Gutachten fordert Stopp des Sozialen Wohnungsbaus

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Berater des Wirtschaftsministeriums fordern, den Sozialen Wohnungsbau zurückzufahren. Die Mietpreisbremse würden sie ersatzlos streichen.

Wohnungsnot? Welche Wohnungsnot? Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum Sozialen Wohnungsbau empört die Opposition. Denn das Heftchen von knapp 40 Seiten zur Zukunft der wichtigen Reserve an günstigen Wohnungen für Haushalte mit geringen Einkünften zieht das Fazit: „Der Soziale Wohnungsbau sollte nicht wiederbelebt werden“, sondern „im Gegenteil zurückgefahren werden“. Dazu noch sollte „die Mietpreisbremse ersatzlos gestrichen werden“.

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In der MUF – Isoliert in Berlin

Die „Zitty“ schreibt:

  Hastig gebaut, oft abseits gelegen: Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge stehen beim Senat gerade hoch im Kurs. Wegen der Wohnungskrise sollen sie auch Studierenden und einkommensschwachen Berlinern ein Dach über dem Kopf bieten. Was bedeutet das für die Stadt?

Rona Muhammad sitzt auf einer weißen Couch in ­ihrem Zimmer, die Beine übereinandergeschlagen. Die Vorhänge am Fenster hat sie zugezogen, in der Ecke sirrt ein Ventilator. Es ist heiß, mehr als 32 Grad, und der Hof der Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) in Hellers­dorf liegt verlassen in der Sonne. Die vor neun Monaten gepflanzten Buchen spenden noch keinen Schatten. Rona kennt solches Wetter aus Syrien, im Sommer ist es dort manchmal 45 Grad heiß. „Aber da gab es mehr Klimaanlagen“, sagt sie und nimmt sich ein Pistazien-Baklava. „Als wir noch Strom hatten.“

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Dem Abriss folgt Neubau

Via „LichtenbergMarzahn+“:

Marzahn-Hellersdorf. Dort, wo im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost Wohnungen abgerissen wurden, werden jetzt zunehmend wieder neue Häuser gebaut. Das gefällt nicht allen Anwohnern. So stoßen Pläne der landeseigenen Degewo, an der Wuhlestraße 2-8 wieder Wohngebäude zu errichten, auf Missfallen. Anwohnerin Dagmar Lenz kritisierte in der April-Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Wohnverdichtungsmaßnahmen im Cecilienviertel. Zugleich fragte sie nach Infrastruktur-Entwicklungsmaßnahmen für den Zuzug von bis zu 1.000 Mietparteien im Dreh.

Bisher nur eine Anfrage

Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke), die auch für Stadtentwicklung zuständig ist, informierte, dass für das Grundstück Wuhlestraße 2-8 noch kein Bauantrag gestellt worden ist. Es habe bisher nur eine Anfrage der Wohnungsbaugesellschaft für die Errichtung eines achtgeschossigen Wohnhauses gegeben. Pohle betonte aber auch, dass Neubau auf dem Areal nach dem sogenannten Paragrafen 34 Wohngesetzgebung (Anpassung an die Umgebung) möglich ist. „Es wäre schwierig zu argumentieren, dass an Stellen, wo schon Wohnhäuser standen, jetzt keine mehr errichtet werden dürfen“, sagte sie.

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Wohnungskrise: Was kostet die Hauptstadt?

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Makler freuen sich, Mieter fürchten steigende Wohnkosten und Verdrängung: Immobilien in Berlin locken Anleger aus dem In- und Ausland an. Weil diese jedoch fast jeden Preis zahlen, werden günstige Wohnungen knapp. Tausende Mieter wollen am Sonnabend dagegen demonstrieren.

Die Berliner Zeitung hat den Stadtsoziologen und Ex-Staatssekretär Andrej Holm sowie Vertreter der Immobilienwirtschaft zur Lage auf dem Wohnungsmarkt befragt: Weiter können die Lösungsvorschläge für die Wohnungskrise nicht auseinanderliegen. Die einen fordern schärfere Gesetze und ein Eingreifen des Staates, die anderen lehnen beides kategorisch ab.

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Kein Ende in Sicht: Mieten in Berlin steigen immer weiter

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Die Miet- und Kaufpreise in Berlin schnellen ungebrochen in die Höhe. Die Tendenz ist weiter steigend.

Berlin. Die Wohnungsmieten in der Hauptstadt haben sich im Jahr 2017 erneut deutlich verteuert. Im Durchschnitt verlangten Wohnungsanbieter im vergangenen Jahr 9,79 Euro je Quadratmeter und Monat (kalt). Das geht aus dem Wohnmarktreport Berlin 2018 hervor, den der Immobiliendienstleister CBRE und die Berlin Hyp am Donnerstag vorgelegt haben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Angebotsmieten um 79 Cent oder 8,8 Prozent gestiegen. Damit dreht sich die Preisspirale trotz der vor zwei Jahren eingeführten Mietpreisbremse sogar noch schneller als im Vorjahr: 2016 hatte die Preissteigerung bei 5,6 Prozent beziehungsweise 50 Cent gelegen. Für den aktuellen Report wurden mehr als 85.000 Mietwohnungsangebote in der Hauptstadt ausgewertet.

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38 Prozent geförderte Wohnungen

Marzahn-Hellersdorf #Mahe baut: Gestern war Projektstart für den #Gutshof Alt-Biesdorf mit mehr als 500 #Mietwohnungen, heute ist #Richtfest in der Grünen Aue Biesdorf mit 80 Reihen- und Doppelhäusern…

Biesdorf. Mehr als 500 Wohnungen sollen bis 2019/20 auf dem historischen Gutshof Biesdorf entstehen. 38 Prozent davon sollen gefördert werden, die Monatsmiete pro Quadratmeter bei diesen beträgt dann 6,50 Euro je Quadratmeter nettokalt. Für das Projekt, das die landeseigene Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH gemeinsam mit dem privaten Bauträger Kondor Wessels realisiert, wurde am Montag, 18. September, der offizielle Start gefeiert. Teilgenommen haben auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle, die auch für Stadtentwicklung zuständig ist, sowie die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (beide Linke), die in Marzahn-Hellersdorf ihren Wahlkreis hat.

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Geheime „Fallstudie Kreuzmitte“: Deutsche Wohnen erwartet Mietanstieg um 100 Prozent

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Die Einkommen sind niedrig, die Arbeitslosigkeit ist hoch – die Otto-Suhr-Siedlung in Kreuzberg liegt in einem der ärmsten Gebiete Berlins. Noch zahlen die Bewohner im Schnitt eine Miete von rund 6 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das könnte sich ändern. Erwartet werde dort mittelfristig eine Marktmiete von 11 bis 12 Euro je Quadratmeter, heißt es in einer nicht-öffentlichen Präsentation der Deutsche Wohnen, des größten Vermieters der Siedlung.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt verstärkt sich weiter: Mieten sind erneut gestiegen

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Noch sind die Wohnungsmieten in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf nicht so hoch wie jene in gefragten innerstädtischen Lagen. Aber nach den Erhebungen zum aktuellen Berliner Mietspiegel sind sie in beiden Bezirken seit 2015 ebenfalls erheblich gestiegen, obwohl die meisten Wohnlagen als „mittel“ oder „einfach“ eingestuft werden. In Lichtenberg gelten nur drei Gebiete von Karlshorst als „überwiegend gute Wohnlage“, außerdem das Gebiet um Ober- und Orankesee. In Marzahn-Hellersdorf ist lediglich Kaulsdorf beiderseits der Linie der S 5 bis zur Bundesstraße Alt-Kaulsdorf B1/5 als „überwiegend gute Wohnlage“ charakterisiert. Selbst Gegenden wie die Rummelsburger Bucht, die Victoriastadt und Biesdorf/Mahlsdorf werden als mittlere Wohnlage betrachtet – ebenso wie die meisten Plattenbaugebiete. Von diesen sind lediglich einige als „überwiegend einfache Wohnlage“ im Mietspiegel 2017 eingestuft wie beispielsweise Teile von Wartenberg (Großsiedlung) und Viertel im Marzahner und Hellersdorfer Norden. Je besser die Einstufung, desto höher meist auch der Standard – und damit auch die Durchschnittsmieten.

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Ein Gespenst muss tun, was ein Gespenst tun muss

Der Immobilieninvestor ist die Spukgestalt des Berliner Wohnungsmarkts. Irgendwann steht er vor der Tür:

Der Immobilieninvestor ist die Spukgestalt des deutschen Wohnungsmarktes. Irgendwann steht er vor der Tür. Ja, und was dann?

Ein Gespenst geht um in unserem Haus. Das Gespenst ist Immobilienexperte und hat das Mietshaus – einen typischen Berliner Gründerzeitbau, 1897–98 entworfen und ausgeführt von dem Zimmermannsmeister Max Gosebruch – zum Jahresanfang gekauft. Nun plant das Gespenst, so steht es im Kaufvertrag, „umfängliche Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten“. Das ist sein gutes Recht, aber als langjähriger Mieter liest man’s mit Schauder. Schließlich schreibt das Gespenst, diesmal auf seiner Webseite, dass Berlin „eine positive Entwicklung im Bereich der Immobilien noch vor sich“ habe. Das ist nun erkennbar nicht aus der Perspektive eines Mieters gesprochen, der eine bezahlbare Wohnung sucht, sondern aus der eines Investors, der auf möglichst hohe Rendite aus ist. Wenn eine exorbitante Steigerung der Mieten und Immobilienpreise, wie sie die Hauptstadt derzeit erlebt, eine „positive Entwicklung“ ist, dann ist, um mit Shakespeares Hamlet zu sprechen, „etwas faul im Staate Dänemark“. Beziehungsweise Deutschland.

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Wohn-Atlas: Berlin jetzt auf Platz drei der teuersten Städte

Die „Berliner Morgenpost“ schreibt:

Eine Studie der Postbank zeigt, dass Wohnungspreise stärker steigen als Einkommen. Berlin steht auf Platz drei der teuersten Städte.

Steigende Mieten, niedrige Zinsen und die Wohnungsnot in den Großstädten veranlasst viele Menschen, in eine eigene Immobilie zu investieren. Doch leisten können sich das offenbar immer weniger Menschen, denn die Einkommen steigen nicht in gleichem Maße wie die Immobilienpreise. Das geht aus dem „Wohnatlas 2017“ hervor, einer aktuellen Studie der Postbank, bei der die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen wurden und in Relation zu den Jahreseinkommen in der Region gesetzt wurden. Nach der am Dienstag vorgestellten Studie ist Deutschlands teuerste Stadt München. Dort müssen Interessenten für eine 100-Quadratmeter-Wohnung 21 durchschnittliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen auf den Tisch legen. Auf Platz zwei und drei folgen Hamburg und Berlin, dort werden jeweils mehr als 15 Jahreseinkommen für eine 100-Quadratmeter-Wohnung fällig.

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