Flüchtlingsheime als Wohnungen

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. In die Modularen Unterkünfte (MUF) im Bezirk sollen perspektivisch so schnell wie möglich Studenten, Obdachlose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen einziehen können. Die Bezirksverordnetenversammlung fordert aus diesem Grund das Bezirksamt auf, die Bebauungsplanungen für die MUF-Standorte schnellstmöglichst zu ändern. Solche MUFs gibt es an der Zossener Straße, am Murtzaner Ring, an der Martha-Ahrendsee-Straße, der Albert-Kuntz-Straße, der Rudolf-Leonhardt-Straße und der Wittenberger Straße. Die schnellstmögliche Öffung der MUF für andere Bevölkerungsgruppen werde die Integration von Flüchtlingen und die Akzeptanz für solche Bauten fördern. Auch der Senat habe die Öffnung der MUFs vorgesehen.

Quelle

Neues Ankunftszentrum für Geflüchtete wird gebaut

Via Berliner Senat:

Aus der Sitzung des Senats am 30. Oktober 2018:

In Berlin wird ein neues Ankunftszentrum für Geflüchtete errichtet. Der Senat hat dazu heute eine gemeinsame Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, und des Senators für Finanzen, Dr. Matthias Kollatz, beschlossen.

Der Neubau des Ankunftszentrums wird als Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in der Oranienburger Str. 285 entstehen. Die Unterkunft wird eine Kapazität von 389 Plätzen haben. Der Standort ist als MUF-Standort seit Mitte 2016 mit dem Bezirk Reinickendorf konsentiert.

Die Modulare Unterkunft wird aufgrund der Flächen- und Raumanforderungen als eine MUF der ersten Generation (MUF 1.0) mit dem Standard einer Gemeinschaftsunterkunft durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen errichtet. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, dass geringfügige, aber erforderliche Baumfällarbeiten bis zum 28. Februar 2019 abgeschlossen werden können.

Weiterlesen

Flüchtlinge in Berlin immer noch ungleich verteilt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Drei Ost-Bezirke bringen die Hälfte aller Asylbewerber unter. Sie wünschen sich Hilfe vom Senat. Im Rat der Bürgermeister wollen die drei Bezirkschefs den Regierenden zur Unterstützung bewegen.

Der Berliner Senat wird sich wohl bald wieder intensiver mit den Bezirken auseinandersetzen müssen – und zwar mit Blick auf die Flüchtlingsunterkünfte in den Kiezen. Nach wie vor bringen wenige Bezirke viele Flüchtlinge unter. Und mit Abstand am meisten wird in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Pankow für die Unterkunft von Asylbewerbern getan – die drei Ostbezirke verfügen zusammen über fast 50 Prozent aller derzeit rund 22.000 Plätze in Berliner Gemeinschaftsunterkünften.

Dass in einigen Bezirken deutlich mehr Flüchtlinge versorgt werden als in anderen, hat gewissermaßen Tradition. Vor fünf Jahren, als im Herbst 2013 die Asylbewerberzahlen zügig zu steigen begannen, waren in Steglitz-Zehlendorf weniger als 200 Männer, Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Und schon damals beherbergte Lichtenberg fast 1200 Flüchtlinge – also sechsmal so viele. An diesen Verhältnissen hat sich wenig geändert. Heute sind es in Lichtenberg fast 3500, in Steglitz-Zehlendorf nicht ganz 1100 Menschen.

Weiterlesen

Siehe auch: Flüchtlingsunterbringung: Benn kritisiert Ost-„Schwerpunkt“

Mit Geflüchteten leben – nicht gegen sie

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

In manchen Gegenden in Lichtenberg mangelt es an sozialer Infrastruktur. Das hat auch Bettina Jarasch, Grünen-Abgeordnete und Sprecherin für Integration und Flucht, bei einem Besuch festgestellt. In der Rheinpfalzallee soll eine Unterkunft für Geflüchtete gebaut werden (MUF). Jarasch und die Bezirksgrünen haben mit Anwohnenden diskutiert. Es sei alles sehr konstruktiv gewesen, heißt es. In Außenbezirken (z. B. Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Spandau) werden größere und mehr MUFs errichtet als in den Innenbezirken. Die Grünen würden es begrüßen, kleinere Unterkünfte zu bauen – besser in der Stadt verteilt und bestenfalls auch integriert in die Nachbarschaft.

Weiterlesen

In der MUF – Isoliert in Berlin

Die „Zitty“ schreibt:

  Hastig gebaut, oft abseits gelegen: Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge stehen beim Senat gerade hoch im Kurs. Wegen der Wohnungskrise sollen sie auch Studierenden und einkommensschwachen Berlinern ein Dach über dem Kopf bieten. Was bedeutet das für die Stadt?

Rona Muhammad sitzt auf einer weißen Couch in ­ihrem Zimmer, die Beine übereinandergeschlagen. Die Vorhänge am Fenster hat sie zugezogen, in der Ecke sirrt ein Ventilator. Es ist heiß, mehr als 32 Grad, und der Hof der Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) in Hellers­dorf liegt verlassen in der Sonne. Die vor neun Monaten gepflanzten Buchen spenden noch keinen Schatten. Rona kennt solches Wetter aus Syrien, im Sommer ist es dort manchmal 45 Grad heiß. „Aber da gab es mehr Klimaanlagen“, sagt sie und nimmt sich ein Pistazien-Baklava. „Als wir noch Strom hatten.“

Weiterlesen

Warum es Ärger um neue Flüchtlingsunterkünfte gibt

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der Senat hat eine Liste von 24 neuen Standorten für Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge, kurz: MUF, vorgelegt. Jeder Bezirk soll zwei bekommen. In Marzahn-Hellersdorf hat das Land die Grundstücke Alt-Hellersdorf 17 und Murtzaner Ring 68 ins Auge gefasst. Trotzdem wird es bei elf Einrichtungen im Bezirk bleiben. Denn die beiden neuen sollen die Containerbauten („Tempohomes“) in der Zossener und der Dingolfinger Straße ablösen. Allerdings dürfte die Zahl der Plätze zunehmen. Die neuen Bauten sind jeweils für bis zu 450 Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt, während die alten nicht mehr als 250 aufnehmen konnten. Das ist zumindest die theoretische Größenordnung. Der Flüchtlingszuzug hat bekanntlich stark nachgelassen. Von rund 4500 Plätzen im Bezirk sind aktuell 3600 belegt. Der Plan des Senats ist es, die solideren MUFs später umzubauen und dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen, wenn sie nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht werden. Zwei Wochen haben die Bezirke Zeit, zu der Liste Stellung zu nehmen.

Weiterlesen

Streit um MUF für Geflüchtete

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Der Senat hat am Dienstag, 13. Februar, den Bau von weiteren Modularen Unterkünften für Geflüchtete (MUF) beschlossen. Damit soll die Unterbringung in Notunterkünften beendet werden. Laut einer Pressemitteilung hat der Senat dafür in Abstimmung mit allen Bezirken Vorschläge für neue Standorte entwickelt. Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) dazu: „Die Aussage, dass die Festlegung von zwei Standorten mit dem Bezirk abgestimmt ist, kann ich nicht teilen. Telefonische Mitteilungen, welche Standorte im Bezirk als geeignet erachtet werden, sind weder eine Abstimmung mit dem Bezirk und schon gar keine Abstimmung mit dem Bezirksamt. Ich erwarte, dass es zu einer Verständigung mit dem Bezirksamt kommt, wann und wie die neuen Unterkünfte geschaffen werden sollen und dass das zur Schließung der unsäglichen „Tempohomes“, in denen sich die Wohnbedingungen schwierig gestalten, führt. Dazu gehört für mich auch, dass endlich zügig vorhandene bauliche Mängel beseitigt und bei den im letzten Jahr an den Start gegangenen MUF die noch offenen Bauarbeiten abgeschlossen werden, zum Beispiel die versprochene Lärmschutzwand an der MUF in der Paul-Schwenk-Straße und die Spielflächen in den „Tempohomes“  an der Zossener und der Dingolfinger Straße.

Weiterlesen

Siehe auch:

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle zum Beschluss des Senats zum Bau weiterer Unterkünfte für Geflüchtete

Berlin plant weitere modulare Flüchtlingsheime an 24 Orten

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Künftig soll es in Berlin 53 Flüchtlingsheime in Modularbauweise geben. Zusammen bieten sie rund 10.000 Menschen Platz.

Berlin. In Berlin sollen weitere Flüchtlingsheime gebaut werden. Nach Abstimmung mit den Bezirken plant der Senat an 24 neuen Standorten sogenannte modulare Unterkünfte (MUF). Sie seien zusätzlich zu den fertigen oder bereits geplanten Neubauten notwendig, um den Bedarf langfristig zu decken, teilte Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Dienstag mit.

Bisher sind 10 MUFs fertig und weitere 19 in Planung oder Bau, zusammen bieten sie rund 10.000 Menschen Platz. Die nun ins Auge gefassten 24 kommen hinzu, so dass es in Berlin in Zukunft 53 dieser Flüchlingsheime in Modulbauweise geben wird. Perspektivisch sollen sie auch Wohnraum etwa für Studenten bieten.

Weiterlesen

Siehe auch:

Senat beschließt 24 neue Flüchtlings-Siedlungen

Neukölln erhält drei neue Flüchtlingsunterkünfte

Für Nachnutzung der MUFs gibt es offenbar Hürden

Via „rbb“:

Berlin baut derzeit rund 30 Modularbauten für Flüchtlinge. Diese, so heißt es, könnten irgendwann auch als Studenten- oder Altersheime genutzt werden. Doch bei einem Teil der Bauten ist die Sache offenbar nicht so einfach.

Einige der Modularbauten, die das Land Berlin derzeit für Flüchtlinge errichten lässt, können offenbar später nicht so einfach von anderen Bewohnern genutzt werden. Wie Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Donnerstag bestätigte, wurden und werden insgesamt sechs Anlagen nach einem Sonderrecht erbaut – dem sogenannten Flüchtlingsbaurecht.

Dieses erleichtert das Bauverfahren für die Unterkünfte, macht jedoch auch Auflagen bei der Nutzung. Nach dem Flüchtlingsbaurecht dürften in den ersten drei Jahren ausschließlich geflüchtete Menschen in diesen Unterkünften wohnen, so Breitenbach. Berlin plant jedoch eine Nachnutzung auch für andere Menschen.

Weiterlesen

Theaterbühne oder Lager: So werden Berliner Flüchtlingsunterkünfte künftig genutzt

Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge wohnen inzwischen in Gemeinschaftsunterkünften. Neben Containerdörfern sollen mehrere „modulare Flüchtlingsunterkünfte (MUF)“ gebaut werden, moderne Wohnblöcke in Beton-Fertigbauweise mit abgeschlossenen Wohnungen für Familien. In Marzahn-Hellersdorf sind bereits solche Gebäude für mehrere hundert Menschen entstanden. Die Wohnblöcke können auch nach dem Ende der Nutzung durch Flüchtlinge weiter zu Wohnzwecken vermietet werden.
Ein großes Problem ist die allgemeine Wohnungsknappheit. Nach Auskunft des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten bleiben schon jetzt mehr als 10 000 Menschen in den Unterkünften, obwohl sie aufgrund ihres Aufenthaltsstatus‘ nicht mehr dort wohnen müssten.