Der nationalistische Flügel der AfD formiert sich in neuer Stärke

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der AfD-Gliederung „Der Flügel“ ist die Partei nicht rechts genug. Mit ihrem Kyffhäusertreffen weicht sie in ein Schloss im Burgenlandkreis aus. Vermieter ist ein FDP-Mann.

Es ist die traditionelle Versammlung des nationalistischen Flügels der AfD, genannt: Kyffhäusertreffen. Organisiert von der neurechten Sammlungsbewegung „Der Flügel“ um den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke treffen sich einmal im Jahr all jene, denen die Partei noch nicht rechts genug ist.

Für ihr Treffen am 23. Juni will die AfD-Rechte nun von Thüringen nach Sachsen-Anhalt ausweichen, in ein Schloss im Burgenlandkreis. Der bisherige Versammlungsort für das „patriotische Fest“ am Kyffhäuser – 2017 kamen rund 750 Teilnehmer – ist dem „Flügel“ nach eigenen Angaben zu klein geworden. Auch Bundesprominenz wird erwartet: Parteichef Jörg Meuthen hat sein Kommen angekündigt, schon in den vergangenen Jahren immer wieder bei den Treffen dabei. 2017 kam auch der damalige AfD-Vizechef und heutige Vorsitzende Alexander Gauland und wurde dort umjubelt.

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Lichtenberg: Scharfe Kritik nach rechter Veranstaltung

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz wirft dem Betreiber des »Wartenberger Hofs« in Hohenschönhausen vor, eine Veranstaltung des extrem rechten »Flügels« der AfD unterstütz zu haben. »Durch Bereitstellung von Räumlichkeiten werden willentlich menschenverachtende Meinungen unterstützt«, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem wird dem Gastronomen vorgeworfen, das klandestin vorbereitete Treffen, auf dem am vergangenen Samstag nach Bündnisangaben auch der Thüringer AfD- Fraktionsvorsitzende und Landeschef Björn Höcke teilnahm, trotz Anfragen im Vorfeld nicht öffentlich gemacht zu haben. Auch gegenüber dem Bezirksamt Lichtenberg soll die Anmietung negiert worden sein.

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Extrem rechter Flügel der AfD traf sich in Hohenschönhausen

PRESSEMITTEILUNG des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie & Toleranz zur AfD im Wartenberger Hof:

Lichtenberger Bündnis kritisiert Unterstützung durch Veranstaltungshaus „Wartenberger Hof“

Am 14.04.2018 traf sich der extrem rechte „Flügel“ der AfD im Rahmen eines sogenannten „Wartenberger Festes“ in Veranstaltungshaus „Wartenberger Hof“ in Berlin-Hohenschönhausen. „Der Flügel“ ist nach eigenen Angaben ein Berliner Ableger vom jährlichen Treffen völkisch-nationaler AfDler am Kyffhäuser. An der Veranstaltung nahmen circa 200 Personen teil.

Redner waren u.a. Thüringens Fraktions- und Landeschef Björn Höcke, für den das Holocaust-Mahnmal ein „Denkmal der Schande“ ist, Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz, der 2007 ein Pfingstlager der neonazistischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ besuchte und AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen. Letzterer war regelmäßiger Gast der Flügel-Treffen auf dem Kyffhäuser.

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AfD-Wahlkampf in Berlin: Die nette Jeannette von der AfD

Die „taz“ schreibt:

In keinem Berliner Bezirk war die AfD im vergangenen Jahr so erfolgreich wie in Marzahn-Hellersdorf. Jeannette Auricht will hier das Direktmandat für ihre Partei holen.

Jeannette Auricht lächelt, schüttelt Hände, streicht sich den schwarzen Rock glatt und zupft an ihrer goldenen Kette herum. Seit mehr als einer Stunde macht sie das, der Raum um sie herum hat sich in dieser Zeit gefüllt: An die 200 Menschen sind in ein Restaurant gekommen, das noch hinter Hellersdorf liegt, 50 Meter jenseits der Stadtgrenze, und „Mittelpunkt der Erde“ heißt. Draußen auf dem Dach wehen drei verschiedene Fahnen, denn es ist ein deutsch-griechisch-bulgarisches Restaurant. Drinnen, im Saal mit Laminatboden und Rosentapeten, ist nur noch eine Fahne übrig geblieben, denn an diesem Samstag ist hier die AfD zu Gast.

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Björn Höcke in Berlin: Beim Griechen in Suburbia

Die „taz“ berichtet:

AfD-Rechtsaußen Björn Höcke wollte in Berlin sprechen, schaffte es aber nur knapp. Auf der Bühne am Stadtrand leistete er sich auch einen Fauxpas.

Der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke war am Samstagnachmittag zu Gast in Berlin – jedenfalls fast: Rund 50 Meter hinter der Stadtgrenze liegt das „deutsch-griechisch-bulgarische“ Restaurant, in der die von der Jungen Alternative und dem AfD-Verband Marzahn-Hellersdorf organisierte Veranstaltung stattfand. Räume in Marzahn-Hellersdorf selbst hätte ihre Partei nicht bekommen, sagte die Marzahner AfD-Politikerin Jeanette Auricht gleich zu Beginn – aus ihrer Sicht ein Beweis für „den grauenhaften Zustand der deutschen Demokratie“.

Auricht hat Chancen, als einzige direkt gewählte AfD-Kandidatin aus Berlin in den Bundestag einzuziehen: Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im letzten Jahr bekam die AfD hier in Marzahn-Hellersdorf 23,6 Prozent der Zweitstimmen und wurde so mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der Linkspartei stärkste Kraft in dem von Plattenbauten, aber auch Einfamiliensiedlungen geprägten Bezirk. Für den Wahlkampfendspurt hatte sie sich nun also prominente Unterstützung geholt, und das kam gut an: Die knapp 200 Stühle im Saal waren voll.

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Am 09.09.2017 lud der AfD-Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf zu einem sogenannten „Wahlkampftag“ in das Restaurant „Mittelpunkt der Erde“ in Hönow (Brandenburg) ein. Als ReferentInnen traten Björn „Bernd“ Höcke (AfD), Jeannette Auricht (AfD) und Thorsten Weiß (Junge Alternative) auf.
Neben Andreas Wild (AfD, fraktionslos im AGH) und Gunnar Lindemann (AfD), die sich als Veranstaltende durch das Begrüßen der Gäste hervortaten, waren Lars Niendorf (NPD-Aktivist), Peter Feist (Compact-Magazin), Siegfried Daebritz (PEGIDA-Organisator), Manfred Rouhs (Pro Deutschland), Heidemarie Piachnow (Pro Deutschland), Johannes Sondermann (AfD) und zahlreiche weitere Anhänger*innen der völkischen Ideologie Höckes anwesend.

Quelle und Bilder: https://www.flickr.com/photos/144260666@N08/sets/72157685796303441

Siehe auch: Höcke warnt vor „kultureller Kernschmelze“ durch Zuwanderung

Höcke will Gerechtigkeit – für Deutsche

„Entsorgen“: AfD-Chef Meuthen legt noch einen drauf

AfD-Höcke: „Wir verlieren gerade unsere Heimat“

Höcke will Gerechtigkeit – für Deutsche

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Der AfD-Rechtsaußen Björn Höcke macht mit seinen Lieblingsthemen Wahlkampf in Berlin und Potsdam. Darüber sind nicht alle glücklich – auch nicht in der eigenen Partei. Ein Ortstermin.

Es ist ein Empfang wie er Björn Höcke gefällt. Mitglieder der AfD-Jugendorganisation gehen voran, sie schwenken Fahnen, die deutsche und die Berlins. Im Hintergrund spielt Musik wie aus einem Heldenfilm. Kaum hat er den Raum betreten, bricht der Saal in „Höcke, Höcke“-Rufe aus. Der Thüringer Rechtsaußen kennt das schon, so bejubeln sie ihn auf vielen AfD-Veranstaltungen. Und so tun sie es nun auch hier beim Wahlkampfnachmittag der AfD Marzahn-Hellersdorf. In einem unscheinbaren Gasthof, der eigentlich schon kurz hinter der Stadtgrenze liegt und ironischerweise „Mittelpunkt der Erde“ heißt.

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Nazis kommen, Nazis gehen

Die „taz“ berichtet über die Absage des  ursprünglich unter dem Motto „Deutsche Kieze schaffen!“ für den 2.September in Hellersdorf-Nord geplanten Naziaufmarsches:

Ein geplanter Aufmarsch in Marzahn-Hellersdorf wurde abgesagt. Dafür kommt AfD-Rechtsaußen Björn Höcke zu einem geheimen Wahlkampftermin.

Ein für den 2. September geplanter Aufmarsch sogenannter „Autonomer Nationalisten“ in Hellersdorf findet nicht statt. Die Anmeldung bei der Versammlungsbehörde wurde zurückgezogen, wie die Polizei auf Anfrage der taz bestätigte. Die Veranstaltung war unter dem Motto „Deutsche Kieze schaffen“ beworben worden; erwartet wurden 50 Teilnehmer. Wieso sich der Privatanmelder zurückzog, ist nicht bekannt. Eine NPD-Kundgebung am selben Tag unter dem Titel „Asylflut stoppen“ findet ebenfalls nicht statt.

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„Noch nie waren wir so unsympathisch“

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Der Berliner AfD-Vorsitzende Georg Pazderski schwört seine Partei im Richtungsstreit per Mail auf einen Kurs der Mitte ein. Das gefällt nicht allen Mitgliedern

Berlin.  Georg Pazderski hatte sich zunächst zurückgehalten. Nachdem der AfD-Chef-Provokateur Björn Höcke mit seiner „Dresdner Rede“ so ziemlich alles infrage gestellt hatte, was in der Bundesrepublik politischer und moralischer Konsens ist, äußerte sich der Vorsitzende des Berliner Landesverbandes, der auch Mitglied im Bundesvorstand ist, erstmal gar nicht. Anrufe und Mails wurden ignoriert – und Parteifreunde wie Parteifeinde äußerten die Vermutung, dass der einstige Bundeswehr-Oberst es sich angesichts der bevorstehenden Wahl für die AfD-Bundestagskandidaten wohl nicht mit den „Höckerianern“ verscherzen wolle.

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Höcke-Flügel gegen die AfD-Chefin: Revolte in der Heimat von Frauke Petry

#Sachsen #Thüringen : Die Nazis bekriegen sich. Das war zu erwarten.Noch rechterer Rechtsflügel innerhalb der #AfD in Gründung:

Selbst die rechte „Patriotische Plattform“ ist ihnen zu lahm: In der AfD Thüringens und Sachsens organisieren sich die Gegner von Parteichefin Frauke Petry.

Norbert Mayer, der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Stadtrat von Freital, hat sich bereits vor Jahren auf den politischen Weg nach ganz weit rechts gemacht. Jahrelang machte er in der Kleinstadt bei Dresden für die CDU Kommunalpolitik, das ist für ihn wegen Angela Merkel schon lange undenkbar geworden.

Jetzt will Mayer in der AfD eine Rolle spielen, die über die eines Kommunalpolitikers hinausgeht – indem er den innerparteilichen Widerstand gegen die AfD-Bundes- und sächsische Landes- und Fraktionsvorsitzende Frauke Petry mit organisiert. Im thüringischen Seitenroda ließ sich der Freitaler am Wochenende in den Gründungsvorstand einer „Freiheitlich Patriotischen Alternative“ (FPA) wählen – und damit einer Vereins, der sich noch rechts vom parteirechten Zirkel „Patriotische Plattform“ verortet.

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rbb-Doku über die AfD vor der Bundestagswahl – Die Stunde der Populisten

Frauke Petry, Beatrix von Storch und Alexander Gauland haben mittlerweile in vielen Talkshows gesessen und die Sichtweisen und Positionen der „Alternative für Deutschland“ ausgeführt. Die rbb-Reporter Torsten Mandalka, Olaf Sundermeyer und Agnes Taegener ergründen das Wesen und die Ziele der AfD, indem Sie weniger prominente Mitglieder porträtieren. Heute Abend um 21 Uhr im rbb Fernsehen oder schon jetzt in der Mediathek!

In seiner Dresdner Rede hat Björn Höcke den Plan klar umrissen, den sehr viele in der AfD mit ihm teilen: „Wir werden uns unser Deutschland Stück für Stück zurückholen“, rief der thüringische Landesvorsitzende Pegida-Anhängern, AfD-Mitgliedern und einigen Rechtsextremisten im voll besetzten Brauhaus Watzke zu. Die Botschaft kam an, und wurde bundesweit ventiliert. Damit hat Björn Höcke sein Ziel erreicht.

Bewusste Provokation als Strategie

Die Aufregung war deshalb groß, weil eine „180-Grad-Wende in der deutschen Erinnerungspolitik“ mit zu diesem politischen Manifest gehört, das er bei dieser Gelegenheit als Kampfansage an die Regierungspolitik formuliert hat. Dass er dabei ausdrücklich das Holocaust-Mahnmal thematisiert hat, folgte der Methode des kalkulierten Skandals, für das der Berliner AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski selbst in einem Strategie-Papier „für das Wahljahr 2017“ im Bundesvorstand geworben hatte.

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