Flüchtlingsunterkünfte – eine Frage der Gerechtigkeit

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Man muss nicht zur Gruppe der Radikalen zählen, zum Kreis der Fremdenhasser und Deutschtümler, um mit der Flüchtlingspolitik in dieser großen Stadt Berlin zu hadern. Ein Beispiel dafür ist unsere Leserin Karin Hohenhaus. „Mein Sohn wohnt im Murtzaner Ring. Auf der Seite zur Poelchaustraße, Martha-Arendsee-Straße, steht eine neugebaute MUF. Luftlinie 400 Meter. Jetzt kommt Luftlinie 350 Meter eine neue MUF auf die Seite zum Springpfuhlpark“, schrieb sie vergangene Woche. „Unsere gesamte Familie wählt unterschiedlich im linken Spektrum, aber man bekommt angesichts dieser Planung schon Zweifel. Es wird einfach in ein Gebiet reingepfropft, und die Menschen müssen zusehen, wie sie damit klarkommen, weil es keine weitere Infrastruktur für die angesiedelten Menschen gibt. Wir schaffen uns den AfD-Zulauf selbst.“

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Flüchtlinge: Bezirk bestätigt Plan

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Der Bau der beiden geplanten modularen Flüchtlingsunterkünfte (MUF) – stellt den Bezirk vor Herausforderungen. Darauf wies Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) in der Februar-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstag, den 23. Februar, hin. Sie sehe vor allem bei der Versorgung mit ausreichenden Kita- und Schulplätzen Probleme, sagte Pohle. Gleichwohl erhofft sie sich bessere Bedingungen für Geflüchtete als dies bislang beispielsweise in den sogenannten „Tempohomes“ an der Zossener sowie Dingolfinger Straße der Fall ist.

Zunächst gab es um die Standorte für die modularen Flüchtlingsunterkünfte Verwirrung: Ohne noch einmal mit den Bezirken ins Details zu gehen, hatte der Senat einige Tage vor der BVV eine entsprechende Liste mit den berlinweit 24 Standorten veröffentlicht (wir berichteten). Während Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle die Immobilie Murtzaner Ring 68 bestätigte, wird es für die zweite Adresse in Hellersdorf Änderungen geben: Dort werden nun statt in der Straße Alt-Hellersdorf entlang der Zossener Straße Wohnungen für Geflüchtete vorgeschlagen. Beide Standorte gehören der Gesobau, die dort ohnehin Wohnungen bauen wollte. Wie berichtet, soll damit langfristig der Bedarf an Wohnraum gedeckt werden. Derzeit leben an elf Orten im Bezirk geflüchtete Menschen. Von den rund 4.500 Wohnplätzen sind derzeit 3.700 belegt. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Rolf Keßler fragte, ob eigentlich noch weitere MUFs benötigt würden: „Wir brauchen nicht irgendwelche Massenunterkünfte, sondern vernünftige Wohnungen, auch für anerkannte Asylbewerber.“

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Warum es Ärger um neue Flüchtlingsunterkünfte gibt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Senat hat eine Liste von 24 neuen Standorten für Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge, kurz: MUF, vorgelegt. Jeder Bezirk soll zwei bekommen. In Marzahn-Hellersdorf hat das Land die Grundstücke Alt-Hellersdorf 17 und Murtzaner Ring 68 ins Auge gefasst. Trotzdem wird es bei elf Einrichtungen im Bezirk bleiben. Denn die beiden neuen sollen die Containerbauten („Tempohomes“) in der Zossener und der Dingolfinger Straße ablösen. Allerdings dürfte die Zahl der Plätze zunehmen. Die neuen Bauten sind jeweils für bis zu 450 Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt, während die alten nicht mehr als 250 aufnehmen konnten. Das ist zumindest die theoretische Größenordnung. Der Flüchtlingszuzug hat bekanntlich stark nachgelassen. Von rund 4500 Plätzen im Bezirk sind aktuell 3600 belegt. Der Plan des Senats ist es, die solideren MUFs später umzubauen und dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen, wenn sie nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht werden. Zwei Wochen haben die Bezirke Zeit, zu der Liste Stellung zu nehmen.

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Streit um MUF für Geflüchtete

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Der Senat hat am Dienstag, 13. Februar, den Bau von weiteren Modularen Unterkünften für Geflüchtete (MUF) beschlossen. Damit soll die Unterbringung in Notunterkünften beendet werden. Laut einer Pressemitteilung hat der Senat dafür in Abstimmung mit allen Bezirken Vorschläge für neue Standorte entwickelt. Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) dazu: „Die Aussage, dass die Festlegung von zwei Standorten mit dem Bezirk abgestimmt ist, kann ich nicht teilen. Telefonische Mitteilungen, welche Standorte im Bezirk als geeignet erachtet werden, sind weder eine Abstimmung mit dem Bezirk und schon gar keine Abstimmung mit dem Bezirksamt. Ich erwarte, dass es zu einer Verständigung mit dem Bezirksamt kommt, wann und wie die neuen Unterkünfte geschaffen werden sollen und dass das zur Schließung der unsäglichen „Tempohomes“, in denen sich die Wohnbedingungen schwierig gestalten, führt. Dazu gehört für mich auch, dass endlich zügig vorhandene bauliche Mängel beseitigt und bei den im letzten Jahr an den Start gegangenen MUF die noch offenen Bauarbeiten abgeschlossen werden, zum Beispiel die versprochene Lärmschutzwand an der MUF in der Paul-Schwenk-Straße und die Spielflächen in den „Tempohomes“  an der Zossener und der Dingolfinger Straße.

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Siehe auch:

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle zum Beschluss des Senats zum Bau weiterer Unterkünfte für Geflüchtete

Anmeldung zum Wintermarkt in Hellersdorf-Nord am 8.12.2017 – Leider abgesagt!

Aufgrund mangelnden Rücklaufs bei den Standanmeldungen mussten wir den geplanten Wintermarkt leider absagen! (Stand: 23.11.2017)
Liebe Alle,
wir – die Willkommenskultur He-Nord, das Projekt PONTE, das Haus Babylon und das QM Hellersdorfer Promenade – planen einen kleinen WINTERMARKT mit Flohmarkt und heimischen Köstlichkeiten in direkter Nähe zur Gemeinschaftsunterkunft Zossener Straße.
Umliegende Nachbarn können an Flohmarktständen ihre Sachen für kleines Geld verkaufen. Träger und Vereine im Kiez können mit der Nachbarschaft in Kontakt treten.
Dafür würden wir uns sehr freuen, wenn ihr uns dabei unterstützt und den Wintermarkt gemeinsam mit uns gestaltet!
WINTERMARKT
WIE? Indem ihr die bereitgestellten Stände mit Angeboten, kleinen Aktionen oder Kulinarischem oder…oder…oder füllt!
WANN? Freitag, der 08. Dezember 2017 von 15:00 bis 18:00 Uhr
WO? Auf der Brache links neben der GU Zossener Str. 138
Um dies planen zu können, bitten wir um kurzes Feedback, ob ihr an dem Wintermarkt teilnehmen möchtet. Schickt einfach den Anmeldebogen mit euren Vorstellungen bis zum 1.11.2017 zurück: an Patrizia.Ganz@sos-kinderdorf.de.
Anmeldeformular zum ausfüllen und abschicken:

Handlungs- und Entwicklungskonzepte für die QM-Gebiete: Stärkung der Nachbarschaft

Urlaubsbedingt reichen wir an dieser Stelle einen lesenswerten Artikel vom „LichtenbergMarzahn+“ über die Handlungs- und Entwicklungskonzepte für die 4 QM-Gebiete in Marzahn-Hellersdorf nach, da die Einschätzung insbesondere zu der Situation in Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord durchaus auf unsere inhaltliche Zustimmung trifft:
 
Interkulturelle Öffnung und akzeptanzfördernde Maßnahmen
So wird es künftig einen Integrationsmanager im Rahmen des Projektes BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) in den QM mit Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete geben, zudem sollen sich die Einrichtungen und Angebote stärker interkulturell öffnen und besonders dem Zuzug von Menschen aus dem persischen und arabischen Raum Rechnung tragen. Einen weiteren Handlungsbedarf in Marzahn-Nordwest sieht die Kiek in GmbH in der Arbeit mit Eltern „zur Aktivierung und Erhöhung ihrer Erziehungskompetenzen“. Dazu könnten die Durchführung von Elternakademien beitragen, auch die Öffnung von Bildungseinrichtungen in den Stadtteil hinein. Die Umsetzung des bereits erfolgten Ansatzes der Entwicklung der Marcana-Schule in der Flämingstraße zur Quartiersschule bewertet das QM derzeit kritisch: Diese laufe Gefahr, aufgrund ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) an der Wittenberger Straße ihr Potenzial nicht abrufen zu können. „Stark rückläufige Anmeldezahlen sowie zunehmende Konflikte mit der Elternschaft machen zukünftig akzeptanzfördernde Maßnahmen erforderlich“, heißt es.
Angebote zur Begegnung
Auch das QM Hellersdorfer Promenade, getragen von der S.T.E.R.N. GmbH, macht darauf aufmerksam, dass das Thema des Zusammenwachsens von „alten“ und „neuen“ Bewohnern künftig einen größeren Stellenwert einnehmen muss. Seit 2016 befindet sich das sogenannte Tempohome in der Zossener Straße 138 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Quartiersgebiet. „Um die Verständigung und die gegenseitige Toleranz zwischen der Bewohnerschaft und den geflüchteten Menschen zu fördern, müssen Angebote zur Begegnung und zur Förderung des Zusammenlebens … entwickelt und umgesetzt werden“, steht im Bericht des QM. Darüber hinaus müssten angesichts zunehmenden Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus präventive Maßnahmen durchgeführt werden.

29.6.2017 Gemeinschaftsunterkunft Zossener Straße/Hellersdorf-Nord: Zuckerfest

Am Donnerstag den 29.6.2017 findet von 15.00 bis 19.00 Uhr ein Zuckerfest in der Gemeinschaftsunterkunft in der Zossener Straße statt!:

„Ihr wollt mit euren neuen Nachbarn ins Gespräch kommen? Wir laden euch herzlich ein, das große Fest zusammen mit den neuen Nachbarn in der Gemeinschaftsunterkunft in der Zossener Straße 138 zu feiern. Wir stellen den Grill, Getränke und Salate, Ihr bringt die Grillsachen mit.

Wir freuen uns auf euren Besuch!“

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Haus Babylon/Hellersdorf-Nord: „Upcycling bis die Ohren klingeln“

Das Projekt Ponte fördert über seinen Aktionsfonds den interkulturellen Workshop „Upcycling bis die Ohren klingeln“! Zielgruppe sind „alte“ und „neue“ Besucher*innen des Haus Babylon, sowie aus den Unterkünften für Geflüchtete der Umgebung. Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung und Migrationsbiographie im Alter von 6-18 Jahren. Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit mit dem Haus Babylon! Bei Interesse an dem Workshop (Die Termine sind der 31.5. und der 13./14.6.2017) bzw. Fragen, wendet Euch per Mail an Tinka vom Haus Babylon: babylon_tinka@yahoo.com

Auch ansonsten bietet das Haus Babylon zahlreiche tolle interkulturelle Veranstaltungen an! Mehr Infos findet Ihr auf der Website (www.haus-babylon.de) oder im aktuellen Monatsprogramm: http://www.haus-babylon.de/fileadmin/user_upload/Programm_Mai_2017.pdf

Hintergrundinfos zum Workshop:

„In Zusammenarbeit mit dem Team des „Die-Bandarbeiter e.V.“  planen wir im Mai/Juni des Jahres 2017 für die JFE des Haus Babylon einen vielseitigen, mehrtägigen Upcycling/Musik Workshop, der die Thematiken von Müll, Verantwortung, Müllkrise, Musik, Musikinstrumentenbau, Re- und Upcycling bearbeiten und verbinden soll. Dazu setzen wir ein zweitägiges Projekt an, welches zunächst die Müllproblematik und die Ideen des Upcycling vermittelt und in einem Musik- und Bandcoaching Workshop mündet. Die Instrumente werden dabei von den Teilnehmer*innen selber, im Sinne des Upcycling aus vermeintlichem Müll, gebastelt und gestaltet. So planen wir Schlagzeuge aus Farb- und Mülleimern und Blasinstrumente aus Rohren zu kreieren. Dies ergibt einen schlüssigen Zusammenhang zwischen den diversen Themenfeldern.

Dem inhaltlichen Zweck übergeordnet zielt diese Veranstaltung darauf ab, unseren neuen Besucher*innen aus der den umliegenden Unterkünften für Geflüchtete, in unser tägliches offenes Programm durch aktive Teilhabe zu integrieren. Ganz bewusst beantragen wir hier nicht einen erneuten Sensibilisierungs- oder Kommunikationsworkshop. Die Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen im Haus Babylon ist vor allen Dingen erfolgreich durch seinen routinierten, offenen Umgang mit Menschen mit Fluchterfahrung. Wir wollen unsere „alten“ Besucher*innen für die Bedarfslagen der neuen Besucher*innen sensibilisieren, ohne die schwierige Lebenssituation dieser Menschen permanent in den Fokus unseres Einrichtungsalltags zu schieben. Wir glauben fest daran, dass Sprach- und Kulturbarrieren in unserem Haus am Besten durch gemeinsame, niedrigschwellige und zielführende Projekte abgebaut werden können. Bei Projekten, die künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten verlangen, erzielen wir einerseits den Abbau von Vorurteilen beidseitig, anderseits können wir Verantwortung und Zugehörigkeit schaffen, indem Kinder und Jugendliche aktiv an der Gestaltung ihrer Freizeiteinrichtung mitwirken können.“

Dem Projekt Ponte stehen für das Jahr 2017 und die Sozialräume Hellersdorf-Nord und Marzahn-Nord noch Aktionsmittel zur Verfügung! Falls Ihr ebenfalls Lust habt ein interkulturelles Projekt auf die Beine zu stellen, lest Euch den Aufruf zum Aktionsfonds durch http://ponte.pad-berlin.de/aktionsfonds-projekt-ponte/ und kontaktiert uns bei Fragen bzw. Interesse an einer Zusammenarbeit!

Projekt Ponte – Interkulturelle Orientierungs- und Nachbarschaftsvermittlung

Leitung: Moritz Marc

Telefon:   0152 31 77 13 83

E-Mail:    ponte@pad-berlin.de

Facebook: www.facebook.com/ProjektPonte/

Website: http://ponte.pad-berlin.de

18.5.2017 Hellersdorf-Nord: Aufbau eines Gemeinschaftsgartens in der Geflüchtetenunterkunft in der Zossener Str.

Ein sehr schönes Projekt der Prinzessinengärten in Zusammenarbeit mit den Partnerschaften für Demokratie Marzahn-Hellersdorf:

Liebe Bewohner*Innen, Nachbar*Innen, Garteninteressierten…

Hiermit laden wir euch herzlich ein zum Aufbau eines Gemeinschaftsgartens in der Geflüchtetenunterkunft in der Zossener Str.
Donnerstag, der 18.5.2017 um 15 bis 18 Uhr.

Wir würden uns über eure aktive Teilnahme freuen, ob Schubkarre fahren, schippen, pflanzen, aussäen, bauen…, aber auch uns austauschen und kennen lernen.

Der Gemeinschaftsgarten ist ein offener Ort für alle. Wir hoffen somit das Außengelände schöner, bunter und grüner gestalten zu können und einen Treffpunkt zum Gärtnern, Reden und Feiern zu schaffen.

Das Team vom PrinzessinnenGartenBau kommt dann in regelmäßigen Abständen zur Gartensprechstunde in den Garten, um mit euch zu gärtnern.

Wir freuen uns auf euch!
Lisa Dobkowitz
gartenbau@prinzessinnengarten.net

Veranstaltungsplakat zum ausdrucken: 17-05-18_Zossener Gemeinschaftsgarten

 

Wochenübersicht zu Marzahn-Hellersdorf

Der „Tagesspiegel“ berichtet u.a. über folgende Themen:

+++ Gebäudescan zu maroden Schulen stößt auf Kritik im Bezirk +++ Streit um Wohnberechtigungsscheine für Flüchtlinge zwischen Linke und AfD-Stadtrat +++ Ein Irrsinn ums Parkverbot in Mahlsdorf +++ Protest gegen Jobabbau bei Knorr-Bremse-Tochter Hasse & Wrede +++ Berlins letzter Drehorgelbauer +++ Ein Plan für die Zukunft des Bauens +++

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