Jugend und Politik: Und was ist mit uns?

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt:

Unsere Autorin macht mit benachteiligten Jugendlichen Schreibwerkstätten. Und merkt seit Jahren, dass sich diese Menschen von der Politik völlig verlassen fühlen. Ein Drama in zehn Szenen.

„Ich finde es nicht gut, dass die Flüchtlinge, wenn sie nach Deutschland kommen, alle ein Smartphone bekommen“, beschwert sich eine Schülerin in einer Kleinstadt in Hessen. Ich bin zu einer Literaturwerkstatt eingeladen, wie ich sie seit über zehn Jahren im deutschsprachigen Raum gebe, besonders für benachteiligte junge Menschen. An diesem Nachmittag haben mich die Schüler gefragt, ob wir uns mal über Politik unterhalten könnten, das würde sonst keiner mit ihnen machen. Die Schüler, Schulverweigerer, sollen hier ihre letzte Chance nutzen, um einen Schulabschluss nachzuholen. Einige von ihnen waren, angeblich von Schulen und Eltern unbemerkt, fast zwei Jahre lang nicht mehr in eine Schule gegangen. Alle wissen, was Armut bedeutet. Sie tragen teilweise die gesamte Verantwortung für ihre nicht intakten Familien. Zukunftschancen rechnet sich hier keiner aus.

Weiterlesen

Berliner Senat investiert 42 Millionen Euro in die Integrationspolitik

Pressemitteilung des Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration:

Die Partizipation der Migrantinnen und Migranten ist ein Schwerpunkt der Berliner Senatspolitik. Partizipation heißt Teilhabe. Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte sollen überall gleiche Rechte und Chancen haben und in allen gesellschaftlichen Bereichen repräsentiert sein.

Aber was kostet Integration? Wie viel Geld gibt der Senat für jährlich für integrationspolitische Programme aus?

Nach einer Abfrage bei den einzelnen Senatsverwaltungen im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge lassen sich die verschiedenen Maßnahmen konkret beziffern. Die interne Auswertung ergab, dass der Senat jährlich 42 Millionen Euro für zusätzliche integrationspolitische Förderprogramme ausgibt. Weil alle Senatsverwaltungen innerhalb ihrer Kompetenz Integration und Partizipation fördern, können sehr vielfältige Zielgruppen erreicht werden. Dazu gehören nicht nur Geflüchtete. Migrantinnen und Migranten aus Drittstaaten, Zuwanderer aus der EU sind weitere Zielgruppen auch Migrantenorganisationen, ethnische Minderheiten und gezielt auch Familien, Kinder und Frauen.
Den Löwenanteil erhält dabei das erfolgreiche Berliner Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen. Integrationslots/innen und Stadtteilmütter vermitteln dabei zwischen Migrantinnen und Migranten und Behörden oder Bildungs-, Gesundheits- und Jugendeinrichtungen (http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/integrationslots-innen/). Diese aufsuchende Arbeit beansprucht fast 7 Millionen Euro. Den Berliner Bezirken stehen insgesamt 9,2 Millionen Euro im Rahmen des Integrationsfonds zur Verfügung.

Weiterlesen

 

Marzahn-Nord: Quartiersrats-Sitzung in der Gemeinschaftsunterkunft Wittenberger Straße

Via Kiezbericht:

Die März-Quartiersrats-Sitzung fand am 15.03.2018 erstmals in der Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße statt. Für die rege Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Organisation und Bewirtung gilt bereits an dieser Stelle der Dank.

Nach der Begrüßung durch die Sprecher und Specherin des Quartiersrats wurde zunächst in der Anwesenheitskontrolle festgestellt, daß die Zahl der stimmberechtigten Anwesenden nicht ausreichend war. Durch späteres Erscheinen weiterer Mitglieder konnte die Abstimmung über die Protokolle der zurückliegenden zwei Sitzungen dennnoch mit mehrheitlichem Ergebnis erfolgen.

Einen großen zeitlichen Rahmen nahm der Austausch zwischen Alt- und Neu-Berlinern in Anspruch, der an vier Tischen über die Themen „Den Ort kenne ich“, „Den Ort mag ich“, „Den Ort mag ich nicht“ und „Ideen, Wünsche und Anregungen“ intensiv diskutiert wurde. Die jeweiligen Moderatoren und Moderatorinnen trugen später die Ergebnisse vor und wurden vom Team des Quartiersmanagements zusammenfassend auf ein Flipchard übertragen.

Weiterlesen

Dokumentation des 7. Fachtags Vietnamesisches Berlin zum Thema Angekommen?

Chancen und Herausforderungen für Integration und Partizipation der Zugewanderten aus Vietnam und ihrer Familien von VIA Berlin/Brandenburg zum Download hier.
Aus dem Vorwort:
Der Fachtag „Vietnamesisches Berlin“ ging in diesem Jahr neue Wege. Er verließ das erste Mal die traditionellen Standorte Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf und fand an einer Hochschule, der Humboldt-

Universität in Berlin-Mitte mit rund 100 Teilnehmenden statt. Der Standort wurde gewählt, um junge vietnamstämmige und -interessierte Menschen zu einem Generationsdialog einzuladen. Vor allem mit der so genannten 1,5. Generation (diejenigen, die im Rahmen der Familienzusammenführung zu den Eltern in Deutschland nachzogen) sollten Fragen, wie die folgenden diskutiert werden: wie sie ihre Rolle in der Gesellschaft und in Bezug auf diepolitische Teilhabe sehen? Welchen Beitrag (wollen) sie für die Integration ihrer Landsleute leisten? Welche Ressourcen haben sie von ihren Eltern/von der 1. Generation „geerbt“ und welche Bedeutung besitzen Migrant*innenorganisationen für sie? Der fragende Titel „Angekommen?“ des diesjährigen Fachtages steht symbolisch für diese Generation, die sich trotz ihrer Sozialisation hierzulande weitgehend noch nicht angekommen fühlt. Zugleich impliziert er die Aufforderung an die Heranwachsenden, sich im politischen und gesellschaftlichen Kontext sichtbar zu machen und Stellung zu beziehen.

 

Alice-Salomon-Hochschule (Hellersdorf-Nord): Seminarreihe ,,Mehrsprachigkeit als Chance“ – MaMis en Movimiento e.V.

MaMis en Movimiento e.V. bietet an der Alice-Salomon-Hochschule eine neue Seminarreihe ,,Mehrsprachigkeit als Chance“ an. Hier die Einladung zur Teilnahme und Weiterverbreitung:
 
Sehr geehrte/r Damen/Herren,
Unsere Gesellschaft wird immer internationaler. Mehrsprachigkeit ist daher eine wichtige Ressource – für den Einzelnen, aber auch für die gesamte Gesellschaft.
Mit dieser Seminarreihe ,,Mehrsprachigkeit als Chance“ wollen MaMis en Movimiento e.V. die Personen bzw. Einrichtungen unterstützen, welche mit Kindern, die einen Migrationshintergrund haben, und ihren Familien zusammenarbeiten.
In der geplanten Seminarreihe sollen unter anderem unterschiedliche Strategien vermittelt werden, um die Partizipation in der frühkindlichen Erziehung in Kitas zu fördern. Diese Erfahrungen sollen verallgemeinert werden. Außerdem soll erreicht werden, dass es zu einem Austausch zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor kommt. Bei den Methoden der Entwicklung und Vertiefung beruflicher Schlüsselkompetenzen setzen wir auf erfahrungsorientierte Lernmethoden. Die Gruppe bzw. der Einzelne in der Gruppe bekommt die Möglichkeit sich selbst in Interaktion zu erfahren. Dabei wird agiert, kommuniziert, nachgedacht, erlebt und gefühlt.

Ausschreibungen für die Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Marzahn und Hellersdorf

Ab sofort haben Sie die Möglichkeit Projektideen im Rahmen des Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Marzahn und Hellersdorf einzureichen. Die Formulare zum Einzureichen von Projektideen findet Ihr hier und hier.

Berlin will neues Konzept für Geflüchtete entwickeln

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

Integrationsbeauftragte Germershausen: Kernpunkte sind eine akzeptable Wohnsituation, der Spracherwerb oder der Zugang zum Arbeitsmarkt

Berlin. Das Land Berlin will gemeinsam mit der Stadtgesellschaft ein neues Maßnahmenpaket für die Integration erarbeiten. »Wir entwickeln gerade ein neues Konzept für die Integration und Partizipation von Geflüchteten«, erklärte Berlins Integrationsbeauftragter, Andreas Germershausen, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Dienstagausgabe). Ziel der Integration soll es sein, so Germershausen, die »Menschen, die geflohen sind und damit ihren Lebenskontext aufgeben mussten, dabei zu unterstützen, das eigene Leben möglichst schnell wieder selbst bestimmen und gestalten zu können«.

Weiterlesen

Siehe auch:

Integration von Geflüchteten „Der Großteil der Menschen wird bleiben“

Angekommen in Berlin?! Partizipation leben

Der „Paritätische Wohlfahrtsverband“ schreibt:

Beteiligungsformen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge schaffen

Evin e. V. ist seit 1997 im Bereich der Jugendhilfe in Berlin tätig und betreut unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im Rahmen der stationären Hilfe zur Erziehung fördern wir die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus verschiedenen Herkunftsländern wie zum Beispiel Syrien, Afghanistan, Gambia oder Serbien in ihrer Entwicklung durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen Angeboten. Entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand der Jugendlichen bieten wir eine auf längere Zeit angelegte Lebensform und bereiten auf ein selbständiges Leben vor.

Weiterlesen