Barbara John über Abschiebungen: „Unser Aufnahmesystem ist ungerecht und absurd“

Via „Berliner Zeitung“:

Zum Interview empfängt Barbara John die Berliner Zeitung in ihrem Büro im beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Wilmersdorf. Obwohl sie die Vorstandsvorsitzende ist, hat sie nur ein recht kleines Büro. Es ist zu klein für den Fotografen. Er bittet Barbara John für die Fotos in die Lobby des Hauses. Kurzerhand wird das gesamte Interview dorthin verlegt.

25 Jahre „Asyl-Kompromiss“: Als das Grundgesetz geändert wurde

Via „Mediendienst Integration“:

Der Bundestag schränkte 1993 das Grundrecht auf Asyl ein. Damit habe ein Prozess der Externalisierung eingesetzt, der bis heute anhält, schreibt der Historiker Jochen Oltmer in einem Gastbeitrag für den MEDIENDIENST. Neue Migrationsbewegungen, populistische Kampagnen und rassistische Gewalt hätten nach dem Mauerfall zu einer Krisenstimmung geführt. Die Debatten von damals weisen viele Parallelen zu den Diskussionen von heute auf.

Am 26. Mai 1993 beschloss der Bundestag die Änderung des Asylrechts. 521 Abgeordnete aus den Regierungsparteien CDU/CSU und FDP sowie der oppositionellen SPD stimmten dafür, 132 dagegen. Damit war die erforderliche Zweidrittelmehrheit zur Änderung des Grundgesetzes erreicht. Artikel 16, Absatz 2, Satz 2 hatte bis dahin mit der knappen Formel „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ ein individuelles Recht auf Schutz festgeschrieben. 1993 wurde er zwar nicht gestrichen, aber um umfangreiche Ausführungen ergänzt, die das Asylrecht erheblich einschränkten. Seitdem hat in aller Regel keine Chance mehr auf Asyl, wer aus „verfolgungsfreien“ Ländern stammt (den „sicheren Herkunftsländern“) oder über sogenannte „sichere Drittstaaten“ einreist, mit denen Deutschland lückenlos umgeben ist.

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Planbar: Die Ergebnisse der Diskussion von Initiativen und Zivilgesellschaft zum Gesamtkonzept

Via „Netzwerk Berlin hilft!“:

Vor einem Jahr haben sich in Berlin verschiedene flüchtlingspolitische Initiativen zusammengetan, um in einem offenen Brief an den neuen Senat aktuelle Missstände der Berliner Flüchtlingspolitik zu benennen und gemeinsam Forderungen zu stellen. Durch die enge  Zusammenarbeit ist eine Vernetzung der flüchtlingspolitischen Initiativen in Berlin entstanden, die als gemeinsames Projekt auch die „Planbar“ organisiert haben.

Nach den Richtlinien der neuen Regierungspolitik soll im Dialog mit der Stadtgesellschaft  ein neues „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation“ geflüchteter Menschen erarbeitet werden, um den „Masterplan für Integration und Sicherheit“ abzulösen. Im neuen Gesamtkonzept sollen konkrete Ziele zur Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Berlin definiert und in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Zudem werden die finanziellen Schwerpunkte für die nächsten Jahre festgelegt.

Hierzu tagten bis Februar 2018 zu verschiedenen Themen neun Facharbeitsgruppen (FAGs). Federführend waren die fachlich zuständigen Senatsverwaltungen. Aufgabe der Facharbeitsgruppen war eine Analyse der Lebensbedingungen Geflüchteter in Berlin und die Identifikation konkreter Ziele und Strategien zur Verbesserung der Situation. Dabei wurde der Anspruch formuliert, flüchtlingspolitische Teile der Zivilgesellschaft und NGOs sowie Geflüchtete selbst einzubeziehen.

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Mobile Musikarbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Ein weiteres interessantes Angebot für Refugees – dieses Mal im Musikbereich – auch für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf:

Sehr geehrte Heimleitungen und Sozial-Teams,
liebe Kolleg*innen,

ich möchte Sie auf die Möglichkeit aufmerksam machen, dass Berliner Rock- oder Hip Hop Mobil zu sich in die Unterkunft, in die Willkommensklasse, die Jugendfreizeiteinrichtung, etc. einzuladen.

Die wetek Berlin gGmbH bietet Workshops für geflüchtete Kinder und Jugendliche an. Die Finanzierung ist bereits durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gedeckt. D.h. die Workshops sind für Sie kostenfrei. Unter: www.musikstadt-berlin.de können Sie sich weitergehend informieren. Ansprechpartner für die mobile Musikarbeit mit Geflüchteten ist: Francis Cinna, cinna@wetek.de, 030 / 28 52 92 35.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudine Urban
Koordination Integration im
Jugendamt Tempelhof-Schöneberg“

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Nachfolge für Flüchtlingsamt gesucht

Via „Tagesspiegel“:

Die Sozialsenatorin Elke Breitenbach will das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten umstrukturieren. Dafür sucht sie nun eine passende Leitung.

Gesucht wird eine Nachfolge für die Leitung des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Die Stelle soll nach Tagesspiegel-Informationen ohne Ausschreibung zeitnah besetzt werden. Eine elegante Lösung könnte ein Staatssekretär im Ruhestand sein, der reaktiviert wird. Im Gespräch ist unter anderem Alexander Straßmeir.

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„Arbeiten in Berlin: Wir haben es geschafft!“: Erzählsalon geht am 9. Mai ins Finale

Via „Willkommenszentrum Berlin“:

Am 9. Mai geht die Veranstaltungsreihe „Arbeiten in Berlin: Wir haben es geschafft“ ins Finale! Im fünften und vorerst letzten Erzählsalon von und für zugewanderte Frauen geht es um das Berufsfeld Pflege und Medizin – eine Branche, in der die Hürden für Zugewanderte besonders hoch sind und gleichzeitig der Fachkräftebedarf enorm. Clorinda de Maio aus Italien, selbstständige Krankenschwester, Shima Byagowi aus dem Iran, Laborassistentin, und Carolina Nájera-Chávez aus Mexiko, Ärztin, werden iber ihren Weg in den deutschen Arbeitsmarkt berichten. Mit dabei: Frau Senatorin Breitenbach, der Integrationsbeauftragte Herr Germershausen, die Moderatorin Ferda Ataman − und hoffentlich auch Sie! Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und findet in den Räumlichkeiten des Integrationsbeauftragten in der Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin statt. Sie können sich bis zum 7. Mai 2018 unter: willkommenszentrum@intmig.berlin.de anmelden. Es stehen Dolmetscherinnen für verschiedene Sprachen zur Verfügung − bitte geben Sie an, ob und wenn ja in welcher Sprache Sie eine Übersetzung benötigen.

Quelle

3. Ausbildungsmesse für Geflüchtete: Refugees – Willkommen in der Ausbildung

Kommt vorbei! Am 3. und 4. Mai 2018 bieten vielzählige Berliner Unternehmen über 300 Ausbildungsplätze für Geflüchtete an. Im Gespräch könnt ihr die Betriebe kennenlernen und unsere Informationsveranstaltung zum Thema „Duale Berufsausbildung“ besuchen.

Ort: BiZ der Bundesagentur für Arbeit Berlin Mitte (Friedrichstraße 39)

On 3 and 4 May 2018, more than 300 training places will be presented by a large number of companies. Get in touch with your new job! #refugeeswelcome #fair4refugees

https://www.kausa-servicestelle-berlin.de/ausbildungsmesse/

FB-Event

Siehe auch: Ausbildungsmesse für Geflüchtete (Artikel aus dem Migazin)

Rund 2000 Berliner tragen Kippa

Der „Tagesspiegel“ berichtet:

Als Zeichen gegen Antisemitismus sind viele Berliner auf die Straße gegangen. Am Hermannplatz in Neukölln gab es einen Zwischenfall.

– Unter dem Motto „Berlin trägt Kippa“ findet am Mittwoch eine Solidaritätskundgebung vor dem Jüdischen Gemeindehaus in Berlin in der Fasanenstraße statt.

– Nach Angaben der Polizei kamen rund 2000 Menschen

– Die Kundgebung wird von einem großen Polizeiaufgebot begleitet

– Vergangene Woche hatte in Berlin ein Arabisch rufender junger Mann einen Kippa tragenden Israeli mit einem Gürtel verprügelt.

In Berlin leben etwa 25.000 Juden, 10.000 sind Mitglieder der Jüdischen Gemeinde.

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26.4.2018 Mark Twain Bibliothek: „Selam Opera!“ In zwei Heimaten zuhause: Der Operndolmus

Die Komische Oper Berlin kommt mit ihrem Operndolmuş in die Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“ und lädt zu einem Opernprogramm in Kleinbus-Besetzung ein. Das Programm “In zwei Heimaten zuhause” präsentiert Arien und Duette aus 500 Jahren Operngeschichte. Sie erzählen davon, was es heißt, das Glück in der Ferne zu suchen, dafür das Vertraute zu verlassen und schließlich ein Zuhause in der Welt zu finden. Nicht nur an einem, sondern an mehreren Orten. Dabei verknüpft sich das Opern- und Operettenrepertoire auf deutsch, italienisch und französisch
nahtlos mit Volksliedern aus der Türkei, Kroatien und Polen.

Um Anmeldung wird gebeten unter 030 54704-142 oder auf unserer Webseite https://imperia.berlinonline.de/bibliotheken-mh/aktuelles/veranstaltungen/artikel.682921.php

Eintritt frei, Austritt: eine Spende an den Förderverein Stadtbibliothek MarzahnHellersdorf e.V. zur Mitfinanzierung der Veranstaltung.

Zum FB-Event hier.

Antisemitische Attacke in Berlin

Der „Tagesspiegel“ u.a. berichten:

Am Dienstagabend startet Adam Armush eine Art Experiment. Er geht mit einer Kippa durch Prenzlauer Berg – und wird deshalb verprügelt. Tags darauf schildert er die Attacke.

Adam Armush startet am Dienstagabend eine Art Experiment. Er läuft mit einem Freund die Raumerstraße in Prenzlauer Berg entlang. Circa 50 Männer und Frauen, so wird Armush es später zumindest auch der Polizei erzählen, sitzen in den nahen Cafés, flanieren zum Helmholtzplatz, schlendern den Gehweg entlang. Armush und sein Freund tragen Kippa – um zu prüfen, wie die Lage für Juden in Deutschland dieser Tage sei. Das sagt Armush am Tag danach laut dpa der Deutschen Welle: „Ich bin nicht jüdisch, ich bin Israeli, ich bin in Israel in einer arabischen Familie aufgewachsen.“ Die Kippa habe er getragen, nachdem ein Freund ihn gewarnt habe, dass man in Deutschland damit nicht sicher sei.

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Siehe auch: Nach antisemitischem Angriff: Wo sind die Lichterketten?