Aufruf Aktionsfonds Partnerschaft für Demokratie – Projekte zur Förderung der Demokratie und Toleranz in Marzahn

Pressemitteilung der Partnerschaften für Demokratie Marzahn bzw. der Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf:

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marzahn wird im Jahr 2018 erneut der Aktionsfonds „Partnerschaft für Demokratie Marzahn“ aufgelegt. Alle Bürger*innen jeden Alters, Initiativen oder freie Träger sind aufgerufen, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz, Solidarität und Demokratie einzusetzen. Damit soll ein deutliches Zeichen gegen Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung gesetzt werden.

Der Fonds hat einen Gesamtumfang von 7.000 €, wobei Projekte mit einem Volumen von bis zu 600 € gefördert werden. Gefördert werden können Projekte, die in der Großregion Marzahn (inklusive Biesdorf) umgesetzt werden.

Zur Unterstützung von Bürger*innen und Initiativen bei der Entwicklung ihrer Projektidee und dem Erstellen des Projektantrages bietet die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf zwei Workshops „Von der Idee zum Antrag – Aktionsfonds PfD Marzahn“ an (14.05.2018 und 13.08.2018, jeweils 18 bis 20:30 Uhr).
Keep reading →

Berliner Jugendclubs in Gefahr: Jugend ohne Club

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Nach der Schule geht es in den Jugendclub. Dahin, wo Eltern nicht nerven und auch kein Lehrer; wo der Streit mit den Geschwistern weit weg ist; wo es etwas zu tun gibt. Zocken am PC, Kickern, vielleicht erste eigene Musik im Tonstudio aufnehmen.

400 öffentlich geförderte Jugendclubs gibt es in Berlin. Sie erreichen rund 60 000 Jugendliche und junge Erwachsene, die meisten von ihnen sind zwischen 14 und 27 Jahre alt. Manche Clubs gibt es erst seit zehn Jahren, wie das Sunshine Inn in der Weißen Siedlung in Neukölln. Andere haben eine Tradition als besetztes Haus aus der Nachwendezeit, wie das Unabhängige Jugendzentrum im Pankower Florakiez. Es sind Orte, die nicht nur wichtig sind für ihre Besucher, sondern auch für die Stadt und ihre Gesellschaft. Im Idealfall lernen die Jugendlichen hier, Verantwortung zu übernehmen – für ihre eigene Zukunft und für andere. Für viele ist der Club mit seinen Erziehern und Sozialpädagoginnen eine zweite Familie geworden, ein paar von ihnen erzählen auf diesen Seiten davon.

Hussein und Rosa, Kira, Tabea und Fabrizio haben in Jugendclubs Freunde gefunden – und eine Idee von dem, was sie irgendwann einmal beruflich machen möchten. Aus ihren Leben sind diese Orte nicht wegzudenken. Und doch sind sie in Gefahr. Denn die Einrichtungen sind personell unterbesetzt und chronisch unterfinanziert. Viele Sozialarbeiter arbeiten mehr als ihre regulär vergütete Arbeitszeit: Wenn die Jugendlichen Probleme haben, sind sie auch mitten in der Nacht erreichbar. „Die meisten Kinder- und Jugendzentren arbeiten unter furchtbar prekären Bedingungen“, sagt die SPD-Politikerin Mirjam Blumenthal, Vorsitzende des Jugendhilfe-Ausschusses in Neukölln. Die von den Bezirken organisierten Kinder- und Jugendreisen gibt es kaum noch. Jugendverbände als politisches Sprachrohr, aber auch als demokratische Spielwiese, haben es besonders schwer. Dabei lernen die jungen Erwachsenen gerade hier praktische demokratische Teilhabe und Selbstorganisation.

Weiterlesen

Les Oubliés – Die politisch Verlassenen

Viele Menschen in strukturschwachen Regionen mit hohem Anteil rechtspopulistischer Wähler fühlen sich von der Politik verlassen. Das befindet die erste Studie ihrer Art zu den letzten Wahlen in Deutschland und Frankreich: 500 Haustürgespräche zeigen auf, welche Herausforderungen die Befragten in ihrem Alltag haben und warum oftmals die sozialpolitischen Bedingungen – und nicht etwa Fremdenfeindlichkeit – Grund ihres Unmuts und ihrer Zukunftsängste sind. Basierend auf den authentischen Schilderungen der Menschen entschlüsselt die Studie „Rückkehr zu den politisch Verlassenen“ deren Deutungsmuster und macht sie zugänglich für Handlungsempfehlungen, die darauf abzielen, das Vertrauen dieser Bevölkerungsgruppen zurückzugewinnen.
 
— Der Kurzfilm „Les Oubliés – Die politisch Verlassenen“ entstand im Zuge der Studienerstellung. Er wurde von der Snice-Filmproduktion erstellt und von der Alfred Herrhausen Gesellschaft gefördert.

Vor 75 Jahren begann die Deportation der Sinti und Roma aus Marzahn

Die „Berliner Woche“ schreibt:

Vor 75 Jahren, Anfang März 1943, wurde das Zwangslager für die Sinti und Roma nahe des heutigen S-Bahnhofes Raoul-Wallenberg-Straße offiziell aufgelöst. Für die meisten Internierten bedeutete das den Abtransport in das Vernichtungslager Auschwitz.

Daran erinnern zehn Gedenktafeln am heutigen Otto-Rosenberg-Platz nahe dem Übergang zum S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße. Diese zeigen Opfer der Verfolgung unter den Sinti und Roma während der Nazi-Zeit. Dokumente weisen auch auf die menschenunwürdige Behandlung hin, welche die Verfolgten an dem Platz erlitten.

Weiterlesen

Immanuel Beratungszentrum Marzahn – Migrationsberatung

Mal wieder ein Hinweis zu einem weiteren Beratungsangebot für Migrant*innen im Bezirk durch das Immanuel Beratungszentrum Marzahn:

Wir beraten erwachsene Zuwanderer sowie Spätaussiedler, die auf Dauer in Deutschland bleiben möchten, damit sie sich willkommen fühlen und erfolgreich in ihrer neuen Heimat ankommen können.

  • rund um die Themen Aufenthalt und Integration
  • bei der Lebens- und Alltagsgestaltung in Deutschland
  • bei Ausbildungs- und Arbeitssuche sowie beruflicher Orientierung
  • allgemeinen Fragen zu Kinderbetreuung und Schule
  • Fragen rund um das Thema Wohnen
  • Klärung und Beantragung von sozialen Leistungen

Wir beraten Sie unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, Alter oder sexueller Identität.

Die individuelle Beratung ist kostenfrei. Wir unterliegen der Schweigepflicht.
Die Migrationsberatung kann auf Russisch und nach Bedarf auch auf Englisch angeboten werden.

Quelle

15.3.2018 Pressegespräch in Berlin: Vorstellung einer Studie zu den Ursachen rechtspopulistischer Wahlerfolge

Was motiviert Wählerinnen und Wähler in strukturschwachen Regionen, einer rechtspopulistischen Partei ihre Stimme zu geben? Dazu wurden in Deutschland und Frankreich 500 Haustürgespräche geführt – unter anderem in Berlin-Marzahn, Eisenhüttenstadt und Gelsenkirchen-Ost sowie im Großraum Calais und Marseille. Der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje stellt die Studie am Donnerstag um 10.30 Uhr im „Progressiven Zentrum“ vor. Hierfür können sich Journalisten per E-Mail (paulina.froehlich@progressives-zentrum.org) anmelden. Im Anschluss daran diskutieren Markus Nierth, Ex-Bürgermeister von Tröglitz, die Journalistin Mariam Lau von der „Zeit“ und Andreas Görgen vom Auswärtigen Amt ab 12.30 Uhr auf einem Podium über die Ergebnisse.
 

Aktuell bestehende Sprach(kurs)angebote für Menschen mit Migrationserfahrung in Marzahn

Da wir heute mal wieder von einer Sozialarbeiterin bezüglich Sprachangeboten für geflüchtete Menschen bzw. Menschen mit Migrationserfahrung in Marzahn angesprochen wurde, hier ein paar uns aktuell bekannte Möglichkeiten. Wer noch mehr Angebote hat, kann uns diese gerne schicken!:

Das DRK Nordost hier aktuell verschiedene Angebote, welche Ihr hier finden könnt: http://drk-berlin-nordost.de/gefluechtete.html

Weltgewandt e.V. bietet in Marzahn-Nord ein regelmässiges Sprachcafé an: http://weltgewandt-ev.de/termine/

Und das Refugee Café „Women´s Space“ in Marzahn-Mitte bietet auch Deutschkurse an: https://stimmemag.oplatz.net/eroffnung-des-frauen-internet…/

Ebenso die Migrant*innen-Organisation der vietnamesischen Community „Reistrommel e.V.“: http://www.reistrommel-ev.de/integrationskurse

Und auch das Roma-Projekt in Marzahn-NordWest bietet u.a. dienstags und donnerstags Sprachtrainings an: http://www.awo-spree-wuhle.de/elterntreff/

Eröffnung des Frauen-Internet­-Cafés »Women’s Space« in Berlin-Marzahn

Ein weiterer schöner und von Refugees selbstorganisierte Ort zur interkulturellen Begegnung in Marzahn:

Obwohl wir alle in einer Stadt leben und die Globalisierung uns viele Türen öffnet und unsere Neugier über andere Kontinente stillen kann, sehen wir sogar in Berlin täglich die soziale Trennung zwischen Einheimischen und Geflüchteten. Liegt es an der Intoleranz beider Seiten, sich der anderen Kultur gegenüber zu öffnen, oder spielen mehr Faktoren hier eine Rolle.

Geflüchtete haben es in Deutschland schwer, sich zu integrieren, da sie oft abgeschottet von der deutschen Gesellschaft in Lagern leben, ohne die nötige Information und Bildung zur Verfügung zu haben, die den Integrationsprozess erleichtern würden. Daher gründete der Refugee Emancipation e.V. ein Cyber-Café namens Women’s Space, das Geflüchteten, speziell Frauen*, helfen soll, diese Barrieren zu überwinden. Am 23. 5. wurde es eröffnet.

Ich erwische Ima Tchenkoue im Gespräch mit ihren Mit­arbeiterinnen im Café Women’s Space und sie gibt mir einen Moment ihrer wertvollen Zeit, um mir ein paar Fragen zu beantworten. Heute ist die Eröffnung des Cafés, die Stimmung ist heiter aber b­e s ­ timmt, denn alle sind neugierig, zu erfahren, was für Türen sich mit diesem Café öffnen. Sie erzählt mir, dass das nun das elfte Café dieser Art ist, das sie in Deutschland eröffnen, das dritte in Berlin, aber das erste, das auf Frauen* spezialisiert ist.

Weiterlesen

Berlin-Marzahn: Die einst größte Plattenbausiedlung Europas wird 40

Der „Deutschlandfunk“ berichtet:
Vor 40 Jahren wurden die Möbel noch im Schlamm angeliefert und Erich Honecker schaute damals auch vorbei. Heute ist Berlin-Marzahn mit seiner Plattenbausiedlung einer der grünsten Stadtteile.
„Ich hatte einen kleinen Kaffee bestellt, hatte ich schon gesagt. Wer noch? Finger hoch? Kleinen Kaffee, ich… Fünfmal Kräutertee, einmal Schwarztee. Genau.“Zehn Frauen erholen sich bei Kaffee und Tee vom Frühsport. Jeden Montag um 9 Uhr kommen die Frauen aus der Nachbarschaft zur Seniorengymnastik ins Bürgerhaus Südspitze, einen Nachbarschaftsverein in Berlin-Marzahn. Karin Prutz ist mit 79 Jahren eine der jüngeren Teilnehmerinnen.

Weiterlesen

 

So stimmten Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf zur Bundestagswahl: Die Linke gewinnt – und verliert

Via „LichtenbergMarzahn+“:

Marzahn-Hellersdorf/Lichtenberg. Der Osten bleibt auch bei der Bundestagswahl weiterhin fest in linker Hand: Sowohl in Marzahn-Hellersdorf als auch Lichtenberg konnte Die Linke die Direktmandate erringen – allerdings musste sie auch die größten Stimmenverluste verbuchen. Wie auch auf Bundesebene verloren zudem SPD und CDU, während die AfD zweistellige Ergebnisse zu verzeichnen hat.

Weiterlesen

Hier finden Sie die Wahlergebnisse im Detail:
Lichtenberg
Marzahn-Hellersdorf

Interaktive Berlinwahlkarte mit allen Ergebnissen

Weitere Analysen, Einschätzungen und Artikel zur Bundestagswahl 2017:

Die AfD ist unter ostdeutschen Männern die stärkste Partei – wie konnte das passieren?

AfD-Hochburgen Die AfD boomt im Osten

AfD gewinnt im Berliner Osten dazu – die Linke verliert

Die AfD-Hochburgen in Berlin sind Kieze der Gegensätze

Wir haben AfD-Wähler unmittelbar nach ihrer Stimmabgabe gefragt: Warum?

Poor, White, German

Die sich vernachlässigt fühlen