Deshalb eskaliert jetzt der Streit in der AfD

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Es ist der alte Konflikt der AfD: Radikale gegen vergleichsweise Gemäßigte. Eine Reihe von Ereignissen lässt ihn jetzt außer Kontrolle geraten.

Man konnte es nur als Kampfansage verstehen, was Björn Höcke am Wochenende von der Bühne rief. „Ich werde mich mit großer Leidenschaft der Neuwahl des Bundesvorstands hingeben“, kündigte er drohend beim jährlichen Kyffhäuser-Treffen seines ultrarechten „Flügels“ an. In der aktuellen Zusammensetzung werde die Parteispitze Ende des Jahres sicher nicht wiedergewählt, versprach Höcke. Der Applaus war groß.

Radikale gegen vergleichsweise Gemäßigte: Es ist der alte Konflikt der AfD. In den vergangenen Monaten flackerten er immer wieder auf. Die Brandherde hießen NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg. In der Bundespolitik wurde davon wenig Notiz genommen. Doch nun ist der Streit endgültig eskaliert und hat die AfD in eine Krise gestürzt.

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AfD-Chef Meuthen meidet Verdachtsfall-Treffen

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Anfang Juli lädt der rechte „Flügel“ der AfD zum „großen patriotischen Fest“. Mindestens einer der beiden Bundessprecher hält sich fern.

Jörg Meuthen bleibt diesmal weg. Der AfD-Chef werde in diesem Sommer nicht am „Kyffhäusertreffen“ teilnehmen, zitierte der „Spiegel“ den Pressesprecher der Partei. In den letzten Jahren hatte Meuthen weniger Scheu, den versammelten Rechtsaußen der AfD seine Aufwartung zu machen. Seine Besuche bei der Riege rund um Björn Höcke waren ein doppeltes Signal. Einerseits zeigten sie, wie sehr das völkisch-nationalistische Lager unverzichtbarer und vom Bundessprecher geachteter Teil der Partei ist. Auf der anderen Seite waren seine Visiten Sympathiewerbung in eigener Sache: Meuthen wusste, dass man sich in der AfD mit dem „Flügel“ gut stellen sollte, wenn man etwas werden oder bleiben will.

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