4.-8. November 2019: Gedenkwoche Novemberpogrome in Marzahn-Hellersdorf

Im Rahmen der diesjährigen Gedenkwoche zu den Novemberpogromen 1938, veranstaltet bzw. unterstützt das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf auch dieses Jahr wieder einige Gedenkformate in unserem Bezirk. Gerade in Zeiten von antisemitisch und rassistisch motivierten Anschlägen – wie zuletzt in Halle – ist das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus wichtiger denn je!

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ (Primo Levi)

Das Plakat finden Sie hier in hoher Auflösung zum Ausdrucken: Plakat zur Gedenkwoche Novemberpogrome 2019

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Gedenken an die Novemberpogrome vor 80 Jahren in Marzahn-Hellersdorf

Bericht des Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf zu den bezirklichen Aktivitäten im Rahmen der Gedenkwoche zum 80.Jahrestag der Reichspogromnacht:
 
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf hatte aus diesem Anlass eine Gedenkwoche organisiert, die am 5.11.2018 mit einer Auftaktveranstaltung in der Ernst-Haeckel-Oberschule in Hellersdorf, einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, begann.
Eingeladen war dazu, Dotschy Reinhardt, eine Künstlerin und Vertreterin der Sinti und Roma in Deutschland, die mit ihren Liedtexten und klaren Worten noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse von damals und was sie für heute bedeuten, legte.  Der Abend wurde mit Musik und Gesprächsrunden gestaltet. In Interviews, die von Mitgliedern des Bündnisses mit Schüler*nnen und Lehrer*innen geführt wurden, berichteten sie voller Enthusiasmus dem Publikum von ihren phantasie- und ideenreichen Projekten, mit denen sie sich  schon seit vielen Jahren für einen freundlichen, toleranten, weltoffenen Bezirk engagieren. Im Interview zollte auch der anwesende BVV-Vorsteher Klaus-Jürgen Dahler den engagierten Lehrer*innen und Schüler*innen seinen Respekt und brachte die Erwartung an die Zivilgesellschaft zum Ausdruck, sich weiterhin dafür einzusetzen.