Gefährliche Bürgerwehr

Die „Jungle World“ schreibt:

Bundesweit wollen Rechtsextreme sogenannte Schutzzonen errichten. In Berlin vertrieben sie Roma von einem öffentlichen Platz. Hinter der Kampagne steht die NPD.

»Schutzzonen – Schulwegwache« steht auf dem Rücken der roten Westen mit den weißen Streifen. Getragen werden sie von zwei Männern, die neben einer Schule im Berliner Stadtteil Hellersdorf stehen. Das Foto, das die beiden Männer zeigt, ist eine Drohung für alle Menschen, die nicht ins rechtsextreme Weltbild passen. Schließlich steht es auf der Homepage der Berliner NPD. Es soll für die Kampagne »Schafft Schutzzonen« der Neonazis werben, die in den vergangenen Wochen in verschiedenen Bundesländern lanciert wurde.

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Jugendamt in Not: Die Kümmerer von Marzahn-Hellersdorf

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Jetzt haben sie endlich die Stellen bekommen, die sie so lange gefordert hatten. Und dann will sie niemand haben. Zwölf neue Mitarbeiter sucht das Jugendamt Marzahn-Hellersdorf per Anzeige, bisher haben sich aber nur drei Bewerber gemeldet. „Es gibt eben entspanntere Jobs in diesem Bereich, und die werden auch besser bezahlt“, sagt Heiko Tille, der Leiter des Jugendamtes in Marzahn-Hellersdorf.

Seine Behörde hat 83 Stellen, doch nur 75 sind zurzeit besetzt. Das hat Folgen: Kollegen sind gestresst und unzufrieden, manche fehlen, weil sie krank sind. Ihre Betreuungsfälle müssen nun Kollegen übernehmen. Bis zu 90 Fälle betreuen manche. Die Belastungsgrenze liegt bei 65. Es ist einfach zu viel.

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Bei der Riesen-Demo dabei gewesen

„LichtenbergMarzahn+“ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf. Unter den 240.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Riesen-Demonstration “#Unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung” vom vergangenen Sonnabend, 13. Oktober, waren auch zahlreiche aus Marzahn-Hellersdorf. Viele Demonstranten aus dem Bezirk schlossen sich dem Block an, zu dem das Bündnis für Demokratie und Toleranz mit der Kiezgruppe gegen Rassismus und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN BdA) aufgerufen hatten. Die Riesen-Demo führte vom Alexanderplatz bis zum Großen Stern auf der Straße des 17. Juni. Wie es in einer Pressemitteilung des BENN-Projektes (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) in Marzahn-Hellersdorf hieß, brachten die Demonstrierenden mit Transparenten und Schildern zum Ausdruck, dass die Lebensrealitäten in Marzahn-Hellersdorf bunt und vielfältig sind. Dass es hier viele Menschen gibt, die diese Vielfalt schätzen und für Solidarität untereinander einstehen. Sie demonstrierten für eine offene, freie Gesellschaft – gegen Rassismus, Hetze und Diskriminierung von Ausländern.

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Siehe auch: „Unteilbar“-Demo: Urban hofft auf Motivationsschub

Nguyen Van Tu und Ingo Binsch: Von Nazis ermordet

Via „Tagesspiegel“:

Nguyen Van Tu aus Marzahn und Ingo Binsch aus Hellersdorf – zwei von mindestens 169 Menschen, die seit der Wiedervereinigung in Deutschland von Neonazis oder anderen extrem Rechten getötet wurden. Ihre Schicksale sind in einer interaktiven Karte dokumentiert, die aus jahrelangen Recherchen eines Teams um Tagesspiegel-Redakteur Frank Jansen hervorgegangen ist.

Der 29-jährige Vietnamese Nguyen Van Tu stirbt am 24. April 1992 in Marzahn durch einen Messerstich in die Lunge. Der 21-jährige Täter gibt an, der rechtsextremen DVU nahezustehen. Er wird am 8. Oktober 1992 vom Landgericht Berlin wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Als Tatmotiv stellt das Gericht Selbstjustiz vor dem Hintergrund fremdenfeindlicher Ressentiments fest.

Ingo Binsch wird am 5. November 2001 von drei jungen Männern in einem Hellersdorfer Plattenbau so massiv zusammengeschlagen, dass er wenige Stunden später einen tödlichen Herzinfarkt erleidet. Der Anlass: Der 36-Jährige schuldete einem der Täter 40 DM. Das Landgericht Berlin verurteilt die vorbestraften Rechtsextremisten zu mehrjährigen Haftstrafen. Ein rechtsextremes Motiv erkennen die Richter nicht. Nach einer Überprüfung des Falls durch Forscher der TU Berlin im Frühjahr 2018 wird der Fall durch das LKA Berlin als politisch motiviert eingestuft. Die Wissenschaftler hatten die laufend praktizierte Gruppengewalt in der rechtsextremen Szene sowie drei vorhergehende einschlägige Gewalttaten, bei denen die Täter genauso brutal vorgegangen waren, als ursächlich angesehen.

Quelle

Mehr dazu hier:

Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung

Internationaler Jugendaustausch bei urban-social

Via „Berliner Woche„:

Marzahn-Hellersdorf. 43 Jugendliche aus den Partnerstädten Zielona Góra (Polen) und  Minsk (Weißrussland)  sowie Jugendliche aus Marzahn-Hellersdorf nehmen an einer internationalen Jugendbegegnung vom 9. bis zum 16. Juli bei urban-social am Blumberger Damm 12/14 teil. Sie wollen eine 2,5 Meter große Skulptur, einen „Länderbären“, erschaffen. Sie soll zum Abschluss der Begegnung im Bezirk feierlich eingeweiht werden. Jugendliche aus Marzahn-Hellersdorf können sich noch für die Begegnung anmelden. Mehr Infos auf https://www.pro-social.de oder bei Thomas Riede, Projektkoordinator bei urban-social, unter ¿56 29 26 33. KT

„Bündnis für Kinder“ organisiert buntes Ferienprogramm

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Am Donnerstag, 5. Juli, beginnen die Sommerferien. Das „Bündnis für Kinder Marzahn-Hellersdorf“ hat ein buntes Programm für alle Kinder zusammengestellt, die in der schulfreien Zeit nicht verreisen.

Der Ferienauftakt wird wieder am letzten Schultag auf dem Barnimplatz in Marzahn-Nord gefeiert. Am Mittwoch, 4. Juli, beginnt dort um 15 Uhr das große Wasserfest, an dem sich viele freie Träger und Jugendeinrichtungen beteiligen. Mit dabei ist der Kinderkeller, der Freizeitklub M3 und die Spielplatzinitiative mit Pferden. Im Gegenzug wird das Abschlussfest am Donnerstag, 16. August, auf der großen Brachfläche in der Maxi-Wander-Straße in Hellersdorf-Süd begangen.

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Rechtsextremismus in Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2016

Rechtsextremismus in #mahe: eine Strategie gegen den gewaltbereiten Rechtsextremismus bleibt weiter notwendig:

Wie bereits in den vergangenen Jahren habe ich den Senat zu aktuellen Zahlen zum Rechtsextremismus in Marzahn-Hellersdorf befragt. In der Antwort des Senates zeigt sich ein Rückgang der bisher bekannten Fälle. Waren im Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2015 187 Fälle der PMK – rechts zu verzeichnen sind es für 2016 bislang 133 Fälle. Allerdings gibt es noch einen Erfassungsrückstand. Erst die abschließenden Zahlen im Jahresbericht der Polizei werden zeigen wie die genauen Zahlen aussehen. Unabhängig davon bleibt mit eine Anzahl im unteren dreistelligen Bereich von behördlich bekannten Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten in Marzahn-Hellersdorf die Notwendigkeit einer Strategie gegen den gewaltbereiten Rechtsextremismus hoch.

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