Rassismus – „so eine Art gesellschaftliche Stille“

Via „Migazin“:

Die Doku „Der Zweite Anschlag“ zeigt rassistische Gewalt aus der Opferperspektive. Regisseurin Mala Reinhardt zeigt den Film derzeit in vielen deutschen Städten. Für MiGAZIN hat sie mit Kai Stoltmann über die Kontinuität von rassistischem Terror und die Reaktionen auf den Film gesprochen.

Der Dokumentarfilm „Der Zweite Anschlag“ von Mala Reinhardt schildert die Auswirkungen rassistischer Gewalt aus der Perspektive der Opfer. Die Protagonisten des Filmes sind Überlebende und Angehörige von rechten Anschlägen – wie beispielsweise die Betroffene des Pogroms von Rostock Lichtenhagen Mai Phương Kollath, der Überlebende des Möllner Brandanschlags Ibrahim Arslan und Osman Taşköprü, dessen Bruder vom NSU ermordet wurde. Auf Basis von Interviews entwickelt „Der zweite Anschlag“ ein Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonisten durchlebt haben.

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Neue Drohbriefe – Hessens Polizei gerät stärker in Bedrängnis

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

In dem Fall der Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız, die mit dem Tod bedroht wird, gibt es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung neue Hinweise darauf, dass der oder die Täter aus der Polizei stammen. Grundlage des Verdachts sind weitere Drohschreiben, welche die Juristin erhalten hat. Von diesen jüngsten Drohungen war bislang öffentlich nichts bekannt. In ihnen verwenden die Täter besondere Ausdrücke, die nach Ansicht der Psychologen des hessischen Landeskriminalamts auf Insiderwissen aus der hessischen Polizei hindeuten.

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Warum hat Deutschland Do Anh Lan vergessen?

Via „Zeit Online“:

1980 wurden zwei Vietnamesen in Hamburg Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags. Bis heute kämpft die Mutter eines der Opfer für einen Gedenkort – erfolglos.

Rassismus ordnet unser Denken und Zusammenleben. Mit dem Schwerpunkt „Alltag Rassismus“ wollen wir herausfinden, warum das so ist, was das für die Gesellschaft bedeutet und wie sich das verändern ließe. Mit einem Besuch bei der Rentnerin Do Mui wollen wir herausfinden, welche Folgen ein rassistisches Verbrechen auch noch Jahrzehnte später haben kann.

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10.2.2017 Audimax/ASH Berlin: NSU-Monologe und Podiumsdiskussion

Die NSU Monologe gastieren am 10. Februar 2017 im Audimax der ASH Berlin. Das Dokumentarische Theater feierte im November 2016 seine Premiere im Heimathafen Neukölln.
Sechs Jahre nach Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im Jahr 2011 gewährt das Stück Besuchern Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit.

Im Anschluss findet vor Ort die von Prof. Dr. Esther Lehnert moderierte Podiumsdiskussion „Der NSU-Prozess im 4. Jahr – Was hat der Prozess bisher bewirkt und was nicht?“ u.a. mit Petra Pau (Die Linke) statt. Eintritt ist frei. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Soli-Essen in der Hochschule.

Mehr Infos dazu hier.

Neonazi Kay Diesner ist wieder frei: Der Tag, vor dem die Opfer sich fürchten

Marzahner Neonazi Kay Diesner laut „Tagesspiegel“ auf freiem Fuß:

Klaus Baltruschat kann es nicht vergessen: wie er in seinem Buchladen den Schatten erblickt, den Schuss hört, der ihn verstümmelt. Vor 20 Jahren lief der Neonazi Kay Diesner Amok. Nun ist er frei.

Gäbe es so etwas wie einen Prototypen des antifaschistischen Rentners, dann wäre es Klaus Baltruschat. Ein knubbelig-knorriger Mann, der gern lacht, aber auch mit lauter Stimme darüber wettert, dass die NPD schon wieder nicht verboten wurde. „Nazis gehören in Deutschland dazu, so einfach ist das!“

Klaus Baltruschat ist mit seinen 82 Jahren immer noch dabei, wenn es auf der Straße „ gegen Nazis geht“, oder bei der alljährlichen Demo zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Ehefrau Käthe, auch 82, hat etwas Probleme mit den Augen, doch sie zieht bei ihm untergehakt mit.

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