Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle: „Marzahn-Hellersdorf ist ein sehr dynamischer Bezirk“

Via „rbb“:

Marzahn-Hellersdorf wächst seit einigen Jahren – das birgt Konflikte. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) sagt im Interview, warum der Bezirk altert, warum es dort viele Hartz-IV-Empfänger gibt – und über welche Klischees sie sich aufregt.

rbb: Frau Pohle, wir haben mal rumgefragt bei den Menschen, die in Ihrem Bezirk leben – und die haben oft gesagt: Was uns stört, ist die schlechte Verkehrsanbindung. Die S-Bahn fährt nicht häufig genug. Kann man daran noch ein bisschen was drehen?

Dagmar Pohle: Ja, wir sind dazu mit der BVG und der Bahn im Gespräch, weil wir merken, dass Straßenbahnen, Busse und S-Bahnen voll sind. Als Außenbezirk sind wir darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen mit den Öffentlichen fahren. Dazu kommt, dass auch viele aus Brandenburg hier bei uns ihr Auto abstellen, manchmal auch an Stellen, wo es uns nicht so recht ist, und dann öffentlich weiterfahren. Deshalb brauchen wir einfach einen dichteren öffentlichen Personennahverkehr.

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„Wir können uns von der DDR-Bauweise eine Platte abschneiden“

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Der Architekt Martin Maleschka erforscht das baukünstlerische Erbe der DDR. Ein Gespräch über Wohnungsbau und verlorene Kunst in Großsiedlungen wie Marzahn.

Herr Maleschka, im Berliner Nordosten reihen sich auf vielen Quadratkilometern ein Plattenbau an den nächsten. Würde man die Berliner fragen, würden wohl viele am liebsten die Abrissbirne bestellen. Sie nicht, woher kommt Ihre Liebe für die Platte?

Ich bin selbst in einer Platte aufgewachsen, sie ist meine Heimat, sozusagen. Eine verlorene Heimat allerdings: 2004 wurde das Gebäude in meiner Heimatstadt Eisenhüttenstadt abgebrochen und nun suche ich diese verlorene Architektur bis heute in anderen Städten.

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Plattenbausiedlung im Wandel: „In Marzahn wird es nie eine Kiez-Kultur geben“

Via „n-tv“:

Zu DDR-Zeiten sind die Plattenbausiedlungen in Berlin-Marzahn heiß begehrt. Nach der Wende folgt der Image-Wandel. Im Interview mit n-tv.de erzählt Standortmarketing-Leiter Oleg Peters, warum viele Bewohner der ersten Stunde den Stadtteil verlassen haben und ob die Platte den Wohnungsnotstand lösen kann.

n-tv.de: Die Plattenbausiedlungen von Marzahn galten Ende der 1070er-Jahre als Prestigeprojekt. Was hat sie so besonders gemacht?

Oleg Peters: In Marzahn wurden damals nicht nur 100.000 Wohnungen in weniger als 15 Jahren gebaut. Es entstanden gleichzeitig auch 360 sogenannte gesellschaftliche Bauten wie Kitas, Schulen, Einkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen, Polikliniken und Kulturstätten. So etwas gibt es heute gar nicht mehr. Architekten, die sich der Bauhaus-Tradition verschrieben hatten, probierten damals, eine eigene Stadt zu bauen. Dabei haben sie viel Raum für Grünflächen gelassen. Herausgekommen ist eine Großsiedlung, in der nicht so eng wie im Märkischen Viertel oder in der Gropiusstadt gebaut wurde.

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Leben in der Berliner Platte: Marzahn ist mehr als eine graue Steinwüste

Es wäre schön, wenn der Bezirk im Zuge der zahlreichen Neubauprojekte auch in Punkto sozialer Durchmischung wieder vielfältiger wird! Der Artikel von -tv über Marzahn benennt einige gute Punkte – an anderen Stellen ist er aber leider wieder sehr tendenziös:
 
Anders als heute lebten zu DDR-Zeiten Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus in den Plattenbauten. „Arbeiter, die damals Genossenschafts-Mitglieder waren, bekamen über ihren Betrieb Wohnungen zugeteilt. Deswegen gab es in der Zusammensetzung eine große Bandbreite von Mietern, die es in dem Ausmaß so heute nicht mehr gibt“, sagt Peters. Dass früher der Architekturprofessor neben dem Maurer gewohnt habe, sei kein Märchen.
 

Marzahn: Burkhard Peters montierte die meisten Plattenwohnungen

Die „Berliner Woche“ berichtet:

Der 40. Geburtstag des Bezirks ist auch eine Erinnerung an die Bauarbeiter wert, die die Häuser in den neuen Großsiedlungen gebaut haben. Einer von ihnen ist ist Burkhard Peters, dessen Brigade die ersten Sechsgeschosser an der Luise-Zietz-Straße montierte.

„Hier haben wir die ersten Platten in Marzahn für die Sechsgeschosser zusammengesetzt“, sagt Burkhard Peters, als er vor dem Haus Luise-Zietz-Straße 95 steht. Darin klingt verhaltender Stolz und eine gewisse Nachdenklichkeit mit.

Als offizieller Beginn des Baus der Großsiedlung Marzahn gilt der 8. Juli 1977. Nur wenige hundert Meter entfernt an der Marchwitzastraße setzte an diesem Tag die Brigade Zeise die ersten Platte überhaupt für einen Elfgeschosser. Nicht weit davon entfernt steht das Denkmal, das seit 1979 an dieses historische Datum erinnert.

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Leben in der Großsiedlung

Via „Quartiersmanagement Marzahn-NordWest“:

Der Fotograf Pasquale Liguori porträtiert in seiner Ausstellung „IMPASSE “die Stadtrandsiedlungen Corviale in Rom und Marzahn in Berlin. Am 9. November 2018 war die Vernissage.

 
Die Organisatorinnen Susanne Gontard und Victoria Loprieno aus dem QM Marzahn-NordWest. Bild: Dagmar Buchholz, SenSW

Pasquale Liguori war aus Rom in das  Nachbarschafts- und Familienzentrum “Kiek In“ zugeschaltet. In seinen begleitenden Worten betonte die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Stadtrandsiedlungen, die beide in den 70er- und 80er- Jahren entstanden. Seine Fotos zeigen seinen künstlerischen Blick auf Corviale und Marzahn und fangen die Würde der Orte ein. Im Anschluss diskutierten die Bewohnerinnen und Bewohner über die Bilder sowie über Identifikation mit ihrem Stadtteil.

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Chancengleichheit in Großsiedlungen

Das „Quartiersmanagement Berlin“ berichtet:

Wie lässt sich Bildungserfolg in sozial benachteiligten Großsiedlungen fördern? Auf dem Kongress „StadtBildung“ berichteten Expertinnen und Experten aus Berlin und zahlreichen Großstädten in Deutschland am 15. März 2018 von erfolgreichen Lösungsansätzen. Thema war auch der Campus Efeuweg in Neukölln.

Die Neuköllner Bildungsstadträtin Karin Korte eröffnete den Kongress „StadtBildung“ mit einer klaren Aussage: „Gerade in schwierigen Kiezen brauchen wir die besten Bildungsangebote“, wenn die Chancen für alle Bevölkerungsgruppen gleich sein sollen.

Der Kongress StadtBildung

Auf der Veranstaltung kamen Expertinnen und Experten von Bildung, Jugend und Stadtentwicklung aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen. Thema waren sowohl neue pädagogische als auch städtebauliche Perspektiven sowie Gelingensbedingungen für erfolgreiche Campusentwicklungen in deutschen Großstädten.

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Siehe auch: Kongress StadtBildung – Kooperation für mehr Chancengleichheit in der Großsiedlung

40 Jahre Marzahn: Europas größte Plattensammlung

Der „Tagesspiegel“ berichtet:
Während der Bauphase lebten die Leute in einer Schlammwüste, genossen aber die modernen Wohnungen. Heute wird der einstige DDR-Vorzeigebezirk wieder beliebter.
Zum Gründungsmythos der Großsiedlung Marzahn gehört eine Betonplatte, natürlich. Verwittert steht sie an der Allee der Kosmonauten und zeigt die Kontur von Peter Zeise. Der Arbeiter einer Montagebrigade soll vor 40 Jahren das Signal gegeben haben für das große städtebauliche Projekt im Osten der Stadt. Die Umrisse der ausgefrästen Figur erinnern zugleich an den Modulor, das Proportionsschema des Architekten Le Corbusier: Das menschliche Maß, es sollte sich harmonisch durch jedes neue Haus ziehen. Am 8. Juli 1977 wurde die erste Platte auf die Felder gesetzt.“

Vor 40 Jahren begann der Bau der Großsiedlung Marzahn

Die „Berliner Woche“ berichtet:
Marzahn. Der Bezirk kann in diesen Tagen eines besonderes Ereignisses gedenken. Vor 40 Jahren, am 8. Juli 1977, wurde die erste Platte an der Marchwitzastraße für die geplante Großsiedlung gesetzt.
Aus Anlass des Jubiläums wird vom 1. bis 8. Juli das Kunstfest „Acht Tage Marzahn“ an der Marzahner Promenade gefeiert. Allerdings spielt der Baubeginn hier nur eine Nebenrolle. Eine richtige Feier mit einem Bürgerfest wird es Anfang September anlässlich des 40. Jahrestages des Richtfestes für das erste Marzahner Hochhaus geben.

Das Hochhaus steht an der Marchwitzastraße und hat die Nummer 43. Da die Hochhäuser jeweils in Blöcken errichtet wurde, kann das Jubiläum für die Häuser 41-45 gelten.