Vorbildlicher Plattenbau: Andreas Fritsche gefällt Marzahn und Hellersdorf ausgezeichnet

Via „Neues Deutschland“:

Marzahn ist schön, Hellersdorf nicht minder. Immer noch gibt es im Westen Berlins und im Westen Deutschlands Vorurteile gegen die angeblich tristen Plattenbaugebiete. Das ist ungerecht. Denn mit einer in Skandinavien erdachten und in der DDR vervollkommneten Plattenbauweise ist es einstmals gelungen, sehr zügig moderne und bezahlbare Quartiere zu errichten und damit das Wohnungsproblem als soziale Frage zu lösen, wie es ganz richtig hieß. Viele ältere Bewohner erinnern sich, wie herrlich es war, aus feuchten Altbauwohnungen mit Ofenheizung und Toilette auf halber Treppe oder sogar auf dem Hof in eine Neubauwohnung mit Bad und Zentralheizung umzuziehen.

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Berlin-Marzahn: So lebt es sich wirklich in der Platte

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Für ihr neues Buch „Die Schwestern von Marzahn“ zog die Autorin selbst in den Plattenbau und schildert ihre aufrüttelnden Erfahrungen.

Würde es Michaela und Angelika nicht geben, wäre Christiane Tramitz wohl nie nach Marzahn gekommen. Sie hätte Fabian und Marie nicht kennengelernt und auch nicht Joana, Nela, Plattenhorst und all die anderen Menschen, die ihr ans Herz gewachsen sind. Es gäbe kein Buch und keine Botschaft, keinen Shitstorm und keine Sehnsucht, zurückzukehren nach Marzahn. Ein Wunsch, der Christiane Tramitz vielleicht selbst überrascht.

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Plattenbausiedlung im Wandel: „In Marzahn wird es nie eine Kiez-Kultur geben“

Via „n-tv“:

Zu DDR-Zeiten sind die Plattenbausiedlungen in Berlin-Marzahn heiß begehrt. Nach der Wende folgt der Image-Wandel. Im Interview mit n-tv.de erzählt Standortmarketing-Leiter Oleg Peters, warum viele Bewohner der ersten Stunde den Stadtteil verlassen haben und ob die Platte den Wohnungsnotstand lösen kann.

n-tv.de: Die Plattenbausiedlungen von Marzahn galten Ende der 1070er-Jahre als Prestigeprojekt. Was hat sie so besonders gemacht?

Oleg Peters: In Marzahn wurden damals nicht nur 100.000 Wohnungen in weniger als 15 Jahren gebaut. Es entstanden gleichzeitig auch 360 sogenannte gesellschaftliche Bauten wie Kitas, Schulen, Einkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen, Polikliniken und Kulturstätten. So etwas gibt es heute gar nicht mehr. Architekten, die sich der Bauhaus-Tradition verschrieben hatten, probierten damals, eine eigene Stadt zu bauen. Dabei haben sie viel Raum für Grünflächen gelassen. Herausgekommen ist eine Großsiedlung, in der nicht so eng wie im Märkischen Viertel oder in der Gropiusstadt gebaut wurde.

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Leben in der Berliner Platte: Marzahn ist mehr als eine graue Steinwüste

Es wäre schön, wenn der Bezirk im Zuge der zahlreichen Neubauprojekte auch in Punkto sozialer Durchmischung wieder vielfältiger wird! Der Artikel von -tv über Marzahn benennt einige gute Punkte – an anderen Stellen ist er aber leider wieder sehr tendenziös:
 
Anders als heute lebten zu DDR-Zeiten Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus in den Plattenbauten. „Arbeiter, die damals Genossenschafts-Mitglieder waren, bekamen über ihren Betrieb Wohnungen zugeteilt. Deswegen gab es in der Zusammensetzung eine große Bandbreite von Mietern, die es in dem Ausmaß so heute nicht mehr gibt“, sagt Peters. Dass früher der Architekturprofessor neben dem Maurer gewohnt habe, sei kein Märchen.
 

Marzahn: Burkhard Peters montierte die meisten Plattenwohnungen

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Der 40. Geburtstag des Bezirks ist auch eine Erinnerung an die Bauarbeiter wert, die die Häuser in den neuen Großsiedlungen gebaut haben. Einer von ihnen ist ist Burkhard Peters, dessen Brigade die ersten Sechsgeschosser an der Luise-Zietz-Straße montierte.

„Hier haben wir die ersten Platten in Marzahn für die Sechsgeschosser zusammengesetzt“, sagt Burkhard Peters, als er vor dem Haus Luise-Zietz-Straße 95 steht. Darin klingt verhaltender Stolz und eine gewisse Nachdenklichkeit mit.

Als offizieller Beginn des Baus der Großsiedlung Marzahn gilt der 8. Juli 1977. Nur wenige hundert Meter entfernt an der Marchwitzastraße setzte an diesem Tag die Brigade Zeise die ersten Platte überhaupt für einen Elfgeschosser. Nicht weit davon entfernt steht das Denkmal, das seit 1979 an dieses historische Datum erinnert.

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Deutschlands allererste Platte: Die Splanemann-Siedlung war der Versuch industriellen Wohnungsbaus

Die „Berliner Woche“ schreibt:

Zwischen Plattenbauten, Bahntrasse, Kleingärten und Gewerbehöfen wirken die hübschen roten Häuser fast ein wenig fehl am Platz. Dabei verdient die Splanemann-Siedlung in Friedrichsfelde-Süd eigentlich besondere Aufmerksamkeit. Das Ensemble aus den späten 1920er-Jahren gilt als erster Versuch industriellen Wohnungsbaus in Deutschland – im Prinzip war‘s ein Testlauf für die Platte.

In vielen Produktionszweigen hatte sich die Industrialisierung schon Anfang des 19. Jahrhunderts vollzogen, die Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg erforderte nun auch für den Wohnungsbau ein effektiveres Arbeiten.

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Kein Bezirk altert so schnell wie Marzahn-Hellersdorf

Der „Tagesspiegel“ schreibt:


Nirgendwo in Berlin altert die Bevölkerung so schnell wie in Marzahn-Hellersdorf. Was die Plattenbausiedlungen damit zu tun haben.

Dass sie es so lange miteinander aushalten würden, hatten Elga und Ulrich Jahnke selber nicht gedacht. Im September feierte das Ehepaar aus Hellersdorf Gnadenhochzeit – 70 Jahre Seite an Seite, vom Bezirk gab es dafür eine Ehrung. Und aktuell spricht nichts dagegen, dass noch ein paar Jahre dazukommen. Ulrich Jahnke, trotz stolzer 91 Jahre und Herzschrittmachers immer noch topfit, schreibt gerade an seiner Autobiografie.

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https://www.morgenpost.de/bezirke/marzahn-hellersdorf/article216017247/Marzahn-Hellersdorf-altert-schneller-als-andere-Bezirke.html

Was wir vom Osten lernen können?: Wie man Städte familienfreundlich plant

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Vor ein paar Tagen fragte mich jemand, ob ich in der DDR nicht eine schwere Kindheit hatte. Schon in der Frage klang die erwartete Antwort mit: Schwere Kindheit, schweres Leben, gut, dass es vorbei ist. Ich kenne das. Mein Leben in der DDR wird oft von anderen bewertet, und lange habe ich diese Bewertung für mich selbst übernommen, habe mir und meinen Erinnerungen nicht getraut. Es ist erstaunlich, wie das geht, dass es überhaupt geht.

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Impasse – Was Rom-Corviale und Marzahn-Nordwest verbindet

Sozialer #Wohnungsbau in #Rom und #Berlin: Was verbindet den #Corviale, das längste Haus der Welt, mit #Marzahn#NordWest? Mehr als man annimmt. Das zeigen die Bilder des italienischen Fotografen Pasquale #Liguori, die jetzt im Rathaus Marzahn zu sehen sind…

Marzahn. Der Blick aus einer zerborstenen Fensterscheibe der Brücke am S-Bahnhof Ahrensfelde zeigt eine ungewohnte Perspektive auf die Märkische Allee. Aufgenommen hat das Foto der in Neapel geborene und seit 20 Jahren in Rom lebende italienische Fotograf Pasquale Liguori. Elf Mal war er in diesem Jahr auf eigene Kosten nach Marzahn gereist, um den Stadtteil abzulichten. In seiner „Impasse“ genannten Ausstellung, was man etwa mit „Sackgasse“ oder „Stillstand“ übersetzen kann, setzt er die Bilder aus Marzahn in Beziehung zu Aufnahmen von Rom-Corviale. „Stadtrand am Scheideweg“ lautet der Untertitel der Exposition im alten Rathaus Marzahn, die von den Abgeordneten Dr. Manuela Schmidt (Linke) und Iris Spranger ( SPD) unterstützt wurde, ebenso vom Quartiersmanagement Marzahn-NordWest und zahlreichen Akteuren im Gebiet wie Matthias Bielor von der Spielplatzinitiative Marzahn und Marina Bikadi vom Kulturhochhaus.

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Berlin-Marzahn: Die einst größte Plattenbausiedlung Europas wird 40

Der „Deutschlandfunk“ berichtet:
Vor 40 Jahren wurden die Möbel noch im Schlamm angeliefert und Erich Honecker schaute damals auch vorbei. Heute ist Berlin-Marzahn mit seiner Plattenbausiedlung einer der grünsten Stadtteile.
„Ich hatte einen kleinen Kaffee bestellt, hatte ich schon gesagt. Wer noch? Finger hoch? Kleinen Kaffee, ich… Fünfmal Kräutertee, einmal Schwarztee. Genau.“Zehn Frauen erholen sich bei Kaffee und Tee vom Frühsport. Jeden Montag um 9 Uhr kommen die Frauen aus der Nachbarschaft zur Seniorengymnastik ins Bürgerhaus Südspitze, einen Nachbarschaftsverein in Berlin-Marzahn. Karin Prutz ist mit 79 Jahren eine der jüngeren Teilnehmerinnen.

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