Kaum genutzt: Berlin verkauft Flüchtlingscontainer wieder

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Tausende Flüchtlinge wohnen in Berlin noch in Containern. Die meisten Anlagen sollen lange vor Ablauf der Lebenszeit verschwinden.

900 Container, zum Teil mit Duschen und WCs, andere geeignet zum Wohnen oder Spielen: Berlin versucht gerade, die Hinterlassenschaften seiner Politik der Flüchtlingsunterbringung loszuwerden. Die sogenannten Tempohomes auf dem Tempelhofer Feld werden derzeit nach nicht einmal zwei Jahren Nutzung abgebaut, weil die Koalition getreu dem Volksentscheid das Feld vor Bebauung freihalten will. Aber auch an der Dingolfinger und an der Zossener Straße in Marzahn-Hellersdorf werden laut Senatssozialverwaltung derzeit Containerdörfer abgebaut.

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Ein Besuch in Berlins erstem Containerdorf

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Vor vier Jahren entstand Berlins erste Containeranlage für Flüchtlinge. Ein Rundgang in Köpenick und ein Ausblick auf die Zukunft der MUFs und Tempohomes.

Das größte Problem hier? „W-Lan geht nicht“, sagt Peter Hermanns, der schlaksige Heimleiter, Sozialarbeiter, graue Wuschelhaare. Die Stahlcontainer schirmen die Funkwellen ab. Wer im Containerdorf surfen will, muss in den Aufenthaltsraum mit W-Lan-Router gehen oder in den Computerraum.

Das erste Containerdorf Berlins in Köpenick ist jetzt vier Jahre alt. Innerhalb von 44 Tagen hatten sie die 346 Container im Herbst 2014 dreistöckig aufeinander gestapelt, Ende Dezember zogen die ersten Flüchtlinge ein. Es sollte das erste von sechs Containerdörfern werden, hatte der Senat damals entschieden, noch vor der Flüchtlingswelle im Sommer 2015.

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Siemensstadt: Containerdorf für Flüchtlinge bleibt nur zwei Jahre

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Im Winter 2020 soll der Betrieb der Flüchtlingsunterbringungen im alten Siemens Stadion enden. Grund: Die benachbarte Schule wird ausgebaut.

Im alten Siemens-Stadion stehen leere Container für 260 Flüchtlinge neben dem brach liegenden S-Bahnhof Siemensstadt. Die Container sollten im Frühjahr bezogen werden. Doch der Terminplan ist futsch – monatliche Leerstandskosten: 25.000 Euro. Jetzt das: „Eine Belegung wird voraussichtlich im Herbst nach erfolgter Erstausstattung erfolgen“, berichtet Staatssekretär Daniel Tietze, Linke, auf eine Anfrage von Tommy Tabor, AfD. Dann werden dort Flüchtlinge aus der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne einquartiert. Das dortige Gelände wird bis zum Jahresende geräumt; dort wollen Bundespolizei, SEK und Zoll für 300 Millionen Euro ihr neues Revier aufbauen.

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Tempohomes heizen sich in der Sonne extrem auf

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Kaum Isolierung, keine Vorhänge: Für Menschen, die in Containern leben, ist die Hitze besonders dramatisch. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, sagt das LFA.

Wirklich kühl ist es derzeit wohl in keiner Wohnung, aber eingeschössige Metallbauten ohne Isolierung sind der Sonne besonders schutzlos ausgeliefert: Die Container der 14 Berliner Unterkünfte für Geflüchtete heizen sich derzeit mächtig auf – und immer noch leben darin insgesamt etwa 4000 Menschen.

Georg Classen vom Berliner Flüchtlingsrat hat in den vergangenen Tagen auf dem Tempelhofer Feld in den Tempohomes, wie die Containerwohnungen offiziell heißen, 36 bis 38 Grad gemessen. Einzelne Bewohner berichten zudem von Messwerten von mehr als 40 Grad.

„Es ist sehr heiß in den Tempohomes“, bestätigt Stephanie Reisinger, Sprecherin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Sie ist sich aber sicher, dass in den Unterkünften „relativ schnell reagiert wurde“ auf die Hitzewelle.

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Lichterfelde: 256 Plätze in Flüchtlingsunterkunft an der Finckensteinallee

Ein Blick nach Lichterfelde:
 
Lichterfelde. Bis Ende September ist in Berlin der Bezug von zwölf neuen Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge mit insgesamt 4420 Plätzen geplant. Dann werden auch die Tempohomes an der Finckensteinallee fertig sein.
Die in Container-Bauweise entstehenden Tempohomes können für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren genutzt werden. In der Finckensteinallee sollen 256 Menschen ein vorübergehendes neues Zuhause finden. Die Unterkünfte haben Gemeinschaftsräume und Kochgelegenheiten. So können sich die Bewohner selbst versorgen. In Steglitz entstehen weiterhin noch modulare Unterkünfte (MUF) an der Leonorenstraße. Die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres geplant.
 

Rund 4500 neue Plätze für Geflüchtete geplant

Der Bezug von zwölf neuen Gemeinschaftsunterkünften im Land Berlin mit insgesamt 4.420 Plätzen ist bis Ende September geplant.

Seit Dezember 2016 sind bereits 2.150 Geflüchtete aus Notunterkünften, darunter auch Turnhallen, in Gemeinschaftsunterkünfte umgezogen. Von den in den Unterkünften des LAF insgesamt untergebrachten Geflüchteten konnten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2.370 Bewohner*innen in privaten Wohnraum vermittelt werden:

Bezug von zwölf Berliner Gemeinschaftsunterkünften bis Ende September

Bis Ende September 2017 ist im Land Berlin der Bezug von zwölf neuen Gemeinschaftsunterkünften mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 4.420 Plätzen geplant. Daher werden auch während der Berliner Sommerferien zahlreiche Geflüchtete, die jetzt noch in Notunterkünften leben, in qualitativ hochwertigere Unterkünfte umziehen.

Claudia Langeheine, Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF):

„Als neue Unterkünfte stehen uns neben einer im Umbau befindlichen Bestandsimmobilie sowohl die Modularen Unterkünfte (MUF) für Flüchtlinge zur Verfügung als auch die in Container-Bauweise erstellten Tempohomes, die für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren genutzt werden können. Alle Unterkünfte verfügen neben Gemeinschaftsräumen auch über Kochgelegenheiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LAF tragen dafür Sorge, dass die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner rechtzeitig von der bisherigen Vollversorgung auf Selbstversorgung umgestellt werden und die dafür vom Gesetzgeber vorgesehenen Mittel erhalten.“

In der vergangenen Woche wurde mit dem Bezug der Modularen Unterkunft am Hagenower Ring (300 Plätze, Lichtenberg) begonnen. Es folgen die Unterkünfte in der Rudolf-Leonhard-Straße (450 Plätze, Marzahn-Hellersdorf) und in der Wolfgang-Heinz-Straße (450 Plätze, Pankow).

Im angegebenen Zeitraum werden Unterkünfte auch in Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Spandau entstehen.

Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF)

Adresse und Kapazität:
Hagenower Ring, 300
Wolfgang-Heinz-Straße, 450
Rudolf-Leonhard-Straße, 450
Albert-Kuntz-Straße, 450
Freudstraße, 320

Tempohomes

Adresse und Kapazität:
Dingolfinger Straße, 256
Finckensteinallee, 256
Karl-Marx-Straße, 160
Fritz-Wildung-Straße, 160
Lissabonallee, 256
Columbiadamm, 1024

Bestandsgebäude

Adresse, Kapazität
Spandauer Straße, 338

Gesamtkapazität: 4420 Plätze

Seit Dezember 2016 sind bereits 2.150 Geflüchtete aus Notunterkünften, darunter auch Turnhallen, in Gemeinschaftsunterkünfte umgezogen. Von den in den Unterkünften des LAF insgesamt untergebrachten Geflüchteten konnten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2.370 Bewohnerinnen und Bewohner in privaten Wohnraum vermittelt werden.

Quelle

Neubauten statt Notunterkünfte für Flüchtlinge in Berlin

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:
Berlin plant 32 Modularbauten und 23 Containerdörfer für Flüchtlinge. Die Tempohomes werden viel teurer.
Wer baut, muss mit unliebsamen und meist teuren Überraschungen rechnen. Das erlebt derzeit auch die landeseigene Berliner Immobilien-Management GmbH (BIM). Sie ist zuständig für den Bau der sogenannten Tempohomes, der Containerquartiere für Flüchtlinge. 30 dieser Unterkünfte sollten errichtet werden, dafür waren 78 Millionen Euro bewilligt. Doch das Geld reichte nicht. Nun genehmigte der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses einen satten Nachschlag von 32,1 Millionen Euro. Dafür werden allerdings nur 23 Containerquartiere errichtet.

Flüchtlingsunterkünfte in Berlin Flüchtlinge ziehen aus neun Turnhallen aus

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Insgesamt neun Turnhallen sollen noch in dieser Woche ganz oder teilweise freigezogen werden. Dabei nutzt der neue Senat einen Notfall-Paragraphen.

Der Umzug von Flüchtlingen aus Turnhallen in neu errichtete Containerdörfer (Tempohomes) und Gemeinschaftsunterkünfte kommt langsam in Gang. Nach Angaben der Senatssozialverwaltung sollen in dieser Woche mindestens neun Turnhallen ganz oder teilweise leergezogen werden. Die Bewohner der Notunterkünfte Wollenberger Straße und Darßer Straße in Lichtenberg sind bereits in das Tempohome an der Wollenberger Straße 1 umgezogen.

Aus der Turnhalle des OSZ Sozialwirtschaft an der Darßer Straße wurden 69 Menschen verlegt. 43 Flüchtlinge aus der Turnhalle des OSZ Banken-Versicherungen an der Straße Alt-Moabit ziehen ebenfalls dorthin um. Morgen sollen die Bewohner einer Turnhalle an der Malmöer Straße folgen.

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Sanierung Zossener Straße / Freizug Wackenbergstraße / Belegung Sieverstorpstraße

Das Flüchtlingsnetzwerk „Berlin hilft!“ berichtet über die aktuelle Entwicklung rund um die Tempohomes in der Zossener Straße:

Aufgrund von Bauproblemen müssen Schäden an den Containern in der Zossener Straße behoben werden. Dies kann nicht bei laufendem Betreib erfolgen, sondern setzt voraus, dass die Unterkunft (zumindest überwiegend) leer ist.

Deshalb gibt es im Moment die folgende Planung:

  1. Aus der Zossener Straße ziehen rd. 150 Menschen in die fertige, aber mangels Betreiber noch nicht eröffnete Unterkunft Sieverstorpstraße, die ebenfalls eine Gemeinschaftsunterkunft ist. Der Rest der Bewohner verbleibt während der Sanierung in der Zossener Straße.
  2. Die Familien verbleiben in der Zossener Straße, um die Sozialbindungen und Schulplätze etc. zu erhalten.
  3. In einem zweiten Schritt müssen dann die verbliebenen Bewohner innerhalb der Zossener Straße umziehen, um nach Sanierung der leergezogenen Teile dann die bis dahin bewohnten Teile ebenfalls sanieren zu können.
  4. Dazu werden die Bewohner der Turnhalle in der Wackelbergstraße aufgrund der katastrophalen Bedingungen in der Halle ebenfalls in die Sieverstorpstraße ziehen. Damit ist dann die Sieverstorpstraße mehr oder minder voll belegt.
  5. Betreiber der Sieverstorpstr. für diese Übergangsphase soll wie in der Zossener Straße das EJF sein.
  6. Für die Sieverstorpstraße ist für Dienstag (13.12.) ein Tag der offenen Tür von 15 bis 18 Uhr geplant.
  7. Der Freizug der Zossener Straße soll am Mittwoch (14.12.)  nächster Woche erfolgen.
  8. Die Auflösung der Wackenbergstraße ist dann für kommenden Donnerstag (15.12.) geplant.

Die Dauer der Sanierung in der Zossener Straße ist nicht genau bestimmt. Wir rechnen mit rd. 3 Monaten. Offen ist auch noch die Frage, wie es dann mit der Sieverstorpstraße weitergehen wird:

1. Es gibt dann ja eine Belegung mit rd. 90 Menschen aus der Wackenbergstraße, aber eigentlich keinen festen Träger, wenn die Bewohner der Zossener Straße wieder ausziehen.

2. Daneben muss ja nach dem bisherigen Modell auch eine Interims-Ausschreibung und später eine EU-Ausschreibung durchgeführt werden.

Zunächst aber ist es ja eine Verbesserung für die Menschen insbesondere der Turnhalle.

Wie üblich: Alles Stand heute, 08.12., mit Tendenz zu Änderungen.

Quelle