Unsere Gesellschaft ist scheu und hilflos im Umgang mit Rassismus

Das „Migazin“ schreibt:

Sami Omar ist auf Tour mit Lesungen und Vorträgen zum Themenkomplex Rassismus. Im Gespräch mit MiGAZIN schildert er seinen persönlichen Blick auf aktuelle Ereignisse und warum Feminismus in seinen Vorträgen eine Rolle spielt.

MiGAZiN: Rassistisch motivierte Übergriffe auf Schwarze Bürger häufen sich. Zuletzt wurde ein Patient des Universitätsklinikums Hamburg Opfer einer Gewalttat oder einen Mann aus Eritrea im hessischen Wächtersbach. Was geht in Ihnen vor, wenn Sie davon erfahren?

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Marzahn: Vierergruppe greift Transmann und Begleiter an

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet:

Mehrere Personen beleidigten den Transmann homophob. Einen seiner Begleiter schlugen sie zu Boden und traten ihm gegen den Kopf.

Eine Gruppe unbekannter Jugendlicher hat in Marzahn einen Transmann wiederholt beleidigt. Den 18 Jahre alten Begleiter des 21-Jährigen schlugen sie am Sonnabendnachmittag auf der Allee der Kosmonauten zu Boden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach sollen sie mehrfach auf den Kopf des 18-Jährigen eingetreten haben. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

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Schon mehr als 5000 rechts motivierte Delikte

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Die politisch motivierte Kriminalität von Neonazis und andere Rechten verharrt auf einem hohen Niveau. Mehr als 120 Menschen wurden 2019 bereits verletzt.

Die Polizei hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits mehr als 5000 rechte Straftaten festgestellt. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf monatliche Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und ihrer Fraktion hervor. Die Schreiben liegen dem Tagesspiegel vor. Von Januar bis April 2019 seien insgesamt 5101 Straftaten „mit rechts motiviertem Hintergrund“ gemeldet worden, heißt es in der Antwort der Regierung für April. Bei 226 Delikten handelte es sich um Gewalttaten. Mindestens 125 Menschen wurden bei Angriffen von Neonazis und anderen Rechten verletzt.

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Östliche Bundesländer sind für Asylsuchende deutlich gefährlicher

„Zeit-Online“ berichtet:

Hassverbrechen gegen Fremde häufen sich vor allem in Regionen, in denen zuvor wenig Ausländer gelebt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Leibniz-Zentrums.

Das Risiko, Opfer eines Hassverbrechens zu werden, ist für Asylsuchende in Ostdeutschland deutlich höher als in den westlichen Bundesländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Mannheimer Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Bedeutender Einflussfaktor sei dabei, wie viel Erfahrungen die Einheimischen in der Vergangenheit mit Zuwanderern gemacht haben.

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Solidarische Kieze statt rassistischer Hetze & Gewalt – Wir sind bunt und weltoffen!

Berlin, den 12.2.2019

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Solidarische Kieze statt rassistischer Hetze & Gewalt – Wir sind bunt und weltoffen!

Mit Erschrecken mussten wir als Bündnis für Demokratie und Toleranz am vergangenen Wochenende der Presse Nachrichten über gleich zwei rassistisch motivierte Übergriffe in Marzahn und Hellersdorf entnehmen:

„Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, schlugen und beleidigten am Sonnabend drei unbekannte Jugendliche einen Zwölfjährigen auf einem Sportplatz in Hellersdorf, nachdem sie ihn gefragt hatten, ob er Ausländer sei. Zwei der Jugendlichen sollen den Jungen festgehalten, der dritte ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, so dass er zu Boden gegangen sei. Am Boden soll er getreten worden sein. Laut Polizei hat der Junge die deutsche Staatsangehörigkeit; sie machte keine Angaben darüber, ob er einen Migrationshintergrund hat.“

Bereits am Freitag waren in Marzahn zwei syrische Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren am Helene-Weigel-Platz am Nachmittag von einem Unbekannten beleidigt und mit der Faust mehrfach ins Gesicht geschlagen worden. Die Jugendlichen wurden im Krankenhaus ambulant behandelt“ (Quelle:https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-hellersdorf-rassistische-attacke-kind-geschlagen-und-getreten/23969954.html)

Wir verurteilen diese rassistischen Attacken auf das Schärfste, insbesondere weil die Opfer Kinder oder Jugendliche sind, und solidarisieren uns an dieser Stelle mit den Betroffenen!

Unser Bündnis appelliert an alle im Bezirk lebenden Menschen, auch weiterhin gemeinsam für solidarische Kieze und gegen Rassismus und Gewalt in jeglicher Form einzutreten, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Marzahn-Hellersdorf ist ein Ort der Vielfalt – Wir sind und bleiben bunt und weltoffen!

Henny Engels und Beatrice Morgenthaler im Namen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Hier gibt es die Pressemitteilung als pdf-Download: BfDT M-H (PM 32)_Solidarische Kieze statt rassistischer Hetze

Auf der Website der Bezirklichen Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf gibt es zudem noch eine kleine Presseschau zu den beiden rassistischen Attacken: http://ponte.pad-berlin.de/hellersdorf-rassistische-attacke-kind-geschlagen-und-getreten/

Hellersdorf: Rassistische Attacke: Kind geschlagen und getreten

Leider gab es am vergangenen Wochenende gleich zwei rassistisch motivierte Attacken in Marzahn und in Hellersdorf – der „Tagesspiegel“ und zahlreiche andere Medien berichten:

Drei Jugendliche schlugen, traten und beleidigten einen Zwölfjährigen auf dem Spielplatz: Wieder hat es in Berlin einen rassistischen Angriff gegeben.

An diesem Wochenende hat es gleich drei Vorfälle in Berlin gegeben, bei denen Kinder oder Jugendliche Opfer von rassistischen Attacken wurden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, schlugen und beleidigten am Sonnabend drei unbekannte Jugendliche einen Zwölfjährigen auf einem Sportplatz in Hellersdorf, nachdem sie ihn gefragt hatten, ob er Ausländer sei. Zwei der Jugendlichen sollen den Jungen festgehalten, der dritte ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, so dass er zu Boden gegangen sei. Am Boden soll er getreten worden sein. Laut Polizei hat der Junge die deutsche Staatsangehörigkeit; sie machte keine Angaben darüber, ob er einen Migrationshintergrund hat.

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Straftaten in Brandenburg: Zahl der rassistisch motivierten Gewaltstraftaten gestiegen

Via „rbb“:

Volksverhetzung, Pöbeleien oder gewalttätige Angriffe: In Brandenburg registrieren die Behörden für dieses Jahr nach wie vor eine erschreckend hohe Zahl rassistischer Straftaten – nicht nur gegen Flüchtlinge. Vor allem in zwei Regionen ist die Entwicklung bedenklich.

Die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte in Brandenburg ist weiterhin hoch. Bereits in den ersten neun Monaten dieses Jahres registrierte die Polizei 186 Übergriffe gegen
Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Andrea Johlige (Linke) hervor. Im Vorjahreszeitraum waren es 225 rassistische Straftaten.

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Kampagne: Berlin solidarisch mit Opfern rechter Gewalt

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Mit Plakaten, Postkarten, in sozialen Medien und mit Anzeigen sollen in Berlin mehr Empathie und Unterstützung für Opfer rechter Gewalt erreicht werden. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) stellte die Kampagne am Montag mit Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, vor.

Rechte, rassistische und homophobe Angriffe seien ein bedrückend großes Phänomen, sagte Behrendt zum Auftakt. Berlin wolle Partei für die Opfer ergreifen – „weil wir eine weltoffene Metropole sind und auch bleiben wollen”. Seine Verwaltung hat die Kampagne mit 60 000 Euro finanziert.

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Schon fast 13.000 rechte Straftaten in diesem Jahr

Via „Migazin“:

Von Januar bis September sind bundesweit 12.791 Straftaten von Neonazis und anderen Rechtsradikalen durch die Polizei festgestellt worden. Dabei wurden mehr als 300 Menschen verletzt. Die allermeisten antisemitischen Straftaten wurden von Rechtsradikalen begangen.

Die politische motivierte Kriminalität von rechts verharrt auf hohem Niveau. Wie aus Zahlen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) hervorgeht, wurden von Januar bis September dieses Jahres bundesweit schon weit mehr als 12.500 Straftaten von Neonazis und anderen Rechten durch die Polizei festgestellt. Pau beruft sich auf die Antworten der Bundesregierung auf ihre monatlichen Anfragen.

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Rechte Gewalt in Berlin, mitten am Tag – und niemand hilft

Via „Huffingtonpost“:

Rechte Gewalt, rassistische und antisemitische Beschimpfungen, angezündete Asylbewerberunterkünfte und auch Morde an Migranten sind inzwischen Meldungen, die wir in einer gewissen Routine lesen.

Man sollte meinen, dass gerade die Deutschen aus ihrer Geschichte gelernt haben. Aber natürlich wissen wir, dass es anders ist.

Gestern Abend erreichte mich eine Meldung, die anders war. Es betraf eine Freundin von mir. “Sie ist von Neonazis aus dem Auto gezogen und zusammengeschlagen worden. Wir sind in der Notaufnahme”. Zwanzig Minuten später war ich auch da und ließ mir den Vorfall schildern.

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