Wohnungskrise: Was kostet die Hauptstadt?

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Makler freuen sich, Mieter fürchten steigende Wohnkosten und Verdrängung: Immobilien in Berlin locken Anleger aus dem In- und Ausland an. Weil diese jedoch fast jeden Preis zahlen, werden günstige Wohnungen knapp. Tausende Mieter wollen am Sonnabend dagegen demonstrieren.

Die Berliner Zeitung hat den Stadtsoziologen und Ex-Staatssekretär Andrej Holm sowie Vertreter der Immobilienwirtschaft zur Lage auf dem Wohnungsmarkt befragt: Weiter können die Lösungsvorschläge für die Wohnungskrise nicht auseinanderliegen. Die einen fordern schärfere Gesetze und ein Eingreifen des Staates, die anderen lehnen beides kategorisch ab.

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Kein Ende in Sicht: Mieten in Berlin steigen immer weiter

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Die Miet- und Kaufpreise in Berlin schnellen ungebrochen in die Höhe. Die Tendenz ist weiter steigend.

Berlin. Die Wohnungsmieten in der Hauptstadt haben sich im Jahr 2017 erneut deutlich verteuert. Im Durchschnitt verlangten Wohnungsanbieter im vergangenen Jahr 9,79 Euro je Quadratmeter und Monat (kalt). Das geht aus dem Wohnmarktreport Berlin 2018 hervor, den der Immobiliendienstleister CBRE und die Berlin Hyp am Donnerstag vorgelegt haben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Angebotsmieten um 79 Cent oder 8,8 Prozent gestiegen. Damit dreht sich die Preisspirale trotz der vor zwei Jahren eingeführten Mietpreisbremse sogar noch schneller als im Vorjahr: 2016 hatte die Preissteigerung bei 5,6 Prozent beziehungsweise 50 Cent gelegen. Für den aktuellen Report wurden mehr als 85.000 Mietwohnungsangebote in der Hauptstadt ausgewertet.

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38 Prozent geförderte Wohnungen

Marzahn-Hellersdorf #Mahe baut: Gestern war Projektstart für den #Gutshof Alt-Biesdorf mit mehr als 500 #Mietwohnungen, heute ist #Richtfest in der Grünen Aue Biesdorf mit 80 Reihen- und Doppelhäusern…

Biesdorf. Mehr als 500 Wohnungen sollen bis 2019/20 auf dem historischen Gutshof Biesdorf entstehen. 38 Prozent davon sollen gefördert werden, die Monatsmiete pro Quadratmeter bei diesen beträgt dann 6,50 Euro je Quadratmeter nettokalt. Für das Projekt, das die landeseigene Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH gemeinsam mit dem privaten Bauträger Kondor Wessels realisiert, wurde am Montag, 18. September, der offizielle Start gefeiert. Teilgenommen haben auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle, die auch für Stadtentwicklung zuständig ist, sowie die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (beide Linke), die in Marzahn-Hellersdorf ihren Wahlkreis hat.

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Geheime „Fallstudie Kreuzmitte“: Deutsche Wohnen erwartet Mietanstieg um 100 Prozent

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Die Einkommen sind niedrig, die Arbeitslosigkeit ist hoch – die Otto-Suhr-Siedlung in Kreuzberg liegt in einem der ärmsten Gebiete Berlins. Noch zahlen die Bewohner im Schnitt eine Miete von rund 6 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das könnte sich ändern. Erwartet werde dort mittelfristig eine Marktmiete von 11 bis 12 Euro je Quadratmeter, heißt es in einer nicht-öffentlichen Präsentation der Deutsche Wohnen, des größten Vermieters der Siedlung.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt verstärkt sich weiter: Mieten sind erneut gestiegen

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Noch sind die Wohnungsmieten in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf nicht so hoch wie jene in gefragten innerstädtischen Lagen. Aber nach den Erhebungen zum aktuellen Berliner Mietspiegel sind sie in beiden Bezirken seit 2015 ebenfalls erheblich gestiegen, obwohl die meisten Wohnlagen als „mittel“ oder „einfach“ eingestuft werden. In Lichtenberg gelten nur drei Gebiete von Karlshorst als „überwiegend gute Wohnlage“, außerdem das Gebiet um Ober- und Orankesee. In Marzahn-Hellersdorf ist lediglich Kaulsdorf beiderseits der Linie der S 5 bis zur Bundesstraße Alt-Kaulsdorf B1/5 als „überwiegend gute Wohnlage“ charakterisiert. Selbst Gegenden wie die Rummelsburger Bucht, die Victoriastadt und Biesdorf/Mahlsdorf werden als mittlere Wohnlage betrachtet – ebenso wie die meisten Plattenbaugebiete. Von diesen sind lediglich einige als „überwiegend einfache Wohnlage“ im Mietspiegel 2017 eingestuft wie beispielsweise Teile von Wartenberg (Großsiedlung) und Viertel im Marzahner und Hellersdorfer Norden. Je besser die Einstufung, desto höher meist auch der Standard – und damit auch die Durchschnittsmieten.

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Ein Gespenst muss tun, was ein Gespenst tun muss

Der Immobilieninvestor ist die Spukgestalt des Berliner Wohnungsmarkts. Irgendwann steht er vor der Tür:

Der Immobilieninvestor ist die Spukgestalt des deutschen Wohnungsmarktes. Irgendwann steht er vor der Tür. Ja, und was dann?

Ein Gespenst geht um in unserem Haus. Das Gespenst ist Immobilienexperte und hat das Mietshaus – einen typischen Berliner Gründerzeitbau, 1897–98 entworfen und ausgeführt von dem Zimmermannsmeister Max Gosebruch – zum Jahresanfang gekauft. Nun plant das Gespenst, so steht es im Kaufvertrag, „umfängliche Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten“. Das ist sein gutes Recht, aber als langjähriger Mieter liest man’s mit Schauder. Schließlich schreibt das Gespenst, diesmal auf seiner Webseite, dass Berlin „eine positive Entwicklung im Bereich der Immobilien noch vor sich“ habe. Das ist nun erkennbar nicht aus der Perspektive eines Mieters gesprochen, der eine bezahlbare Wohnung sucht, sondern aus der eines Investors, der auf möglichst hohe Rendite aus ist. Wenn eine exorbitante Steigerung der Mieten und Immobilienpreise, wie sie die Hauptstadt derzeit erlebt, eine „positive Entwicklung“ ist, dann ist, um mit Shakespeares Hamlet zu sprechen, „etwas faul im Staate Dänemark“. Beziehungsweise Deutschland.

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Wohn-Atlas: Berlin jetzt auf Platz drei der teuersten Städte

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Eine Studie der Postbank zeigt, dass Wohnungspreise stärker steigen als Einkommen. Berlin steht auf Platz drei der teuersten Städte.

Steigende Mieten, niedrige Zinsen und die Wohnungsnot in den Großstädten veranlasst viele Menschen, in eine eigene Immobilie zu investieren. Doch leisten können sich das offenbar immer weniger Menschen, denn die Einkommen steigen nicht in gleichem Maße wie die Immobilienpreise. Das geht aus dem „Wohnatlas 2017“ hervor, einer aktuellen Studie der Postbank, bei der die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen wurden und in Relation zu den Jahreseinkommen in der Region gesetzt wurden. Nach der am Dienstag vorgestellten Studie ist Deutschlands teuerste Stadt München. Dort müssen Interessenten für eine 100-Quadratmeter-Wohnung 21 durchschnittliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen auf den Tisch legen. Auf Platz zwei und drei folgen Hamburg und Berlin, dort werden jeweils mehr als 15 Jahreseinkommen für eine 100-Quadratmeter-Wohnung fällig.

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Neue Zahlen: Berliner Mieten steigen überdurchschnittlich stark

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Wer im vergangenen Jahr in Deutschland eine neue Wohnung gesucht hat, sollte dafür im Schnitt 7,65 Euro pro Quadratmeter zahlen – 4,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Besonders stark zogen die Preise in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern an – darunter in Berlin. Das hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ermittelt.

Im Schnitt stiegen die Mieten der angebotenen Wohnungen im Jahr 2016 in Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohner um 6,3 Prozent – auf 9,97 Euro je Quadratmeter (kalt).

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Kommentar Immobilienkonzerne: Eine Rendite namens Miete

Die „taz“ berichtet:

Die Mieten steigen weiter, die Gewinne der Immobilienkonzerne ebenso. Ein Ende ist nicht abzusehen. Nun muss der Staat eingreifen.

Die großen Immobilienkonzerne sind begeistert. Sie können ihren Aktionären explodierende Gewinne melden. Denn die Mieteinnahmen legen deutlich zu – und gleichzeitig steigt auch der Vermögenswert der Häuser. Es ist keine Seltenheit, dass sich der Jahresgewinn eines Immobilienkonzerns 2016 glatt verdoppelt hat.

Für viele Mieter hingegen sind die Zeiten wenig erfreulich. Denn sie finanzieren die Gewinne der Immobilienkonzerne. Zuletzt stiegen die Wohnungsmieten im Durchschnitt um 1,5 Prozent pro Jahr, wobei „im Durchschnitt“ das entscheidende Wort ist. Bei Neubezug oder in Ballungsgebieten können die Mietsteigerungen weit höher liegen.

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Wie die „Deutsche Wohnen“ in Berlin mit Wohnungen spekuliert

Steuerfrei und gewinnorientiert: Wie die #DeutscheWohnen in #Berlin mit Wohnungen spekuliert:
Spekulanten handeln Wohnungen wie Aktien und dazu steuerfrei – auch die „Deutsche Wohnen“. Wie sieht das Geschäftsmodell dahinter aus?

Und schwups, 3900 Wohnungen für 650 Millionen Euro haben einen neuen Besitzer: Die Deutsche Wohnen will kaufen und weiter wachsen – aber wer verkauft die vielen Wohnungen eigentlich, mit welchem Geld kauft die Deutsche Wohnen das Paket, und warum dreht die Firma dem Fiskus eine lange Nase?

Der Name des Verkäufers wird geheim gehalten. Noch ist der Deal nicht unterzeichnet, das soll „im 2. Quartal“ des Jahres erfolgen. Aber die Gerüchte verdichten sich, dass die Wohnungen nur von einem Finanzjongleur zum nächsten weitergereicht werden, wobei der Verkäufer dank der zuletzt gestiegenen  Kaufpreise mal schnell Kasse macht und einen satten Gewinn.

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