Kunst in Unterkünften für Geflüchtete: Wenn Träume fliegen könnten

Via „LichtenbergMarzahn+“:

Marzahn-Hellersdorf/Lichtenberg. Die zehn Modularen Unterkünfte (MUF) in Berlin werden zu Kunstateliers. „Residenzpflicht“ heißt das internationale Kunstprojekt, in dem zehn Künstlerinnen und Künstler in diesem und im nächsten Jahr in zehn Berliner Flüchtlingseinrichtungen arbeiten werden.

Auf dem Hof der Flüchtlingsunterkunft Wittenberger Straße in Marzahn steht seit zwei Wochen ein leuchtend gelbes Wohnatelier. Daneben ist das halb verkleidete Gerippe eines kleinen Flugzeuges zu sehen. Ein junger Mann im Hoodie werkelt daran, sägt Holzleisten zurecht und verschraubt sie. Der syrisch-deutsche Künstler Manaf Halbouni ist der erste „Artist in Residence“, der im Rahmen des Projektes „Residenzpflicht“ an einem Kunstobjekt arbeitet. Er baut ein Flugzeug aus Holz.

Weiterlesen

In der MUF – Isoliert in Berlin

Die „Zitty“ schreibt:

  Hastig gebaut, oft abseits gelegen: Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge stehen beim Senat gerade hoch im Kurs. Wegen der Wohnungskrise sollen sie auch Studierenden und einkommensschwachen Berlinern ein Dach über dem Kopf bieten. Was bedeutet das für die Stadt?

Rona Muhammad sitzt auf einer weißen Couch in ­ihrem Zimmer, die Beine übereinandergeschlagen. Die Vorhänge am Fenster hat sie zugezogen, in der Ecke sirrt ein Ventilator. Es ist heiß, mehr als 32 Grad, und der Hof der Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) in Hellers­dorf liegt verlassen in der Sonne. Die vor neun Monaten gepflanzten Buchen spenden noch keinen Schatten. Rona kennt solches Wetter aus Syrien, im Sommer ist es dort manchmal 45 Grad heiß. „Aber da gab es mehr Klimaanlagen“, sagt sie und nimmt sich ein Pistazien-Baklava. „Als wir noch Strom hatten.“

Weiterlesen

Ein Raum nur für Flüchtlingsfrauen

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Die Flüchtlingsunterkunft an der Albert-Kuntz-Straße hat ein „Schlosszimmer“. Darin können weibliche Flüchtlinge Zuflucht finden und einmal unter sich sein.

Das „Schlosszimmer“ hat seinen Namen, weil es ähnlich wie in einem Schloss mit Stuck und Biedermeiermöbeln ausgestattet ist. An einem großen Tisch kann gemeinsam gegessen oder gebastelt werden. Ein plüschiges Sofa mit vielen extra dafür gefertigten Kissen vermittelt zusätzlich einen Eindruck von Gemütlichkeit.

Das rund 40 Quadratmeter große Zimmer wurde vom Kreativbüro Berlin „articipate“ ausgestaltet. Die Kissen fertigten die Künstler Mohammed und Tamara von der Universität der Künste (UdK). Sie betreuen weiterhin ein Nähprojekt im „Schlosszimmer“, bei dem Frauen Produkte in Handarbeit fertigen und selbst vermarkten können.

Weiterlesen

Das neue Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost

BENN Boulevard Kastanienallee berichtet von der Neueröffnung des Stadtteilzentrums Hellersdorf-Ost in unmittelbarer Umgebung der neuen GU/MUF Albert-Kuntz-Straße:
Mit einer kleinen Feierstunde öffnete das Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost von MITTENDRIN leben e. V. am 1. März 2018 an seinem neuen Standort an der Albert-Kuntz-Straße 42. Es musste aus seinem alten Domizil ausziehen, weil dort Wohnungen gebaut werden sollen.

Die Vereinschefin Ursula Gobes betonte, dass fast alle Angebote erhalten bleiben, obwohl die neuen Räumlichkeiten etwas kleiner sind. Es gibt also weiter die Sprach- und Computerkurse, den Handarbeitstreff, den Spielenachmittag, die Singe- und die Theatergruppe, die Kreativangebote, Gymnastik und Lachyoga. Die Mietergemeinschaft führt auch künftig ihre Beratungen durch. Die Kaffeerunde und das Abendbrot am Donnerstag finden natürlich auch statt. Die nächsten Veranstaltungen können schon mal vorgemerkt werden: Am 6. März geht es auf zu einem Spaziergang entlang am Müggelsee. Geschichten rund um den Samowar werden am 7. März ab 15 Uhr erzählt und am 14. März gibt es ab 14.30 Uhr einen Seniorennachmittag mit Kultur.

In alle Aktivitäten eingebunden sind auch die Bewohner_Innen der gegenüberliegenden MUF für Geflüchtete und der Gemeinschaftsunterkunft an der Maxie-Wander-Straße. Für sie werden u.a. Deutschkurse angeboten.

Weiterlesen

Kontaktdaten BENN Boulevard Kastanienallee findet Ihr hier.

 

Wenn Flüchtlinge zu Nachbarn werden

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Bei der Flüchtlingsunterbringung in Berlin geht es voran – langsam zwar, aber immerhin, meint Andreas Abel.

Es geht voran mit der Flüchtlingsunterbringung in Berlin – langsamer als ursprünglich gedacht, aber immerhin. Noch leben 10.000 Menschen in teilweise prekären Notunterkünften. Und auch die rot-rot-grüne Landesregierung musste feststellen, dass Planungstermine nicht immer eingehalten werden können und der Teufel im Detail steckt. Insbesondere bei den sinnigerweise „Tempohomes“ genannten Containerquartieren kam es zu Verzögerungen. Mal waren Baumängel Schuld, mal die komplizierte Erschließung der Grundstücke. Bisweilen machten auch Lärm- oder Artenschutz den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung. Aber es bewegt sich etwas.

Weiterlesen

Siehe auch:

Bessere Unterkünfte für Flüchtlinge

In welchen Bezirken Berlin neue Flüchtlingsunterkünfte baut

Die Berliner Woche beantwortet die wichtigsten Fragen zum Flüchtlingszuzug

Die „Berliner Woche“ berichtet über die weiteren Umzugspläne bezüglich der Geflüchtetenunterkünfte in unserem Bezirk:
Marzahn-Hellersdorf. Der Umzug der Flüchtlinge von Notunterkünften in komfortablere Unterbringungsmöglichkeiten schreitet voran. Im Bezirk wird die Zahl der Flüchtlinge stark ansteigen.
Zu Beginn dieses Jahres hatten rund 2200 Flüchtlinge eine Unterkunft im Bezirk. Nach den bisherigen Planungen werden es nach Abschluss der geplanten Baumaßnahmen etwa 4400 Flüchtlinge sein. Die Modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF) und die sogenannten Tempohomes, die Containeranlagen, befinden sich fast alle in den Großsiedlungen. Sie sind bereits fertig oder im Bau.
Siehe auch weitere Presseberichte:
 

Bericht zur Podiumsdiskussion „Rund um die Flüchtlingshilfe“ im STZ Hellersdorf-Ost

Gestern Abend fand im Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost eine Podiumsdiskussion für die Nachbar*innen der neuen modularen Flüchtlingsunterkunft (MUF) in der Albert-Kuntz-Straße statt. Veranstalter war der Leiter des Stadtteilzentrums Hellersdorf-Ost Herr Granzow. Die mit 30 interessierten Anwohner*innen gut besuchte Veranstaltung verlief sehr konstruktiv und auch produktiv. Zunächst hielten die Willkommenskoordinatorin für Hellersdorf Ost Frau Braun, die Ehrenamtskoordinatorin Frau Behrendt der von Prisod betriebenen Gemeinschaftsunterkunft in der Maxie-Wander-Straße und Herr Granzow vom STZ interessante Input-Referate. Es ging u.a. um die aktuellen Geflüchtetenzahlen in Deutschland, die Verteilung der Geflüchteten nach dem Königsberger Schlüssel, die aktuelle Situation der Geflüchteten in Marzahn-Hellersdorf und eine Übersicht in Bildern über die bereits bestehenden bzw. im Bau befindlichen Unterkünfte im Bezirk und letztendlich um die verschiedenen möglichen ehrenamtlichen Tätigkeiten zusammen mit den Menschen in den Unterkünften. Nach einigen Nachfragen und kleineren Diskussionen gab es eine rege Diskussion und Sammlung von Ideen für die zukünftige nachbarschaftliche und ehrenamtliche Arbeit im Sozialraum rund um die künftige MUF in der Albert-Kuntz-Straße. Von gemeinsamen Sportaktivitäten, der Schaffung von Orten der Begegnung von Einheimischen und Geflüchteten bis hin zum Angebot von Deutschunterricht stand ein breites Spektrum von Ideen im Raum. Obwohl der Betreiber der Unterkunft ebenso wie das konkrete Eröffnungsdatum der MUF (voraussichtlich Ende April 2017) noch nicht feststehen, konnten sich interessierte ehrenamtliche Helfer*innen bereits vorab auf einer Liste der Willkommenskoordinatorin mit Ihrem Kontakt eintragen. Vor der Eröffnung der MUF wird es noch einen Tag der offenen Tür und einen weiteren Bürgerdialog geben! Infos dazu gibt es an dieser Stelle, sobald diese bekannt sind!

Quelle: Projekt Ponte 9.2.2017

Moderner Plattenbau für Flüchtlinge: Unterkunft an Wittenberger Straße geht in Betrieb

Die „Berliner Woche“ schreibt über die Eröffnung der ersten MUF in der Wittenbergerstraße in Marzahn-Nord. Zudem wird berichtet, dass die MUF an der Martha-Ahrendsee-Straße bereits an das LAF übergeben wurde, aber noch nicht ganz bezugsfertig ist. „Die Fertigstellung der Bauten an der Rudolf-Leonhard-Straße ist für März oder April und die Übergabe der Häuser an der Albert-Kuntz-Straße für Sommer dieses Jahres geplant.“:

Marzahn. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung übergab die Modulare Unterkunft für Flüchtlinge an der Wittenberger Straße. Es ist der erste Bau dieser Art, der in Berlin in Betrieb geht.

Bei den verkürzt MUF genannten Gebäuden handelt es sich um moderne Plattenbauten. Der Senat entschloss sich anfang vergangenen Jahres zu dieser Bauweise, um möglichst schnell komfortable Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen.

Die Bauvorbereitungen für die MUF an der Wittenberger Straße 16-18 begannen im Frühjahr vergangenen Jahres. Seitdem entstand ein Komplex aus zwei fünfgeschossigen Gebäuden und jeweils sechs Eingängen. Hinzu kommt ein eingeschossiges Funktionsgebäude mit Büros und Gemeinschaftsträumen. Bei der Übergabe des Komplexes an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) am Freitag, 27. Januar, war lediglich der Hof noch nicht fertig gestaltet. Dieser soll im Verlaufe des Frühjahrs begrünt und mit Spiel- und Sportanlagen ausgestattet werden.

Weiterlesen

 

Geplante Unterkünfte in Marzahn-Hellersdorf

Hier mal die aktuelle Übersicht des Bezirksamtes über geplante bzw. im Bau befindliche Unterkünfte für Geflüchtete in Marzahn-Hellersdorf:

Im Zuge der steigenden Flüchtlingszahlen wurden 2015 in Berlin Sporthallen als provisorische Notunterkünfte hergerichtet, die 2016 durch die Neuerrichtung von sog. „modularen Unterkünften für Flüchtlinge“ (MUFs) und Wohncontainern (Tempohomes) allmählich wieder leergezogen werden sollen. Auf diese Weise werden relativ kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen, die an die jeweiligen Erfordernisse (d.h. Weiterentwicklung der Flüchtlingszahlen sowie ggf. anderweitige Nutzung als Studentenwohnheime o.ä.) angepasst werden können.
Berlinweit sollen an 60 Standorten MUFs entstehen; Tempohomes sind für insgesamt 30 Standorte für eine Betriebsdauer von bis zu drei Jahren vorgesehen. Davon wird auch Marzahn-Hellersdorf betroffen sein. Die Planung und Umsetzung erfolgt durch die Senatsverwaltung für Finanzen zusammen mit der Berliner Immobilienmanagement GmbH (Auswahl und Tausch von Standorten), die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (konkrete Bautätigkeiten) sowie die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (Auswahl von Heimbetreibern). Die Zuständigkeit liegt also beim Land Berlin. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ist bemüht, die ihm vorliegenden Informationen möglichst transparent zu machen.

Folgende Standorte sind gegenwärtig geplant:

a) Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUFs):

  • Albert-Kuntz-Straße (neben Nr. 41): Kapazität für 450-500 Personen
  • Märkische Allee/Martha-Arendsee-Straße (Flur: 228; Flurstücksnummer: 298): Bauarbeiten haben begonnen; Richtfest hat am 25.08.2016 stattgefunden; voraussichtliche Eröffnung im 1. Quartal 2017); Kapazität für 450 Personen
  • Rudolf-Leonhard-Straße 13: Bauarbeiten haben begonnen; geplante Fertigstellung im März 2017; Kapazität für 450 Personen
  • Wittenberger Straße 16: Bauarbeiten haben begonnen; Richtfest hat am 25.08.2016 stattgefunden; voraussichtliche Eröffnung im 1. Quartal 2017; Kapazität für 450 Personen

b) Container-Standorte (Tempohomes):

  • Dingolfinger Straße: Kapazität für 500 Personen
  • Zossener Straße 138: voraussichtliche Eröffnung im September/Oktober 2016; Kapazität für 500 Personen

Weiterlesen