Deutsche und dänische Wohnpolitik im Vergleich: Ghettopolitik oder Soziale Stadt?

Ein sehr spannender Beitrag des „Deutschlandfunks“:

Auf die Wende folgte für den Ost-Berliner Bezirk Marzahn der soziale Niedergang. Im dänischen Gellerupparken herrscht seit den 80ern hohe Arbeitslosigkeit. Zwei soziale Brennpunkte – zwei unterschiedliche politische Strategien, die Lage zu lösen.

Kopenhagen, Ministerpräsidentenzimmer auf Schloss Christiansborg. Das dänische Fernsehen überträgt die Neujahresrede des Regierungschefs: „Heute Abend möchte ich von einer jener Balancen sprechen, von denen ich befürchte, dass sie kippen. Ja, an manchen Orten sind sie schon gekippt.“

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Rechtsextreme Bürgerwehr patrouilliert in Berliner S-Bahn

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Mit Bürgerwehren will die rechtsextreme NPD in der Berliner S-Bahn patrouillieren. Bundespolizei und S-Bahn untersuchen den Fall.

Die rechtsextreme NPD hat bundesweit zur Bildung von Bürgerwehren aufgerufen. In einem Video, das unter anderem auf der Internetseite des Kurznachrichtendienstes Twitter kursiert, patrouillieren NPD-Funktionäre in der Berliner S-Bahn und rufen zur Schaffung von Schutzzonen für Deutsche auf. Neben Berlin soll Cottbus ein Schwerpunkt der Kampagne sein. Das Video aus der Berliner S-Bahn ist nun ein Fall für die Sicherheitsbehörden.

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Bürgerwehr der NPD: Rechts, zwo, drei, vier!

Die „taz“ berichtet:

Die NPD ruft bundesweit zu Bürgerwehren und „Schutzzonen“ für Deutsche auf. In Berlin patrouillieren Nazis in der S-Bahn.

Mit verschränkten Armen und angedeutetem Lächeln stehen drei Männer nebeneinander im Plattenbauviertel. Zwei von ihnen tragen rote Warnwesten, der mittlere ein rotes Shirt. Auf ihren Kleidungsstücken und auf einem hinter ihnen parkenden Auto ist ein Symbol in Form eines Schilds zu sehen. Es ist das Symbol der Kampagne „Schutzzone“ – mit der die rechtsex­treme NPD bundesweit unter anderem zur Bildung von Bürgerwehren aufruft und diese auch selbst bildet. Unter dem Bild, das am Freitagabend auf Facebook gepostet wurde, steht: „Für die Sicherheit unserer Frauen und Kinder sind wir aktuell in Marzahn-Hellersdorf unterwegs und informieren die Bürger.“

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„Hässliche Aktion“ von rechten Hools

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Mit Bewährungs- und Geldstrafen sowie einem Freispruch endete am heutigen Dienstag der Prozess um einen Angriff mit brennenden Fackeln auf eine Flüchtlingsunterkunft 2015 in Berlin-Marzahn.

Sieben Angeklagte, darunter eine Frau, mussten sich seit dem 19. Juni vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten wegen eines Angriffs auf eine Flüchtlingsunterkunft 2015 im Ortsteil Marzahn verantworten. Bereits am ersten Verhandlungstag endete der Prozess für drei Beteiligte, am heutigen Dienstag fielen die restlichen Urteile.

Damals, in der Nacht des 20. August 2015 hatten sich 16 Anhänger des Berliner HoGeSa-Ablegers „Bündnis Deutscher Hools“ (BDH) unweit der Unterkunft am Blumberger Damm getroffen und waren mit brennenden Holzlatten zu der Einrichtung gezogen, um „ein Zeichen gegen die deutsche Asylpolitik zu setzen“. Dort angekommen warfen sie die selbstgebastelten Fackeln über den Zaun, die teilweise von den Bewohnern der Unterkunft gelöscht werden mussten.

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Marzahn-Mitte: Interkulturelles Picknick im Garten der Begegnung am 04.07.18

Via „BENN Mehrower Allee“:
Auch in diesem Jahr wird die Tradition fortgeführt: wir picknicken gemeinsam mit allen Nachbarinnen und Nachbarn im Garten der Begegnung!
Das DRK-Nachbarschaftszentrum und BENN im QM Mehrower Allee schmeißen gemeinsam den Grill an. Alle Gäste sind herzlich willkommen, das Grillgut zu testen, ihre liebste Grillbeilage mitzubringen und sich kulinarisch auszutauschen.
Herzlich laden wir Sie ein, am Mittwoch, den 04.07.18, um 16.30 Uhr in den Garten der Begegnung, Ludwig-Renn-Str. 33B, zu kommen und mit uns lecker zu speisen!

Warum hat Deutschland Do Anh Lan vergessen?

Via „Zeit Online“:

1980 wurden zwei Vietnamesen in Hamburg Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags. Bis heute kämpft die Mutter eines der Opfer für einen Gedenkort – erfolglos.

Rassismus ordnet unser Denken und Zusammenleben. Mit dem Schwerpunkt „Alltag Rassismus“ wollen wir herausfinden, warum das so ist, was das für die Gesellschaft bedeutet und wie sich das verändern ließe. Mit einem Besuch bei der Rentnerin Do Mui wollen wir herausfinden, welche Folgen ein rassistisches Verbrechen auch noch Jahrzehnte später haben kann.

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Tag der offenen Gesellschaft: „… dann bekommt man ein ganz anderes Bild von Deutschland“

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

Die deutsche Regierung droht an der Asylpolitik zu zerbrechen – und im ganzen Land treffen sich Menschen zum „Tag der offenen Gesellschaft“. Ein Besuch bei den vielleicht letzten Enthusiasten Deutschlands.

Am Ende dieser Woche wollen sie die Welt retten, wenigstens ein bisschen. Und weil das hier Deutschland ist, ist Kartoffelsalat das Mittel der Wahl. Er kommt um elf Uhr, in einer Tupperdose, steht dann auf einem Biertisch zwischen polnischen Süßigkeiten, Gebäck und Thermoskannen mit Kaffee. Drumherum sitzen Menschen und reden, in Marzahn, einem Plattenbauviertel im äußersten Osten Berlins.

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Prozess nach Angriff auf Asylunterkunft beginnt

Der „rbb“ berichtet:

Weil sie selbstgebastelte Fackeln in Richtung einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Marzahn geworfen haben sollen, stehen sechs Männer und eine Frau am Dienstag vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Den 24- bis 44-Jährigen wird Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung eines gemeingefährlichen Verbrechens zur Last gelegt. Sie sollen der Anklage nach im August 2015 Fackeln entzündet und über den Zaun der Unterkunft geworfen haben, um „ein Zeichen“ gegen die deutsche Asylpolitik zu setzen.

Die Fackeln seien zum Teil von selbst erloschen, andere von Bewohnern gelöscht worden. Ein 24 Jahre alter Angeklagter gilt als Initiator der mutmaßlichen Störaktion.

Quelle

Abseits der Klischees: Über Vorstadtkulturen

Via „Deutschlandkultur“:

An der Peripherie finden sich die Problemviertel: monotone Trabantenstädte, in die nur zieht, wer sich nichts anderes leisten kann, so das Vorurteil. Dabei sind die Vorstädte nicht selten Keimzelle neuer urbaner Trends.

An der Peripherie wohnen die Probleme und Klischees – zumindest wenn man vom Zentrum aus auf Vorstädte wie Berlin-Marzahn schaut. Nicht aber, wenn man dort als Fußpflegerin arbeitet und eigentlich Schriftstellerin ist: Katja Oskamp bearbeitet Hühneraugen und Hornhaut und hört tolle Lebensgeschichten. Aus dem Berliner Stadtteil, der in diesem Jahr 41 wird und damit älter als die DDR, für deren Wohnungsbauprogramm er einst als Synonym stand.

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