Kritik am neuen Integrationskonzept: Integration bleibt unverbindlich

Die „taz“ schreibt:

„Der Flüchtlingsrat kritisiert das neue Gesamtkonzept Integration des Senats. Das Meiste stehe unter Finanzierungsvorbehalt

Der Berliner Flüchtlingsrat übt scharfe Kritik am Konzept des Senats zur Integration und Partizipation von Geflüchteten, das Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) und der Integrationsbeauftragte Andreas Germershausen Mitte Dezember vorgelegt hatten.

Der Flüchtlingsrat spricht von „vielen Worten statt Taten“. „Zwei Jahre nach Aufnahme der Regierungsgeschäfte legt der Senat ein Gesamtkonzept vor, das an manchen Stellen die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag wortreich wiederholt und bei wichtigen Themen sogar hinter diesem zurückbleibt“, sagt Flüchtlingsratssprecherin Martina Mauer. „Das meiste bleibt unverbindlich oder steht unter Finanzierungsvorbehalt, zentrale Themen fehlen.“

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Flüchtlingsprojekt vor dem Aus: Zu sozial für die Deutsche Wohnen

Die „taz“ berichtet über das LaLoka: „In Hellersdorf muss ein Vorzeige-Flüchtlingsprojekt schließen, weil es nicht zu den Plänen der Deutschen Wohnen passt. Die sieht vor Ort bereits zu viele soziale Träger.
Am Boulevard Kastanienallee war die Welt bislang noch in Ordnung für die Deutsche Wohnen. Während der Immobilienkonzern, zu dessen Enteignung mittlerweile selbst eine der drei Regierungsparteien aufruft, überall sonst in Berlin zum Synonym für Profitgier geworden ist, genießt das Unternehmen hier einen guten Ruf: Bei dem Vorhaben, die heruntergekommene Einkaufsmeile wiederzubeleben, ziehen die Deutsche Wohnen, der seit 2012 ein Großteil der Wohnungen und Gewerbeflächen hier gehören, und andere Akteure im Bezirk an einem Strang.
Doch damit könnte es jetzt vorbei sein: Das LaLoka, ein selbstverwalteter Treffpunkt von und für Flüchtlinge, musste in diesem Monat schließen. Der Vertrag zwischen dem bisherigen Trägerverein und der Deutschen Wohnen endete Ende November, gern hätte der aktuelle Betreiber, die Initiative Refugees Emancipation, den Vertrag übernommen.“ Weiterlesen: http://www.taz.de/!5556370/

Kein Bezirk altert so schnell wie Marzahn-Hellersdorf

Der „Tagesspiegel“ schreibt:


Nirgendwo in Berlin altert die Bevölkerung so schnell wie in Marzahn-Hellersdorf. Was die Plattenbausiedlungen damit zu tun haben.

Dass sie es so lange miteinander aushalten würden, hatten Elga und Ulrich Jahnke selber nicht gedacht. Im September feierte das Ehepaar aus Hellersdorf Gnadenhochzeit – 70 Jahre Seite an Seite, vom Bezirk gab es dafür eine Ehrung. Und aktuell spricht nichts dagegen, dass noch ein paar Jahre dazukommen. Ulrich Jahnke, trotz stolzer 91 Jahre und Herzschrittmachers immer noch topfit, schreibt gerade an seiner Autobiografie.

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https://www.morgenpost.de/bezirke/marzahn-hellersdorf/article216017247/Marzahn-Hellersdorf-altert-schneller-als-andere-Bezirke.html

Talk ohne Show: Eine soziale Politik für Geflüchtete und Deutsche?

Die Dokumentation der Debatte über „Durst nach Geld – Hunger nach Gerechtigkeit. Eine soziale Politik für Geflüchtete und Deutsche“ ist jetzt online:

Unter dem Titel „Durst nach Geld – Hunger nach Gerechtigkeit“ lud weltgewandt e.V. kurzfristig zu einem Gesprächssalon am 21.11.18 mit Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz und Buchautorin.

„Niemand wird arm, wenn wir großzügig aufnehmen.“ „Komplett offene Grenzen geht auch nicht.“ Wie passen die beiden Aussagen von Frau Herrmann zusammen? Lest / lesen Sie selbst die bebilderte Beschreibung des Gesprächs.

Rolf A. Götte würdigt den Abend mit einem Kiezbericht.

Freiwillige für die Integration von Geflüchteten unersetzlich

Via „Migazin“:

Jeder vierte Geflüchtete, der seit 2015 nach Deutschland gekommen ist, hat inzwischen einen Job. Freiwillig engagierte Helfer haben bei der Integration in den Arbeitsmarkt maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg.

Von den rund 1,5 Millionen Geflüchteten, die seit 2015 in Deutschland sind, hat laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) jeder Vierte mittlerweile Arbeit gefunden. Jeder Fünfte von Ihnen ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Weitere 100.000 Flüchtlinge werden in 2018 voraussichtlich eine Arbeit finden. Damit verläuft die Entwicklung der Arbeitsmarktsituation für diese Gruppe insgesamt gut, ordnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung diese Zahlen ein.

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Straftaten in Brandenburg: Zahl der rassistisch motivierten Gewaltstraftaten gestiegen

Via „rbb“:

Volksverhetzung, Pöbeleien oder gewalttätige Angriffe: In Brandenburg registrieren die Behörden für dieses Jahr nach wie vor eine erschreckend hohe Zahl rassistischer Straftaten – nicht nur gegen Flüchtlinge. Vor allem in zwei Regionen ist die Entwicklung bedenklich.

Die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte in Brandenburg ist weiterhin hoch. Bereits in den ersten neun Monaten dieses Jahres registrierte die Polizei 186 Übergriffe gegen
Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Andrea Johlige (Linke) hervor. Im Vorjahreszeitraum waren es 225 rassistische Straftaten.

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Senat legt neues Konzept für Flüchtlingspolitik vor

Via „Tagesspiegel“:

Berlin setzt auf Willkommenskultur: Das neue Konzept setzt im Vergleich zum Bund auf Integrationsfreundlichkeit, Sprachkurse werden ausgebaut.

Ziemlich genau drei Jahre ist es nun her, dass Deutschland von Flüchtlingen förmlich überrannt wurde. Allein in Berlin kamen seit September 2015 täglich um die 1000 Menschen an. Sie mussten untergebracht, erfasst und versorgt werden. Berlin tat sich schwer. Die Verwaltung war darauf nicht vorbereitet, die Hauptstadt erlangte bundesweit negative Berühmtheit durch die langen Schlangen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales, kurz Lageso.

Ein knappes Jahr nach Beginn der Flüchtlingskrise verabschiedete die damals noch rot-schwarze Landesregierung ihren „Masterplan Integration und Sicherheit“. Diesen überschreibt Rot-Rot-Grün nun mit einem eigenen Konzept der Flüchtlingspolitik. Es trägt den Namen „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter“ und wird Mitte Dezember offiziell vorgestellt. Das Wort Sicherheit ist aus dem Namen verschwunden.

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BENN (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften): „Was ist ein Trauma“ ?

Der Kiezreporter in Marzahn-Nordwest berichtet über eine BENN-Veranstaltung:

Am 14.11.2018 empfing die Leiterin des „Louise“ NachbarinnenTreffs, Ahrensfelder Chaussee 140 A, 12689 Berlin, zehn Besucherinnen zum Thema „Was ist ein Trauma?“ Nach persönlicher Begrüßung durch Rim Farha (siehe Foto) und einer persönlichen Vorstellungsrunde der Teilnehmerinnen moderierte die Sozialpädagogin und Traumatherapeutin Karin Richter in offener Diskussion über unterschiedliche auslösende Begebenheiten, durchlebte Erfahrungen und beseitigende Methodik hinsichtlich traumatischer Erlebnisse. Verständlicherweise war der Anlaß, der zu einem Trauma-Erlebnis geführt hat, bei den Telnehmerinnen völlig gegensätzlicher Art und in einem Gespräch von ca. zwei Stunden nicht exakt und hilfreich abzuarbeiten. Aus diesem Grund wurde unter den Gästen vereinbart, in einer Selbsthilfegruppe im Dezember 2018 erneut zusammenzukommen. Es ist zu hoffen, daß sich die Teilnehmerinnen dann noch stärker annähern werden, um das Problem „Trauma“ beherrschen zu lernen. Auf diesem Weg: Viel Erfolg !

Quelle

21.11.2018: Weltgewandt e.V. lädt ein ins JZ Betonia in Marzahn-NordWest

Durst nach Geld – Hunger nach Gerechtigkeit ! Eine soziale Politik für Geflüchtete und Deutsche ?

weltgewandt e.V. lädt zu diesem Thema am Mittwoch, 21. November 2018, 19.30 – 21.00 Uhr, ins Jugendzentrum Betonia, Wittenberger Straße 78, 12689 Berlin, zu einer Diskussion mit Publikumsbeteiligung ein.

Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz/tageszeitung und Autorin von „Der Sieg des Kapitals“ und „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ diskutiert unter der Moderation von Sophia Bickhardt, Projektleiterin von weltgewandt e.V., mit den Gästen.

Für Übersetzung arabisch-deutsch und deutsch-arabisch ist gesorgt.

Quelle

Traumatisierte Geflüchtete besser versorgen mit Peer-Beratern

Das „Ärzteblatt“ schreibt:

Viele Flüchtlinge haben traumatische Erfahrungen gemacht und bräuchten dringend Unterstützung. Ihre Versorgung in Deutschland ist jedoch nicht sichergestellt. Die Politik hat das Thema zurzeit nicht im Fokus. Konkrete Lösungsansätze bietet eine Stellungnahme der Leopoldina, die Experten bei einer Veranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) diese Woche diskutiert haben.

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