Tausende gehen für Seenotrettung auf die Straße

„rbb“ berichtet:

„Für ein Europa der Vielfalt und Menschenrechte“: In mehreren deutschen Städten wurde am Samstag für die Seenotrettung demonstriert. Auch in Potsdam und Berlin.

Zahlreiche Menschen haben in Berlin und Potsdam für eine Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen demonstriert. In Berlin versammelten sich am Samstagnachmittag mehrere Tausend Menschen gegenüber dem Kanzleramt, die Veranstalter sprachen von 8.000 Teilnehmenden. Die Polizei sprach auf Nachfrage von gut 2.000 Demonstranten.

Die Route verlief vorbei am Innenministerium mit dem Ziel am Hauptbahnhof. Auf Transparenten forderten die Demonstranten: „Für ein Europa der Vielfalt und Menschenrechte“ und „Nieder mit der rassistischen Festung EU“. Mit Blick auf das Mittelmeer, über das viele Flüchtlinge kommen, hieß es: „Sabotage der Seenotretter = imperialistischer Massenmord“.

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„Meine Zeit des Schweigens ist vorbei.“

Via „Migazin“:

Nick ist Rettungskoordinateur an Bord des Rettungsschiffs Aquarius. Er hat Dinge gesehen, die niemand durchmachen und die kein menschliches Wesen erleiden sollte. Lange hat er geschwiegen, jetzt erzählt er vom Leid der Menschen und was er von der EU-Flüchtlingspolitik hält.

Wenn man die letzten Jahre zurückblickt, war ich nie jemand, der lange Texte geschrieben hat oder in politische Streitereien verwickelt war. Ich war glücklich mit meinem Leben und damit, über die Ozeane und Meere dieser Welt zu segeln, unter den Bohrinseln in West Afrika zu tauchen und zuletzt in den vergangenen drei Jahren als Seenotretter nahe der griechischen Inseln und danach im Mittelmeer an der libyschen Küste zu arbeiten. Ich habe getan, was ich als Seefahrer als unsere Verantwortung ansah: anderen Menschen in Gefahr auf See zu helfen.

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Supervision für Ehrenamtliche im Bereich „Geflüchtete“

Via FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf:
 
Pressemitteilung, 19.10.2018
Supervision für Ehrenamtliche im Bereich „Geflüchtete“
Im Rahmen des Projektes „Integration durch Engagement“ bietet die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf kostenlose Supervision für Ehrenamtliche an, die sich für Geflüchtete engagieren. Selbstverständlich sind auch Geflüchtete selbst, die ehrenamtlich aktiv sind, herzlich willkommen. Folgende Termine können wir anbieten:
Montag, der 29.10.2018 11:30 – 13:30
Montag, der 12.11.2018 12:30 – 14:30
Montag, der 10.12.2018 16:00 – 18:00
Montag, der 17.12.2018 16:00 – 18:00.
Die Supervision wird in Kleingruppen von ca. 6 Leuten stattfinden und 2 Stunden dauern.
Bei Interesse können Freiwillige sich kostenlos unter info@aller-ehren-wert.de zu einem oder mehreren Terminen unserer Supervision anmelden.
Kontakt und Anmeldung
FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf
Julia Sophie Gabert
Helene-Weigel-Platz 6, 12681 Berlin
Tel.: 030-76236500,
Email: info@aller-ehren-wert.de,
Angebot als pdf-Datei: PM_2018_10_19_Supervision_IdE (2)

Projekt ‚ReStart & Empower – Psychosoziale Unterstützung psychisch kranker Geflüchteter‘

Die Caritas hat das wichtige neue Projekt ‚ReStart & Empower – Psychosoziale Unterstützung psychisch kranker Geflüchteter‘ gestartet:

Wir bieten psychisch kranken/instabilen geflüchteten Menschen eine kostenlose Kurzintervention (ca. 6 Sitzungen) an, die insbesondere für traumatisierte, depressive Personen geeignet ist. Je nach individueller Ausgangslage, kann die Intervention dazu dienen eine lange Wartezeit bis zu einer ambulanten Psychotherapie zu überbrücken, Chronifizierungen zu verhindern, ein Verständnis für die eigene Erkrankung und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, zu stabilisieren, zu aktivieren oder einfach Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Interventionen sind leitliniengerecht aufgebaut. Aufgrund der Kürze können wir jedoch leider keine Traumakonfrontation bei PTBS-Patienten anbieten und würden hier entsprechend vermitteln.

Aktuell haben wir noch Kapazitäten in den Bereichen:

– Interventionsprogramm für psychisch kranke/ instabile Geflüchtete (v.a. Stabilisierung, Ressourcenaktivierung, Aktivitätenaufbau).
o Einzeln
o In Gruppen (Workshops)
o In Wohnunterkünften/GUs oder in unseren Beratungsräumen in Berlin Mitte
– Beratungen für Angehörige psychisch kranker/ instabiler Geflüchteter
o Einzeln
o In Gruppen
o In Wohnunterkünften oder in unseren Beratungsräumen in Berlin Mitte

Klienten und Angehörige können uns direkt oder über Sozialarbeiter/ Betreuer etc. kontaktieren
Kontaktdaten: restart-empower@caritas-berlin.de, Tel. 030-66633460″

Angebot als pdf-Dokument zum Herunterladen: Angebot_ReStart_Empower_Okt_2018 (2)

„Chemnitz ist ein kleiner Bürgerkrieg“

Der „Deutschlandfunk“ berichtet:

Immer wieder werden Migranten in Chemnitz von Neonazis angegriffen. Vor allem nach den Demos der Rechtsradikalen, die mittlerweile jeden Freitag stattfinden, kommt es zu Übergriffen. Viele Flüchtlinge fürchten um ihr Leben und würden die Stadt am liebsten verlassen.

Am Schlossteich, einem idyllischen Park in der Innenstadt von Chemnitz, läuten abends die Glocken. Der Iraner Farhad Keshavarzi, 26, erinnert sich an Freitagabend, den 14. September. Immer wieder seufzt er tief. Keshavarzi saß mit fünf Freunden auf der Schlossteichinsel. Ein Trupp von 20 bis 30 schwarz gekleideten Männern, bewaffnet mit Quarzhandschuhen und Elektroschocker, kontrollierte bei anderen die Ausweise – und kam dann zu ihm.

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Chemnitz-Köthen-Chemnitz: Wo sind die Betroffenen? Wo ist der Staat?

Via „Migazin“:

Die Gefährdung des Rechtsstaats und der Demokratie liegt darin, dass sich der Staat unfähig oder unwillig zeigt, Minderheiten zu schützen. Und hier mangelt es auch in der Zivilgesellschaft und linken Kreisen eindeutig an Solidarität.

Es ist eine Nachricht, die schon kaum mehr überrascht: Sechs festgenommen Neonazis aus Chemnitz und Umgebung, die scheinbar recht konkret Angriffe auf „Ausländer“, Politiker und linke Aktivisten planten. Festgenommen wurden sie schon vor mehreren Wochen als Teil einer selbst ernannten „Bürgerwehr“, die Menschen schikanierte und tätlich angriff, die ihrer Auffassung nach ausländisch wirkten.

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Geflüchtete Sportler erfolgreich für Fortuna Marzahn

Via „Tagesspiegel“:
Einer der Top-Läufer in der Leichtathletik-Abteilung von Doris Nabrowsky ist derzeit Mustapha El Ouartassy. Der gebürtige Marokkaner ist seit Januar 2017 Mitglied des Vereins und gewann jüngst zweimal in Folge: Beim Strausseelauf am Tag der Deutschen Einheit stellte er einen neuen Streckenrekord auf, beim Harzgebirgslauf am vergangenen Sonnabend über 11 Kilometer siegte er in 38:09 Minuten – mit mehr als drei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Maßgeblich war er auch am zweiten Platz seines Teams beteiligt. Dazu gehören die beiden afghanischen Jugendlichen Mohammad Ewaz Malekzada und Milad Ghafari.
 

Mit Geflüchteten leben – nicht gegen sie

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

In manchen Gegenden in Lichtenberg mangelt es an sozialer Infrastruktur. Das hat auch Bettina Jarasch, Grünen-Abgeordnete und Sprecherin für Integration und Flucht, bei einem Besuch festgestellt. In der Rheinpfalzallee soll eine Unterkunft für Geflüchtete gebaut werden (MUF). Jarasch und die Bezirksgrünen haben mit Anwohnenden diskutiert. Es sei alles sehr konstruktiv gewesen, heißt es. In Außenbezirken (z. B. Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Spandau) werden größere und mehr MUFs errichtet als in den Innenbezirken. Die Grünen würden es begrüßen, kleinere Unterkünfte zu bauen – besser in der Stadt verteilt und bestenfalls auch integriert in die Nachbarschaft.

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#unteilbar-Großdemo in Berlin: Unteilbar bunt

Die „taz“ berichtet:

Gegen die Spaltung der Gesellschaft wollen am Samstag Zehntausende demonstrieren. Das Bündnis ist so breit wie selten zuvor. Acht Protokolle.

Am Samstag, 12 Uhr am Alexanderplatz, folgt die nächste große Manifestation gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck. Das Motto der Demo: „Unteilbar. Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!“ Das Bündnis ist so groß und bunt wie selten. Die taz hat sich bei VertreterInnen der großen Demoblöcke umgehört.

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Jugendämter in Berlin schlagen Alarm

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Die Jugendämter suchen dringend nach Fachkräften und haben mit steigenden Fallzahlen zu kämpfen. Ein Überblick über die Herausforderungen.

Darum haben Jugendämter in Berlin mehr zu tun

Jede Gesellschaft baut auf die nachfolgende Generation. In einer Großstadt wie Berlin mit hoher Scheidungsrate, prekären Wohnverhältnissen und vielen Eltern mit seelischen Problemen brauchen aber viele Menschen Hilfe vom Staat. Hier greifen vor allem die Jugendämter. „Wir haben eine kontinuierlich steigende Belastung“, sagt etwa Falko Liecke, (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Jugend und Gesundheit in Neukölln.

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