»Wir wollen den Diskurs ändern«

Via Neues Deutschland:

Die zweite Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen trifft sich, um gemeinsam politisch wirksam zu werden

Auf dem politischen Parkett tanzt ein neuer Akteur: die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen. Menschen mit Migrationsgeschichte, die meist ehrenamtlich zusammenarbeiten, um in ihren Kommunen zu arbeiten, gibt es schon lange – nun schließen sich die Selbstorganisationen zu einer größeren Struktur zusammen, um auch in der breiteren Öffentlichkeit gehört zu werden.

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Planbar: Die Ergebnisse der Diskussion von Initiativen und Zivilgesellschaft zum Gesamtkonzept

Via „Netzwerk Berlin hilft!“:

Vor einem Jahr haben sich in Berlin verschiedene flüchtlingspolitische Initiativen zusammengetan, um in einem offenen Brief an den neuen Senat aktuelle Missstände der Berliner Flüchtlingspolitik zu benennen und gemeinsam Forderungen zu stellen. Durch die enge  Zusammenarbeit ist eine Vernetzung der flüchtlingspolitischen Initiativen in Berlin entstanden, die als gemeinsames Projekt auch die „Planbar“ organisiert haben.

Nach den Richtlinien der neuen Regierungspolitik soll im Dialog mit der Stadtgesellschaft  ein neues „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation“ geflüchteter Menschen erarbeitet werden, um den „Masterplan für Integration und Sicherheit“ abzulösen. Im neuen Gesamtkonzept sollen konkrete Ziele zur Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Berlin definiert und in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Zudem werden die finanziellen Schwerpunkte für die nächsten Jahre festgelegt.

Hierzu tagten bis Februar 2018 zu verschiedenen Themen neun Facharbeitsgruppen (FAGs). Federführend waren die fachlich zuständigen Senatsverwaltungen. Aufgabe der Facharbeitsgruppen war eine Analyse der Lebensbedingungen Geflüchteter in Berlin und die Identifikation konkreter Ziele und Strategien zur Verbesserung der Situation. Dabei wurde der Anspruch formuliert, flüchtlingspolitische Teile der Zivilgesellschaft und NGOs sowie Geflüchtete selbst einzubeziehen.

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Raus aus dem tiefen, dunklen Loch

Langzeitarbeitslose haben ihre eigene Gruppe im Stadtteilzentrum gegründet:

Marzahn. Es sei, als fiele man in ein tiefes, dunkles Loch und komme einfach nicht mehr heraus, obwohl man immerzu strample, sagt Gudrun B. Die Stimme der 53-Jährigen klingt brüchig, wenn sie über die Jahre ihrer Arbeitslosigkeit erzählt. Den letzten sozialversicherungspflichten Job hatte sie 2005. Seitdem hangelte sich die zu DDR-Zeiten als Facharbeiterin für Fernschreibverkehr Ausgebildete von Maßnahme zu Maßnahme, vom Bewerbungstraining zur Umschulung und zurück. Gebracht hat das alles wenig, einen festen Arbeitsplatz hat sie nie mehr gefunden. Auch, weil mit der langen Arbeitslosigkeit gesundheitliche Probleme begannen: „Du hast das Gefühl, Du bist überhaupt nichts mehr wert. Du traust Dich kaum noch aus dem Haus, fühlst Dich völlig hilflos“, sagt sie.

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