Perspektiven für Berlins: Baupolitik Zurück zur Platte?

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Über die Risiken und Chancen des modularen Bauens für die Berliner Stadtentwicklung diskutierten am Montagabend Experten aus Senat und Bauwesen in der Urania.

Einen Erfolg konnte Berlins Senatsbaudirektorin und bekennender Union-Fan Regula Lüscher an diesem Abend verbuchen: den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Gut vorbereitet war sie jedenfalls, pünktlich um halb neun zog sie den Fanschal auf dem Podium in der Urania aus ihrer Handtasche.

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Modulbau Neuer Haustyp für die Großsiedlung

Via „Berliner Zeitung“:

Hellersdorf – Knapp sieben Monate nach der Grundsteinlegung hat die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land am Montag in Marzahn-Hellersdorf das Richtfest für 165 Mietwohnungen gefeiert. Bei dem Vorhaben an der Schkeuditzer Straße handelt es sich um den Bau eines sogenanntes Typenhauses. Darunter versteht die Stadt und Land ein aus standardisierten Modulen zusammengesetztes Gebäude.

„Modulares Bauen ermöglicht nicht nur die zügige Realisierung einer großen Anzahl von Wohnungen, sondern trägt auch dazu bei, die Kosten im Wohnungsneubau zu dämpfen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). „Beides ist angesichts des aktuellen Wohnungsbedarfs in Berlin von essenzieller Bedeutung.“

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Richtfest für erstes Typenhaus

Via „LichtenbergMarzahn+“:

Hellersdorf. Für das erstes Typenhaus der Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft wurde am Montag, 19. November, der Richtkranz hochgezogen: Das Gebäude an der Schkeuditzer Straße 28-36 steht nun im Rohbau. In dem aus vorgefertigten Modulen errichteten Haus entstehen insgesamt 165 Ein-bis Vierzimmerwohnungen, alle mit Balkon oder Terrasse. Die Hälfte davon ist gefördert, 57 Wohnungen sind barrierefrei. Der Bau wird bis zum Frühjahr 2020 fertiggestellt. Das Gebäude ist ein Prototyp. Die Stadt und Land hat damit das Thema der Standardisierung des Wohnungsbaus aufgenommen – angesichts der Wohnungsknappheit ein dringendes Erfordernis, um zügig Wohnraum in großer Zahl zu schaffen. Die landeseigene Gesellschaft hat 2.390 Wohnungen im Bau, für weitere 661 Wohnungen ist ein Baubeginn 2019 geplant.

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DDR-Platte dient als Vorbild für neue Wohnungen in Berlin

Der „rbb“ berichtet:

Die landeseigenen Wohnungsbau-Unternehmen sind angehalten zu bauen, bauen, bauen. Und sie tun es: Die „Stadt und Land“ hat gerade Richtfest bei ihrem neuen „Typenhaus“ in Hellersdorf gefeiert – das Vorbild sind DDR-Plattenbauten.

Zum bombastischen Klang von Richard Strauß‘ „Also sprach Zarathustra“ hebt sich der Richtkranz am Rohbau in die Höhe, beim Richtfest für das erste „Typenhaus“ der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land. Architekt Frank Arnold hat hier, in der Schkeuditzer Straße 28-36 in Hellersdorf, 165 Wohnungen entworfen. „Es geht – fast im Sinne des gründerzeitlichen Bauens – darum, dass man gute und bewährte Grundrisse zu Modulen zusammenfügt“, erklärt Arnold, „und relativ schnell in bestimmten städtebaulichen Situationen einsetzen kann.“

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Marzahn: Die neue Seite der Plattenbauten

Sehr lesenswerter Artikel der Berliner Morgenpost zur Neu- und Umgestaltung von Plattenbauvierteln in Marzahn und anderswo:
 
Marzahn. Wer in Berlin mit der S-Bahn nach Marzahn fährt, sieht das Plattenbaugebirge schon von Weitem. Es hat Ähnlichkeit mit dem Vorort einer US-amerikanischen Stadt: autogerecht gebaut, aneinandergereihte Hochhäuser zwischen Grünflächen, eine Shopping Mall, Fast-Food-Lokale und Discounter. Der Weg zu Fuß zur Adresse von Shirley Langfeld und Marco Heizmann, die in ihre Wohnung einladen, führt an einer vierspurigen Straße entlang zu einem von Autos voll geparkten Platz. Sie wohnen in einem Hochhaus, einer WBS-70-Platte mit knallfarbiger Fassade. Im 21. Stock bewohnt das junge Paar eine 100-Quadratmeter-Wohnung, die durch versetzte Wände aus zwei kleineren Wohnungen zusammengelegt wurde.
 
 

Das ist der Plan gegen die Wohnungsnot in Berlin

Hochhäuser in Plattenbauweise als Lösung für die Wohnungsnot in Berlin?:
 
Erst hat das Hochhausfieber in Berlin die Projektentwickler ergriffen, die hochpreisige Eigentumswohnungen in schicken Türmen an der Spree hochzogen. Jetzt wagen sich auch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften an die Tower. Doch mit den seelenlosen Betonburgen der 60er- bis 80er-Jahre soll das Typenhochhaus der Zukunft so gut wie nichts mehr verbinden, versichern die Unternehmen. Lediglich der größte Vorteil der alten „Platte“ soll neu aufgelegt werden: Zeit und Kosten durch ein modulares Baukastensystem einzusparen. Anders wird es auch nicht gehen, wenn das vom Senat gesetzte Ziel, bis zum Jahr 2026 rund 60.000 neue Mietwohnungen zu errichten, noch gelingen soll, so die einhellige Expertenmeinung.

Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land will Serien-Haus bauen: Prototyp an Schkeuditzer Straße

Von 2002 bis 2008 wurden in Marzahn-Hellersdorf #Mahe mehr als 4.300 #Wohnungen abgerissen, jetzt werden dringend wieder neue gebraucht. Um Zeit und Kosten zu sparen, hat die kommunale #Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land ein #Typenhaus gefertigt, das in serieller Bauweise errichtet werden kann…

Marzahn-Hellersdorf. Man könnte es Platte 2.0 nennen: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land Wohnbautengesellschaft hat ein Typenhaus entwickelt. Damit sollen Geld und Zeit beim Wohnungsbau gespart und eine der drängendsten aktuellen Aufgaben gelöst werden: wieder rasch Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung zu stellen. Denn die steigenden Einwohnerzahlen in Berlin haben auch in Marzahn-Hellersdorf dafür gesorgt, dass der Wohnraum knapp geworden ist. Leerstandszahlen wie kurz nach der Jahrtausendwende, als im Bezirk rund 11.500 Wohnungen nicht vermietet waren, kennt man hier längst nicht mehr. Zwischen 1 und 2 Prozent liegt der Leerstand bei den verschiedenen Wohnungsunternehmen in den Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf. Dieser ist vor allem umzugsbedingt.

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