren vorbehalten. Ab 1. Juli können auch Teenager bis 18 den Vorschuss beantragen, wenn ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Auf die Berliner Bezirke kommt damit einiges zu.

Berlin gilt als Hauptstadt der Hundehalter, Drogenkonsumenten, Hartz-IV-Empfänger und Singles. Doch die Stadt hält einen weiteren Rekord: Im Jahr 2015 waren 32 Prozent der Berliner Familien als alleinerziehend registriert, so das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Das ist fast ein Drittel, im Bundesdurchschnitt ist es nur ein Fünftel. Im Klartext heißt das: In Berlin leben deutlich mehr als 100.000 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren – und in neun von zehn Fällen handelt es sich dabei um Frauen.

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Marzahn-Hellersdorf erwartet Antragsflut auf Unterhaltsvorschuss

Eigentlich eine sehr erfreuliche Meldung für alle Alleinerziehenden – nur leider wird der Unterhaltsvorschuss bei Hartz IV-Bezug auf das Familieneinkommen angerechnet und gerade bei denjenigen, die das Geld am dringensten benötigen würden nicht ankommen:

„Profitieren werden also ausschließlich alleinerziehende Mütter und Väter, die erwerbstätig und nicht auf Hartz IV-Leistungen angewiesen sind“.

„Marzahn-Hellersdorf. Der Bund hat das Recht auf Unterhaltsvorschuss auf Kinder über zwölf Jahre erweitert. Das ist für viele alleinerziehende Eltern eine gute Nachricht. Sie können ab 1. Januar Unterhaltsvorschuss auch für ihre Kinder beantragen.
Viele getrennt lebende Elternteile kommen ihrer gesetzlichen Pflicht zur Zahlung von Unterhalt nicht nach. Im Bezirk leben überdurchschnittlich viele Kinder, die daher auf Unterhaltsvorschüsse angewiesen sind. Laut Jugendamt sind dies aktuell rund 4200 Kinder. Das ist doppelt so viel wie der Durchschnitt in den Berliner Bezirken.“

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