Mit Geflüchteten leben – nicht gegen sie

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

In manchen Gegenden in Lichtenberg mangelt es an sozialer Infrastruktur. Das hat auch Bettina Jarasch, Grünen-Abgeordnete und Sprecherin für Integration und Flucht, bei einem Besuch festgestellt. In der Rheinpfalzallee soll eine Unterkunft für Geflüchtete gebaut werden (MUF). Jarasch und die Bezirksgrünen haben mit Anwohnenden diskutiert. Es sei alles sehr konstruktiv gewesen, heißt es. In Außenbezirken (z. B. Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Spandau) werden größere und mehr MUFs errichtet als in den Innenbezirken. Die Grünen würden es begrüßen, kleinere Unterkünfte zu bauen – besser in der Stadt verteilt und bestenfalls auch integriert in die Nachbarschaft.

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Broschüre zu Berliner Modell-Kitas im Bereich der Integration geflüchteter Kinder erschienen!

Wie kann die Integration von geflüchteten Kindern in Kitas verbessert werden? Acht Berliner Modell-Kitas der Diakonie Deutschland arbeiten seit 2016 daran, das zu erreichen. Eine Broschüre stellt nun erste Ergebnisse vor. Die Kinder gewöhnten sich meist schnell an die neue Situation. Für den Umgang mit Eltern werden Strategien vorgestellt, um Sprachproblemen und kulturellen Missverständnissen zu begegnen.

Broschüre als PDF-Dokument zum Download

„Sprüche, Parolen und Vorurteile“ – Elternarbeit zwischen Wertschätzung und Positionierung

Fachkräfte in Kindertagesstätten und in der Jugendhilfe nehmen in ihrem beruflichen Alltag Eltern wahr, die sich abwertend und diskriminierend über bestimmte Gruppen von Menschen äußern. Aktuell richten sich Ressentiments vor allem gegen Geflüchtete. Einige Eltern fallen durch rechtsextreme Symbolik/Kleidung auf. Es ist anzunehmen, dass auch Kinder die Vorurteile der Erwachsenen übernehmen und in die Einrichtung tragen.  Wie kann eine Kooperation mit Eltern gelingen, die Fachkräfte gleichzeitig mit nicht tolerierbaren Äußerungen konfrontieren? Was bedeutet im unmittelbaren Kontakt mit Eltern? Was tun, wenn Kinder Kinder diskriminieren?

Themen:

  • Reflexion der eigenen Haltung
  • Charakterisierung und Einschätzung der Eltern
  • Kinderrechte und Elternrechte – im Konflikt?

Handlungs- und Argumentationsstrategien:

  • Was tun bei diskriminierenden Äußerungen von Kindern?
  • Präventive Ansätze in der Arbeit mit Eltern

Das Projekt ElternStärken bietet in Kooperation mit „Ponte –  Interkulturelle Orientierungs- und Nachbarschaftsvermittlung“ zu diesen Fragen Fortbildungen, Fachgespräche und Beratungen für Fachkräfte an, die mit Eltern arbeiten. Das Angebot ist kostenlos und kann auch innerhalb des Trägers für die Mitarbeitenden und Teams durchgeführt werden.

Flyer zum ausdrucken als pdf-Dokument gibt es hier: Flyer Angebot Ponte und Eltern Stärken

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Wo sich Änderungen bei MUF-Standorten abzeichnen

An diesem Dienstag stellt der Senat die 25 neuen Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in Berlin vor. In diesen Bezirken zeichnen sich Änderungen ab. #MUF

Am Dienstag will der Senat die 25 neuen Standorte für die „MUFs 2.0“ vorstellen. Nicht alle Bezirke waren mit den ersten Vorschlägen einverstanden.

Am Montag wurde noch verhandelt: Nicht alle Bezirke waren mit den vom Senat vorgeschlagenen Standorten für die „MUF 2.0“, die zweite Generation der modularen Flüchtlingsunterkünfte, einverstanden. An diesem Dienstag sollen alle neuen 25 Standorte endgültig vorgestellt werden. Nach Tagesspiegel-Informationen wird das Land von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA) ein Gelände in der Ratiborstraße kaufen, wo eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden soll. Ein zweiter Standort in Friedrichshain-Kreuzberg ist in der Alten Jakobstraße geplant.

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Senat will 25 neue Modul-Asylheime bauen

In den Bezirken regt sich Kritik gegen Flüchtlingsunterkünfte

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Der Senat will an 25 Standorten Modular-Unterkünfte für Flüchtlingen errichten. Doch die Bezirke haben Zweifel.

Im großen Berlin ist die Flüchtlingspolitik mitunter kleinteilig. Karin Hohenhaus kann davon berichten. Sie ist rund um die Poelchaustraße zu Hause. Marzahn ist hier so Platte, wie der Osten nur sein kann. Sechs, elf, teils zwanzig Geschosse, dazwischen viel Grün. Auf einer der offenen Flächen am Murtzaner Ring will der Senat eine Modulare Unterkunft für Flüchtlinge, kurz: MUF, errichten. Wie überall in Berlin. An 25 Standorten will der Senat diese Unterkünfte bauen – für je 400 Menschen, für zunächst etwa 10.000 Flüchtlinge, sukzessive auch für Familien, Studenten und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Dazu die klare Maßgabe: Die 25 geplanten neuen Standorte sollen möglichst gleichmäßig über ganz Berlin verteilt werden.

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«Eltern als Zielgruppe diskriminierungskritischer Impulse. Anregungen für die Praxis von KiTa, Schule und Jugendhilfe»

Auch die Fortbildungsreihe von „Eltern Stärken“ zum Thema „Eltern als Zielgruppe diskriminierungskritischer Impulse. Anregungen für die Praxis von KiTa, Schule und Jugendhilfe“ legt Euch das Projekt Ponte für die entsprechenden Fachkräfte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ans Herz! Nutzt diese tolle Fortbildungsreihe!

„Wenn Fachkräfte in KiTas, Schulen oder in der Jugendhilfe mit Kindern arbeiten, die Schwierigkeiten in der Akzeptanz von Unterschiedlichkeit haben – sei es im Hinblick auf Menschen anderer Herkunft, Religion oder auch Geschlecht – treffen sie meist auch auf Eltern, die eigene Ressentiments zum Ausdruck bringen, zu Hause und in den Einrichtungen.

Welche Möglichkeiten haben Fachkräfte, wenn sie derartige Phänomene in der Interaktion mit Eltern zur Sprache bringen wollen? Wie gelingt das Thematisieren, ohne die Kooperationsbasis mit den Eltern zu gefährden? Welche Ansätze der Familienbildung und der politischen Bildung sind möglich und unter welchen Bedingungen gelingen sie? Das Projekt ElternStärken bietet zu diesen Fragen
(Team-)Fortbildungen und Fachgespräche für Berufsgruppen an, die in unterschiedlichen Settings mit Eltern arbeiten. Ziel ist es, die eigene Haltung und das Handlungsrepertoire zu reflektieren und darüber mehr Souveränität in der Begegnung mit dieser wichtigen Zielgruppe herzustellen.

Fortbildungsreihe Juni bis November 2017

15. Juni 2017
Diskriminierungen und rechtsextrem orientierte Eltern in Kita und Tagesbetreuung

21. Juni 2017
Fachgespräch: Rechtspopulismus

29. September 2017
Diskriminierungen und rechtsextrem orientierte Eltern in Kita und Tagesbetreuung (Hort)

17. Oktober 2017
Argumentationstraining zum Thema Diskriminierungen von Roma

21. November 2017
«Sprüche, Parolen, Vorurteile – Eine andere Elternarbeit ist möglich!»

Anmeldung unter >>> post@licht-blicke.org

Fortbildungsflyer 2017 als Download [.pdf ]

1, 2, 3 Demokratie, wir sind dabei!

An dieser Stelle empfiehlt das Projekt Ponte eine Qualifizierungsreihe für Eltern und ElternvertreterInnen, die in Kita oder Grundschule aktiv für ein respektvolles Miteinander eintreten wollen. Auch in Marzahn-Hellersdorf besteht hier sicherlich Bedarf und das Projekt Eltern Stärken würde sich über entsprechende Anfragen bzw. Anmeldungen sehr freuen!:

Von Oktober 2017 bis Februar 2018

Kita und Schule sind Räume für Kinder sowie Eltern, in denen sie sich sicher
und wohl fühlen sollen. Diese Erziehungs- und Bildungseinrichtungen stehen
grundsätzlich allen Kindern und deren Familien offen – dies sollte auch für alle
im Alltag spürbar sein. Die Realität sieht allerdings mitunter anders aus:
Manche Eltern äußern Besorgnis über die Anwesenheit von Kindern mit Migrationshintergrund und deren Familien, andere verhalten sich gegenüber Kindern
mit Handicaps abwehrend oder sogar diskriminierend.

Auch Kinder können Vorurteile und abwertende Botschaften der Erwachsenen
übernehmen und in die Einrichtungen tragen. Wie können Kitas und Schulen
mit solchen Entwicklungen umgehen? Welche Möglichkeiten haben vor allem
Eltern selbst, zu einem guten Miteinander in den Einrichtungen beizutragen?
Alle sind gefragt, Benachteiligungen und Beleidigungen nicht hinzunehmen.
Ziel ist, dass jedes Kind – ungeachtet seines Geschlechts, seiner Herkunft, Religion,
Lebensweise, seines Alters und Entwicklungsstandes – seinen Anspruch
auf individuelle Förderung, Entfaltung und soziale Teilhabe verwirklichen kann.
Hier sind nicht nur pädagogische Fachkräfte, sondern vor allem auch Eltern und
Angehörige angesprochen, die täglich zur Erziehung und Bildung der Kinder
beitragen: Sie dürfen und sollen die demokratische Kultur vor Ort mitgestalten.
Unter dieser Zielstellung möchten wir Sie, als Eltern und ElternvertreterInnen,
mit einer Qualifi zierungsreihe unterstützen. Ausgehend von Ihren Erfahrungen
und Fragen stärken wir Ihre Wahrnehmungs- und Handlungskompetenz, damit
Sie als „Demokratiebeauftragte“ sicher und angemessen gegenüber Eltern,
Fachkräften und Leitung auftreten können.

Zusätzlich bieten wir Ihnen an, während der Qualifi zierungsreihe ein konkretes
Vorhaben in der Einrichtung ihrer Kinder anzustoßen oder umzusetzen, bei dem
wir Sie dann fachlich begleiten. So können Sie parallel in einem kleinen Praxisprojekt
das Erlernte unmittelbar anwenden.

Zum Programm: Qualifizierung-web-3

Kontakt:

Projekt ElternStärken
Beratung, Vernetzung, Fortbildung
zum Thema Familie & Rechtsextremismus

Ansprechpartnerin | Eva Prausner
Sewanstraße 43
10319 Berlin

Telefon: 030 – 99270555
E-mail: post [at] licht-blicke.org

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