Kunst in Unterkünften für Geflüchtete: Wenn Träume fliegen könnten

Via „LichtenbergMarzahn+“:

Marzahn-Hellersdorf/Lichtenberg. Die zehn Modularen Unterkünfte (MUF) in Berlin werden zu Kunstateliers. „Residenzpflicht“ heißt das internationale Kunstprojekt, in dem zehn Künstlerinnen und Künstler in diesem und im nächsten Jahr in zehn Berliner Flüchtlingseinrichtungen arbeiten werden.

Auf dem Hof der Flüchtlingsunterkunft Wittenberger Straße in Marzahn steht seit zwei Wochen ein leuchtend gelbes Wohnatelier. Daneben ist das halb verkleidete Gerippe eines kleinen Flugzeuges zu sehen. Ein junger Mann im Hoodie werkelt daran, sägt Holzleisten zurecht und verschraubt sie. Der syrisch-deutsche Künstler Manaf Halbouni ist der erste „Artist in Residence“, der im Rahmen des Projektes „Residenzpflicht“ an einem Kunstobjekt arbeitet. Er baut ein Flugzeug aus Holz.

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Handlungs- und Entwicklungskonzepte für die QM-Gebiete: Stärkung der Nachbarschaft

Urlaubsbedingt reichen wir an dieser Stelle einen lesenswerten Artikel vom „LichtenbergMarzahn+“ über die Handlungs- und Entwicklungskonzepte für die 4 QM-Gebiete in Marzahn-Hellersdorf nach, da die Einschätzung insbesondere zu der Situation in Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord durchaus auf unsere inhaltliche Zustimmung trifft:
 
Interkulturelle Öffnung und akzeptanzfördernde Maßnahmen
So wird es künftig einen Integrationsmanager im Rahmen des Projektes BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) in den QM mit Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete geben, zudem sollen sich die Einrichtungen und Angebote stärker interkulturell öffnen und besonders dem Zuzug von Menschen aus dem persischen und arabischen Raum Rechnung tragen. Einen weiteren Handlungsbedarf in Marzahn-Nordwest sieht die Kiek in GmbH in der Arbeit mit Eltern „zur Aktivierung und Erhöhung ihrer Erziehungskompetenzen“. Dazu könnten die Durchführung von Elternakademien beitragen, auch die Öffnung von Bildungseinrichtungen in den Stadtteil hinein. Die Umsetzung des bereits erfolgten Ansatzes der Entwicklung der Marcana-Schule in der Flämingstraße zur Quartiersschule bewertet das QM derzeit kritisch: Diese laufe Gefahr, aufgrund ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) an der Wittenberger Straße ihr Potenzial nicht abrufen zu können. „Stark rückläufige Anmeldezahlen sowie zunehmende Konflikte mit der Elternschaft machen zukünftig akzeptanzfördernde Maßnahmen erforderlich“, heißt es.
Angebote zur Begegnung
Auch das QM Hellersdorfer Promenade, getragen von der S.T.E.R.N. GmbH, macht darauf aufmerksam, dass das Thema des Zusammenwachsens von „alten“ und „neuen“ Bewohnern künftig einen größeren Stellenwert einnehmen muss. Seit 2016 befindet sich das sogenannte Tempohome in der Zossener Straße 138 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Quartiersgebiet. „Um die Verständigung und die gegenseitige Toleranz zwischen der Bewohnerschaft und den geflüchteten Menschen zu fördern, müssen Angebote zur Begegnung und zur Förderung des Zusammenlebens … entwickelt und umgesetzt werden“, steht im Bericht des QM. Darüber hinaus müssten angesichts zunehmenden Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus präventive Maßnahmen durchgeführt werden.

Marzahn-Nord: Schöne Ferien mit dem Betonia: Jugendzentrum macht Angebote

Die JFE Betonia in Marzahn-Nord bietet ein tolles Ferienprogramm an, welches selbstverständlich auch von den geflüchteten Menschen aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße genutzt werden kann:
 
Marzahn. Das Jugendzentrum Betonia bietet Kindern und Jugendlichen aus Marzahn-NordWest spannende und ereignisreiche Ferienwochen. Neben sich wiederholenden Angeboten gibt es wechselnde Höhepunkte.Unter anderem findet am Donnerstag, 27. Juli, ab 15 Uhr im Clara-Zetkin-Park ein Beachvolleyballturnier statt. Zudem wird parallel gegrillt und gechillt. Am Dienstag, 2. August, sind alle Kinder und Jugendlichen ab 15 Uhr am Betonia, Wittenberger Straße 78, zur großen Wasserschlacht eingeladen und einen Tag später an gleicher Stelle und zur selben Zeit zu einem erfrischenden Pooltag.
 

Marzahn-Nord: Erfolgreiches interkulturelles Grill- und Familienfest am Blockhaus Sunshine

Am Samstag den 8.7.2017 veranstaltete das Betreiber*innen-Kollektiv des Blockhouse Sunshine im Clara-Zetkin-Park in Marzahn Nord (Wörlitzer Straße 24 A) in Kooperation mit dem Projekt Ponte (Interkulturelle Orientierungs- und Nachbarschaftsvermittlung) dem Projekt BENN (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) sowie der Spielplatzinitiative Marzahn e.V. einen interkulturellen Grillnachmittag:

Fast 150 Erwachsene, Kinder und Jugendliche nutzten zusammen mit geflüchteten Menschen aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Wittenberger Straße die Gelegenheit miteinander einen entspannten Juli-Nachmittag zum gegenseitigen Kennenlernen zu verbringen! Bei viel Sonnenschein und durch das vom Blockhaus organisiertem Grillgut, gab es verschiedenste Familienangebote für die Besucher*innen. Neben einer von der JFE UNO betreuten Hüpfburg und Pony reiten, wurde auch Kinder schminken, Torwand schießen, Popcorn, Kuchen, Zuckerwatte u.v.m. geboten!

Es war ein gelungener Versuch im Sozialraum Marzahn-Nord weitere Brücken zwischen Einheimischen, hier bereits länger lebenden Migrant*innen und den neuen Nachbar*innen aus der Gemeinschaftsunterkunft zu bauen. Wir freuen uns sehr, dass dieses Angebot von so vielen Menschen angenommen wurde und es trotz beiderseitig vorhandener Ängste gelang einen gemeinschaftlichen und friedlichen Nachmittag im Quartier zu verbringen.

Wir sind positiv gestimmt, dass sich das aufeinander zugehen im Stadtteil auch in der kommenden Zeit weiter gut entwickeln wird und freuen uns schon auf weitere Projekte aus dem Umfeld des Blockhauses, die wie ein Migrant*innen-Cup im Herbst diesen Jahres bereits in Planung sind!

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, die diesen Nachmittag ermöglicht haben, insbesondere natürlich an das Blockhaus-Team und die dort zahlreich vertretenen ehrenamtlich Aktiven! Ohne Euch wäre dieses Fest nicht machbar gewesen! Umso mehr wünschen wir uns von der Bezirkspolitik auch mehr und regelmäßige finanzielle Unterstützung für dieses so wichtige und selbstorganisierte Projekt in Marzahn-Nord! Gerade an solchen Orten, wo die hier lebenden Menschen regelmäßig zusammenkommen, kann es gelingen, bestehende Vorurteile und Ängste abzubauen und perspektivisch ein solidarisches und friedliches Miteinander zu entwickeln. Schön wäre es, wenn es uns auch zukünftig gelingt weitere gemeinsame Veranstaltungsformate im Stadtteil durchzuführen!

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Siehe auch: Am Blockhouse Sunshine ging die Post ab

Richtfest für Flüchtlingsunterkunft in der Wartenberger Straße

Neu-Hohenschönhausen. 48 Wochen Bauzeit für ein Großprojekt – das klingt rekordverdächtig, ist aber Standard. Zumindest für die Modularen Flüchtlingsunterkünfte, kurz MUF genannt, die Berlin wegen des großen Bedarfs errichten lässt. In der Wartenberger Straße 120 entsteht das sechste von zehn landeseigenen Gemeinschaftswohnheimen. Am 26. Juni war Richtfest.