Verfahren gegen Lageso-Chef Allert ist eingestellt

Der „rbb“ berichtet:
Als 2015 immer mehr Flüchtlinge nach Berlin kamen, stand Franz Allert im Kreuzfeuer der Kritik. Unter anderem wurde dem Lageso-Chef vorgeworfen, bei der Auftragsvergabe geschlampt zu haben. Doch der Untreue-Verdacht hat sich nicht erhärten lassen.
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) wegen Verdachts der Untreue eingestellt. Zu den neun Beschuldigten zählte auch Lageso-Chef Franz Allert. Dabei ging es um mögliche Rechtsverstöße bei der Vergabe von Flüchtlingsunterkünften. Die Zeitung „Neues Deutschland“ hatte zuerst über die Einstellung des Verfahrens berichtet.

Nach Zoff mit Sozialsenatorin: Heimbetreiber Gierso muss um seine Zukunft bangen

Die Zukunft des umstrittenen Flüchtlingsheimbetreibers Gierso ist weiter offen. Nach Informationen der Berliner Zeitung setzt das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) am 6. Juli die Gespräche mit dem Unternehmen fort. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hatte die Verträge mit der Gierso am vorigen Mittwoch gekündigt und dies damit begründet, der Heimbetreiber „erpresse“ das Land. Gierso-Geschäftsführer Tobias Dohmen wies diese Darstellung zurück und warf dem LAF seinerseits vor, es halte sich nicht an schriftliche Zusagen.
 

Flüchtlinge können vorerst bleiben: Gespräche mit Gierso

Aus heiterem Himmel kam plötzlich die Nachricht, dass womöglich schon bald rund 900 Geflüchtete in Berlin auf der Straße stehen. Hintergrund ist ein Streit zwischen Behörde und Heimbetreiber. Jetzt gibt es wieder Hoffnung.
Berlin (dpa/bb) – Für rund 900 Flüchtlinge in Berlin müssen nun doch nicht kurzfristig neue Unterkünfte gefunden werden. Das sei das Ergebnis intensiver Gespräche mit dem Heimbetreiber Gierso, teilte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) am Donnerstagabend mit. Tags zuvor hatte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) mitgeteilt, dass der Heimbetreiber am kommenden Dienstag (27. Juni) fünf Niederlassungen schließen wolle. Das LAF habe sich deswegen entschlossen, die Verträge mit ihm zu kündigen. Hintergrund sind Forderungen der Firma in Millionenhöhe.
 

Gierso: Senat will umstrittenem Flüchtlingsheim-Betreiber kündigen

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) will die Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsheimbetreiber Gierso beenden. Die Kündigung der Verträge für fünf Unterkünfte mit rund 900 Plätzen soll demnach noch an diesem Mittwoch erfolgen, sagte Breitenbach bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Vormittag.

Breitenbach sagte, die Gierso habe ihrerseits gedroht, die Unterkünfte am Dienstag nächster Woche zu schließen. Hintergrund seien Forderungen des Unternehmens in Millionenhöhe. „Wir lassen uns nicht erpressen“, sagte die Senatorin. „Wenn jemand meint, 900 Menschen kurzfristig in die Obdachlosigkeit entlassen zu können, dann handeln wir.“ Die Flüchtlinge würden anderweitig untergebracht, das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) arbeite zusammen mit den Bezirken an Lösungen.

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