Wo einst Menschen vom NS-System interniert waren: Wohnen in Zwangsarbeiter-Baracke

Via „LichtenbergMarzahn+“:

Kaulsdorf. An der Wuhle nahe der Kaulsdorfer Straße sind große Tafeln zu sehen – eine Open-Air-Ausstellung. Passanten können sich dort über das Zwangsarbeiterlager Kaulsdorf informieren, eines der größten in Berlin. Das Lager an der Kaulsdorfer Straße 90, errichtet auf dem Besitz des enteigneten jüdischen Eigentümers Felix Walter, diente 1939 zunächst für Arbeitskräfte der Deutschen Reichsbahn. Danach war es Durchgangslager für Wolhyniendeutsche, später Lager für französische Kriegsgefangene. Von 1942 bis 1945 wurde es als Lager für Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion genutzt. Zu DDR-Zeiten diente das Areal als Gewerbegebiet, teilweise auch zu Wohnzwecken. Ab 2012 erfolgte der Abriss der Gebäude, die vom Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf gestaltete Open-Air-Ausstellung entstand, siehe hier… . Gleichzeitig wurde die Baracke 92B unter Denkmalschutz gestellt.

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Schüler pflegen die Gräber von NS-Zwangsarbeitern

Gemeinsam die Erinnerung wachhalten. Tadeusz Luczak, geboren 1916, war ein Zwangsarbeiter unter dem Nazi-Regime. Am 24. Januar 1944 starb er auf dem Bahnhof Kaulsdorf in Berlin. „Schädelzertrümmerung“ schrieb die Charité in den Totenschein. Seine letzte Ruhe fand er auf dem St.-Hedwig-Friedhof in Hohenschönhausen. Schüler des Ardenne-Gymnasiums aus dem Ort pflegen dort seit zehn Jahren die Gräber. Am Freitag, 8. September, befreien sie die Grabsteine von Moos – auch ein wertvoller Beitrag zum Aktionstag „Gemeinsame Sache“:

Schüler des Ardenne-Gymnasiums in Hohenschönhausen pflegen die Gräber von NS-Zwangsarbeitern.

Tadeusz Luczak wurde am 5. Februar 1916 in Glowno geboren. Am 24. Januar 1944 starb er als Zwangsarbeiter auf dem Bahnhof Kaulsdorf in Berlin. Die Gerichtsmedizin an der Charité trägt „Schädelzertrümmerung“ als Todesursache ein. Was genau passierte, weiß niemand. Seither befindet sich Luczak’ Grab auf dem St. Hedwig-Friedhof in Hohenschönhausen. Hier ruhen 1 626 Frauen, Männer und Kinder, die unter den Nationalsozialisten im Raum Berlin Zwangsarbeit leisten mussten.

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