Für Nachnutzung der MUFs gibt es offenbar Hürden

Via „rbb“:

Berlin baut derzeit rund 30 Modularbauten für Flüchtlinge. Diese, so heißt es, könnten irgendwann auch als Studenten- oder Altersheime genutzt werden. Doch bei einem Teil der Bauten ist die Sache offenbar nicht so einfach.

Einige der Modularbauten, die das Land Berlin derzeit für Flüchtlinge errichten lässt, können offenbar später nicht so einfach von anderen Bewohnern genutzt werden. Wie Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Donnerstag bestätigte, wurden und werden insgesamt sechs Anlagen nach einem Sonderrecht erbaut – dem sogenannten Flüchtlingsbaurecht.

Dieses erleichtert das Bauverfahren für die Unterkünfte, macht jedoch auch Auflagen bei der Nutzung. Nach dem Flüchtlingsbaurecht dürften in den ersten drei Jahren ausschließlich geflüchtete Menschen in diesen Unterkünften wohnen, so Breitenbach. Berlin plant jedoch eine Nachnutzung auch für andere Menschen.

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Theaterbühne oder Lager: So werden Berliner Flüchtlingsunterkünfte künftig genutzt

Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge wohnen inzwischen in Gemeinschaftsunterkünften. Neben Containerdörfern sollen mehrere „modulare Flüchtlingsunterkünfte (MUF)“ gebaut werden, moderne Wohnblöcke in Beton-Fertigbauweise mit abgeschlossenen Wohnungen für Familien. In Marzahn-Hellersdorf sind bereits solche Gebäude für mehrere hundert Menschen entstanden. Die Wohnblöcke können auch nach dem Ende der Nutzung durch Flüchtlinge weiter zu Wohnzwecken vermietet werden.
Ein großes Problem ist die allgemeine Wohnungsknappheit. Nach Auskunft des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten bleiben schon jetzt mehr als 10 000 Menschen in den Unterkünften, obwohl sie aufgrund ihres Aufenthaltsstatus‘ nicht mehr dort wohnen müssten.

Lichterfelde: 256 Plätze in Flüchtlingsunterkunft an der Finckensteinallee

Ein Blick nach Lichterfelde:
 
Lichterfelde. Bis Ende September ist in Berlin der Bezug von zwölf neuen Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge mit insgesamt 4420 Plätzen geplant. Dann werden auch die Tempohomes an der Finckensteinallee fertig sein.
Die in Container-Bauweise entstehenden Tempohomes können für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren genutzt werden. In der Finckensteinallee sollen 256 Menschen ein vorübergehendes neues Zuhause finden. Die Unterkünfte haben Gemeinschaftsräume und Kochgelegenheiten. So können sich die Bewohner selbst versorgen. In Steglitz entstehen weiterhin noch modulare Unterkünfte (MUF) an der Leonorenstraße. Die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres geplant.
 

Rund 4500 neue Plätze für Geflüchtete geplant

Der Bezug von zwölf neuen Gemeinschaftsunterkünften im Land Berlin mit insgesamt 4.420 Plätzen ist bis Ende September geplant.

Seit Dezember 2016 sind bereits 2.150 Geflüchtete aus Notunterkünften, darunter auch Turnhallen, in Gemeinschaftsunterkünfte umgezogen. Von den in den Unterkünften des LAF insgesamt untergebrachten Geflüchteten konnten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2.370 Bewohner*innen in privaten Wohnraum vermittelt werden:

Bezug von zwölf Berliner Gemeinschaftsunterkünften bis Ende September

Bis Ende September 2017 ist im Land Berlin der Bezug von zwölf neuen Gemeinschaftsunterkünften mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 4.420 Plätzen geplant. Daher werden auch während der Berliner Sommerferien zahlreiche Geflüchtete, die jetzt noch in Notunterkünften leben, in qualitativ hochwertigere Unterkünfte umziehen.

Claudia Langeheine, Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF):

„Als neue Unterkünfte stehen uns neben einer im Umbau befindlichen Bestandsimmobilie sowohl die Modularen Unterkünfte (MUF) für Flüchtlinge zur Verfügung als auch die in Container-Bauweise erstellten Tempohomes, die für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren genutzt werden können. Alle Unterkünfte verfügen neben Gemeinschaftsräumen auch über Kochgelegenheiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LAF tragen dafür Sorge, dass die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner rechtzeitig von der bisherigen Vollversorgung auf Selbstversorgung umgestellt werden und die dafür vom Gesetzgeber vorgesehenen Mittel erhalten.“

In der vergangenen Woche wurde mit dem Bezug der Modularen Unterkunft am Hagenower Ring (300 Plätze, Lichtenberg) begonnen. Es folgen die Unterkünfte in der Rudolf-Leonhard-Straße (450 Plätze, Marzahn-Hellersdorf) und in der Wolfgang-Heinz-Straße (450 Plätze, Pankow).

Im angegebenen Zeitraum werden Unterkünfte auch in Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Spandau entstehen.

Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF)

Adresse und Kapazität:
Hagenower Ring, 300
Wolfgang-Heinz-Straße, 450
Rudolf-Leonhard-Straße, 450
Albert-Kuntz-Straße, 450
Freudstraße, 320

Tempohomes

Adresse und Kapazität:
Dingolfinger Straße, 256
Finckensteinallee, 256
Karl-Marx-Straße, 160
Fritz-Wildung-Straße, 160
Lissabonallee, 256
Columbiadamm, 1024

Bestandsgebäude

Adresse, Kapazität
Spandauer Straße, 338

Gesamtkapazität: 4420 Plätze

Seit Dezember 2016 sind bereits 2.150 Geflüchtete aus Notunterkünften, darunter auch Turnhallen, in Gemeinschaftsunterkünfte umgezogen. Von den in den Unterkünften des LAF insgesamt untergebrachten Geflüchteten konnten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2.370 Bewohnerinnen und Bewohner in privaten Wohnraum vermittelt werden.

Quelle

Wenn Flüchtlinge zu Nachbarn werden

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Bei der Flüchtlingsunterbringung in Berlin geht es voran – langsam zwar, aber immerhin, meint Andreas Abel.

Es geht voran mit der Flüchtlingsunterbringung in Berlin – langsamer als ursprünglich gedacht, aber immerhin. Noch leben 10.000 Menschen in teilweise prekären Notunterkünften. Und auch die rot-rot-grüne Landesregierung musste feststellen, dass Planungstermine nicht immer eingehalten werden können und der Teufel im Detail steckt. Insbesondere bei den sinnigerweise „Tempohomes“ genannten Containerquartieren kam es zu Verzögerungen. Mal waren Baumängel Schuld, mal die komplizierte Erschließung der Grundstücke. Bisweilen machten auch Lärm- oder Artenschutz den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung. Aber es bewegt sich etwas.

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Siehe auch:

Bessere Unterkünfte für Flüchtlinge

In welchen Bezirken Berlin neue Flüchtlingsunterkünfte baut

Erst die Notunterkunft, nun der Container

Laut Bericht des „Tagesspiegels“ ist das neue Tempohome in der Dingolfinger Straße in Biesdorf Ende Mai fertiggestellt:

Am Oberhafen in Spandau ist das nächste Tempohome fertig geworden, derzeit werde es möbliert, erklärte die Senatsverwaltung für Integration auf Tagesspiegel-Anfrage. Es wird das sechste Containerdorf der neuen Serie sein. 280 Plätze gibt es zu besetzen, erneut können Flüchtlinge aus Notunterkünften ausziehen. Wer genau profitieren wird, werde laut Senatsverwaltung für Soziales noch geprüft.

Nach dem Leerzug der letzten Turnhalle Ende März sind immer noch rund 13.400 Flüchtlinge in Notunterkünften wie dem ICC oder den Hangars in Tempelhof untergebracht, weit mehr als in anderen Städten. Einen Zeitplan für ihren Umzug in Gemeinschaftsunterkünfte wie Tempohomes oder die komfortableren sogenannten modularen Unterkünfte (MUFs) nennt der Senat nicht. Aus gutem Grund. Schon bei den Turnhallen waren mehrere Terminzusagen nicht eingehalten worden, weil sich der Bau der neuen Flüchtlingsheime verzögerte.

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Neubauten statt Notunterkünfte für Flüchtlinge in Berlin

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:
Berlin plant 32 Modularbauten und 23 Containerdörfer für Flüchtlinge. Die Tempohomes werden viel teurer.
Wer baut, muss mit unliebsamen und meist teuren Überraschungen rechnen. Das erlebt derzeit auch die landeseigene Berliner Immobilien-Management GmbH (BIM). Sie ist zuständig für den Bau der sogenannten Tempohomes, der Containerquartiere für Flüchtlinge. 30 dieser Unterkünfte sollten errichtet werden, dafür waren 78 Millionen Euro bewilligt. Doch das Geld reichte nicht. Nun genehmigte der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses einen satten Nachschlag von 32,1 Millionen Euro. Dafür werden allerdings nur 23 Containerquartiere errichtet.

Vorgefertigt und kostengünstig: Richtfest für die Modularen Flüchtlingsunterkünfte in Buch

Auch in anderen Berliner Bezirken entstehen aktuell MUFs:

Buch. Für die Flüchtlingsunterkunft in der Wolfgang-Heinz-Straße 45a-g wurde jetzt Richtfest gefeiert. Auf dem landeseigenen Grundstück unweit der Marianne-Buggenhagen-Schule entsteht bis zum Sommer eine sogenannte Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF).

Diese soll als Gemeinschaftsunterkunft bis zu 450 Menschen beherbergen. An der Wolfgang-Heinz-Straße entstehen zwei Wohnhäuser mit jeweils fünf Etagen. Außerdem sind ein Funktionsgebäude sowie Sport-, Spiel- und Freiflächen geplant. Insgesamt zehn landeseigene MUF entstünden in Berlin, so Hermann-Josef Pohlmann, der für den Bau zuständige Abteilungsleiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Der Vorteil an den MUF sei, dass schnell und in hoher Qualität gebaut werden könne.

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Sechs neue Flüchtlingsheime nur ein erster Schritt

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Steglitz-Zehlendorf. Anfang Februar wurden alle Notunterkünfte für Flüchtlinge in Turnhallen freigezogen. Die Bewohner konnten in Modulare Unterkünfte (MUF) in anderen Bezirken einziehen. Auch in Steglitz-Zehlendorf entstehen sechs neue MUF. Denn noch immer müssen über 17 000 Geflüchtete in Berlin in Notunterkünften leben.

Die fünf Standorte für sechs geplante neue Unterkünfte sind über ganz Steglitz-Zehlendorf verteilt. Der Bau der ersten Unterkünfte, sogenannter Tempohomes, für rund 250 bis 280 geflüchtete Menschen in der Finckensteinallee in Lichterfelde hat mit der Planierung der Fläche begonnen. Die Fertigstellung ist Ende April geplant. Kurze Zeit später soll die Unterkunft in der Lissabonallee in Zehlendorf bezogen werden können. Die Inbetriebnahme der Tempohomes soll im Juni sein. Geplant ist eine Kapazität von bis zu 280 Bewohnern.

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Sonderbaurecht muss geändert werden – In Fertighäusern sollen nicht nur Flüchtlinge wohnen

Der „rbb“ berichtet:

Rund 60 Fertighäuser sollten in Berlin für Flüchtlinge gebaut werden. Weil aber immer weniger Menschen kommen, wurde die Zahl reduziert. Jetzt sind es noch gut 30 Unterkünfte – und in denen sollen später mal alle Berliner wohnen können. Dann auch ohne Zaun.

In die für Flüchtlinge gebauten Fertighaus-Wohnblöcke sollen nach Ansicht von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) möglichst schnell auch andere Berliner einziehen. „Ich wünsche mir, dass die Wohnungen in den Fertighäusern ganz normale Wohnungen werden für alle Menschen, nicht nur für Geflüchtete“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Ziel müssten interkulturelle und generationsübergreifende Wohnprojekte mit bezahlbarem Wohnraum sein.

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