Deutsche und dänische Wohnpolitik im Vergleich: Ghettopolitik oder Soziale Stadt?

Ein sehr spannender Beitrag des „Deutschlandfunks“:

Auf die Wende folgte für den Ost-Berliner Bezirk Marzahn der soziale Niedergang. Im dänischen Gellerupparken herrscht seit den 80ern hohe Arbeitslosigkeit. Zwei soziale Brennpunkte – zwei unterschiedliche politische Strategien, die Lage zu lösen.

Kopenhagen, Ministerpräsidentenzimmer auf Schloss Christiansborg. Das dänische Fernsehen überträgt die Neujahresrede des Regierungschefs: „Heute Abend möchte ich von einer jener Balancen sprechen, von denen ich befürchte, dass sie kippen. Ja, an manchen Orten sind sie schon gekippt.“

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„Masterplan Integration“: „Aktionismus, der viel Schaden anrichtet“

Der „Mediendienst Integration“ berichtet:

Lange wurde spekuliert, was genau Horst Seehofer (CSU) mit dem „Masterplan Migration“ vorhat. Nun sind die Inhalte bekannt. Im Gastkommentar kritisiert der Migrationsforscher Werner Schiffauer: Das Papier sei lediglich darauf ausgerichtet, Flüchtlinge abzuschrecken.

Wer von einem „Masterplan Migration“ einen umfassenden Vorschlag zur Migrationspolitik erwartet hatte, musste sich die Augen reiben. Die Vorlage von Horst Seehofer (CSU) beschränkt sich auf die Fluchtmigration – und das fast ausschließlich unter sicherheitspolitischen Aspekten: Es geht um die Erfassung, Abwehr, Kontrolle und Überwachung von Geflüchteten.

Viele wichtige Aspekte der Migrations- und Integrationspolitik werden dagegen nicht thematisiert. Vergeblich sucht man nach Vorschlägen, wie man die Integration in den Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie in das Schulsystem fördern kann – oder mehr Wege für die legale Einreise schaffen könnte. Unter der Überschrift „Integration“ werden zwar neun Maßnahmen genannt. Sie befassen sich aber ausnahmslos mit Integrationskursen – und mit dem Druck, der ausgeübt werden soll, um Migranten und Geflüchtete zur Teilnahme zu zwingen.

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Grüne: Geflüchtete und Berliner sollten zusammenwohnen

Der „rbb“ berichtet:

Flüchtlingsunterkünfte dürfen durch ein Sonderbaurecht auch in Gewerbegebieten entstehen. Davon wollen sich die Berliner Grünen verabschieden. Ihr Ziel: Keine Sonderunterbringung mehr für Flüchtlinge, sondern Integration in die Kieze.

In diesem Frühjahr hatte der Berliner Senat beschlossen, an 25 Standorten in allen Bezirken neue Flüchtlingsquartiere zu bauen. Die sogenannten MUFs können dank modualer Bautechnik schnell errichtet werden. Ein Sonderbaurecht ermöglicht den Bau auch auf Grundstücken in Randlagen, die für eine reguläre Wohnbebauung nicht zulässig wären.

Vor drei Jahren, als so viele Geflüchtete untergebracht werden mussten, ein durchaus legitimer Schritt, sagt Bettina Jarasch, die integrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Der Notfall-Modus sei aber vorbei. Die Konzepte sollten jetzt besser durchdacht werden.

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Broschüre zu Berliner Modell-Kitas im Bereich der Integration geflüchteter Kinder erschienen!

Wie kann die Integration von geflüchteten Kindern in Kitas verbessert werden? Acht Berliner Modell-Kitas der Diakonie Deutschland arbeiten seit 2016 daran, das zu erreichen. Eine Broschüre stellt nun erste Ergebnisse vor. Die Kinder gewöhnten sich meist schnell an die neue Situation. Für den Umgang mit Eltern werden Strategien vorgestellt, um Sprachproblemen und kulturellen Missverständnissen zu begegnen.

Broschüre als PDF-Dokument zum Download

Finanzielle Belastung beeinflusst Hilfe für Flüchtlinge

Via „Migazin“:

Warum heißt ein Teil der Bevölkerung Flüchtlinge grundsätzlich willkommen, ein anderer Teil hingegen steht ihrer Aufnahme ablehnend gegenüber? Eine aktuellen Studie zufolge spielt die persönliche Kostenbelastung eine entscheidende Rolle.

Die persönliche Kostenbelastung spielt einer Studie zufolge eine entscheidende Rolle für die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen. Dies geht aus einem Forschungsprojekt von Universitäten in Aachen, Marburg und Amsterdam zum Einfluss der wirtschaftlichen Situation und persönlichen Einstellung auf die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen hervor, wie die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) am Dienstag mitteilte. Persönlichkeitseigenschaften seien weitere Faktoren. Besonders hilfsbereit seien Bürger mit einer starken sozialen oder einer eher linken politischen Orientierung, hieß es.

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Runder Tisch „Alternativen zur öffentlichen Unterbringung geflüchteter Menschen“ startet

Via Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen:

Heute tagt der Runde Tisch „Alternativen zur öffentlichen Unterbringung geflüchteter Menschen“ zum ersten Mal.

Der vom Staatssekretär für Integration Daniel Tietze (Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales) und vom Staatssekretär für Wohnen Sebastian Scheel (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) einberufene Runde Tisch wird sich mit der Frage beschäftigen, welche strukturellen Maßnahmen geflüchteten Menschen den Übergang aus Unterkünften in Mietwohnungen erleichtern können.

In der ersten Sitzung wird Staatssekretärin Margit Gottstein die Position der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung zur Bedeutung einer diskriminierungsfreien Vermietungskultur vertreten. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter der städtischen Wohnungsbaugesellschaften, der privaten Wohnungswirtschaft, von Hilfs- und Freiwilligenorganisationen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden sowie der zuständigen Stellen auf Senats- und Bezirksebene Teilnehmende des Runden Tisches.
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Integrationsdebatte: Neue Achse der politischen Unterschiede

Via „Deutschlandkultur“:

Marcus Pindur im Gespräch mit Naika Foroutan

Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Migrationsforschung. Sie fordert ein Einwanderungsgesetz und zeigt sich frustriert, dass die deutsche Debatte schon einmal weiter gewesen sei als heute.

Migrationsforschung ist der Themenschwerpunkt der Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan. Seit April 2014 ist sie stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung und leitet den Arbeitsbereich „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“. Im Juni 2015 wurde sie zur Professorin für „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ durch die Humboldt-Universität zu Berlin berufen.

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Barbara John über Abschiebungen: „Unser Aufnahmesystem ist ungerecht und absurd“

Via „Berliner Zeitung“:

Zum Interview empfängt Barbara John die Berliner Zeitung in ihrem Büro im beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Wilmersdorf. Obwohl sie die Vorstandsvorsitzende ist, hat sie nur ein recht kleines Büro. Es ist zu klein für den Fotografen. Er bittet Barbara John für die Fotos in die Lobby des Hauses. Kurzerhand wird das gesamte Interview dorthin verlegt.

Ein Raum nur für Flüchtlingsfrauen

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Die Flüchtlingsunterkunft an der Albert-Kuntz-Straße hat ein „Schlosszimmer“. Darin können weibliche Flüchtlinge Zuflucht finden und einmal unter sich sein.

Das „Schlosszimmer“ hat seinen Namen, weil es ähnlich wie in einem Schloss mit Stuck und Biedermeiermöbeln ausgestattet ist. An einem großen Tisch kann gemeinsam gegessen oder gebastelt werden. Ein plüschiges Sofa mit vielen extra dafür gefertigten Kissen vermittelt zusätzlich einen Eindruck von Gemütlichkeit.

Das rund 40 Quadratmeter große Zimmer wurde vom Kreativbüro Berlin „articipate“ ausgestaltet. Die Kissen fertigten die Künstler Mohammed und Tamara von der Universität der Künste (UdK). Sie betreuen weiterhin ein Nähprojekt im „Schlosszimmer“, bei dem Frauen Produkte in Handarbeit fertigen und selbst vermarkten können.

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3.5.2018: Orte interessanter bzw. gelingender Integrations- und Inklusionsarbeit in Hellersdorf-Nord

Wir laden Sie/Euch herzlich ein zum nächsten Spazierblick am Donnerstag, den 03. Mai 2018, 15:00 Uhr (Start: ASH- Haupteingang)

Orte interessanter bzw. gelingender Integrations- und Inklusionsarbeit in  Hellersdorf-Nord

Mit: Moritz Marc (pad – präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich – gGmbH, Projekt „Ponte“) und voraussichtlich Irina Warkentin (Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade)

Voraussichtliche Stationen des Spazierblicks sind u.a. das Haus Babylon/Babel e.V., das QM Hellersdorfer Promenade das SOS Familienzentrum, die Gemeinschaftsunterkunft in der Zossener Straße und mehr. Vor Ort werden u.a. das Projekt Ponte bzw. Menschen aus den jeweiligen Einrichtungen etwas zu ihren interkulturellen Aktivitäten erzählen. Wir freuen uns über Eure Teilnahme!

Plakatmotiv zum ausdrucken und aufhängen: Poster_Spazierblicke_Mai_2018_Web