3.5.2018: Orte interessanter bzw. gelingender Integrations- und Inklusionsarbeit in Hellersdorf-Nord

Wir laden Sie/Euch herzlich ein zum nächsten Spazierblick am Donnerstag, den 03. Mai 2018, 15:00 Uhr (Start: ASH- Haupteingang)

Orte interessanter bzw. gelingender Integrations- und Inklusionsarbeit in  Hellersdorf-Nord

Mit: Moritz Marc (pad – präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich – gGmbH, Projekt „Ponte“) und voraussichtlich Irina Warkentin (Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade)

Voraussichtliche Stationen des Spazierblicks sind u.a. das Haus Babylon/Babel e.V., das QM Hellersdorfer Promenade das SOS Familienzentrum, die Gemeinschaftsunterkunft in der Zossener Straße und mehr. Vor Ort werden u.a. das Projekt Ponte bzw. Menschen aus den jeweiligen Einrichtungen etwas zu ihren interkulturellen Aktivitäten erzählen. Wir freuen uns über Eure Teilnahme!

Plakatmotiv zum ausdrucken und aufhängen: Poster_Spazierblicke_Mai_2018_Web

Integration von Geflüchteten und das Geld: Astrid Knabe schafft das

Die „taz“ berichtet:

Die Lehrerin bringt Flüchtlingen Deutschland nahe. Die Wertschätzung, die sie von ihren Kursteilnehmern erhält, hätte sie gerne auch von ihrem Land.

„Bundeskanzleramt.“ Das Wort steht im Raum wie eine Kiste ohne Griffe. Wie soll man das bloß anpacken? Die deutsche Sprache hält wahrlich schönere Wörter bereit. Augenschmaus etwa. Oder kunterbunt. Aber Bundeskanzleramt? „Bun-des-kanzl“ – versucht es die junge Frau aus dem Irak.

Fünf sperrige Silben, die ihr nicht gehorchen wollen. Sie kommt ins Straucheln, Astrid Knabe fängt sie auf. „Bundeskanzleramt“, sagt sie aufmunternd und deutet auf das Foto mit der Front aus Glas und Beton. „Da sitzt Frau Merkel“, sagt sie. Und verbessert sich sofort: „Da regiert Frau Merkel!“ Sprache sollte möglichst präzise sein und keine falschen Bilder erzeugen. Eine Regierungschefin, die im Sessel sitzt statt zu regieren, gehört wohl dazu.

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14.-16.3.2018 Berlin: Konferenz zur Integration von Geflüchteten an Hochschulen

Wie steht es um die Integration von Flüchtlingen an Universitäten in Deutschland? Welche Programme haben sich in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen? Wo besteht noch Handlungsbedarf? Von Mittwoch bis Freitag findet in Berlin eine Konferenz statt, auf der der „Deutsche Akademische Austauschdienst“ (DAAD) eine Bilanz der von ihm geförderten Hochschulprogramme ziehen wird. Außerdem werden Geflüchtete von ihren Erfahrungen an Hochschulen berichten. Auf einer Podiumsdiskussion werden Bundestagsabgeordnete, Bildungsforscher und andere Fachleute über Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen an Universitäten sprechen.
 

Aktuell bestehende Sprach(kurs)angebote für Menschen mit Migrationserfahrung in Marzahn

Da wir heute mal wieder von einer Sozialarbeiterin bezüglich Sprachangeboten für geflüchtete Menschen bzw. Menschen mit Migrationserfahrung in Marzahn angesprochen wurde, hier ein paar uns aktuell bekannte Möglichkeiten. Wer noch mehr Angebote hat, kann uns diese gerne schicken!:

Das DRK Nordost hier aktuell verschiedene Angebote, welche Ihr hier finden könnt: http://drk-berlin-nordost.de/gefluechtete.html

Weltgewandt e.V. bietet in Marzahn-Nord ein regelmässiges Sprachcafé an: http://weltgewandt-ev.de/termine/

Und das Refugee Café „Women´s Space“ in Marzahn-Mitte bietet auch Deutschkurse an: https://stimmemag.oplatz.net/eroffnung-des-frauen-internet…/

Ebenso die Migrant*innen-Organisation der vietnamesischen Community „Reistrommel e.V.“: http://www.reistrommel-ev.de/integrationskurse

Und auch das Roma-Projekt in Marzahn-NordWest bietet u.a. dienstags und donnerstags Sprachtrainings an: http://www.awo-spree-wuhle.de/elterntreff/

Dokumentation des 7. Fachtags Vietnamesisches Berlin zum Thema Angekommen?

Chancen und Herausforderungen für Integration und Partizipation der Zugewanderten aus Vietnam und ihrer Familien von VIA Berlin/Brandenburg zum Download hier.
Aus dem Vorwort:
Der Fachtag „Vietnamesisches Berlin“ ging in diesem Jahr neue Wege. Er verließ das erste Mal die traditionellen Standorte Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf und fand an einer Hochschule, der Humboldt-

Universität in Berlin-Mitte mit rund 100 Teilnehmenden statt. Der Standort wurde gewählt, um junge vietnamstämmige und -interessierte Menschen zu einem Generationsdialog einzuladen. Vor allem mit der so genannten 1,5. Generation (diejenigen, die im Rahmen der Familienzusammenführung zu den Eltern in Deutschland nachzogen) sollten Fragen, wie die folgenden diskutiert werden: wie sie ihre Rolle in der Gesellschaft und in Bezug auf diepolitische Teilhabe sehen? Welchen Beitrag (wollen) sie für die Integration ihrer Landsleute leisten? Welche Ressourcen haben sie von ihren Eltern/von der 1. Generation „geerbt“ und welche Bedeutung besitzen Migrant*innenorganisationen für sie? Der fragende Titel „Angekommen?“ des diesjährigen Fachtages steht symbolisch für diese Generation, die sich trotz ihrer Sozialisation hierzulande weitgehend noch nicht angekommen fühlt. Zugleich impliziert er die Aufforderung an die Heranwachsenden, sich im politischen und gesellschaftlichen Kontext sichtbar zu machen und Stellung zu beziehen.

 

Integration von Flüchtlingen: Wird Berlin zum Angstraum?

Der Berliner „Tagesspiegel“ thematisiert in seiner Wochenendausgabe bestehende Ängste gegenüber geflüchteten Menschen. Es ist wichtig Ängste und Probleme in der Bevölkerung und auch bei den Geflüchteten zu thematisieren – ein differenzierter Blick ist aber weiterhin nötig, um ein solidarisches Miteinander auch in Zukunft zu ermöglichen:

Das Verhalten mancher Geflüchteter löst Unbehagen aus; der differenzierte Blick wird seltener. Ein Integrationsbeauftragter warnt vor neuer Gewalt.

Da ist die 18-Jährige, die im Bikini am Wannsee entlang geht und auf vier arabischstämmige junge Männer trifft. Die Gruppe beschimpft sie laut als „Schlampe“, wie könne sie so herumlaufen.

Da ist die 60-jährige Frau, die mit ihrem Mann im Park spazieren geht und von einem arabischstämmigen jungen Mann gefragt wird, ob sie mit ihm im Gebüsch Sex haben möchte.

Da ist der arabisch sprechende Mann, der mit seiner Nichte durch die Sonnenallee in Neukölln geht und hinter sich eine Flut anzüglicher und obszöner Bemerkungen hört. Die Nichte trägt kein Kopftuch.

Einzelfälle? Es gibt viele dieser Einzelfälle in der Stadt. Und sie erzeugen zunehmend jenes Gefühl, das ein Ur-Berliner, 48 Jahre alt, so formuliert: „Ich fühle mich in dieser Stadt nicht mehr wohl und sicher. Hier ist etwas aus den Fugen geraten.“ Der Mann wurde von arabischstämmigen jungen Männern ansatzlos als „gottloser Hurensohn“ beschimpft.

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Breitenbach über Flüchtlingspolitik: „Das wird uns teuer zu stehen kommen“

Via „Berliner Zeitung“:

Die Mitglieder der SPD stimmen bis zum Wochenende darüber ab, ob die Partei auf Bundesebene noch einmal eine große Koalition mit der Union eingehen soll. Im Koalitionsvertrag gibt es umfangreiche Vereinbarungen zum Thema Flucht und Asyl. Wir haben Elke Breitenbach (Linke), die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales gefragt, was sie davon hält.

Frau Breitenbach, als zuständige Senatorin eines rot-rot-grünen Senats: Wie bewerten Sie die Koalitionspläne?

Das entspricht etwa dem, was ich erwartet habe. Da haben wir in Berlin deutlich Besseres im Koalitionsvertrag stehen.

Was stört Sie besonders?

Es ist grausam, dass der Familiennachzug für subsidiär Geschützte weiter ausgesetzt ist. Das ist nicht nur inhuman, sondern trägt wesentlich dazu bei, dass diese Menschen sich nicht integrieren können. Das halte ich für komplett falsch. Und nicht nur ich, zum Beispiel auch die Regierung in Schleswig-Holstein, die das im Bundesrat heute noch mal thematisiert.

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Mehr ausgegeben als geplant: Bezirksamt legt Haushaltsrechnung vor

Via „Berliner Woche“:

Das Bezirksamt hat im ersten Halbjahr 2017 wesentlich mehr Geld ausgegeben als geplant. Ein großer Teil der Mehrausgaben ergaben sich aus Kosten der Integration von Flüchtlingen und höheren Aufwendungen für die Pflege.

Die Mehrausgaben des Bezirksamtes durch nicht geplante Kosten im ersten Halbjahr 2017 belaufen sich auf insgesamt fast 7,7 Millionen Euro. Das geht aus einem Bericht von Bürgermeisterin und Finanzstadträtin Dagmar Pohle (Die Linke) an die Bezirksverordnetenversammlung hervor.

Ein Teil der entstandenen Mehrkosten steht im Zusammenhang mit Aufgaben des Bezirks zur Integration von Flüchtlingen. So verdoppelten sich allein die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit auf rund 40.000 Euro. Die Zuschüsse an soziale Einrichtungen und für soziale Projekte zur Integration erhöhten sich von geplant 374.000 Euro auf über 430.000 Euro.

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Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt:

In den neuen Bundesländern sind die Vorbehalte gegen Fremde schon in jungem Alter deutlicher ausgeprägt. Die Mehrheit der Sechs- bis Elfjährigen allerdings zeigt sich auch dort offen gegenüber Flüchtlingen.

Eine Mehrheit der Kinder im Grundschulalter hat eine grundsätzlich offene und unvoreingenommene Haltung gegenüber Flüchtlingen. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Kinderstudie der Hilfsorganisation World Vision, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Danach sagten 79 Prozent der befragten Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren, dass Geflüchtete „ganz normale Kinder wie alle anderen“ seien. 82 Prozent der 2500 befragten Grundschulkinder gaben an, dass sie Mitleid mit Flüchtlingen hätten.

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Zur Studie geht es hier: https://www.worldvision.de/informieren/…/vierte-kinderstudie