Soziale Situation hat sich in vielen Kiezen verbessert

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Der aktuelle Sozialbericht des Berliner Senats für die Kieze in der Hauptstadt bescheinigt dem östlichen Stadtrand eine positive Entwicklung. Neben Gewinnern gibt es aber auch Verlierer.

Zu den Gewinnern gehören weite Teile der Großsiedlungen wie unter anderem die Kieze Havemannstraße und Marzahn-Ost in Marzahn und das sogenannte Gelbe Viertel oder der Kiez am Gut Hellersdorf. Von den 32 Planungsräumen, in die der Senat den Bezirk Marzahn-Hellersdorf aufgeteilt hat, weisen 18 eine positive Tendenz auf.

Verschlechterungen sind lediglich in Alt-Biesdorf und am Landsberger Tor zu verzeichnen. Beide Gebiete gehören aber noch zu den Berliner Stadtvierteln mit einer mittleren Problemlage. In beiden Gebieten nahm die Kinderarmut zu, in Alt-Biesdorf auch die Altersarmut. „Bei Alt-Biesdorf wird die Flüchtlingsunterkunft an der Dingolfinger Straße die Erklärung sein. Ansonsten ist das Viertel sozial stabil“, erklärt der Biesdorfer Abgeordnete Christian Gräff (CDU).

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3.5.2018 GU Wittenberger Straße: Einladung zum Nachbarschaftsfest

Berkay Akseghlioglu, Einrichtungsleiter der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, lädt herzlich ein zum:

Nachbarschaftsfest am 3. Mai 2018 um 15.00 Uhr in die Wittenberger Straße 16 – 18, 12689 Berlin.

Seit fast einem Jahr betreibt die Hero Norge AS die Gemeinschaftsunterkünfte in der Wittenberger Straße 16 – 18 und in der Dingolfinger Straße 3 – 5. Mit viel Freude, Fleiß und Spaß sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich dabei, die nicht immer einfachen Aufgaben zu bewältigen. Aus diesem Grund soll das einjährige Bestehen gemeinsam mit den Bewohnern, Nachbarn, Kooperationspartnern und allen anderen, die Lust haben, die Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße 16 – 18 zu besuchen, gefeiert werden. Für musikalische Highlights, Spaß für die Kinder und für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die Einrichtungsleitung freut sich – zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Dingolfinger Straße – über zahlreichen Besuch.

Quelle

Flüchtlingsunterkünfte – eine Frage der Gerechtigkeit

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Man muss nicht zur Gruppe der Radikalen zählen, zum Kreis der Fremdenhasser und Deutschtümler, um mit der Flüchtlingspolitik in dieser großen Stadt Berlin zu hadern. Ein Beispiel dafür ist unsere Leserin Karin Hohenhaus. „Mein Sohn wohnt im Murtzaner Ring. Auf der Seite zur Poelchaustraße, Martha-Arendsee-Straße, steht eine neugebaute MUF. Luftlinie 400 Meter. Jetzt kommt Luftlinie 350 Meter eine neue MUF auf die Seite zum Springpfuhlpark“, schrieb sie vergangene Woche. „Unsere gesamte Familie wählt unterschiedlich im linken Spektrum, aber man bekommt angesichts dieser Planung schon Zweifel. Es wird einfach in ein Gebiet reingepfropft, und die Menschen müssen zusehen, wie sie damit klarkommen, weil es keine weitere Infrastruktur für die angesiedelten Menschen gibt. Wir schaffen uns den AfD-Zulauf selbst.“

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Flüchtlinge: Bezirk bestätigt Plan

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Der Bau der beiden geplanten modularen Flüchtlingsunterkünfte (MUF) – stellt den Bezirk vor Herausforderungen. Darauf wies Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) in der Februar-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstag, den 23. Februar, hin. Sie sehe vor allem bei der Versorgung mit ausreichenden Kita- und Schulplätzen Probleme, sagte Pohle. Gleichwohl erhofft sie sich bessere Bedingungen für Geflüchtete als dies bislang beispielsweise in den sogenannten „Tempohomes“ an der Zossener sowie Dingolfinger Straße der Fall ist.

Zunächst gab es um die Standorte für die modularen Flüchtlingsunterkünfte Verwirrung: Ohne noch einmal mit den Bezirken ins Details zu gehen, hatte der Senat einige Tage vor der BVV eine entsprechende Liste mit den berlinweit 24 Standorten veröffentlicht (wir berichteten). Während Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle die Immobilie Murtzaner Ring 68 bestätigte, wird es für die zweite Adresse in Hellersdorf Änderungen geben: Dort werden nun statt in der Straße Alt-Hellersdorf entlang der Zossener Straße Wohnungen für Geflüchtete vorgeschlagen. Beide Standorte gehören der Gesobau, die dort ohnehin Wohnungen bauen wollte. Wie berichtet, soll damit langfristig der Bedarf an Wohnraum gedeckt werden. Derzeit leben an elf Orten im Bezirk geflüchtete Menschen. Von den rund 4.500 Wohnplätzen sind derzeit 3.700 belegt. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Rolf Keßler fragte, ob eigentlich noch weitere MUFs benötigt würden: „Wir brauchen nicht irgendwelche Massenunterkünfte, sondern vernünftige Wohnungen, auch für anerkannte Asylbewerber.“

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Warum es Ärger um neue Flüchtlingsunterkünfte gibt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Senat hat eine Liste von 24 neuen Standorten für Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge, kurz: MUF, vorgelegt. Jeder Bezirk soll zwei bekommen. In Marzahn-Hellersdorf hat das Land die Grundstücke Alt-Hellersdorf 17 und Murtzaner Ring 68 ins Auge gefasst. Trotzdem wird es bei elf Einrichtungen im Bezirk bleiben. Denn die beiden neuen sollen die Containerbauten („Tempohomes“) in der Zossener und der Dingolfinger Straße ablösen. Allerdings dürfte die Zahl der Plätze zunehmen. Die neuen Bauten sind jeweils für bis zu 450 Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt, während die alten nicht mehr als 250 aufnehmen konnten. Das ist zumindest die theoretische Größenordnung. Der Flüchtlingszuzug hat bekanntlich stark nachgelassen. Von rund 4500 Plätzen im Bezirk sind aktuell 3600 belegt. Der Plan des Senats ist es, die solideren MUFs später umzubauen und dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen, wenn sie nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht werden. Zwei Wochen haben die Bezirke Zeit, zu der Liste Stellung zu nehmen.

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Streit um MUF für Geflüchtete

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Der Senat hat am Dienstag, 13. Februar, den Bau von weiteren Modularen Unterkünften für Geflüchtete (MUF) beschlossen. Damit soll die Unterbringung in Notunterkünften beendet werden. Laut einer Pressemitteilung hat der Senat dafür in Abstimmung mit allen Bezirken Vorschläge für neue Standorte entwickelt. Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) dazu: „Die Aussage, dass die Festlegung von zwei Standorten mit dem Bezirk abgestimmt ist, kann ich nicht teilen. Telefonische Mitteilungen, welche Standorte im Bezirk als geeignet erachtet werden, sind weder eine Abstimmung mit dem Bezirk und schon gar keine Abstimmung mit dem Bezirksamt. Ich erwarte, dass es zu einer Verständigung mit dem Bezirksamt kommt, wann und wie die neuen Unterkünfte geschaffen werden sollen und dass das zur Schließung der unsäglichen „Tempohomes“, in denen sich die Wohnbedingungen schwierig gestalten, führt. Dazu gehört für mich auch, dass endlich zügig vorhandene bauliche Mängel beseitigt und bei den im letzten Jahr an den Start gegangenen MUF die noch offenen Bauarbeiten abgeschlossen werden, zum Beispiel die versprochene Lärmschutzwand an der MUF in der Paul-Schwenk-Straße und die Spielflächen in den „Tempohomes“  an der Zossener und der Dingolfinger Straße.

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Siehe auch:

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle zum Beschluss des Senats zum Bau weiterer Unterkünfte für Geflüchtete

Der Bund beansprucht Berliner Flüchtlingsheime für sich

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:
Aktuell leben in 104 Unterkünften noch immer rund 27.300 Flüchtlinge, davon etwa 9000 in Notunterkünften. Bis Ende 2019 sind weitere 15.000 Plätze geplant, vor allem in Modularbauten und Containerquartieren. Zwar bewegt sich die Zahl der Flüchtlinge auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den vergangenen beiden Jahren. Doch wie aus einer Antwort der Sozialverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Adrian Grasse hervorgeht, wird 2017 mit dem Zuzug von immerhin noch rund 8600 Asylsuchenden gerechnet. Im April, Juni und Juli kamen jeweils knapp 600 Flüchtlinge nach Berlin, im März und Mai waren es jeweils rund 700 Menschen. Im Juli wurde eine neue Unterkunft an der Rudolf-Leonhard-Straße in Marzahn mit 450 Plätzen bezogen, in Kürze folgen zwei weitere an der Dingolfinger Straße in Biesdorf (Bezirk Marzahn-Hellersdorf) und der Wolfgang-Heinz-Straße in Buch (Pankow) mit zusammen rund 700 Plätzen.
 

Wenn Flüchtlinge zu Nachbarn werden

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Bei der Flüchtlingsunterbringung in Berlin geht es voran – langsam zwar, aber immerhin, meint Andreas Abel.

Es geht voran mit der Flüchtlingsunterbringung in Berlin – langsamer als ursprünglich gedacht, aber immerhin. Noch leben 10.000 Menschen in teilweise prekären Notunterkünften. Und auch die rot-rot-grüne Landesregierung musste feststellen, dass Planungstermine nicht immer eingehalten werden können und der Teufel im Detail steckt. Insbesondere bei den sinnigerweise „Tempohomes“ genannten Containerquartieren kam es zu Verzögerungen. Mal waren Baumängel Schuld, mal die komplizierte Erschließung der Grundstücke. Bisweilen machten auch Lärm- oder Artenschutz den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung. Aber es bewegt sich etwas.

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Siehe auch:

Bessere Unterkünfte für Flüchtlinge

In welchen Bezirken Berlin neue Flüchtlingsunterkünfte baut

Erst die Notunterkunft, nun der Container

Laut Bericht des „Tagesspiegels“ ist das neue Tempohome in der Dingolfinger Straße in Biesdorf Ende Mai fertiggestellt:

Am Oberhafen in Spandau ist das nächste Tempohome fertig geworden, derzeit werde es möbliert, erklärte die Senatsverwaltung für Integration auf Tagesspiegel-Anfrage. Es wird das sechste Containerdorf der neuen Serie sein. 280 Plätze gibt es zu besetzen, erneut können Flüchtlinge aus Notunterkünften ausziehen. Wer genau profitieren wird, werde laut Senatsverwaltung für Soziales noch geprüft.

Nach dem Leerzug der letzten Turnhalle Ende März sind immer noch rund 13.400 Flüchtlinge in Notunterkünften wie dem ICC oder den Hangars in Tempelhof untergebracht, weit mehr als in anderen Städten. Einen Zeitplan für ihren Umzug in Gemeinschaftsunterkünfte wie Tempohomes oder die komfortableren sogenannten modularen Unterkünfte (MUFs) nennt der Senat nicht. Aus gutem Grund. Schon bei den Turnhallen waren mehrere Terminzusagen nicht eingehalten worden, weil sich der Bau der neuen Flüchtlingsheime verzögerte.

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Ausländischer Konzern betreibt erstmals Flüchtlingsheime

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Ein norwegisches Unternehmen gewinnt die Ausschreibung für zwei Unterkünfte in Berlin – vor allem wegen niedriger Tagessätze.

Berlin.  Das Geschäft mit der Unterbringung von Zehntausenden Flüchtlingen in Berlin lockt inzwischen auch Bieter aus anderen Staaten an. Mit dem norwegischen Konzern Hero Norge AS hat jetzt erstmals ein ausländischer Bewerber vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) den Zuschlag für den Betrieb von Flüchtlingsheimen in Berlin erhalten.

Die Norweger übernehmen die in einem neuen Modularbau eingerichtete Gemeinschaftsunterkunft an der Wittenberger Straße in Marzahn mit 450 Bewohnern. Dort war bisher der Wohlfahrtsverband Volkssolidarität tätig. Und sie sollen das Containerdorf an der Dingolfinger Straße, ebenfalls in Marzahn, managen. Das sogenannte „Tempohome“ soll nach Angaben der Sozialverwaltung in den nächsten Wochen für 280 Menschen eröffnet werden.

Hero Norge hat sich in der Interims-Ausschreibung beim LAF durchgesetzt. Dabei war wohl allein der Preis das ausschlaggebende Kriterium. Der Zuschlag gilt zunächst für sechs Monate vom 1. April an, kann aber um drei Monate verlängert werden.

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Siehe auch:

Norweger übernehmen Flüchtlingsheim in Marzahn

Flüchtlingsheime auf Norwegisch